Montag, 8. Dezember 2014

Anfang und Ende - Fragerunde

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch gerne mal nicht motivieren. ;)
Was mich interessieren würde ist, wie es war, wie es ist, wie es sein soll, und wie es sein wird.
Wie war euer Anfang? Wann habt ihr beschlossen, dass sich etwas ändern muss? Was hat euch motiviert? Was habt ihr für euch dadurch entdeckt?
Oder seit ihr gescheitert (zwischendurch), hat euch das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht?
Und wie ging euer Weg weiter? Kämpft ihr alleine oder habt ihr Mitstreiter gefunden? Habt ihr vielleicht neue Menschen/Gleichgesinnte gefunden (oder durch euren neuen Weg verloren)?
Was hat euch geändert, sind eure Prioritäten noch immer (wie am Anfang) die selben?
Und jetzt, da das Jahr zu Ende geht, habt ihr geschafft, was ihr dieses Jahr schaffen wolltet? Passt das Weihnachtskleidchen schon oder die Hose eine Nummer kleiner?
Sind vielleicht neue Anregungen zu anderen Sachen durch euren Weg gekommen?
Gibt es Dinge, die ihr nicht mögt, oder euch schwer fallen?
Was ist euer Ziel?
Ihr dürft gerne Romane schreiben und mal die Spamtaste drücken.

Ich will euch natürlich nicht meinen Weg vorenthalten, deswegen hier die 'Kurzfassung':
Mein Ziel war es immer abzunehmen, speziell am Bauch. Dieses Jahr wollte ich es schaffen, den Durchbruch hinlegen, und mir es selbst beweisen. Dieses Ziel trieb mich schon seit Jahren in den Wahnsinn, in den Diätenwahnsinn. Nur dass ich eben kein Diättyp bin, und alles nach hinten los ging. Deswegen stand auch dieses Jahr die gesunde Ernährung an erster Stelle (zu der ich ja schon lange teilweise fand, diese aber nie optimiert war). Denn dort, so wurde mir allmählich klar, musste ich anfangen. Ich bin in diesem Jahr mit einer Wirbelsäulenüberbelastung gekommen, sodass ich gezwungen wurde, ruhig zu machen.
So an sich habe ich, von wenigen kurzen Nullbock- und Krankheitsphasen, regelmäßig Sport gemacht. Ich hab haufenweise Wissen in mein Hirn geschaufelt, um ernährungstechnisch auf hohen Kurs zu sein. Low Carb und Logi konnte ich für mich entdecken, und noch immer bin ich nicht groß angetan von Kartoffeln, Reis, Brot und Nudeln. Mittlerweile bin ich aber sehr im Zwiespalt, was Milchprodukte betrifft. Mein Fischkonsum ist auch sehr zurück gegangen. Ich hab viel gelesen, mich mit veganem Kram auseinandergesetzt, doch ganz darauf verzichten? Ich bin mir nach wie vor nicht sicher!
Jedenfalls, mein Bauch habe ich immer noch (zwischendurch war er mal fast weg). Aber ich bin nicht mehr im Abnehmwahn. Mein Selbstbewusstsein bezieht sich nicht mehr aufs Schlanksein, und damit habe ich ehrlich reichlich an Lebensqualität gewonnen. Mein Ziel war und ist es auch immer noch, dass ich mich wohl fühle, und die vollste Dosis Gesundheit erlange (ich denke vorausschauend). Durch die grünen Smoothies bin ich große Schritte Richtung Gesundheit gegangen. Durch ihnen habe ich gelernt, wie wichtig es für den Körper ist, tagtäglich mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Makronährstoffe versorgt zu werden! Hungern ist so kontraproduktiv, und bringt nur (irgendwann) Krankheiten. Genauso dieses massenhafte ungesunde Essen - nicht nur der Körper wird nicht versorgt, er raubt einen auch unendlich viel Energie!
Dieses Jahr ist auch das erste, wo ich durchweg gejoggt bin, mal mehr mal weniger. Dieses 'Ich bin kein Jogging-Typ' habe ich jahrelang plädiert, und siehe da, ich bin es doch. Was ich damit sagen möchte ist, dass ihr nicht etwas denken sollt, was gar nicht stimmt, nur weil ihr (mal vor Jahren) der Überzeugung davon wart. Ich kann es nicht oft genug sagen: Alles ist Gewohnheit, man kann ALLES ändern, egal ob man reich oder arm ist, ob man single oder glückliche Hausfrau ist, egal ob man krank oder gesund ist. (Ich hab wirklich sehr wenig Geld im Monat, und davon muss ich auch noch Studiengebühren bezahlen, aber ich setze alles in meine Gesundheit, als in irgendwelche unwichtigen materiellen Dinge.)
Für mich ist dieses Jahr noch die mentale Gesundheit dazu gekommen, bzw. habe ich mich mehr und intensiver damit befasst. Denn vieles ist nur das Resultat mentaler Sachen (wie Unzufriedenheit).
Für nächstes Jahr möchte ich das Clean Eating weiter frönen, mich mehr mit Wildkräuter befassen, regelmäßig (nicht übertrieben) Sport treiben und in aller Seelenruhe mein selbstgekochtes/zubereitetes Essen genießen. Ich möchte nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich auf Zack kommen, und mein Ziel, glücklich und zufrieden sein, näher kommen. Dazu kommt, dass ich mich für eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin angemeldet habe, um auch beruflich andere Wege gehen zu können. Eben den Weg, der von Herzen kommt. Wie das alles aussehen wird, erfahrt ihr auf meiner Seite (schon mein neues Design gesehen?).
In diesem Sinne...

socialgreeting.net
socialmedia-blog.de
pardejarras.com

Sonntag, 7. Dezember 2014

#luftlinienProjekt: Asthma-Maulen

Ich bin wieder etwas fauler geworden.
Leider.

Angefangen hat das letzten Sonntag, als ich Zeit mit meiner Fernbeziehung verbringen wollte, aber noch für eine Klausur lernen musste und dann auch noch mein Pferd bewegen musste. Da bin ich noch davon ausgegangen, dass es ein Einzelfall bliebe, aber so war es nicht, denn in den Tagen danach habe ich auch kein Joggen in den Zeitplan quetschen können. Mittwoch bekam ich dann ziemliche Probleme mit der Lunge wegen meinem Asthma. Ich hatte den ganzen Abend das Gefühl, dass mein Körper nicht genug Sauerstoff aufnehmen konnte und hatte einen verdammt hohen Puls.
Seitdem versuche ich es langsam angehen zu lassen und joggen wird wieder auf die lange Bank geschoben.

Aber was will man machen? Die Gesundheit geht vor und ich muss erst einmal lernen, mit der Diagnose Asthma klar zu kommen, denn diese ist noch vergleichsweise frisch und vorher habe ich einfach die Anzeichen ignoriert und verdrängt.
Letzte Woche hatte ich deswegen auch einen Termin beim Arzt, in dem mir gesagt wurde, dass mein Asthma schlimmer geworden ist.

Asthma ist und bleibt eine Krankheit und es gibt bei Weitem schlimmere Krankheiten. Viele könne damit leben und ich habe meinen persönlichen Ansprechpartner meines Vertrauens gefunden, worüber ich sehr froh bin. Ich kann ihm alle meine Fragen stellen und er hört mir auch immer zu, wenn ich einmal verzweifle, denn ich muss mich erst einmal an die Situation gewöhnen.
Ich habe große Angst meinen Körper falsch zu verstehen und einen Husten als Asthma zu interpretieren und mir dann eine Herzmuskelentzündung zu zuziehen, wenn ich trotzdem weiter Sport gemacht habe.
Und es ist halt eine Krankheit und ich wehre mich mit allen Mitteln dagegen "dauerkrank" zu sein, auch wenn ich weiß, dass es nichts bringt. Vor allem, wenn man das Gefühl bekommt, dass es eher bergab geht und Medikamente nicht so wirken, wie sie sollen, frage ich mich, wie weit ich Grenzen zurück schrauben muss. Es ist als ob mein Körper mich einschränken will und ich weiß nicht, ob ich gegen diese Grenzen ankämpfen muss oder mit ihm die neuen Fronten akzeptieren sollte.

Auf jeden Fall denke ich, dass ich beim Joggen meinen Körper relativ doll belaste -besonders bei diesen Temperaturen, denn kalte Luft auf warme Lunge tut ja auch ohne Sport weh- und deswegen lasse ich Joggen erst einmal Joggen sein, obwohl mir das verdammt doll fehlt und ich so gerne einfach nur loslaufen würde.

Woche 10
diese Woche gelaufene Kilometer: 0
gesamte Kilometer: 101,12 km
noch ausstehende Kilometer: 43,64 km
Fortschritt in Prozent: 69,85 %

Hey, ich habe die 100 km geknackt!

PS: für diejenigen, denen der Advent noch nicht weihnachtlich und nicht sportlich genug ist, kann ich meinen Hauptblog empfehlen. Da poste ich jeden Tag ein kleines Workout bis Weihnachten.

Samstag, 6. Dezember 2014

Kurioses aus dem Fitnessstudio

Hey ihr Lieben,

besonders zur Weihnachtszeit wird mein Studio immer voller und voller, selbst Samstagmorgens ist da schon sonst was los! Und das heißt, dass auch immer mehr kuriose Menschen durch die Tür spazieren und sowieso insgesamt so komische Dinge passieren! Zum Beispiel:

1.) Mein Trainer verstaucht sich den Fuß

... und zwar nicht etwa auf dem Laufband, Crosstrainer oder auf dem Ruder-Gerät, nein. Er war gerade dabei, die Weihnachtsdeko ins Fenster zu hängen, dabei ist der hingefallen und jetzt darf er sechs Wochen nicht trainieren. Der Gute leidet wie sonst was, weil er so ein Typ ist, bei dem das Studio sein zweites Zuhause ist... na ja, wenigstens darf er arbeiten und mir bald einen neuen Trainingsplan machen... und anderen Leuten beim Sport zugucken... 

2.) Miss "I woke up like this"

Ja ich weiß, lästern ist kacke, aber bei der Madame kann ich nicht anders. Folgende Situation: Ich stehe schon seit einer halben Stunde auf dem Crosstrainer, ungeschminkt, schwitzend wie ein Nilpferd, mit riesigen Augenrändern. Da kommt besagtes Mädchen (so um die 25 Jahre) rein,  perfekter Fischgrätenzopf, Eyeliner des Todes (wie kriegt man das bitte morgens hin? Ich brauche dafür mindestens drei Tage mentale Vorbereitung und dann 30 Minuten) und - ohne gemein klingen zu wollen - ein bisschen Speck um die Mitte herum. Die stellt sich dann zwei Minuten aufs Laufband, steigt ab ohne jegliches Anzeichnen von Schweiß, nimmt sich ihre Karte und verlässt das Studio, das sie zwei Minuten früher betreten hat. Da frage ich mich so, ob sie nur da war, weil ihr a.) ihr Eyeliner so gut gelungen ist und sie das uns zeigen wollte oder b.)... sie nicht ganz bei Sinnen war.

3.) Fraktion, die den Sommer schon riecht

Und zwar sind das genau die Leute, die den Crosstrainer bei Level 3 und einer Geschwindigkeit von 5 km/h voran treiben. Dabei bewegen sich ihr Beine so schnell, dass einem ganz schwindelig wird und immer wieder erschrecke ich mich, wenn sie laute Seufzer von sich geben und sich durch die Haare fahren - de aber gar nicht verschwitzt sind... Tja, man muss sich halt schneller bewegen, denn der Sommer naht, sie riechen ihn schon, und so wird gestrampelt, und gestrampelt , bis zehn Minuten vorbei sind.

4.) "Ich nehme Schokolade mit zum Sport"

Ohne Witz, letztens lag eine Tafel Schokolade auf der Fensterbank. Am Anfang habe ich gedacht,d ass sie einem von den Trainern gehören würde, bis eine Über-Schlanke vorbei kam, sich die Schoki schnappte, und sich erstmal genüsslich fünf oder mehr Stücke reinzog. Ich musste mich wirklich zwingen, meinen Mund wieder zu zu bekommen: Also ich finde das erstens ziemlich unproduktiv, asozial (die arme "Der Sommer naht"-Fraktion!!) und ich versteh den sinn nicht. Will sie uns zeigen, dass sie den Sport gar eicht nötig hat? Na super, das hat ja wohl geklappt... blöde Kuh.

Tja, komische Leute gibt es überall, trotzdem wünsche ich euch noch einen wunderschönen Nikolaus, einen noch viel schöneren Advent und viele, viele schöne Momente in der nächsten Woche.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt



Freitag, 5. Dezember 2014

Tanz dich FiT!

verpflichtende Infografik
Hallo meine Lieben! Wie letzte Woche versprochen habe ich mich nun intensiv mit der DVD "Tanz Dich fit 2" von Detlef D! Soost beschäftigt. Die DVD bieten zu jedem Tanz eine Erklärung - auch zu dem Warm Up und Stretching, das schafft man aber auch ohne ;) 

Man kann wählen zwischen:
  • Fitness Dance Party
  • Golden Dance Party
  • Summer Dance Party
  • Power Dance Party

Samstag habe ich mit Fitness Dance Party begonnen, Sonntag gabs die Golden Dance Party, am Montag die Summer Dance Party und gerade eben die Power Dance Party. 

Die Übungen an sich fand ich toll, durch die Musik vergeht die Zeit schneller und wenn man die Audiokommentare anmacht, beton D! auch immer wieder, wie viel Spaß es denn nicht machen soll und wie locker alles ist, weil wir ja "tanzen". Warm Up dauert 4min, die Dance Party ca. 25min und Stretching dann nochmal 4min. Zeitaufwand hält sich in Grenzen und es macht Spaß. Ich bin zwar nicht so durchgeschwitzt wie bei Jillian, Muskelkater hatte ich auch keinen, aber da ich die Schritte nicht kannte war der Übergang nicht immer optimal und man verbraucht sicher mehr Energie wenn man sich die Schritte dann mal gemerkt hat.

Jetzt weiß ich auch warum ich noch nie bei Zumba war. Schritte zählen, Tanzen etc. das ist nicht so meins. Hand-Fuß-Koordination lässt auch zu wünschen über :D

Zur DVD selbst möcht ich noch sagen, dass ich die Leute sehen muss, damit ich kapier welchen Schritt ich machen soll. Die Kameraeinstellung sind mir deshalb ein paar mal ungut aufgefallen. Da ist ein Übergang auf den nächsten Schritt und ich seh nur D!s Kopf. Hallo?! Da komm ich natürlich nicht mit ^^  Sonst fand ichs mit Audiokommentaren besser als ohne. Ich mags wenn jemand mit mir redet :D Und die Musik ist auch toll. Bei allen 4 Dance Partys!

Fazit: Ich fands wirklich gut, würd aber wahrscheinlich keine EUR 40,- für "Start to Dance" und "Tanz dich fit2" ausgeben. 

Den Bericht von Teresa, die die DVD gewonnen hat, könnt ihr hier nachlesen.


Die DVDs wurden mir freundlicherweise von HSE24 zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Ich stand seit 5 Jahren nicht mehr auf einer Waage

Hallo ihr,
nein, das ist kein Richtig-oder-Falsch-Spiel. Ich wollte das nur einmal gesagt haben. Mehr als 5 Jahre ist es her, dass ich zuletzt auf einer Waage stand.

Warum ich das jetzt erzähle? Nun, erstens habe ich in letzter Zeit so viel belangloses Zeug über meine Joggingrunden geschrieben, dass es vermutlich nicht nur mich genervt hat (da muss dringend ein Themenwechsel her). Zweitens guck' ich mir natürlich auch an, wer hier alles folgt - und einige von euch schreiben ja sogar in ihren Blogs über Essstörungen.
Da dachte ich, vllt. interessiert euch auch ein Teil meiner Story.

Heutiger Teil:
Die Waage

Meine Vorgeschichte
Die Zahlen auf der Waage beeinflussen viele von uns - ob magersüchtig, Bulimiker_innen, Normalgewichtige, Übergewichte,... vollkommen egal. Ein angezeigtes Weniger schüttet Glücksgefühle aus. Es zeigt uns an, dass wir unserem Ziel näher kommen, dass sich unsere Disziplin auszahlt. Erfolg, Stärke und die Motivation, immer noch etwas weiter zu gehen - das alles war für mich die die Waage.

Aber die Waage bedeutete auch größte Qualen (nein, ich übertreibe nicht). Viel zu früh wurde ich von meinen Eltern zu einer ambulanten Therapie geschickt (zu früh, weil ich überhaupt nicht zunehmen wollte). Der Deal mit dem Doc. - long story short: Solange ich nicht unter einen "magischen Punkt" falle - der ungefähr 5 Kilo unter diesem Zustand lag - dürfe ich zu Hause bleiben, mein Abi machen, etc. Gehts drunter, ist das mein one-way-Ticket in die Klinik.
Nun, wie gesagt, ich wollte nicht zunehmen. Aber jetzt musste ich Tricks finden, wie ich irgendwie diesen Arzt und die Waage austricksen könnte (ich komme vom Dorf und mein Arzt war mit Magersucht überhaupt nicht vertraut. Ich wunder mich heute noch, wie einfach das war. Die einzige, die mich voll durchschaut hat, war die eine Arzthelferin...). 
Ich musste also einmal die Woche deutlich schwerer sein - aber lief dabei ja in Gefahr tatsächlich etwas zuzunehmen. Allein das war eigentlich schon fast zu viel. Ich kam vom Arzt - allen vorspielend wie schön es war, 2oog zugenommen zu haben, aber auch ehrlich erleichtert den Arzt ausgetrickst zu haben. Ein anderer Teil in mir wollte nur heulen, da ich so Angst hatte, dass das Mehr keine Trickersei war, sondern echt
Und der Klinik-Deal: Die Waage entschied nun aber auch noch über meine Zukunft. Seitdem hassen wir uns. 

Ich bekam Angst vor der Waage. Denn ich spielte ja allen vor, dass ich zunehmen wolle und aß mit Familie und Freunden nach meiner damaligen Wahrnehmung "viel zu viel", was natürlich (Achtung: Ironie) am nächsten Tag kompensiert werden musste. Wenn ich - warum auch immer - einen Tag nicht auf die Waage konnte, stieg ich einen Tag später mit Herzklopfen und Angstschweiß drauf. Hatte ich 10kg über Nacht zugenommen? - Natürlich nicht - aber die Angst blieb.

Was dann geschah:
Dann kam endlich das Abi und der Umzug nach Hamburg. Meine Eltern halfen dabei. Alles war fertig, aber ich hatte keine Waage. Eine Woche lang nicht. Danach war die Angst so groß, dass ich mich nicht draufstellen konnte. 
Wenn ihr so wollt, bist heute nicht.
... trotz der Phobie, die sicherlich ziemlich crazy ist: Irgendwo war es ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Wie es mir heute damit geht:
Ich kann nicht schätzen, wie schwer ich bin. Fakt ist, dass ich das letzte Mal auf der Waage stand, als ich einen BMI von etwa 14 hatte. 
Natürlich habe ich zugenommen

Spenden- und Kostümlauf im Oktober 2014. Ich bin die zerfleischte Läuferin in der Mitte

Und ja, ich hasse es - wie die Pest. Ich will nicht triggern, aber wieso lügen. Aber ich kenne mich gut, und weiß, dass ich meinen Körper noch nie annehmen konnte. Auch nicht mit einem BMI von 14. Fotos habe ich damals gehasst und ich hasse sie jetzt.  

Aber der Unterschied ist, dass ich heute so leistungsfähig bin, wie noch nie in meinem Leben und eigentlich  wieder fröhlich sein kann.

Mein Leben dreht sich nicht mehr nur um Zahlen auf der Waage. 
Meine Phobie hat sich nicht gebessert. Zum Glück wird man im Alltag selten von Waagen angegriffen, darum lebe ich ganz gut damit. Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn ich in Zahlen sehen würde, was ich wiege. 
Ich versuche auf meinen Körper zu hören: Bei Signal "Hunger" kriegt er Essen. Bei Heißhunger auf Käse, Schoki, oder was auch immer, gibt's dann eben das. Denn ich denke, der Körper braucht das wohl, sonst würde er nicht danach schreien. 

Schluss:
So, ich wollte euch einmal einen Einblick in meine Zeit mit der Magersucht geben und zeigen, wie sie mich bis heute "verfolgt". Vllt. erkennt sich der/die eine oder andere ja wieder. Mir persönlich hat es immer am meisten geholfen, wenn ich von anderen Menschen mit ähnlichen Problemen und Gedanken hörte. Dann fühlte ich mich nicht mehr so allein und unverstanden.

Für euch andere war es hoffentlich auch ein bisschen interessant.

Falls ihr sowas hier nicht wieder lesen wollt, dann schreibt mir das bitte in die Kommentarbox.

 


 




Dienstag, 2. Dezember 2014

Patisson, Bikini-Body & Kniebeugen-Special


Specialfood des Tages: Mini-Patisson 


Das habe ich gesehen und wusste erstmal nicht, was es ist. Irgendeine Art Zucchini dachte ich mir. Und tja, so falsch war das gar nicht - Mini Patissons zählen auch zu den Kürbisgewächsen. Diese 200 gr Schale hat 3,99 Euro gekostet.
Ich habe gelesen, dass man die am besten nicht roh essen sollte, bzw je kleiner, desto eher noch roh. Ich habe sie gebraten und mit in die Nudelpfanne gehauen (s. Bild unten). Der Geschmack ist wie süße Zucchini, irgendwie Artischocken-like. Für mich: Lecker!
Die Schale kann man mitessen, sodass die Zubereitung denkbar einfach war: Waschen, Schneiden, Braten. So mag ich das! Wie ihr sehen könnt, sind die echt klein gewesen, sodass ich gleich die ganze Schale verarbeitet habe. Aber laut Internet sind die eh nicht lange haltbar, von dem her passt das also :-)
Würde ich die wiederkaufen? Der Preis ist happig. Und ich habe die vor dem heutigen Tag noch nie gesehen - und das, obwohl ich wirklich oft Neues suche im Supermarkt/Feinkostladen - wahrscheinlich also eher schlecht aufzutreiben. Aber wenn, und ich will grad jemanden beeindrucken (hihi), warum nicht? Meine Mitbewohnerin war auch ganz begeistert, etwas auszuprobieren, dass sie nicht nicht kannte. Geschmeckt hats ihr auch! 
Ferner ist der hohe Kaliumgehalt hervorzuheben und die schlanken 13 kcal auf 100 gr.

Spruch des Tages
Jup, ich sehe es schon kommen, wie im April die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und alle aufschreien... Daher hier mal ne nette Erinnerung (vor allem voran an mich selber :-P):
Jetzt anfangen! Und wenn alle anderen im Frühjahr hetzen, seid ihr schon längst da, wo ihr hinwollt. Super Feeling, hm?
Motivation FOOD

Hier gab es mittags die Reste vom Abendessen (Karotten-Zucchini-Reispfanne) und dazu einen leckeren Salat. Nein, das soll kein Rezept werden, sondern nur aufzeigen, dass es ja nicht unbedingt ein süßes Teilchen vom Bäcker oder eine Leberkässemmel vom Metzger sein muss im Büro in der Mittagspause. Das darf auch ab und zu sein, klar, aber am liebsten ists mir doch, wenn vom Abendessen was übrig bleibt :-) Geht es euch auch so?
Wir haben eine Mikrowelle im Büro, die das Ganze natürlich noch einfacher macht :D

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Sport des Tages

Hey ihr, wisst ihr, was das für eine Übung ist? Eine Kniebeuge mit ... (öhm, wie heißt das "Sportgerät" nochmal?). Ist das verrückt! Habe ich kurz ausprobiert (mit einem improvisierten Band) und getestet, aber ich bin noch nicht auf die Spur gekommen, was das mehr als eine normale Kniebeuge bringen soll. Oder hab ichs falsch gemacht? Kennt das jemand von euch? Macht ihr das auch?
Theoretisch finde ich es ja immer gut, die 0815-Übungen abzuwandeln, damit mehr Pep ins Training kommt. Habt ihr irgendwelche 0815-Übungen mit Special, die ihr empfehlen könnt? :-)

Wünsche euch einen wundertollen Dienstag, ihr Lieben! Bis nächste Woche
Eure Leeli

Montag, 1. Dezember 2014

Gedanken an euch

1. Dezember. Letzter Monat. Anfang vom Ende.
Es war gerade erst Oktober, und doch ist es draußen so herrisch kalt, dass es schon Dezember sein muss. Bald kommt der Schnee, und das Jahr erreicht seinen tiefsten Stand, den Winterschlaf.
Draußen ist alles tot, eingefroren.
Und was war vor Monaten? Anfang. Entschluss. Neubeginn.
So sieht es wahrscheinlich bei vielen aus. Wir haben uns aufgerafft, haben den inneren Schweinehund den Kampf angesagt. Wir haben gelernt, haben uns durch die Bloggerwelt gelesen, haben vielleicht selbst einen gestartet.
Und das alles, um unser Ziel näher zu kommen. Unser Wunsch, der schon immer tief im Herzen vergraben liegt.
Wir wollen Änderung, bessere Zeiten. Wir wollen wieder zufrieden sein, wollen uns wohl fühlen.
Wir pegelten uns ein, rafften uns auf, und schafften den Anfang.
Und das nur, weil ihr da seit.
Jeder einzelne Blogger, jeder motivierende Blog!
Wir haben mitverfolgt, wir haben beigesteuert, wir haben uns kennen gelernt. Sind wir vielleicht schon eine kleine Familie?

Diesen Post möchte ich besonders auch diejenigen widmen, die das wahrscheinlich gar nicht lesen werden. Diejenigen, die gerade nicht da sind, doch die oft in den eigenen Gedanken herum schweben. Zumindest in meinen.
Oft frage ich mich, was wohl Lara treibt, wie es Mimi geht, und ob bei Peggy alles in Ordnung ist.
Das sind nur drei Leute, es gibt noch viele mehr, von denen man momentan nichts mehr hört. Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn.
Denn sie waren es, die mir bei meinem Weg geholfen haben. Die mit Sicherheit auch anderen geholfen haben.
Und ich frage mich, ob es immer so kommt. Geschafft und das wars dann? Verschwinden sie einfach so, widmen sich dem schönen Alltag, das tolle Leben, weil sie erreicht haben, was sie erreichen wollten? Oder geht es ihnen vielleicht nicht gut, bleiben sie lieber im Hintergrund, kämpfen sie gerade mit ihren eigenen Dämonen?
Ich weiß es nicht.
Deshalb heute kein stiller Gruß, sondern ein lauter.
Ein Dankeschön.
Und die besten Wünsche.