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Samstag, 30. Mai 2015

Wo bleiben da die "Inneren Werte"?

Hallo ihr,

eigentlich hatte ich nicht wirklich Zeit heute großartig zu bloggen, aber das Phänomen, von dem ich euch heute berichten will, ist mir gerade erst wieder aufgefallen, und da konnte ich nicht anders als den Beitrag hier jetzt zwischen Hausaufgaben und Geburtstag einer Freundin zu verfassen.

Es gibt Menschen, mit denen hat man nichts zu tun. Punkt und aus. Man redet einfach nicht, sagt sich auch eher nicht Hallo, lächelt nicht mal, wenn man sich sieht und so weiter. Dabei muss man den anderen nicht gleich unbedingt nicht mögen. Man halt halt keinen Kontakt. So war es bei mir bis vor ein paar Wochen mit vielen Jungs aus meiner Stufe. Ich hatte Kurse mit ihnen, saß mal neben ihnen, redete aber nicht mit ihnen, und sah sie öfter im Fitnessstudio - ohne hallo, lächeln oder gar reden. Komisch wird es dann aber, wenn plötzlich gefühlt ALLE dieser Jungs anfangen, alles das zu machen, was sie vorher nicht gemacht haben. Plötzlich wird mir beim Sport von ihnen zugelächelt, sie kommen auf einen zu und fragen, wie es mir geht, ob man mal zusammen trainieren will, wie das Training läuft, wie die Fahrschule, einem wird zugewunken. Als Mädchen fühle ich mich da persönlich mehr als geschmeichelt, was absolut nicht daran liegt, dass die meisten der besagten Jungs wirklich gut aussehen und nett sind aber irgendwie frage ich mich, warum ausgerechnet sie jetzt damit anfangen, Kontakt mit mir zu haben. Klar, man könnte einfach sagen, dass beide Seiten ihre Zeit brauchen, um Kontakt aufzubauen, ich habe schließlich auch weniger hallo gesagt (aber wollte jetzt auch eigentlich nicht damit anfangen) weil ich dachte, dass ich uninteressant für sie wäre, und wir jetzt langsam warm werden. Oder man sieht es etwas kritischer wie ich und denkt heimlich daran, dass es an den 20kg weniger seit Anfang des Jahres liegt. Ich bin fitter, sportlicher und vor allem dünner, habe kein Doppelkinn mehr und so weiter. Hinzu kommt aber wirklich vielleicht, dass wir einfach die gleichen Interessen haben (der eine hat sogar gefragt, wie ich es fände, wenn er beim Halbmarathon mitlaufen würde mit mir...). Bewirkt das Aussehen wirklich so viel? Eigentlich sagt man ja immer "Es kommt auf die inneren Werte an" und jeder weiß eigentlich, dass das nur zu 50% stimmt. Muss man heutzutage dünn sein, um Aufmerksamkeit von Jungs/Männern geschenkt zu bekommen? Ich kenne zwar viele, die nach wie vor männlich und mit mir befreundet sind, aber die Jungs, um die es hier geht, haben mich vorher nicht mal mit dem Ars** angeguckt, wenn ich das mal so sagen darf. An Blicke von anderen Männern im Studio gewöhnt man sich auch schnell, aber mich bewegt dieses Thema und macht mich auch wütend. Was wäre, wenn ich jetzt wieder zunehmen würde und kein Sport mehr machen würde? Hätten wir dann noch Kontakt? Ich denke nicht und das zeigt eigentlich nur, wie ober-oberflächlich wir alle sind. Und damit schließe ich mich nicht aus! Natürlich finde ich einen durchtrainierten Körper eines Jungen schöner, als Speckrollen. Aber das macht, wenn man es rational betrachtet, echt viel kaputt: Der druchtrainierte Körper kann eigentlich einen ziemlich hässlichen Charakter verstecken, während der vernachlässigte Körper einen tollen Charakter beinhalten könnte, den man aber von vorne herein ausschließt und ihn so nicht kennenlernt. Finde ich irgendwie schade... aber dran ändern kann man denke ich auch nicht viel, was es einfach menschlich ist, andere Menschen vom Aussehen her zu beurteilen. 
Was denkt ihr zu dem Thema? Und Entschuldigung für die Unmengen an Rechtschreibfehlern, aber Zeitdruck und dass mein PC denkt, er wäre klüger als ich, lassen diese Fehler leider in großen Mengen zu...

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Mittwoch, 22. Oktober 2014

"Individuelle Bedürfnisse bitte einfach zu Hause lassen"

Meine Lieben,
da bin ich wieder. Sorry - in der letzten Woche hieß es für mich:
Dresden - Bildungsreise - Gruppendynamiken - 24/7 Remmidemmi - "dirty eating" (und darum leider auch kein Mittwochspost von mir)

Beweisfoto: Dresdener Frauenkirche
Wie krass schnell man sich zu ungesundem Essen verleiten lässt, ist mir in der letzten Woche wieder deutlich bewusst geworden.
Die Ausgangssituation sah wie folgt aus: 17 junge Erwachsene machen sich auf, um Dresden zu erkunden. Montag ging es los, Samstag gings zurück. Halbpension wurde von dem Veranstalter AGIJ gezahlt.
Das heißt Frühstück im Hostel und gemeinsames Abendessen. Für Mittag ist jede_r selbst verantwortlich. In der Theorie klingt das nicht schlecht. Mit meinen Eltern mache ich das auch immer so: Morgens viel frühstücken (Müsli, Obst, Vollkornbrot), Mittags gibts nen Snack oder nur einen Kaffee, je nachdem ob jemand Hunger hat und was noch so auf dem Programm steht. Und abends dann noch einmal ein Abendbrot - je nach Appetit. Selbst in den USA hat das super geklappt.

Und nun....hats nicht geklappt. So gar nicht.

Auf Fehleranalyse habe ich vielfache Baustellen ausgemacht und komme immer noch zu dem Entschluss: das wäre gar nicht anders gegangen. Alleine die Auswahl der Plätze, an denen wir abends alles gemeinsam gegessen haben, waren auf einer Skala von 10 (wie Junk-Food) bis 0 (wie Clean-Selbstgemacht-Vegan-und-Trallala) auf ner 6-7 angesiedelt.

Und dann - meine Fresse, ich konnte es kaum glauben - wie sich einige Menschen tatsächlich ernähren (und noch leben)... ich will jetzt niemandem zu nahe treten und sicher finden meine Essgewohnheiten auch sehr viele Menschen seltsam. Ich bin einfach nur überrascht und verurteile niemanden.

Wir hatten in unser Gruppe tatsächlich alles dabei, von der Vegetarierin (das war ich), der/dem Bio-Clean-Esser_in (die icht erst voll unsympathisch fand, später aber kamen wir sehr gut miteinander aus... wenn man einen gemeinsamen Feind hat - das Skala-7-Essen - dann schweißt das zusammen), der/dem Beilagen-Verschmäher_in (tausche Fleisch gegen dein Gemüse), und tatsächlich auch nur-Toast-und-Chips-Esser_innen (die fand ich echt krass.)

Jetzt stellte sich mir die Frage, ob "du bist, was du isst" nun empirisch belegt werden konnte
"Jain" lautet mein Ergebnis. Ich war von den einzelnen Essgewohnheiten nach dem ersten Eindruck nicht wirklich erstaunt (nur vom Ausmaß dann doch). Zumindest die "nur-Toast-und-Chips-Mädchen" sahen auch so aus. Und auch meiner "Bio/Clean-Eating-und-morgens-joggen-gehen-Zimmergenossin" sah man ihren Lebensstil an. 

Bei anderen war ich dann schon überrascht (man bekommt viel mit, wenn man 6 Tage ununterbrochen auf einem Haufen zusammen ist). Unsere Gruppenleiterin: Super klasse Figur, aber hasst Sport, dafür isst sie auch sehr wenig - und dann auch noch ungesund. Ein anderer Teilnehmer: Mega sportlich - eigentlich Schwimmer - nächstes Ziel Triathlon - aber iwie "undefinierter Körper" (so auf den ersten Blick. Nein, wir haben nicht zusammen geduscht!).

So, bevor ich mich jetzt hier in was verrenne und noch mehr "Feststellungen" mache, höre ich an dieser Stelle lieber auf und übe mich in Selbstreflexion: Was wohl die anderen über mein Essen/Lebensstil/Figur sagen?


Freitag, 19. September 2014

Von ungenutzten Chancen und ersten Dates

Hey ihr,

heute beim Training habe ich mich dazu entschlossen, alle meine neuen Ideen und Strukturen für diesen Blog hier wieder über Bord zu werfen - ich steh wohl eher auf längere Texte und seien wir mal ehrlich: Was kann ich auch irgendwie besser und es ist interessanter.

Also: Ungenutzte Chancen.
Das ist mir heute gerade wieder aufgefallen und zwar anhand von Kraftklub. Und zwar spielen die heute Abend um 20 Uhr ein "Geheimkonzert" in Hamburg, wovon ich durch meine Mama erfahren habe. Und um ehrlich zu sein stehe ich TOTAL auf Kraftklub und auf dem Konzert spielen sie das erste Mal die Lieder ihres neuen Albums, also wäre ich die erste, die sie live hören würde! Also noch mit vielen anderen Menschen, aber egal... Die Gründe aber, warum ich jetzt hier vor meinem PC sitze und nicht wartend in einer Masse in der Abendsonne rum-schwitze, sind blöd, aber dafür genauso einfach:
Es war bequemlicher nach der Schule nicht mit dem trödelnden Metronom nach Hamburg zu hetzen und ich musste meinen Nachmittagsplan nicht abblasen. Also verpasse ich nur aus Faulheit und anderen Ausreden ein geiles, KOSTENLOSES Konzert von einer meiner Lieblingsbands.
Anderes Beispiel: Ich habe eine sehr hässliche Phobie vor ersten Dates und morgen würde so ein Treffen anstehen... um 15 Uhr eigentlich, aber ich bin mir zurzeit mit dem Date-Partner nicht sicher (was wahrscheinlich auch nur wieder eine Ausrede ist...) und er hat es jetzt auf den Vormittag verschoben... und eigentlich kann ich da nicht... rede ich mir zumindest ein! Wer weiß, was aus dem Treffen werden würde?! Vielleicht würde es wieder zwischen uns normal werden und total wundervoll oder...
Naja, was das mit dem Thema  dieses Blogs zu tun hat? Meine Problemchen beschränken sich nicht nur auf mein kulturelles/soziales lebe, neeeinn warum auch, sondern auch auf den Sport. 
Beipiel A: Das Laufband ist frei, aber ich geh, weil... äh, mir schlecht ist (GELOGEN)
Beispiel B: Ich könnte eigentlich das Gewicht erhöhten... aber ich will ja nicht aussehen wie Hulk...

Und sowas gibt es ständig! TAKE YOUR FUCKING CHANCES, ewig bleiben sie nicht, dass weiß ich jetzt und wenn das nicht's wird dann halt nicht und wenn ist es umso besser. Ich glaube zwar, dass ich vielleicht die Einzige bin, die solche Probleme hat, aber kennt ihr das nicht auch? Das hat erstens viel mit Ausreden zu tun und mit Angst, vor dem Verlieren, Abkacken, Hinfallen und und und.
Anstatt also unsere Chancen zu ergreifen, gammle ich zum Beispiel hier rum, ihr bleibt vielleicht lieber heute auf dem Sofa, als laufen zu gehen und der nächste sagt sein Date ab.
Aber so will ich nicht sein und so habe ich mir das nie gedacht: Weder mit meinen Abnehm-Zielen noch mit der Liebe.
Also ist die Whatsapp-Nachricht mir dem "Klar geht das auch am Morgen, wann holst du mich ab?" schon abgeschickt... das Konzert aber werde ich wohl trotzdem verpassen.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt


Samstag, 9. August 2014

Self-Control

Hey ihr,

irgendwer hat mal gesagt, dass Frauen in ihrem Leben 2 Jahre damit verbringen, vor dem Spiegel zu stehen. 2 Jahre?! Und wenn ich ehrlich bin könnte ich diese 2 Jahre im Verlauf meines Lebens eindeutig übertreffen, denn zurzeit hänge ich in so einer Phase fest, in der ich vor jedem Spiegel stehen bleibe um zu gucken, ob sich mein Bauchumfang in den letzten 3 Minuten, in denen ich nicht in den Spiegel geguckt habe, vergrößert hat oder ob er immer noch schwabbelt. Über längere Zeit ist das denke ich sehr selbst-zerstörerisch, besonders wenn man immer noch deprimierter wird, wenn man sich zu oft kontrolliert.
Ergebnisse kommen halt nicht in 3 Minuten.
Noch so was Unnötiges ist meine Angewohnheit, andere zu fragen, ob ich in den Anziehsachen dick aussehe und ob das aufträgt. Eigentlich möchte man, also ich auf jeden Fall, bei so was die Wahrheit gar nicht hören oder halt nur "NEEINNN", aber wieso ist man immer auf Sachen wie Spiegel, Wagen oder die Familie angewiesen, um seinen Körper zu kontrollieren und bestätigen zu lassen? Man muss sich am Ende des Tages denke ich selber
gefallen und wenn man den Rock an sich schön findet sollte man ihn tragen und vorher nicht seine beste Freundin fragen, ob das gut aussieht, denn wenn diese dann verneint, trägt man den Rock vielleicht nicht wieder.



Also klar, vielleicht sollte man bevor man das Haus verlässt in den Spiegel gucken, man hat ja schließlich Mitmenschen, aber kritisch und selbsthassend mit Sätzen wie "Boah bin ich fett" (ich hasse diese Wort) sparsam oder am besten gar nicht umgehen, weil ich gemerkt habe, dass es einfach absolut nichts positives an sich hat. Sich 24/7 zu beobachten und zu analysieren bringt genauso wenig wie sich von anderen auseinandernehmen zu lassen. Ich mache das für mich und nicht um irgendwelchen Vorstellungen nachzukommen.
Am Ende gibt es also eigentlich kein Grund sich diese 2 Jahre vor dem Spiegel aufzuhalten, denn in diese Zeit könnte man so viel anderes erleben und lernen. Zum Beispiel, wie man sich selbst akzeptiert, ohne die täglichen Bestätigungen.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Sonntag, 20. April 2014

Die Auswirkungen eines Mannes auf mein Abnehmverhalten

Einen wunderschönen Sonntag euch allen, 
Wenn mich gerade jemand fragen würde, wie es mit mir und meinem Gewicht läuft, kann ich gerade nur von leichten Schwankungen bis Stagnierung reden.
Auf der einen Seite ist das ja besser als eine Zunahme, aber auf der anderen Seite weiß ich, dass ich noch nicht am Ziel angekommen bin -sogar noch übergewichtig bin (mir fehlen ca. 2kg).
Ich bin gerade dabei mein Zielgewicht anzupassen und ein wenig hochzuschrauben, weil ich schon recht zufrieden mit mir bin und kein Skelett werden will.
Aber nein, ich sollte mich nicht auf die faule Haut legen.
Trotzdem ist die Motivation im Moment weg...

Warum sollte ich auch weitermachen?
Mein Bauch gefällt mir eigentlich mittlerweile recht gut und ich passe wieder in meine alten Klamotten ohne mich zu schämen. Anders gesagt: ich fühle mich viel zu wohl!

Besonders gefährlich ist, wenn man neue Leute kennenlernt, die einen mit Komplimenten überhäufen, sodass man das Gefühl bekommt, einen perfekten Körper zu haben.
Liebe männlichen Wesen da draußen, bitte erzählt mir nicht, wie schön ich aussehe und bitte ladet mich nicht danach zum Fastfood essen ein. Auf Dauer geht das nicht gut.

Klar, ich weiß, dass es noch mehrere Stellen an meinem Körper gibt, an denen man pfeilen müsste, aber der Typ, der neben einen sitzt und sagt wie hübsch man ist, ist an dieser Stelle keine Hilfe. Außerdem gibt es im Leben doch auch wichtigeres als die Figur?!?
Zumindest ist das die Meinung des Herzens, das gerade Oberhand über das Hirn und das Handeln übernommen hat.

Wenn die Figur gerade der Person gefällt, die man beeindrucken will, dann stellt man seine eigenen Vorstellungen hinten an:
Zum Abnehmen habe ich noch Zeit genug,
Du musst nicht weiter abnehmen, denn er findet, dass du die ideale Figur hast,
Genieße den Moment,
Mache das ganze Date nicht durch Essenswünsche komplizierter als es ist,
Ein geteiltes Eis vorm Fernseher ist super schön,
Du siehst ihn nur so kurz, da sollte man die Zeit zusammen nutzen, denn Sport machen kann man auch alleine... (usw.)
Fazit: Ja, in Beziehungen (bzw. in der Kennlern-Phase) lässt man sich gehen. 

Und ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber: in Fernbeziehungen ist das noch einmal schlimmer?!?
Man verschiebt den Sport wegen Telefonaten bis er ganz ausfällt,
Man hat längere Anfahrtswege, die man in Bahn oder Auto sinnlos verstreichen lässt,
Man will sich nicht über das Essen streiten und freut sich, wenn das Kochen bzw. die Besorgung des Essens so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nimmt, sodass man lieber den altbewehrten Pizzadienst nutzt... (usw.)

Einziger Vorteil: Der Kerl, den ich meine, macht gerne Sport und gemeinsame Interessen wie Inlinerlaufen sind schon gefunden...

Mittwoch, 9. April 2014

Meine Tage haben 24h

Moin Leute ☺
Ich möchte mich vorweg mal ganz doll (♥♥♥) bei euch für die netten Kommentare zu meinem letzten Post bedanken. Ich hätte mit so viel Zuspruch gar nicht gerechnet! Danke dafür ♥

Ich bin seit letzter Woche vermehrt auf Blogs unterwegs gewesen, die sich gesundes Essen und Sport auf die Fahnen geschrieben haben, und muss sagen: WOW, ich bin echt krass beeindruckt, wie fit ihr alle seid (ja, ich habe natürlich bei euren eigenen Beiträgen und Leselisten angefangen ☺).

Ich komme nur langsam ein wenig ins Grübeln (vllt. kommt das von einem "Fitnessblog-Overkill"?): Haben eure Tage mehr als 24h? - Oh Gott, dass klingt angreifend.... so meine ich das aber nicht...

... hier mein Problem:

Ich habe irgendwie einen Alltag, der aus Uni, Nebenjob (10-20h/Woche), Freunden, Sport, Essen und Schlafen besteht. Ich habe schon das Gefühl, dass ich verglichen zu Freunden viel Sport mache: Der Wecker klingelt auch schon mal um halb 6, damit vor der Arbeit noch die Joggingrunde (12 km) drin ist.

Klasse wäre es, dass jeden Tag zu machen. ABER: 8h Schlaf - wo nehm' ich die dann her? Klar, ich könnte um *rechne* halb 10 schlafen gehen: Nein, kann ich nicht (jedenfalls nicht regelmäßig): Vor- und Nachbereitung für die Uni steht an und die besagten Freunde müssen ja auch noch iwo hin.

Letztes Jahr bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen und habe in der Vorbereitung auf Alkohol und exzessive Partynächte verzichtet. Tja, mein soziales Leben hat jetzt nicht direkt scharf zurückgeschossen (nur ein paar kleine Kratzer), aber trotzdem habe ich nicht vor, mein Leben so dermaßen dem Laufen unterzuordnen. (Ich sage nicht, dass ihr anderen das tut!). Dann bin ich lieber ein paar Minuten langsamer.

Oh man, jetzt habe ich schon wieder nur rumgejault. Entschuldigt!

Ich kann die ganze Bestandsaufnahme auch einfach mal umdrehen, was meint ihr?
Ich würde mich jetzt nicht als vollkommen unfit bezeichnen (auch wenn da mehr gehen könnte - müsste?). Und das, obwohl ich definitiv keinen sehr disziplinierten Tages-, Sport- und Essplan habe. Ich verbiete mir nichts (mehr) und bin undiszipliniert(er) geworden (verglichen zu meinen Magersuchtszeiten mit einem BMI von zeitweise unter 15. - ich habe 5 Jahre später noch immer Nierenschäden, Knochen- und Kreislaufprobleme - ich hoffe, dass reicht als Info, um hier definitiv nichts zu triggern!) . Vllt. hilft euch diese Feststellung, wenn ihr einmal wieder vor einem Blog a la "Miss-Perfects-Super-Blog" sitzt und nur nur denkt "Oh man, alle sind fit, hübsch, diszipliniert - nur ich nicht"

... also, ich bins auch nicht! Wären wir also mind. schon zu zweit!

Montag, 3. März 2014

Die Sache beim Altern ist doch die, ...

dass man es selber gar nicht so merkt.
Oder?

Wie ich da jetzt drauf komme? Und was das Ganze mit diesem Blog zu tun hat?

Gestern und heute wurde mir mal wieder vor Augen geführt, dass man mit 23 Jahren für manche Menschen schon zu den Älteren gehört. Obwohl man selber oft das Gefühl hat grade 18 geworden zu sein und endlich als "Erwachsen" zu gelten. Auch, wenn man es damals noch gar nicht war. Aber wann man "Erwachsen" ist und wann nicht, dass ist wieder ein ganz anderes Thema. Von dem auch ich keinen Bogen zu Ernährung und Sport schlagen könnte... also lasse ich es mal.

Zurück zum Altern.

Gestern telefonierte ich also mit meiner Mutter und ich weiß nicht mehr wie, wir kamen irgendwie auf das Thema Enkel, also meine möglichen Kinder, zu sprechen. Meine erste Reaktion war: Viel zu früh! Ich bin doch erst 23, ich will doch nicht schon über Kinder nachdenken.
Und dann im Gespräch so ein bisschen die Erkenntnis: Moment, erst 23? Wie wäre es mit schon 23? Hattest du dir als Kind nicht immer gesagt: "Wenn ich Kinder kriege, dann mit spätestens 25. Sonst bin ich ja schon so alt, wenn die aufwachsen!".
Ähm ja, wenn ich das noch erreichen will, dann müssen mein Freund und ich uns aber jetzt ranhalten. Die Lebensentwürfe einer noch nicht pubertierenden sind dann wohl doch nich so praxistauglich. Auf jeden Fall nicht, wenn man das Studium abgeschlossen und wenigstens schonmal irgendwie gearbeitet haben will, bevor man Kinder in die Welt setzt.
Dann werden meine Kinder wohl doch eine "alte" Mutter haben (auf jeden Fall in den Augen meines 12-jährigen Ichs). Die Mitte/Ende 30 ist, wenn sie ihren 10 Geburtstag feiern. Und wahrscheinlich werde ich dann doch noch zu den "jungen" Müttern gehören.

Und dann las ich heute morgen den Post hier von Maybritt. "Sweet 16" wie sie selbst schreibt. Und wir sollen sie doch bitte nicht für naiv halten. Und außerdem müsse doch jemand auch mal die jungen Leser hier ansprechen.
Und da fragte ich mich? Sind wir in ihren Augen schon "alt"?
Ich sage jetzt mal "wir", weil viele Blogger auf die ich so getroffen bin sich irgendwo in ihren 20ern bewegen. Vielleicht noch Anfang 30, aber denen fühle ich mich momentan vom Alter her näher, als einer 16jährigen. Obwohl der Unterschied in beide Richtungen ja irgendwann gleich ist.

Sind wir also alt? Mit unseren Vorstellungen vom Idealgewicht, die sich am BMI orientieren? Mit der Einstellung, dass man gesund leben sollte und nicht Hungern, um seine Ziele zu erreichen?
























Aber irgendwer muss den "jungen" doch vorleben, wie es auch ohne Hungern geht. Oder?
Irgendwer muss doch versuchen ein Vorbild zu sein. Versuchen den Medienwahnsinn entgegen zu treten und zu sagen: "Dürr ist nicht schön! Gesund ist schön!"

Aber irgendwie braucht man doch ein gewisses Alter, um so zu denken. Um sich zu sagen: "Ich bin toll, so wie ich bin. Ich habe eine tolle Persönlichkeit. Und ich möchte zwar Abnehmen, aber nicht um den Schöhnheitsvorgaben der Medien zu entsprechen. Sondern um mich fit und vital zu fühlen. Um gesund zu leben. Vielleicht auch, um mir im Spiegel besser zu gefallen. Aber ich will ja MIR gefallen und nicht der Gesellschaft." (Auch, wenn es natürlich schön ist, von Menschen aus dem Umfeld Komplimente zu bekommen, aber machen tun es die Meisten von uns doch für sich selber, oder?)

Damit will ich Maybritt jetzt nicht absprechen, dass sie vielleicht die gleichen Gründe hat. Keineswegs. Aber ich denke viele in ihrem Alter nehmen noch aus den falschen Gründen ab. Sie quälen sich mit komischen Diäten und extrem viel Sport um anderen zu gefallen. Um die Schönste/der Schönste im Jahrgang zu sein und Anerkennung zu bekommen.
Anerkennung, die man mit etwas mehr Jährchen auf den Schultern vielleicht eher auch in anderen Aspekten seines Lebens findet. Durch eine Partnerschaft, einen gefestigten Freundeskreis. Arbeit, die einen fordert und stolz macht. Vielleicht schon durch Kinder.

Natürlich wird es mit zunehmendem Alter auch immer schwieriger, den Körper so zu formen, wie man ihn haben möchte. Das sagte mir schon in jungen Jahren meine Oma immer: "Bleibe dünn, so lange du es kannst. Wenn du erstmal alt bist ist Abnehmen noch viel schwieriger."
Tja, ich bin trotzdem dick geworden. Und jetzt kämpfe ich damit die Kilos wieder los zu werden. Und ich habe keine Ahnung, ob mein Körper schon in dem Alter ist, in dem er überflüssige Kilos ungern abgibt, oder ob er noch so jung ist, dass es ihm leicht fällt. Keine Ahnung.

Aber ich weiß: Ich bin im Kopf schon alt genug, um aus den "richtigen" Gründen einen gesunden Lebensstil und damit auch eine tolle Figur anzustreben. Für meine Gesundheit, für mein Wohlbefinden. Und vielleicht auch schon ein bisschen, damit meine Kinder irgendwann mal stolz sind auf ihre hübsche (wenn auch alte ^^) und fitte Mutter.
Obwohl ich mich für den Schritt dann doch noch zu jung fühle ;)

Wie ist es bei euch? Wie alt seit ihr und wie alt fühlt ihr euch? 
Und glaubt ihr, dass man überhaupt irgendwas am Alter festmachen sollte, oder ist es für euch selbstverständlich, dass eine 15jährige genauso gut/schlecht und aus den gleichen Gründen abnimmt wie eine 30jährige? (Männer sind natürlich eingeschlossen, aber beim Thema Abnehmen ja doch meist noch unterrepräsentiert.)

Ich persönlich sehe mich übrigens noch nicht als "alt" aber gleichzeitig wunder ich mich dadrüber, wie die "jungen Mädchen" heutzutage so zur Schule gehen... Miniröcke und Schminke und Absätze und dergleichen betreffend. Wenn ich das manchmal so in der Bahn sehe, frage ich mich immer, ob wir "damals" auch so rumgelaufen sind und es uns nur nicht aufgefallen ist, wie wir aussehen, oder ob die 10 (oder weniger) Jahre jüngeren wirklich schon eine neue Generation sind, mit der ich nichts mehr gemeinsam habe...

Dienstag, 24. Dezember 2013

Beschenk Dich Selbst

Erstmal wünsche euch jetzt allen schon schöne Weihnachten,
auch wenn der Heilige Abend noch nicht angebrochen wurde ;-)

Viele sind vielleicht von euch noch gerade verhetzt die letzten Weihnachtsgeschenke kaufen,
zur Ruhe kam man in den letzten Tagen mit dem ganzen Stress kaum.
Aber jetzt beginnen die paar besinnlichen, mehr oder weniger ruhigen Tage im Kreise der Familie.

Und weil diese Tage so besinnlich sind,
ist es mal Zeit, daran zu denken, was man in diesem Jahr so Tolles geschafft hat,
wie man sich selbst bereichert hat, was man anderen Gutes getan hat.

Als kleines Kind war das noch ein prägender Gedanke,
denn man wusste, wenn man brav war, kommt der Weihnachtsmann (oder eben der verkleidete
Verwandte ;-) ) und wenn nicht der Knecht Ruprecht. Also hatte man sich bemüht,
gerade in den letzten paar Wochen vor Weihnachten brav zu sein, damit man seine guten Taten dann vorsagen konnte. 

Heutzutage geht das aber einfach an einem vorbei.
Deshalb gebe ich heute bei Easy Going den Tipp mal sich darüber Gedanken zu machen.
Wie habt ihr euch das Jahr selbst bereichert und wie andere?

Das kann auf alle Aspekte des Lebens angewandt werden und ich finde persönlich,
dass man sich danach besser und ausgeglichener fühlt.

Und jetzt: Genießt das Weihnachtsessen! Zerbrecht euch nicht den Kopf über Kalorien und Co
und habt einfach eine schöne Weihnachtszeit!

Liebst, V 

Sonntag, 21. Juli 2013

von verschiedenen Körperformen und Akzeptanz

Ich war gestern auf einem Festival und ich werde gleich auch wieder hingehen. Was mir dabei aufgefallen ist, sind die vielen verschiedenen Menschen die da aufeinandertreffen. Alle Altersgruppen, alle Kleidungsrichtungen und auch alle Körperformen. Wer schon einmal auf einem Festival war, weiß was ich meine.

Ich bin jetzt nicht der typische Festivalgänger, also berichtigt mich wenn nötig, aber ich finde das jedes Mal für ein Wochenende diese Unterschiede vergessen werden. Dann gibt man schon einem Punk einen "Free Hug" und feiert mit Männern in Superheldenkostüm bei der gleichen Band. Ich habe gestern überdurchschnittliche dickere Leute gesehen -auch in überdurchschnittlich kurzen Jeans. Niemand scheint sich drum zu kümmern. Man akzeptiert jeden und jeder kann sein, wie er wirklich ist.
Da fühle ich mich auch nicht so unwohl mit meiner Körperform und meinen fast 20kg Übergewicht.
Man fühlt sich trotzdem akzeptiert und für mich dreht sich alles darum: um Akzeptanz.
Das war der Grund, warum ich das erste Mal abgenommen habe und der Grund, warum ich wieder angefangen habe. Das ist der Grund warum ich die erste halbe Woche, die ich wieder hier war, so unheimlich schlecht drauf war und mich nur in meinem Zimmer verstecken wollte und niemanden sehen wollte.
Ich weiß nicht, ob Deutschlands Jugendliche insgesamt so schlank sind oder ich einfach nur aus einer schlanken Gegend komme, aber als eine Übergewichtige (die auch kaum Freunde hatte --> Zufall?) die Schule gewechselt hatte, war ich mit meinem Noch-Normalgewicht die Dickste aus dem gesamten Jahrgang. Alle sahen ungefähr gleich aus und wir alle strebten dem Gleichen nach: lange leicht gewellte Haare, groß und sehr schlank. Alle Klamotten ungefähr aus dem gleichen Laden.
Ich konnte als "Dickste" nicht diese kurzen Sporthosen anziehen, die die anderen Mädchen anhatten und keine Tops zum Sportunterricht weil ich die Einzige mit SportBH war.

Alles was ich mit meiner Diät erreichen wollte war, dass ich endlich wie alle anderen Mädchen aussehen würde, auf Fotos nicht rausstechen würde und mehr oder weniger in der Menge untergehen würde anstatt unangenehm aufzufallen durch mein Gewicht.

Ist das richtig so? Muss man schlank sein um Akzeptanz zu finden in Deutschland?

In Kanada war ich bei weitem nicht die Dickste und wir hatten ein breites Spektrum an Körperformen und mir gings verdammt gut. Ich steige in den Flieger nach Deutschland und alles ist gut, ich steige aus und fühle mich fett und fehl am Platz, obwohl ich kein einziges Gramm während des Fluges zugenommen habe.
Es kam mir gestern einfach so vor, als ob die "Dickeren" ihre Chance genutzt hätten, aus ihren Löchern gekrochen sind, indenen sie sich sonst immer verstecken, (weil ich sie ja sonst nie sehe) um endlich ihr Leben leben zu können, weil sie auf einem Festival endlich Akzeptanz finden.

Donnerstag, 23. August 2012

Kennt ihr auch solche Leute?


Liebe übergewichtige Mitleser,

ich kenne da eine Frau, wir nennen sie mal einfach Frau Schtt.
Frau Schtt isst kaum etwas, erst recht nicht nach 17 Uhr und schon gar kein Fett, dies erzählt sie auch wirklich jedem, egal ob man es hören möchte oder nicht. Nun, Frau Schtt ist dünn aber nicht fit und schon gar nicht gesund, das sieht man ihr auch an. Letzteres ist für die Geschichte nicht wichtig, aber ich wollte es trotzdem anmerken.

Gestern kam Frau Schtt vorbei und schenkte mir Kuchen, den sie sonst in die Biotonne werfen wollte, weil sie keinen Kuchen isst. Darauf sagte ich ihr, dass ich auch keinen Kuchen mehr esse, da ich im Moment versuche abzunehmen und mich deshalb low-carb ernähre.

Daraufhin sah sie mich groß an und fragte mich: "Warum willst du denn abnehmen, das hast du doch gar nicht nötig. Du bist doch schlank. Hier, iss den Kuchen!"

Dazu muss man sagen, dass ich auch objektiv und vom weiten betrachtet schon als übergewichtig auffalle. Nun frage ich mich, was hat diese Frau davon, mich von der Diät abzuhalten? Will nur sie allein schön sein? Hätte sie dann ein Lästerobjekt weniger, wenn ich auch dünn wäre?

Kennt ihr auch solche Menschen, von denen ihr genau wisst, dass sie euch zu dick finden, die dann aber so tun, als wäre es total abwegig, dass gerade ihr abnehmen wollt?

*kopfschüttel*