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Samstag, 23. Mai 2015

7 Minuten, die ich blöd finde

Hallo ihr Lieben,

Donnerstag wäre ich vor Schreck fast (ich betone das fast) aus meinen Nikes gekippt, als ich beim Gratulieren meiner Freundin zum Geburtstag realisiert habe, dass in genau einem Monat der Halbmarathon ist. Jaja, mir war schon klar, dass er nicht mehr so weit weg ist und da mir die ganze Thematik sehr ans Herz geht (bei einem jähr Vorbereitungszeit irgendwie verständlich), ist seitdem eine kleine Panik bei mir ausgebrochen. Denn ich bin nicht so ganz auf der Höhe. Meine Laufzeit hat sich in den letzten Wochen um 7 Minuten verschlechtern (für 10,3km brauche ich jetzt 1:02h statt 55 Minuten) und meine Beine führen sich beim Laufen schneller schlapp an als sonst. Und das so kurz vor dem großen Lauf! Was mich aber eigentlich wurmt ist, dass es mich wurmt, dass mir diese Zeiten nicht egal sind. Von Anfang an hatte ich nämlich eigentlich di Einstellung "Durchkommen, egal wie", aber diese 7 Minuten nagen leicht an meinem Selbstvertrauen: Werde ich das schaffen? Komme ich als Letzte ins Ziel? Rollend, krabbelnd oder doch laufend? Eigentlich weiß ich, dass das nicht wirklich langsam ist, aber ich will wissen, warum das so ist! An der Ernährung oder an meinem Gewicht kann es nicht liegen, weil die seit fünf Monaten gleich ist und ich auch mein Gewicht gehalten habe bzw. 1kg zugenommen habe. Aber woran dann? Viel ändern kann ich wahrscheinlich nicht mehr bis zum 21. Juni und letztendlich soll laufen Spaß machen und nicht von irgendwelchen Zahlen abhängen. Und dann muss ich auch noch planen, wie ich das Hurricane und den Halbmarathon unter einen Hut bekomme - bisher habe ich den Stapel eher weiter nach hinten geschoben... ich denke es wäre das beste, wenn ich Scheeßel am Samstag Abend verlasse, was zwar blöd ist, aber ich will laufen. Alkohol ist dann zwar auch nur begrenzt möglich, aber ich will laufen. Bananen muss ich mitnehmen und irgendwie am Samstag Nudelsuppe essen, aber ich will laufen. Vielleicht habt ihr es nicht mitbekommen, ABER ICH WILL LAUFEN! Also, wenn man was will, schafft man das auch und bisher gibt es eigentlich nichts, was ich nicht geschafft habe, außer diese blöde Mathe Arbeit und er vierten Klasse, die mich bis heute traumatisiert. 

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 16. Mai 2015

Ich und der "Krampf des Todes"

Hey ihr,

erstmal wollte ich euch sagen, dass ich mich ziemlich darüber gefreut habe, dass es so viel Rückmeldung zu meinem Post von letzter Woche gab! Dann bin ich wohl nicht die einzige, der die ganze Hektik um die Ernährung negativ aufgefallen ist... naja, kommen wir aber zu einem anderen Thema: Krämpfe.
Es war vor ein paar Tagen, mein Wecker zeigte die unfreundliche Zahl 04:23 Uhr an, eigentlich befand ich mich gerade in einer Tiefschlaf-Phase, als meine linke Wade plötzlich höllisch anfing sich zusammen zu krampfen und zu schmerzen. Natürlich war ich sofort wach und zog das linke Bein an meinen Oberkörper, weil ich keine Ahnung hatte, wie das wieder weg gehen sollte. Nach gefühlten fünf Minuten war der Spaß schon wieder vorbei und ich schlief wieder ein. Am nächsten Morgen hatte ich die Aktion eigentlich schon vergessen, bis ich aufstehen wollte und merkte, dass da was weh tat. Also erinnerte ich mich wieder an meinen nächtlichen Krampf, denn dieses unschöne Gefühl in der linken Wade begleitet mich bis heute.
Und das war nicht das erste Mal, dass ich mitten und er Nacht von so einem Krampf heimgesucht wurde, sondern mindestens schon das zweite Mal. Also habe ich mich - wie mein ulkiger Mathelehrer sagen würde - "ins Internet gehangen" und heraus gefunden, dass solche nächtliche Wadenkrämpfe meist von Magnesium- und Kaliummangel kommen. Na super. Eigentlich hatte mein Blutbild nämlich vor ein paar Wochen gesagt, dass es mir eigentlich an nichts fehlt (außer an Vitamin D, aber ganz ehrlich bei dem Wetter ist das kein Wunder). Nächste Möglichkeit wäre Wassermangel, was schon eher hinkommen würde, weil ich in letzter Zeit weniger als sonst getrunken habe. Aber um diesen blöden Krämpfen vorzubeugen, dehne ich mich jetzt wieder intensiver nach dem Sport, was ich, wenn ich das hier so schreibe, in den letzten Wochen auch eher so gar nicht gemacht habe und trinke halt mehr. Außerdem hat mir das Internet gesagt, dass Magnesium vor allem in Haferflocken, Nüssen, Bananen, Kakaopulver und getrockneten Früchten (also fast alles, was ich regelmäßig esse) drin ist. Also schnell mal wieder Studentenfutter in den Einkaufswagen gepackt und dazu noch heiße Zitrone, wo 250ml schon den Tagesbedarf an Magnesium decken soll -dafür dann aber auch 50kcal hat... da mache ich mir die ja eigentlich lieber selber. 
So sollen diese blöden Dinger jetzt erstmal aufhören, denn ich habe wirklich keine Lust, dass kurz vor dem Halbamarathon mein ganzes Training durch irgendeinen Mangel versaut wird... habt ihr auch öfters solche Krämpfe? Wenn ja, habt ihr irgendwelche Tipps, die hier jeder wissen muss?

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt


Freitag, 8. Mai 2015

Laufveranstaltungen im Sommer

Hallo ihr Lieben,
oops... den Mittwoch habe ich irgendwie verpasst. Entschuldigt! Ich habe eben noch kurz überlegt, ob ich den verpassten Post einfach unter den Teppich kehre und nächste Woche schreibe, als wenn nix wäre....
...aber tatsächlich ist meine Chefin heute nicht im Büro und ich habe es einfach soooooo drauf: Mein Schreibtisch ist seit gestern pikobello aufgeräumt und naja... ich will ja nicht nörgelig werden.... aber mir ist etwas langweilig.

Der Marathon liegt nun schon ein paar Tage hinter mir. Das heißt für mich, das nächste Ziel anzupeilen. Am 04.07. ist in Hamburg wieder Women's Run. 2012 und 2013 bin ich hier bereits gelaufen.
2012 habe ich gerade erst mit dem Laufen begonnen und tatsächlich kamen mir die 8km ganz schön lang vor und es war auch echt super heiß. Trotzdem habe ich "damals" Blut geleckt und wusste seitdem "LAUFEN IST MEIN SPORT!"

Für die 8km habe ich 2012 noch 47 Minuten gebraucht.
2013 waren es dann schon nur noch 39 Minuten - 6 Tage nach dem Halbmarathon und bei richtig kaltem Nieselregenwetter.
2014 hatte ich irgendwie keine Lust zu diesem pinken Frauenevent, das ALLE Genderklischees bedient.
Aber irgendwie habe ich dieses Jahr wieder Bock drauf. Die Stimmung ist nett, die Strecke nicht besonders lang oder herausfordernd. Eben ein bisschen just for fun (und ein pinkes Laufshirt mehr in der Sammlung!!!!)

Eigentlich wollte ich ja den Zombie-Run am 02.08. bestreiten: 5km Hindernislauf und dabei von Zombies verfolgt werden! Geile Sache, finde ich. Nur "leider" bin ich zu einer Hochzeit in Finnland eingeladen und die geht natürlich vor.

Eine Freundin wollte beim Urbanathlon dabei sein - 12km Hindernislauf ohne Zombies - aber auch sie "muss" zu einer Hochzeit ans andere Ende Deutschlands. Jetzt läuft sie "nur" beim hella-Halbmarathon mit - und ich feuer sie an! ☺

Achja... und dann ist da noch der von mir organisierte Spendenlauf am 27.06. (auch in Hamburg). Da werde ich natürlich auch dabei sein. Kommt ihr auch?


Was plant ihr so diesen Sommer?
Color-Run? Nachtlauf? (Halb-)Marathon? Hindernislauf? Ultra? Benefiz-Lauf? Oder hat eure Stadt noch coolere Sachen am Start? Ich habe mal von einem Hindernislauf gehört, bei dem es darum ging, aus einem alten Gefängnis "auszubrechen". Auch irgendwie cool...

Samstag, 4. April 2015

"Hinter'm Horizont geht's weiter!"

Heey,

morgen ist Ostersonntag! Bei uns heißt das: Essen, essen, zwischendurch Pause vom Essen, noch mehr essen und zum Abschied noch ein kleines bisschen essen. Damit das ganze aber auch schmeckt haben mein myAsics Plan und ich die Idee ausgearbeitet, morgen um 8 Uhr meine 7k Runde anzugehen. Ja, ich weiß, zu kurz für ein Halbmarathon-Training, aber was myAsics sagt will ich mal befolgen und deshalb renne ich morgen früh mal ein bisschen durch mein Hometown. Vielleicht treffe ich ja ähnlich Verrückte. Ich Nachdem ich den Lauf dann hoffentlich eine einer guten Zeit (myAsics will 25 Minuten sehen...), gönne ich mir die volle Ladung beim Brunch. Brunch ist zurzeit für mich das beste was es gibt, mein Problem ist nur, dass ich immer nicht weiß, was ich alles essen soll und dann nach 10 Minuten satt bin. Luxusprobleme des Todes, aber deshalb gehe ich ja laufen, damit ich ordentlich Hunger habe. Was habt ihr so vor? Gibt es ein traditionelles Oster-Essen bei euch, geht ihr weg oder wie handhabt ihr das ganze Gefeiere? Wie ein kleines Kind freue ich mich natürlich auch schon auf das Ostereier-suchen in unserem Garten! Hoffentlich regnet es nicht, sonst muss das Ganze nämlich im Haus stattfinden... Naja, ich muss dann mal mein Bananenrot backen und mit dem Fahrrad zum Ostereier fahren. Genießt die Feiertage und nehmt nicht alles zu ernst, Ostern ist nur einmal im Jahr und wer kann schon nein zu Schoko-Eiern sagen?!

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 28. Februar 2015

Altbekannte Probleme beim Joggen

Hey ihr,

wenn man regelmäßig laufen geht, lernt man gezwungenermaßen so manche Probleme kennen. Außerdem höre ich immer wieder von Freundinnen, dass das oder das nicht passt bei ihnen, wenn sie laufen und deswegen möchte ich heute mal ein paar Tipps geben:

1.) "Ich kann einfach nicht länger als eine halbe Stunde durchlaufen"

Die Welt wurde nicht an einem einzigen Tag geschaffen und Usain Bolt ist sicher auch nicht geboren worden und sofort einen Marathon gelaufen! Sich Zeit nehmen bei Training und ich zu hohe Anforderungen an sich und seinen Körper stellen ist besonders zum Anfang wichtig. Wir sind keine Maschinen und an manchen Tagen können sogar Leistungssportler nicht mehr, als ihr Körper an diesem Tag erlaubt! Es muss halt einfach alles stimmen, und das ist nicht immer gegeben. Trotzdem ist es dann wichtig, weiter zu machen nach dem Motto: "Nächstes Mal wird es besser!" Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass das meist stimmt und das Misserfolge zu riesigen Erfolgen führen - nur halt dann ein paar Tage später.

2.) "Immer beim Laufen bekomme ich Knie/Rücken/Hüftschmerzen"

Das kann so viele Ursachen haben und ich bin auch kein Sportmediziner, aber vielleicht liegt es an eurem Laufstil: Gerade Körperhaltung, Arme immer in Bewegung zur Unterstützung, Füße ausgefächert aufstellen und nicht zu sehr überschlagen, Beine beim Aufstellen nicht zu sehr durchdrücken - das sind nur ein paar Aspekte, die das Joggen schmerzfrei gestalten. Irgendwann entwickelt ihr ein Gefühl für euren Laufstil. Wenn die Schmerzen dann immer noch nicht weg sind, kann das auch an den Laufschuhen liegen: Sind sie optimal für euren Fuß oder zu schmal/breit, zu viel/wenig unterstützend oder drücken irgendwo? Geht am besten in ein Fachgeschäft (in Hamburg/Berlin kann ich den Laden Lunge empfehlen!), denn wenn ihr da einmal richtig gut investiert, hat sich das Thema gegessen. Ich zum Beispiel habe schon seit vier Jahren dasselbe Modell von Adidas, einfach weil sie super sind und auch wenn sie neu aufgelegt werden, ist das Grundkonzept der Schuhe immer das gleiche. Und egal ob Adidas, Asics oder Nike: Der Schuhe muss EUCH passen, egal wenn nicht Nike oder so drauf steht.

3.) "Blasen halten mich vom regelmäßigen Trainieren ab"

Das Problem habe ich zurzeit auch: Unter meinem linken Fuß bildet sich immer eine blutrote Blase, die zwar nicht aufplatzt, aber echt weh tut. Seitdem ich immer vor dem Joggen ein Pflaster draufgebe und dieses mit Sporttape fixiere, geht es einiger maßen. Wenn die Blasen aber nicht weg gehen, wechselt die Schuhe oder macht Pause, denn wenn sie sich entzünden, ist das für euer Training nur schädlich.

4.) "Motivation ist einfach nicht da"

Tja, da muss jeder für sich gucken: Ist man eher der Typ, der Forderungen braucht? Dann setzt euch ein festes Ziel wie 10km-Lauf im September. Sofort anmelden und trainieren. Wenn ihr eher der Freizeit-Jogger seid, der ab und zu mal laufen geht aus Spaß und ohne persönliche Challenge in Reichweite, dann sucht euch zum Beispiel auf sozialen Netzwerken Sport-Seitden mit Leuten, die vor Motivation platzen. Denn wenn sie von ihren tollen Läufen berichten, packt ihr die Chipstüte wie von alleine weg und schlüpft in eure Sportschuhe. Und denkt nicht zu viel darüber nach: Die Sonne scheint und ihr habt Zeit? Aber ihr wolltet lieber morgen laufen gehen? Raus mit euch! Wer weiß, wie morgen das Wetter/eure Laune ist!

5.) "Ich muss immer auf Toilette"

Davor habe ich auch immer Angst, besonders weil ich öfter Probleme mit... Durchfall habe. Sehr, sehr unangenehm, wenn man beim Joggen mal muss! Besonders wenn es gut läuft und dann dieses Gefühl kommt! Mein Tipp wäre morgens eine Banane zum Frühstück essen und vor dem laufen auf Toilette gehen. Und versuchen alles los zu werden. Wirklich, erstens seid ihr dann leichter und ihr lauft nicht gleich Gefahr aufs Klo zu müssen, sobald ihr warm seid. Und trinkt nicht unmittelbar, sondern so eine viertel Stunde vor eurem Lauf zuletzt. Das ist besonders für längere Läufe gut, denn da muss man öfter mal klein, besonders nach einer Stunde oder so.

6.) "Nach drei Kilometern wird mir schlecht"

Klar, vor keinem Sport ist es gut zu essen! Deshalb mindestens 1 1/2 Stunde verdauen, damit es nicht in euren Mägen hin- und herrutscht. Dann aber ordentlich essen mit vielen Kohlenhydraten, aber wenig Fett, damit eure Glykogenpeicher ordentlich voll sind und ihr weit kommt. Nach dem Laufen eine 3/4 Stunde nicht essen, damit ihr den Nachbrennprozess nicht zunichte macht. Wenn euch trotzdem schlecht wird, langsamer laufen und auf die Atmung achten und nicht daran denken, wo ihr am besten euer Magen entleeren kann. Macht vielleicht eure Musik lauter, genießt gegebenenfalls die Sonne und freut euch auf die kalte Dusche. Oder kehrt einfach um und lest euch nochmal 1.) durch...

Bis zum nächsten Sonntag, 
Maybritt




Freitag, 23. Januar 2015

Runner's High oder "Der Hulk-Effekt"

Hallo ihr,

seid ihr nicht auch erstaunt, wenn ihr Leute seht, die mir nichts, dir nichts 42km bei einem Marathon laufen innerhalb von vier Stunden? Also erstmal Respekt an Menschen, die so eine Willenskraft und körperliche Ausdauer haben! Aber wie machen sie das? Ich wäre letztens einmal nach 5 km beinahe zusammengeklappt und Hochleistungssportler vollbringen zum Beispiel beim Ironman Höchstleistungen, an die ich gar nicht erst denken mag. Und bei meiner persönlichen Halbmarathon-Vorbereitung bin ich letztens auf den Begriff "Runder's High" gestoßen und habe mich seitdem etwas mit diesem Effekt beschäftigt:

Das sogenannte Läuferhoch beschreibt wie der Name schon sagt eine entstehende Emotion während eines Langstreckenlaufes oder vereinzelt auch im Radsport. Dabei handelt es sich um ein Hochgefühl, was auftritt, wenn der Sportler körperlich eigentlich am Ende ist und kann auch als Motivationsschub beschreiben werden. Plötzlich ist aller Schmerz und alle schlechten Gedanken vergessen, man hat einfach das Gefühl, ewig so weiter laufen zu können, bis man umfällt. 
Bevor man aber dieses beflügelnde Gefühl genießen darf, gelangt der Körper an den sogenannten toten Punkt, wo so gut wie nichts mehr geht. Biologisch gesehen sind hier die Muskeln mit Sauerstoff unterversorgt, schnell verfügbare Kohlenhydrate aus den Glykolen-Speichern so gut wie leer. Durch die Übersäuerung kommt es zur Atemnot und einem akuten Schwächegefühl, man würde am liebsten das Handtuch werfen. Wer dann allerdings die Intensität des Trainings kurzweilig drosselt, gibt dem Körper die Chance, das Sauerstoffdefizit wieder auszugleichen und das Runner's High zu erleben Dieses Gefühl wird nämlich von einer erhöhten Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn, in den Bereichen des Frontlappens in der Großhirnrinde und im limbischen System, verursacht. So wird die Schmerzunterdrückung gefördert, da die Schmerzweiterleitung in den Nerven durch die Endorphine gebremst wird. 

Allerdings tritt dieser Effekt nur ein, wenn der Körper minimal 80% belastet ist und somit hart an der Grenze zur eigenen Belastbarkeit. So muss also eine Schmerzgrenze erstmal überschritten werden, was nicht unbedingt ein Trainingsziel sein muss, sondern individuell gehandhabt werden kann. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass körpereigene Endorphine in ihrer chemischen Struktur und ihrer  biologischen Wirkung Morphin, einem Opiat, sehr ähnlich sind. Das heißt für den Körper konkret, dass wenn man das Läuferhoch regelmäßig verspürt, eine Abhängigkeit entstehen kann, da man sich an die regelmäßige Ausschüttung des Endorphins gewöhnt  - der Körper hat seine eigene Droge gefunden. 

Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich schon mal einen solchen Effekt hatte: Klar, manche Läufe kaufen gut, manche weniger, bei manchen strahle ich vor mich hin, weil es sich alle so easy anfühlt, bei manchen breche ich beinahe zusammen. Aber wie Hulk fühle ich mich eigentlich immer nur, wenn ich unsere Auffahrt wieder hoch-jogge und an die warme Badewanne (besonders bei diesen Temperaturen!) denke. Hattet ihr schon mal so einen Effekt? Der kann übrigens auch beim Krafttraining im Fitnessstudios erreicht werden und auch Leute, die Yoga ausgeübt haben, sollen von einem ähnlichen emotionalen Zustand berichtet haben. Ich finde es schlussendlich einfach faszinierend, wie der Körper sich selber pushen und wie weit er seine Belastbarkeit ausdehnen kann!


Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt




Mittwoch, 7. Januar 2015

Ein kurzer Blick über die Schulter

Hallo ihr Lieben,
na, die guten Vorsätze schon über Bord geworfen? *g*
Ist das neue Jahr tatsächlich noch keine Woche jung? Hamma.... Kommt mir länger vor.

Ich knüpfe einmal ganz kurz an meinen Post vom Silvester-Tag an. Dort schrieb ich von meinen Plänen für 2015. Unter anderem ging es dort um eine Box, in der ich meinen Schokokonsum einmal visualisieren wollte....
...hier steht sie....


Diese Zettel bedeuten Schokofreier Tag. Und tatsächlich habe ich in diesem Jahr noch keine Schokolade gegessen. Also sind es gerade  - mit dem 31.12. - 7 bunte Zettel. BAM. Falls ich doch schwach werde, wird das Schokopapier ebenfalls in die Box kommen...
 So... äh... was wollte ich heute erzählen?
Achja, mir ist aufgefallen, dass ich euch iwie längst ein Update meines Laufplans-zum-Marathon schulde. Da ab nächsten Montag, 12.01.2015, die neue Phase beginnt, passt es vom Zeitpunkt doch gerade ganz gut.

MyAsics-Laufplan - Was bisher geschah:

Angemeldet habe ich mich - wie einige vllt noch wissen - im Juli 2014. Es wurden ein paar Daten abgefragt: Was willst du schaffen? - und wann? Und was kannst du schon? Wie oft und wie hart willst du in der Woche trainieren? Und schwebt dir eine Zielzeit vor?

*tip*tip*tip*.... und da stand der Plan: Zielzeit [laut myasics] 04:06:32.

Jaja... sehr komisch... Naja, aber ich dachte: Erstmal los trainieren, anpassen kann ich das ja immer noch.
Die Vorbereitungsphase war mir zu langweilig... und ich habe ein bisschen mehr trainiert als "erlaubt". Aber für die Muskel und Gelenke war das eine super Phase. Danach war ich ein hufescharrendes, schnaubendes Rennpferd, dass zu lange im Stall eingesperrt war...
...und in der Aufbauphase wurde endlich die Boxentür geöffnet...  einen Spalt zumindest...
Diese Phase lief bis zur ersten Novemberwoche und...naja... Ende Oktober...da... hatte....ich....so... eine....Phase.... also, da ging gar nichts bei mir. Mir Ach und Krach habe ich die Läufe von der Distanz her zwar geschafft, aber die Zeiten waren immer mit großer Anstrengungen gerade so am unteren Rand der Vorgabe. Das hat mich ganz schön fertig gemacht  und der November stand an...das sollte es "GETTING FASTER" werden... keine Ahnung, wie das zu schaffen wären...

Ich habe tief durchgeatmet und meinen Plan umgestellt. Die Zielzeit jetzt 04:16:00. Und das war ne super Entscheidung. Denn die Phase lief echt gut. Ich konnte alle Vorgaben erfüllen. Die Distanzen waren dabei weniger der Problem: Im November und Dezember bin ich 2x die Woche eine schnelle Runde zwischen 7km und 10km gelaufen + eine etwas längere Strecke im Joggingtempo - circa 14-16km.


Meine schnellste (und kürzeste) Etappe: 6km in 29min. (4:50 min/km)
Meine längste Strecke: 20km in 2:10h (zum Ende der Aufbauphase am 6.11. als alles scheiße war... man muss sich halt auch mal quälen.)

Ich habe auf meinem alten Stadtplan die Strecke eingetragen, die ich während des Planes gelaufen bin (früher habe ich auf der anderen Seite der Alster gewohnt, da könnte ich also fast nochmal das selbe aufmalen^^)

die nachgezeichneten schwarzen Linien bin ich abgelaufen. Manche davon einmalig, manche regelmäßig...ich hoffe, man erkennt es wenigstens ein bisschen.
 Die nächste Phase beginnt nun - wie gesagt - am Montag. Und nun geht es weiter,...weiter....weiter.... GETTING FURTHER
Nach meiner Anmeldung habe ich im Juli geschrieben, dass ich vor dieser Phase etwas Angst habe. Und ich hielt es damals für unmöglich, ein solches Pensum zu laufen. Das ist ja immerhin mehr oder weniger ein Halbmarathon jede Woche!!!!

noch sind alle Termine wie vorgesehen im Plan... aber ich kenn mich... da wird sicher noch einiges hin und her geschoben und vermutlich laufe ich die 20km immer dienstags. Da passt es mir am besten!

denn eigentlich achte ich nur darauf, dass ich mich hier in dieser Übersicht immer im blauen Bereich in der Mitte aufhalte! Und das habe ich bissher immer geschafft.
....aber jetzt denke ich "okay, wird nicht einfach... aber schaffbar. Challenge accepted!"


So...jetzt muss ich mal die Sonne genießen. Wenn die in Hamburg mal scheint, dann sollte man am besten alles stehen und liegen lassen und genießen!

Sonntag, 4. Januar 2015

Das Ende, was zu schnell kam #luftlinienProjekt

Ihr kennt das.
Vor fünf Minuten hat man den Wecker ausgestellt und nun hat man verpennt.
Heute morgen war doch erst Freitag.
Letzte Woche fing der Sommer an.
Und vor einem Jahr war ich noch in der Grundschule.

Jaa... Das habe ich mir auch gedacht, als ich an den letzten 18,80 km des Projektes geknabbert habe. Eigentlich hatte ich ja genug Zeit, um meine Kilometer zusammen zu bekommen. Um genau zu sein mehr als 13 Wochen um die 144,76 km zu schaffen. Nun ist Neujahr, die 13 Wochen sind vorbei und mir fehlen immer noch 13,21 km.
Ich erkläre dieses Projekt also als gescheitert.
Knapp aber gescheitert. Bei 91 % kam mir Weihnachten und die Reiserei dazwischen, aber die Verwandten wollten ja auch besucht werden. Jedes Stück Kuchen wollte probiert und jeder Wein mindestens einmal genippt werden. Mutti sollte ja nicht so lange umont in der Küche gestanden haben. Und dann kommt das schlechte Wetter. Ich meine es hat geschneit. Und es weiß jeder, dass mit einer einzelnen Schneeflocke schon ganze Autobahnen lahm gelegt werden können. Ich habe es wirklich versucht, aber wenn man schon beim Gassi gehen drei Mal fast den Gehweg knuscht, lasse ich lieber die Laufschuhe in ihrem Schrank bei ihren Freunden. Denen wäre es bestimmt eh zu kalt gewesen.

Ihr hört: Ausreden über Ausreden. Aber ich finde, dass man Weihnachten ja auch genießen könnte und nicht die ganze Zeit mit schlechtem Gewissen bei der Verwandtschaft hocken muss, weil das tägliche Workout noch wartet. Und auch wenn das Projekt offiziell nicht gemeistert wurde, hat es dennoch seinen Sinn erfüllt: es gab seit Juli keinen Monat ohne joggen. Ich habe also seit dem Projektstart im Septemeber regelmäßig die Laufschuhe geschnürt und nicht wie jedes Jahr spätestens im Oktober die Laufschuhe an den Nagel gehängt.

Also, alles in allem: Schwamm drüber und weiter laufen.

Montag, 29. Dezember 2014

Forever Young im Fettverbrennungsmodus

Ich lese gerade ein Buch von Dr. Med. Ulrich Strunz alias Fitnesspapst.
Kurze Backstory: Das Buch habe ich beim Wichteln der Betriebsweihnachtsfeier ergattert. Ich, die ja bedauerlicherweise keine Badewanne hat, hat sich ausgerechnet ein Geschenk geschnappt, wo haufenweise Badekugeln und -rosen drinne waren. Toll. Ein kleines Päckchen Badezeug konnte ich gegen Tee handeln. Das Buch wollte keiner (aus unserer Quasselecke), also drückte ich noch ein bisschen auf die imaginäre Tränendrüse und zack war es meins.
Ich nenn es Schicksal, denn in diesem Buch steht wirklich viel Gutes und äußerst Interessantes drinnen (na zumindest nach den ersten Eindruck).
In 'Forever Young-Das Erfolgsprogramm' geht es darum, sich gesund zu laufen, sich gesund zu essen und sich gesund zu denken. Von den Herrn Dr. Med. Strunz habe ich schon oft gehört, also las ich das Buch, bzw. lese es noch immer.
Vorab werden alle Kategorien etwas zusammengefasst.


Sich gesund essen
Ich finde es toll, wie viel der Mann über den menschlichen Körper, bzw. über die Mikro- und Makronährstoffe zu wissen scheint. Auch die Tabellen, wo was drin steckt und für was gut ist, finde ich toll, mit so was kann man bei mir immer Punkten!
Im Großen und Ganzen ist die Rede, wie verschiedene Sachen (Vitamine und Mineralnährstoffe) im Körper funktionieren, wie man durch Kombination der Einzelnen Stoffe zu Höchstleistungen und Gesundheit kommt. Das Einzige was ich weniger schön finde ist, dass er auf eine übergroße Menge Eiweiß setzt, überwiegend tierisch, und das Fett richtig mies macht ('reines Eiweiß'). Auch wenn er schreibt, gesunde Fette sollte man zu sich nehmen, so sind einige Sachen fragwürdig (z.B. vor dem Schlafen gehen Hühnchen essen, teilweise auch Kohlenhydrate - ich würde kotzen). Er scheint auch ein großer Fan von Eiweißshakes zu sein, und preist doch tatsächlich eine knallharte 10-tägige Eiweißshakediät an. Ähh nein.
In diesem Kapitel ist es auch noch mal sehr schön erklärt, warum es so dumm ist wenig zu essen.

Sich gesund laufen 
Speziell das Kapitel übers Laufen finde ich gut. So richtig hat mir ja noch das Know-How gefehlt. Was ich besonders toll finde ist, dass er durchweg auf Fettverbrennung zielt! Also nicht so schnell wie geht, sondern schön im individuellen, lockeren Laufschritt. Die Erklärung, dass man bei schnellem Laufen (wo man sehr aus der Puste gerät und schlapp wird - so wie ich meistens - haha) kein Fett verbrennt, sondern nur Kohlenhydrate, also Energie verbraucht, ist ja schon halbherzig geläufig. So am Rande hat man, bzw. ich, schon davon gehört, dass es effektiver sein soll, langsam zu laufen.
Viele motivierende Worte, sodass ich ehrlich überlege, früh um 6Uhr mal laufen zu gehen, sobald es wieder mindestens 10° draußen sind. Ein bisschen Muskelaufbukunde ist auch im Kapitel, da scheint der Herr sich vielleicht wirklich gut auszukennen.

Sich gesund denken
Ein Thema, woran ich ja schon mächtig dabei bin! Wer es mir also nicht glaubt, dass lächeln im Alltag hilft, der soll doch bitte mal das Buch lesen, vielleicht kann euch ein Dr. Med. überzeugen. Mit diesem Kapitel bin ich noch nicht durch, aber die Sache mit der Entspannung, dem Affengeschnattere abends im Bett und dem langsamen Ausatmen (und was das mit dem Kalziummangel der uns plagt zu tun hat) finde ich super interessant!
Ob das jetzt nun alles so stimmt, weiß ich nicht, aber ich werde einige Sachen auf den Grund gehen und berichten (dann aber eher auf meinem Blog)!

Mein Fazit bisher: Recht informativ, aber so wie bei Allem sollte man nicht jeden Mist glauben. Ich mache es so wie immer: Ich picke mir das Sinnvollste und Interessanteste heraus und gehe der Sache nach. Zumindest konnte ich schon viele Dinge für mich gewinnen, daher Danke an dem Dr. Med.!
Übrigens sind auch kleine Tests vorhanden und Anleitungen wie man bspw. seinen Fettverbrennungspuls findet. Wenige Rezepte und Sportübungen ebenfalls.


Hat jemand schon Erfahrung mit dem Herrn Dr. Med.? Kennt jemand seine anderen Bücher und kann was erzählen? Erzählt mir mal was...


Kommt alle gut ins neue Jahr!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Das Laufen und das Selbstbewusstsein

Stellen wir uns einmal einen Polizisten vor, der eine Demonstration überwacht. Wie steht er da?
Seine Füße stehen mindestens hüftbreit auseinander und das Gewicht ist auf beiden Beiden gleich verteilt. Er hat seine Schultern zurückgenommen und steht dadurch aufrecht.
Warum steht er gerade so da?
Er muss in jedem Fall selbstsicher wirken, damit sich niemand traut ihm dumm zu kommen. Je nachdem, was er mit seinen Armen macht, wirkt er sogar bedrohlich.
Stellen wir uns nun eine nervöse Schülerin bei einem Referat vor der Klasse vor. Wie steht sie?
Wahrscheinlich entlastet sie ein Bein, steht nicht frontal zur Klasse, sondern ein wenig gedreht. Sie verlagert immer das Gewicht von dem einen auf das andere Bein und ihr Blick ist bestimmt immer unter Augenhöhe der Zuhörer, sodass ihr Kopf leicht gesenkt ist und ihre Schultern leicht nach vorne fallen. Passend wären jetzt noch offene Haare, hinter denen sie sich versucht zu verstecken und ein leichtes Tigern, was vermuten lässt, dass sie einen Ausweg sucht und nur noch der Situation entfliehen möchte.
Warum steht sie so da?
Ihr ist die Situation unangenehm und zweifelt wahrscheinlich an ihrem Wissen und kann das Wissen, dessen sie sich sicher ist, nicht verkaufen. Alles an ihr schreit nach Unsicherheit und eigentlich will sie nur erlöst werden bzw. auf mysteriöse Weise verschwinden und am besten im Boden versinken.
Als ich in die Oberstufe kam, habe ich mich bei Referaten und Präsentationen immer eher wie die beschriebene Schülerin hingestellt. Seit ein paar Monaten bemerke ich aber das Phänomen, dass ich teilweise bis oft vor der Klasse die breitbeinige Pose einnehme, wenn ich einen Vortrag halten soll. Meine Knie sind durchgedrückt und ich stehe ziemlich fest, während ich aufrecht stehe und meine Schultern zurücknehme.
Der Übergang von der einen zur anderen Vortragshaltung fand parallel mit dem Wiedereinstieg im Laufen und den persönlichen Erfolgen bei Strecke und Zeit statt. Anfangs dachte ich, dass es mit den arbeitenden Muskeln zu tun haben könnte und meine Beine jetzt keine Entlastung mehr bräuchten, sondern ich langsam eine "Grund-Körperspannung" entwickelte.
Langsam glaube ich aber nicht, dass es an meinen Muskeln liegt, sondern vielleicht eher daran, dass ich durch die durch das Laufen errungenen Erfolge mehr Selbstbewusstsein erlangt habe und noch ein Stück selbstsicherer auftrete (und ich war vorher auch nicht schüchtern, sondern hatte schon ordentlich Selbstbewusstsein).
Und das freut mich ungemein.
Laufen kann echt das Leben verändern!
PS: Nein, ich gedenke nicht Psychologie zu studieren, aber ich bin in der TheaterAG unserer Schule und liebe es, sich in neue Rollen reinzufinden und das Innere nach außer zu kehren.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

My Story vom Anfang und Ende

 ☼ GUTEN MORGEN ☼

Frl. Zyx hat hier am Montag mal zu den Fragen aller Fragen aufgerufen (und diese natürlich auch für ihren Fall beantwortet):
"Was mich interessieren würde ist, wie es war, wie es ist, wie es sein soll, und wie es sein wird.
Wie war euer Anfang? Wann habt ihr beschlossen, dass sich etwas ändern muss? Was hat euch motiviert? Was habt ihr für euch dadurch entdeckt?
Oder seit ihr gescheitert (zwischendurch), hat euch das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht?
Und wie ging euer Weg weiter? Kämpft ihr alleine oder habt ihr Mitstreiter gefunden? Habt ihr vielleicht neue Menschen/Gleichgesinnte gefunden (oder durch euren neuen Weg verloren)?
Was hat euch geändert, sind eure Prioritäten noch immer (wie am Anfang) die selben?
Und jetzt, da das Jahr zu Ende geht, habt ihr geschafft, was ihr dieses Jahr schaffen wolltet? Passt das Weihnachtskleidchen schon oder die Hose eine Nummer kleiner?
Sind vielleicht neue Anregungen zu anderen Sachen durch euren Weg gekommen?
Gibt es Dinge, die ihr nicht mögt, oder euch schwer fallen?
Was ist euer Ziel?"
Wow.... mehr geht wohl auch nicht mehr^^
 Ich hatte schon in die Kommis geschrieben, dass ich mich diesen Fragen am Mittwoch (also heute) widmen werde.

So...  dann will ich auch keine Zeit mehr vergeuden -


Here we go



Wie es war:
Tja, der Anfang ist schwer auszumachen. Meine ES war bereits 2007 offiziell als solche angesehen. Also, Familie, Freunde und Ärzte waren der Meinung, ich sei untergewichtig und hätte ein gestörtes Verhältnis zum Essen (nicht ganz unberechtigt). Damals dachte ich, die spinnen alle (hier jetzt in Gedanken einen verständnislosen Obelix einfügen, der sich mal wieder über die Römer wundert). Wie ich euch ja auch letzte Woche schon erzählt habe, hatte ich lange Zeit nicht das Bestreben zuzunehmen. Da ich ja aber offiziell als krank eingestuft wurde, musst ich über meine ES natürlich nach außen furchtbar betroffen sein. Ganz lange Zeit habe ich nur in Gegenwart meiner Eltern gegessen und selbst, wenn ich allein war und mega Hunger hatte, habe ich nichts genommen, bevor sie kamen. Erstens, um zu "beweisen", dass ich ja esse und zweitens, hatte ich immer Angst, dass plötzlich das super fettige Essen auf dem Tisch steht - und darum war das hungern davor eben "prophylaktisch". 

Mein Umzug nach Hamburg in eine WG stellte mich dann recht schnell vor einen Konflikt. Es gab keine äußere Kontrolle mehr und ich musst auch niemandem mehr etwas beweisen. Es machte also überhaupt keinen Sinn mehr, "prophylaktisch zu hungern". Ich ernährte mich sehr (!) kostengünstig und kalorienarm. In manchen Wochen reichten 5-6€ für das Essen der ganzen Woche.
Da ich nun auch keine Waage mehr besaß, kann ich nicht sagen, wieviel ich noch abgenommen habe. Ich hätte jetzt "gar nichts" geantwortet, aber meine beste Freundin von der Schule meinte später mal, dass sich in den ersten Semesterferien alle Sorgen um mich gemacht haben...anyway...

Dann - keine Ahnung, muss so Mitte 2010 gewesen sein - dann lief der Noro-Virus in Hamburg umher. Es ging auch recht viel durch die Medien, dass gerade kleine Kinder und alte Menschen daran sterben könnten. Meine Mitbewohnerin studierte Medizin (mittlerweile ist sie schon Frau Doktor in der Schweiz ☺) und erzählte ab und an, was an der Uni-Klinik so abging.
 Mir wurde schnell klar: Wenn ich Noro bekommen würde, dann gebe es wirklich Schwierigkeiten. Damals nahm ich meine mittlerweile beträchtliche körperliche Schwäche das erste Mal wirklich wahr. 

Ich nahm mir vor, zumindest so viel zuzunehmen, dass ich einen Noro-Virus überleben würde. Zum Glück musste ich das nie in der Praxis austesten.

Wie es ist
...tja. So einfach war das Zunehmen gar nicht. Der Körper musste erstmal viele, viele Reservelöcher stopfen. Plötzlich konnte ich Hunger auch überhaupt nicht mehr aushalten: Drei Stunden ohne iwas zu Essen brachte ich mich kreislaufmäßig an den Rand der Ohnmacht.
Es dauerte sicherlich mehr als ein Jahr, in dem ich mich von durchschnittlichen 2.500kcl täglich (mit moderater sportlicher Betätigung) ernährte, bevor ich überhaupt nennenswert zunahm. Wir reden hier aber noch lange nicht von einem gesunden Essverhalten. Mehr ein "Hungern+Fressattacken". Kalorien machten mir Angst. Oft hatte ich das Gefühl, nicht essen zu dürfen (weil ich wertlos bin, oder so)

Iwann kam das Langstreckenlaufen dazu (wie, das erzähle ich ein anderes Mal)
Das war insofern total wichtig, da mir schnell klar wurde, dass "Wer isst, muss auch Sport machen" nicht mehr funktional war. Es hieß nun: "Nur wer isst, kann Sport machen". 

Wie es sein soll
Ich dachte, ich wer auf dem perfekten Weg, gesund zu werden. Nach außen hin, bin ich das sicher. Normalgewicht und so. Und meine Depressionen, die mit der Magersucht zusammenhingen, sind auch weg. Schlechte Tage...klar, die hat jede_r Mal. Ideal wäre es nun, meinen Körper annehmen zu können und mich wohl zu fühlen. Aber... das geht nicht. Schwimmbad, Sauna - das wäre aktuell die Hölle für mich.

Wie es sein wird

Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, wieder abzunehmen und zwar nach der "alt bewährten" Methode. "Früher" haderte ich auf der körperlichen Ebene genauso mit mir, wie jetzt. Aber ich fand zumindest eine große Sicherheit in der ES (das verstehen wohl wirklich nur (Ex-)Magersüchtige...). Ein Gedanke schießt dann meistens schnell quer durch meinen Kopf ("trügerische Sicherheit") und ich esse "normal" weiter. Die Reserven in meinem Körper sind alle gefüllt und ich nehme bei jeder extra Kalorie sofort zu. Meine Tage habe ich auch noch mehr als 5 Jahren wieder und mutiere dann immer zu Super-Emo (hier jetzt bitte einen x-beliebigen Superhelden mit halblangen, schwarzen Haaren, tiefem Seitenscheitel und schwarzer Schminke vorstellen). Ich habe also die Probleme, die andere Frauen auch haben. Ein paar Langzeitschäden aus der ES kommen noch dazu, aber nichts (zum Glück), das mich im Alltag nennenswert einschränken würde. 

Die ES wird immer ein Teil von mir sein und solange ich das nicht vergessen, werde ich wohl körperlich stabil bleiben. So, wie sich trockene Alkoholiker jeglichen Hauch Alkohol verbieten, lasse ich die Finger von Diäten. Laufen lenkt mich ab und ist pseudomäßig recht weit oben auf meiner Prioritätenliste. So komme ich gar nicht dazu, dass Essen zu reduzieren. Denn: Nur wer isst, kann Sport machen. 

...so, ihr seid dran :D What's your Story?

(btw: eine persönliche Frage: Wenn ich den Marathon dann Ende April 2015 geschafft habe, wollte ich ein Buch schreiben, über die ES und den Weg zum Normalgewicht - vorher hätte ich das Gefühl, dass es etwas albern wäre. So ganz generell: Glaubt ihr, sowas interessiert noch jemanden?) 

Mittwoch, 26. November 2014

I'm Running on Sunshine

"Da hat sich das Quälen echt gelohnt."
Eine gute Freundin sitzt im Kino (letzte Woche) neben mir. Sie trainiert gerade für einen Halbmarathon und ähnlich wie ich hatte auch sie mit einer gewissen "schwierigen Phase" zu kämpfen, in der Körper oder Geist oder der innere Schweinehund (oder wer auch immer) einfach eine bestimmte Distanz in einer einer bestimmten Zeit nicht schaffen wollte. Geteiltes Leid war da oftmals halbes Leid - und wir motivierten uns gegenseitig mit Tritten in den Allerwertesten und klugen Sprüchen durch den norddeutschen Nieselregen.
"Da hat sich das Quälen echt gelohnt." Ihre Wange strahlen, die Augen leuchten. Endlich wackelte das ersehnte Trainingsziel nicht nur: Es fiel. *Kawooom*
Was für ein Gefühl.

Und ich... ja, ich saß grummelig im Kinosessel. Mit der Elefantendosis Aspirin und einer Familienpackung Tempos. Schön für dich.... Aber: ich will auch

Und wie ich wollte! Letzte Woche las ich wirklich ÜBERALL irgendwelche Motivationstipps zum Thema Laufen und Kalten, in Nassen, im Dunklen. Und ich wollte...
Aber ich konnte nicht.

ABER: WIE VERSPROCHEN:
DIE GRIPPE IST BESIEGT!!!

Ausschnitt aus meinem Plan von myasics.de
Ich bin nun in der neuen, pinken Phase "Getting Faster": Vorgesehen sind eigentlich pro Woche zwei nicht so lange Läufe im "Aufbau-Tempo" und 1 etwas längerer im "Wohlfühltempo" (diese Woche sinds 4 Läufe, weil ich den Krankheitsrückstand etwas aufholen will). 
Da ich allerdings in dieser "Nix-Geht"-Phase so genervt war, habe ich meine Marathonzielzeit auf 4:16:00 angepasst. (Myasics hatte vorher eine 4:06:00 für mich vorgesehen, die ich sowieso etwas utopisch fand...)

... und durch diese Anpassung bin ich jetzt eben auch "46% schneller" als geplant. Jaja..... wetten, dass das nächste Woche schon wieder ganz anders aussieht.

Ihr seht meinen heutigen Lauf? Die eine Woche "Rest" hat meinen Beinen ehrlich gesagt echt gut getan. Und als dann heute dieser Nebel weg war, die Sonne rauskam und meine Lieblingslaufmusik ihr übriges tat....

...da wackelte mein Ziel (Pace unter 5:40 auf 10km) auch schon gewaltig. ☺

"Da hat sich das Quälen doch gelohnt"
 Und ich weiß endlich auch wieder, warum ich eigentlich noch mal laufe:  ☼ I'm running on sunshine ☼

Ach...übrigens: Wer nun doch noch extra Motivation braucht. Achim Achilles hat heute wieder was Nettes in seiner Kolumne gehabt: Die Erotik des Nieselregens
Mein Favorit: "Die grausamste, aber zutreffendste Übungsleiterweisheit lautet: Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht. Stimmt leider." [beim Skispringen ist das nicht der Fall ☺] und "Matschspuren an der Wade erhöhen das Sozialprestige."

Also Leute, los: Wir erhöhen das Sozialprestige! ☺

Sonntag, 9. November 2014

#luftlinienProjekt: Laufen in der Winterzeit

Leider ist heute der letzte Tag meiner allerletzten Herbstferien. Zwar komme ich nicht sofort wieder in einen Klausurenrush, aber dennoch frage ich mich, wie ich das mit dem Laufen aufrechterhalten kann. Die Tage werden immer kürzer und die Uhr ist auch schon seit zwei Wochen wieder umgestellt, wodurch es abends noch dunkler ist, als mir eigentlich lieb ist.
Egal, wie ich es drehe und wende, ich finde keine Laufstrecke, die mir gefällt und beleuchtet ist. Das Leben auf dem Land hat halt nicht nur Vorteile: Feldwege mit Straßenlaternen habe ich hier noch nie gesehen und leider scheint unsere Gemeinde oder der Landkreis so arm zu sein, dass aus meinem Ort nur eine einzige beleuchtete Straße führt. (Soviel zum Thema Rundkurs. Anscheinend werde ich den ganzen Winter diese eine Straße auf und ab traben)

Aber genau deswegen habe ich ja diese Challenge für mich gestartet: Damit ich wenigstens ein Jahr nicht in ein Winterlauftief falle und meine Laufschuhe den Schnee nicht nur von Fotos kennen, sondern einmal richtig erfahren. Außerdem steht derzeit auf meiner Wunschliste für Weihnachten ein neues Paar Laufschuhe ganz oben und irgendwie möchte ich sie mir auch verdient haben. Darüberhinaus ist es die beste Vorraussetzung für den Bikini-Körper 2015.

Woche 6
diese Woche gelaufene Kilometer: ? (Verrate ich an dieser Stelle nicht, denn diese Woche haben wir bei GNEM die Wochenaufgabe, so viele Kilometer wie zu laufen und ich lasse mir an dieser Stelle nicht in die Karten schauen. Aber nur so viel: ich habe gut aufgeholt)
gesamte Kilometer: 55,09 km
noch ausstehende Kilometer: 89,67 km
Fortschritt in Prozent: 38,1 %

Mittwoch, 5. November 2014

Schlaue Sprüche: "Qualität kommt von Qual"

Eigentlich müsste der heutige Titel lauten "Warum es nicht läuft, obwohl es läuft" in Anlehnung an Lee Lis gestrigen Post.
Ich laufe meinen geplanten Trainingszeiten gerade echt hinterher. Und was soll ich sagen: das zieht mich runter. Gerade macht das Laufen einfach keinen Spaß, es ist mehr ein "Über-die-Distanz-quälen" mit schweren Beinen, die mehr schlurfen als traben. (Das zieht mich emotional echt runter, fühle mich wieder mal super fett, hässlich, etc.... wie Lee Lis Freundin so schön sagt: "Wenn du zu viel drüber nachdenkst, dann hast du schon verloren." *zu spät*)

Mein Papa am Telefon dazu: "Na, wenn's nicht läuft, dann muss man eben auch mal aufgeben...."

Bei mir schrillen alle Alarmglocken!
AUFGEBEN?
 Aufgeben, nur weil gerade etwas Sand im Getriebe ist? Meint der das ernst? (es stellte sich heraus, dass er nicht meinte, die Marathonambitionen aufzugeben, sondern einen geplanten 20km Trainings-Lauf nach 10km zu beenden, wenn einfach GAR NICHTS mehr geht.)

Aber mal ehrlich: Mit so einer Einstellung komme ich ja nie über 42km: "Disziplin ist die Fähigkeit, sich zu merken, was man will"
Ich denke zurück an mein relativ junges Läuferleben und stelle fest: Es gab immer mal Zeiten, in denen es ohne erkennbaren Grund einfach nicht ganz rund lief...
... und sowieso denke ich oft "an guten Tagen die langen Strecken laufen, kann ja jeder"

Ich halte mich da mehr an Achim Achilles/Hajo Schumacher der mit "Qualität kommt von Qual" in seiner Läufer-Kolumne auf Spiegel Online die einen oder anderen guten/lustigen/ironischen Gedanken zum Läuferleben parat hat. Felix Magath lässt übrigens auch nach diesem Motto trainieren.

...also... Zähne zusammenbeißen und iwie die Distanzen in noch einigermaßen vertretbaren Zeiten überleben. Das wird auch alles wieder besser.
So geht es auch anderen Läuferinnen.

Und J.W. v. Goethe dazu:  
"Es wechseln Pein und Lust , genieße wenn Du kannst, leide, wenn Du musst."

Und wenn ich morgen wieder meine Runden um den See drehe, dann versuche ich einmal ein Lächeln dabei ("Disziplin heißt, etwas, das man hasst, zu tun, so zu tun, als liebte man es." - Mike Tyson)

Und dann sage ich noch zu mir: "Lass' endlich dieses Nachdenken"

Und um was wetten wir, dass hier nächsten Mittwoch schon wieder ganz andere Töne erklingen?
Goethes Werther: "wir Menschen beklagen uns oft", fing ich an, "daß der guten Tage so wenig sind und der schlimmen so viel, und, wie mich dünkt, meist mit Unrecht. Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu tragen, wenn es kommt". -"Wir haben aber unser Gemüt nicht in unserer Gewalt", versetzte die Pfarrerin, "wie viel hängt vom Körper ab! Wenn einem nicht wohl ist, ist's einem überall nicht recht".

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Wenn's (sich) nicht läuft

Hallo ihr Lieben,

Der Stand der Dinge:
Vor 10 Tagen: 18km in 1h 50Min als wäre es nix...
seitdem ganz normal weiter trainiert, auch die Pausen eingehalten:  alles cool...
Bis gestern...
Gestern: 8km gerade so geschafft, beinahe kriechend. Mit Gehpausen.

Ich habe ein paar Vermutungen, warum der Lauf nicht so klasse voll daneben war (z.B. habe ich vorher viel wenig Wasser getrunken.) Aber einen SOLCHEN Leistungsabfall kann das allein eigentlich nicht erklären.

Ich wollte euch an dieser Stelle einmal fragen, ob ihr auch so Tage/Wochen kennt, an denen es leistungsmäßig trotz bester Motivation einfach nicht so läuft?
Ich lese sonst meist etwas in der Richtung wie "es lief gerade nicht, weil ich krank bin/viel (im Job) zu tun habe/mich nicht motivieren kann/die Schokiattacke nicht abwehren konnte/... ". In diesen Fällen ist "es läuft nicht" ein Synonym für "ich habe keinen Sport machen können".

Aber ich war motiviert. Ich hatte Zeit. Bin nicht krank. (Und die Schokiattacken sind eine ganz andere Baustelle). Regenerationszeiten wurden immer eingehalten. Und trotzdem kam noch 2km schon das Gefühl: Heute wird das nix. Und richtig, richtig witzig; Ich habe heute sogar ein wenig Muskelkater (hatte ich ewig (!) nicht vom Laufen. Was ist da bitte los gewesen?

Ich will auch gar nicht das große mega Jammern anfangen (oops...zu spät. Aber ich bin auch echt genervt.) Ich denke mal, Menschen sind eben keine Maschinen, die immer Leistung auf Knopfdruck abrufen können. Shit happens.
Habe dasselbe letztens auf dem Blog eines professionellen Läufers gelesen: Auch der wollte viel - die Motivation war da - und am Ende lief es im Wettkampf (Halbmarathon in Kiel) auch nicht wie erhofft. So gar nicht - gemessen an den selbstgesteckten Zielen.
Er übertitelt seinen Post zum Lauf mit folgendem Zitat: "War der Lauf nicht dein Freund, so war er dein Lehrer" (Ilona Schlegel).

War der Lauf nicht dein Freund,...

Ich habe gestern gelernt:
Der Mensch ist keine Maschine, die man nur auftanken muss, und dann läuft sie rund.
Nie wieder raus gehen, ohne genügend Wasser getrunken zu haben, denn auch 8km können sch...ön lang werden, wenn man noch 2km schon am Ende ist.
Mission Marathon: No one said its gonna be easy. 
Der wohl wichtigste Punkt: Ich habe wieder etwas über mich selbst gelernt, was mir bis vor kurzem gar nicht so bewusst war: Ich werde NICHT alle Marathonpläne beiseite legen oder im Trainingsplan wieder eine Stufe zurückspringen. Nein, ich werde HEUTE Nachmittag zum See meines Vetrauens radeln und ohne Ampeln oder sonstiges Generve mir und meinem Trainingsplan beweisen, dass ich es DOCH kann. Zur Not müssen Rammstein und Marilyn Manson die nötige musikalische Unterstützung liefern.
Und da ist es mir auch vollkommen egal, ob im Traingingsplan heute "Rest" steht oder nicht.
Meine negative Energie (Ärger) wird positiv (Motivation) gebraucht!

BAM! (Und der innere Schweinehund jault gequält auf und verzieht sich wieder in seine dunkle Ecke)

Was ich euch mitgeben kann:
Lasst euch von schlechten Ergebnissen/Phasen nicht runterziehen. Frust bringt nur Demotivation. Wenn ihr euch so richtig ärgert, ist das doch super. Die Energie einfach positiv nutzen.

[Obs nachher bei mir tatsächlich besser lief, lest ihr ab heute Abend in den Kommentaren. Oder ich ergänze es hier. Mal schauen.]

EDIT - 16:06 Uhr - ich bin wieder da. Die 8km sind besiegt. 9,5km mit ner 5:40 Pace. Also in knapp 54 Minuten. #überreagiert #ilovehamburgerschietwedder #FU8KM #backontrack

Montag, 27. Oktober 2014

Montagssonne

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe bei euch scheint die Sonne auch so schön wie hier in Berlin. Ich war heute früh noch einmal beim Arzt, obwohl ich nach dem zufälligen Wachwerden so gar nicht aufstehen wollte (was war nur los, knapp 8 Stunden Schlaf sollten doch reichen!?). Tja, als ich vor verschlossener Türe stand, und mir mein Handy eine Stunde früher anzeigte, wusste ich was los war. So ist das mit diesem 'ach-den-Radiowecker-kannste-ja-morgen-umstellen'.
45 Minuten Kälte - aber kein Grund zum rummosern. Ich ging einfach walken, quer durch Wedding, durch den kleinen Park und wieder zurück (40 Minuten Sport!). Und hätte ich es nicht getan, hätten mich diese schnuckeligen Eichhörnchen nicht zum lächeln gebracht. Ich liebe diese Dinger, die würde ich am liebsten halb tot knuddeln wollen!
Jedenfalls, was ich damit ausdrücken möchte ist, dass ihr es selbst seid, der darüber entscheidet, ob etwas gut oder schlecht läuft, ob ihr gute Laune bekommt oder bei der schlechten Laune bleibt.
Wenn bei euch keine Sonne scheint, dann malt euch doch eine in den Terminkalender, auf ein Stück Papier oder auf den Handrücken und tragt den Sonnenschein mit euch herum.

Ich möchte diese Woche wieder viel Laufen gehen, denn ich unterstütze Joker's Girl bei ihrem tollen Luftlinienprojekt, außerdem ist laufen toll!
Neben dem steht für mich die nächsten 5 Tage meine kleine Mini-Challenge auf dem Programm, wer mag kann gerne mitmachen. Ihr wisst doch, heute ist Montag - Tag des Neubeginns. Wer später anfangen möchte, kein Problem. Wichtig ist immer nur, dass ihr anfangt. Falls ihr noch etwas Motivation benötigt, lest euch doch einfach mal diesen Artikel durch, ich tu es auch immer wieder gerne. Er erinnert mich an die Energie die ich hatte (und habe), als ich ihn schrieb, und an meinen neuen Plänen, die bald kommen.
In diesem Sinne, keep smiling, keep shining!


Frl. Zyx

castle42.de

art.com
Da musste ich sehr lachen! :D
i-heart-pets.com

etsy.com

Sonntag, 26. Oktober 2014

#luftlinienProjekt: zurück in die Laufschuhe

Ich bin wieder zurück in den Laufschuhen! Und wie ich mich darüber freue! Nachdem ich bin Orthopäden war, ist alles wieder gut. Zwar habe ich meine 10 km für diese Woche noch nciht voll, da ich zur Abwechslung einmal verantwortungsbewusst wieder in den Sport einsteigen wollte, aber heute ist auch noch eine Runde mit meinem Freund geplant. Mal schauen, ob das was wird; wir haben heute ordentlich was vor und der er dreht sich mittlerweile schon zum siebten Mal im Bett noch einmal um.

Woche 4
diese Woche gelaufene Kilometer: 5,42 km
gesamte Kilometer: 16,32 km
noch ausstehende Kilometer: 128,44 km
Fortschritt in Prozent:11,27 %

Zur Zeit hänge ich ca. 28 km hinter meinem Zeitplan, aber ich bin mir sicher, dass ich in den Ferien ein wenig aufholen kann.
Zumindest ist mein Lauflevel so gut wie geblieben: vorher immer knapp 5,5 km mit einer Geschwindigkeit von knapp über 8 kmh und am Freitag 4,0 km mit etwas unter 8 kmh.  Da fällt mir echt ein großer Stein vom Herzen, denn ich hatte große Angst, dass ich gar nicht mehr so schnell und weit laufen könnte.

Montag, 20. Oktober 2014

Montagshymne

Hallo ihr Lieben, 
ich hatte mich ja schon vorgestellt, falls es wer nicht mitbekommen haben sollte, ich bin die Neue an Board, die Montags hier das Ruder in den Händen hält...


pinkbrit.com


Ich weiß wirklich gar nicht, warum so viele Menschen etwas gegen den Montag haben. Ja, das schöne Wochenende ist rum, die nervige Arbeit geht los, man muss sich früh aus dem Bett pellen.
Gerade gestern war das Wetter traumhaft, und ich bin mir sicher, der eine oder andere hat heute früh, als der Wecker klingelte, mächtig gestöhnt und das wahrscheinlich nicht beim Morgensex .
Drehen wir das Ganze doch mal um: Wäre euch lieber, wenn es das ganze We geregnet hätte, und dieser herrlich milde Tag auf einem Mittwoch fiel? Na also.
Montag ist Wochenanfang, und Anfang ist immer gut. Viele Menschen brauchen ihn, um etwas zu starten oder ändern zu wollen. Kennen wir sicherlich alle zur Genüge!! Deswegen möchte ich heute über die Macht des Montags philosophieren und schreiben!

Es war einmal......nee Scherz. Ich mach es kurz und knackig, ihr seit sicherlich schon fleißig auf den Beinen und habt keine Zeit für ausschweifende Texte.
Ich erzähle einfach mal aus meiner Sichtweise:
Ich bin nicht anders als ihr, mein Gehirn signalisiert mir auch, obwohl ich mittlerweile sehr gut weiß, dass man jeden Tag, jede Minute, sogar jede Sekunde etwas ändern kann, dass der Wochenstart (Montag) immer perfekt für Neues ist, neben dem 1. des Monats, oder dem 1. des neuen Jahres.
Auch ich komme in Laufe der Woche auf Abwegen, halte mich nicht immer an dem, was ich mir zum hundertsten Male vorgenommen habe. Daher freue ich mich immer, wenn Montag ist. So einfach ist das. Neue Woche, neuer Start, neue Motivation, Neubeginn. Egal was man ändern möchte! Gesünder essen, mehr Sport machen, weniger shoppen gehen, mehr entspannen, das Hobby frönen, ... Hauptsache ist, dass du anfängst, und das am besten heute (Montag)!!
Wenn du heute beginnst, hast du den Wochenstart geschafft. Man sollte sich wirklich jeden weiteren Tag motivieren, eigentlich sollte jeder Tag ein Montag sein!


Wie wir den Montag lieben lernen, Step by Step



dumebie.com


Schritt 1: Akzeptanz!
Ja die Arbeit geht wieder los, so ist das nun mal. Wo ein toller Montag ist, ist eben auch ein doofer Arbeitswochenstart, auf dem wir uns nicht unbedingt konzentrieren sollten. Versuche es doch einfach mal, und sage laut: Hallo Montag, schön dass du da bist. Das ist völlig okay, und ich freue mich auf die tollen Sachen, die ich während oder nach der Arbeit machen kann!
Schritt 2: Planen!
Was möchtest du heute essen, machen, kaufen, erleben? Plane etwas Schönes, auf das du dich den ganzen Tag freuen kannst. Ein neues Buch anfangen? Ein leckeres, einfaches Gericht kochen? Deine Arme trainieren? Einen bestimmten Film schauen? Wilden, erotischen Sex mit deinen/r Liebsten haben? Do it!
Schritt 3: Lächele!
Egal was du machst, strahle dabei. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst wenn der Chef dir unbedingt ein paar Takte erzählen muss, lächele dabei, dann ist es halb so wild (im schönsten Fall verwirrst du ihn noch).
Schritt 4: Montagshymne!
Und die lautet: "Ich bin jung, sexy, gesund und schaffe/erlebe das, was ich mir heute vorgenommen habe! Montage sind toll!"

Das war's auch schon. Damit werdet ihr schon bald den Montag das Krönchen aufsetzen und das Zepter selbst in die Hand nehmen.


theentertaininghouse.com

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Mein erster Schützling

Hallo liebe Leser,
nachdem ich ja letzte Woche nicht so begeistert von der Gesamtsituation war, freue ich mich diese Woche umso mehr, dass ich neue Motivation tanken konnte :)

Ich habe meinen ersten echten Schützling bekommen :) Was ich damit meine?
Seit dem ich Laufen gehe spaltet sich mein Freundes- und Bekanntenkreis in zwei Lager. Die Einen (die Meisten) halten mich für total bekloppt. Sie verstehen nicht, wie man freiwillig so viele Kilometer Laufen kann, wo man doch ein Auto vor der Tür stehen hat :D
Die Anderen sind irgendwie total fasziniert. Besonders einer meiner ältesten Freunde :) Er kam immer mal wieder für eine kleine Runde mit auf die Strecke. Dann kaufte er sich seine ersten Paar Laufschuhe. Er läuft nicht oft, aber wenn kann er mit mir zusammen 10km aus dem Stand laufen. Irgendwann habe ich ihn angefixt und er ist seinen ersten 10km-Wettkamf gelaufen. Das Gefühl wenn man durch das Ziel läuft ist aber auch wirklich unbeschreiblich ;)
Gleichzeitig ist er aktives Mitglied meines Running-Support-Teams. Die Atmosphäre beim Kölnmarathon ist auch jedes Mal unbeschreiblich.
Es häufte sich, dass er anklingen ließ, dass er auch mal möchte!

Am letzten Samstag war dann der große Tag gekommen und er hat sich für den Halbmarathon in Bonn am 19. April 2015 angemeldet. Einzige Voraussetzung ist, dass ich die langen Läufe in der Vorbereitung mit ihm zusammen mache und am großen Tag sein persönliches Running-Support-Team bin. Das mache ich natürlich total gerne!

Er hat so ein unglaubliches Talent zum laufen und ich gönne es ihm von ganzem Herzen, dass der Halbmarathon der Knaller wird! Gute Athleten werden auch schließlich im Winter gemacht ;)

Jetzt freue ich mich total auf das Wintertraining und meine Motivation schießt total über den Mond :) Zum Glück ist das ansteckend und langsam realisiert mein Lieber, wo drauf er sich da eingelassen hat! Wir rocken das Ding!!!

Wie motiviert ihr euch für den Winter?

Sonntag, 12. Oktober 2014

#luftlinienProjekt: Zwangspause

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, bis zum Jahresende 144,76 km zu laufen...
... aber ich hänge jetzt schon hinterher :D Allerdings bin ich nur halbschuldig und kann die Anklage auf meinen Rücken weiterleiten.
Vorletzten Freitag hatte ich über den Tag immer schlimmere Rückenschmerzen bekommen, die erst am Sonntag merklich besser geworden sind. Die Woche darauf ging es dann besser, bis ich am Donnerstag wieder mit Schmerzen aufgewacht bin. Daraufhin bin ich dann zum Arzt gegangen, der mir dann erzählte, dass es sich um eine Blockade handle, die meinen Rücken jetzt einmal von oben nach unten heimsucht.
Leider heißt das auch, dass Sport bis auf Weiteres flach fällt und ich habe auch bis gestern ganz tapfer meine Füße still gehalten. Gestern konnte ich allerdings nicht nicht wiederstehen, als ein Kumpel mir anbot, ihn beim Joggen auf Inlinern zu begleiten. Inliner habe ich dann zwar lieber in der Ecke stehen gelassen und das Rad genommen, sodass ich jetzt knapp 90 min mit 10 kmh neben ihm hergeradelt bin und ihn dichtgequascht hab.
Unter Sport fällt das jetzt offiziell für mich nicht -eher unter einmal Bewegung- aber besser das als nichts.
Sport ist offiziell die nächste Woche auch noch gestrichen, aber ich werde mal schauen, wie ich mich fühle, denn langsam sucht mich die Langeweile heim und meine Energie sucht auch schon einen Ausweg.

Ich befürchte leider schon, dass ich, wenn es dann mal wieder so weit ist, nicht mit meiner alten Form wieder ins Training einsteigen kann. Eigentlich ist das total schade, denn ich habe mich so gefreut, dass man gesehen hat, dass ich langsam schneller werde und auch meine 5 km immer konstant laufe.
Außerdem hatte ich geplant im Oktober meine Strecke zu erweitern und mir eine Runde mit 6-7 km zu suchen. Das Gleiche hatte ich für den November (Strecke mit 7-8 km) und Dezember (8-9 km) geplant. So hätte ich dann sogar meinen ultimativen Streckenrekord von 7,7 km im November geknackt, aber das werde ich jetzt auf Dezember oder Januar verschieben müssen.

Trotz der ein bis zwei Wochen, die jetzt bei meinem Projekt fehlen werden, bin ich immer noch zuversichtlich, dass ich das schaffen kann. So viel habe ich/ist noch nicht verloren!

Woche 2
diese Woche gelaufene Kilometer: 0 km
gesamte Kilometer: 10,9 km
noch ausstehende Kilometer: 133,86 km
Fortschritt in Prozent: 7,53%