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Sonntag, 20. Juli 2014

Der verhasste Rückschritt von 4,6 kg - Details

Dass ich in meiner "Abnehmphase" erst 5 kg zugenommen habe bevor ich die Reißleine gezogen habe, ist mittlerweile ja bekannt.
Dies war allerdings nicht nur ein Rückschritt für mich. Diese 5 kg tun mir richtig weh. Das kann auch ein Grund sein, warum ich jetzt wieder so verbissen bin, weiter abzunehmen.
Genau als ich an meinem Tiefstgewicht war, hatte ich mein erstes Date mit meinem Freund. Das Gewicht war ein Resultat von knapp zwei Wochen Appetitlosigkeit, da die damalige Situation sehr stressig war. Allerdings hat mir diese unfreiwillige Crashdiät innerhalb von drei Wochen auch nur 1,7 kg geschenkt.
Danach wurde aus dem zu wenig essen zu viel und vor allem zu ungesundes allem. Chips und Schokolade hatte ich danach fast täglich, dafür wurde der Sport auf ein Minimum reduziert, denn die Zeit, die immer für Sport drauf gegangen ist, verstrich vor Telefon, Handy und/oder Laptop.
Dass sich gehen lassen in der Beziehung setzte bei mir viel zu früh ein und wenn man nach nur 2 Monaten 4,6 kg mehr auf den Hüften hat, ist es mehr eine Schande als alles andere.
Das Schlimmste an dieser Zunahme ist allerdings weder die Zahl auf der Waage noch mögliche Rückschritte in meiner Fitness. Was mich am meisten stört ist der zugenommene Umfang, den ich deutlich merke; ich erinnere mich ganz genau, welches Outfit ich an diesem Tag an hatte und noch mehr weiß ich, dass ich mich rundum wohl gefühlt habe. Mein Doppelkinn hatte nicht mehr existiert und über meiner schwarzen Hose lugte kein Gramm Schwabbel hervor. Zu dieser Hose, die verdammt eng am Bund sitzt hatte ich ein dunkelrotes hautenges Oberteil am, welches ich mir ursprünglich zum joggen an kälteren Tagen gekauft hatte und deswegen in Größe XS war (normalerweise trage ich M).
Man muss also schon sehr zufrieden sein mit seinem Körper,  wenn man sich in einem solchen Outfit wohl fühlt.
Mittlerweile trage ich diese schwarze Hose nur noch mit überlangen weiten Oberteilen, damit der wiedergekehrte Schwabbel nicht auffällt, wohingegen das schöne Oberteil gar nicht mehr den Weg aus dem Schrank findet.
Darüber hinaus ärgert es mich natürlich das mein Freund nicht mehr die hübscheste und sportlichste Variante von mir hat. Jeder gönnt seinem Partner eine heiße Frau bzw. einen heißen Mann und eigentlich war es mein Plan in unserer Beziehung mein Körper noch weiter zu formen, damit er sagen kann, dass ich heißer als jemals zuvor bin...

Sonntag, 29. Juni 2014

Die drei Wiegetypen ...welcher will ich sein?

Ob und wie oft man auf die Waage steigen möchte bleibt einem ja bekanntlich selbst überlassen. Bei diesem Thema scheiden sich auch deutlich die Geister, angefangen bei denen, die sich täglich auf die Waage stellen, um die Zahl vor Augen zu haben.
Dann gibt es die, die sich einmal in der Woche wiegen, damit sie sich nicht zu sehr unter Druck setzen.
Und dann gibt es jene, die die Waage vollkommen verurteilen und sich strikt dagegen wehren, sich auf eine Zahl reduzieren zu lassen und lieber ihr Gefühl entscheiden lassen.

Ich habe schon zu den beiden ersten Typen gehört:
Am Anfang habe ich mich konsequent immer jeden Mittwoch morgen auf die Waage gestellt. Nicht mehr und nicht weniger, denn so konnte ich vor einer Zunahme nicht die Augen verschließen und musste mich immer mit meinen Rückschlägen konfrontieren, auch wenn ich die Waage gerne gemieden hätte. Außerdem finde ich es immer noch schöner, nach einer Woche eine 700g Abnahme zu sehen als sieben Mal 100g in einer Woche. 700g hört sich schon irgendwie mehr an.

Irgendwie bekam ich dann aber öfter mal das Problem, dass ich die ersten beiden Tage nach dem Wiegen zwar motiviert war, aber am Ende der Woche mich immer mehr schleifen lassen, sodass ich mich mehrmals in der Woche auf der Waage stand und immer wieder die Zahl sah, die ich kleiner machen wollte.
Ganz klar: So konfrontiere ich mich immer wieder mit meinem Gewicht, aber wenn genau am offiziellen Wiegetag das Gewicht am höchsten ist, ist das mehr als ärgerlich und einfach nur schade. Außerdem demotiviert es umso mehr wenn man zwar weiß, dass man sich Mühe gegeben hat und trotzdem die Kilos nicht schmelzen (wobei ich ja auch schon mit Gramm zufrieden wäre).

Nun überlege ich aber doch ganz ernsthaft, ob ich es nicht ausprobieren möchte, mich für längere Zeit gar nicht mehr zu wiegen.
Eigentlich habe ich mir vorgenommen, mich für den Rest meines Lebens wöchentlich auf die Waage zu stellen, um vor eventuellen Gewichtszunahmen nicht die Augen verschließen zu können, sondern frühzeitig die Notbremse ziehen müssen. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Allerdings bin ich gerade in letzter Zeit so demotiviert von der Zahl auf der Waage, dass ich überlege einfach mal auf mein Gefühl zu hören und mich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Einfach Waage mal Waage sein lassen und versuchen trotzdem gesund zu essen und Sport zu machen. Viel kann ja nicht passieren, oder?
Hoffen, dass die Hosen weiter werden und sich nicht für jedes Gramm verkrampfen. Entspannt nimmt man bestimmt eh besser ab.
Andererseits nimmt mir das jeglichen Druck und jede mögliche Kontrolle. Außerdem ist ja nicht nur das Wohlbefinden entscheidend, sondern auch Kilozahl. Ansonsten würden Ärzte nie auf dem BMI schauen.
Für mich gehört zum Abnehmen halt eine Waage dazu. Und genau das mache ich gerade. Mein Wohlbefinden ist eher zweitrangig, weil ich immer noch im übergewichtigen Bereich bin.
Sobald ich mich nur auf mein Körpergefühl konzentrieren "darf" (heißt, wenn ich normalgewichtig bin), wird mir die Zahl auf der Waage auch egal sein, solange ich nicht wieder übergewichtig werde.
Trotzdem ist die Waage gerade mehr demotivierend als alles andere. Die Zahl bewegt sich nicht und wenn sie es doch tut, dann nur nach oben.

Was meint ihr?
Was seid ihr für ein Wiegetyp und warum?

Freitag, 22. November 2013

Enttäuschung

Bis jetzt bin ich mit meiner Abnahme immer zufrieden gewesen und ich habe auch Schwankungen gut hinnehmen können! Immer weiter machen, das Leben einfach genießen und eben auch mal gut essen.
Auch mal hinnehmen, dass der letzte Abend rein diättechnisch ein Desaster war :D Aber wenn er schön war, war für mich alles in Butter.

In den letzten Tagen bin ich da verbitterter geworden. Alles fing damit an, dass ich mir Ziele gesetzt habe. Im März wollte ich gerne meine 63 kg stehen haben.
Irgendwie bin ich mit ganzem Hin- und Hergerechne daraufgekommen (über Weihnachten wollte ich nicht abnehmen, nur Halten; dann fahr ich im Januar eine Woche in die Heimat - nur halten; etc.)
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kam drauf, dass ich dafür 500g pro Woche abnehmen muss. Das klang super realistisch für mich.
Jetzt häng ich meinem Plan ein kg hinterher :( Mit ein wenig Glück könnte ich es schaffen, dass es "nur" 500g werden. Aber selbst da weiß ich, dass das hart wird und vor allem es auch hart wird, die Schlagzahl weiterhin zu halten.

Naja jetzt bin ich auf jeden Fall enttäuscht. Bevor ich die Ziele hatte, habe ich auch abgenommen und war glücklich. Jetzt bin ich unter Druck und das wollte ich vermeiden, aber der Typ der jetzt das Ziel streicht, bin ich auch nicht. Das widerstrebt mir, auch wenn mein Kopf sagt, dass das Beste wäre.

Ich muss meinem Körper wahrscheinlich Zeit geben. Ich habe jetzt 5 kg abgenommen (seit Mitte Juli...) - nicht mal ein Kilo pro Monat. Klar ich mache viel Sport, baue wahrscheinlich auch einiges an Muskelmasse auf. Aber das nutzt mir nix, wenn es auf der Waage nicht vorwärts geht.

Was könnte man also tun, um die Enttäuschung zu vertreiben? Fotovergleich! Ich bin auf tumblr immer ganz neidisch, wenn man die Vorher-Nachher-Bilder sieht bzw. hier auf den Blogs. Leider habe ich kein wirkliches Beginnbild von mir - macht das unbedingt!
Klamotten - habt ihr eine Hose, die ihr nicht zukriegt? Ein Kleid, das eher nach Pelle aussieht? Behalten und immer mal schauen, wie es sitzt. Es wird besser mit der Zeit und gibt unheimlich Motivationsschub. Vor allem wenn die ehemals zu enge Hose dann zur normalen Alltagshose wird :)
Maße nehmen - ich habe leider nur Taille und Hüfte gemessen, das ist auch ganz nett. Aber meine Beine und Arme hätten mich auch interessiert - messt euch vorher durch! Vor allem in Zeiten, in denen die Waage streikt, baut der Körper gerne mal um.
Körperfettmessung - fände ich auch nett. Aber ich hab hier nix, wo ich mich regelmäßig messen lassen würde.

Die Ergebnisse sind vllt am Anfang ernüchternd und nicht schön. Aber ich denke, dass Verbesserungen uns immer wieder neue Kraft geben. Wenn wir eben sehen, dass sich etwas tut und wir kleine Erfolge feiern dürfen.

Nutzt mir nur grad nix, weil alles zu langsam geht. Aber angeblich ist ja der Weg das Ziel ;)  Eines kann ich wenigstens sagen: Mit meinem Lebensstil fühl ich mich wohl und nehme es auch nicht als Einschränkung wahr. Ist ja auch was...