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Mittwoch, 22. Oktober 2014

"Individuelle Bedürfnisse bitte einfach zu Hause lassen"

Meine Lieben,
da bin ich wieder. Sorry - in der letzten Woche hieß es für mich:
Dresden - Bildungsreise - Gruppendynamiken - 24/7 Remmidemmi - "dirty eating" (und darum leider auch kein Mittwochspost von mir)

Beweisfoto: Dresdener Frauenkirche
Wie krass schnell man sich zu ungesundem Essen verleiten lässt, ist mir in der letzten Woche wieder deutlich bewusst geworden.
Die Ausgangssituation sah wie folgt aus: 17 junge Erwachsene machen sich auf, um Dresden zu erkunden. Montag ging es los, Samstag gings zurück. Halbpension wurde von dem Veranstalter AGIJ gezahlt.
Das heißt Frühstück im Hostel und gemeinsames Abendessen. Für Mittag ist jede_r selbst verantwortlich. In der Theorie klingt das nicht schlecht. Mit meinen Eltern mache ich das auch immer so: Morgens viel frühstücken (Müsli, Obst, Vollkornbrot), Mittags gibts nen Snack oder nur einen Kaffee, je nachdem ob jemand Hunger hat und was noch so auf dem Programm steht. Und abends dann noch einmal ein Abendbrot - je nach Appetit. Selbst in den USA hat das super geklappt.

Und nun....hats nicht geklappt. So gar nicht.

Auf Fehleranalyse habe ich vielfache Baustellen ausgemacht und komme immer noch zu dem Entschluss: das wäre gar nicht anders gegangen. Alleine die Auswahl der Plätze, an denen wir abends alles gemeinsam gegessen haben, waren auf einer Skala von 10 (wie Junk-Food) bis 0 (wie Clean-Selbstgemacht-Vegan-und-Trallala) auf ner 6-7 angesiedelt.

Und dann - meine Fresse, ich konnte es kaum glauben - wie sich einige Menschen tatsächlich ernähren (und noch leben)... ich will jetzt niemandem zu nahe treten und sicher finden meine Essgewohnheiten auch sehr viele Menschen seltsam. Ich bin einfach nur überrascht und verurteile niemanden.

Wir hatten in unser Gruppe tatsächlich alles dabei, von der Vegetarierin (das war ich), der/dem Bio-Clean-Esser_in (die icht erst voll unsympathisch fand, später aber kamen wir sehr gut miteinander aus... wenn man einen gemeinsamen Feind hat - das Skala-7-Essen - dann schweißt das zusammen), der/dem Beilagen-Verschmäher_in (tausche Fleisch gegen dein Gemüse), und tatsächlich auch nur-Toast-und-Chips-Esser_innen (die fand ich echt krass.)

Jetzt stellte sich mir die Frage, ob "du bist, was du isst" nun empirisch belegt werden konnte
"Jain" lautet mein Ergebnis. Ich war von den einzelnen Essgewohnheiten nach dem ersten Eindruck nicht wirklich erstaunt (nur vom Ausmaß dann doch). Zumindest die "nur-Toast-und-Chips-Mädchen" sahen auch so aus. Und auch meiner "Bio/Clean-Eating-und-morgens-joggen-gehen-Zimmergenossin" sah man ihren Lebensstil an. 

Bei anderen war ich dann schon überrascht (man bekommt viel mit, wenn man 6 Tage ununterbrochen auf einem Haufen zusammen ist). Unsere Gruppenleiterin: Super klasse Figur, aber hasst Sport, dafür isst sie auch sehr wenig - und dann auch noch ungesund. Ein anderer Teilnehmer: Mega sportlich - eigentlich Schwimmer - nächstes Ziel Triathlon - aber iwie "undefinierter Körper" (so auf den ersten Blick. Nein, wir haben nicht zusammen geduscht!).

So, bevor ich mich jetzt hier in was verrenne und noch mehr "Feststellungen" mache, höre ich an dieser Stelle lieber auf und übe mich in Selbstreflexion: Was wohl die anderen über mein Essen/Lebensstil/Figur sagen?


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gute und schlechte Gewohnheiten

Guten Morgen (aka Guten Tag/Guten Abend - je nachdem, wie spät es bei euch gerade ist),

Von Maybritt habe ich Samstag einen  - wie ich finden - sehr schönen Post auf dem diesem Blog gelesen.Ich tippte nach dem Lesen auch sofort auf meiner Tastatur rum, um einen Kommentar zu hinterlassen, aber dann dachte ich 'hey, so viele Gedanken dazu,... mach doch nen eigenen Post dazu"

So, jetzt  - 3 Tage später - habe ich natürlich fast alle spontanen Einfälle wieder vergessen (nächstes Mal lege ich mir gleich irgendwo Notizen an *argh*)

Aber ich weiß noch, was mein Kernanliegen war/ist. Und zwar geht es um Gewohnheiten, Routinen und Just-Do-Its. Denn tatsächlich ist "Just-Do-It" überhaupt kein Problem für mich. Also, okay, um nicht zu übetreiben:
  • Ich juble nicht vor Freude, wenn der Wecker morgens um 5 klingelt, damit ich vor der Arbeit eine Runde drehen kann. Aber es geht.
  • Mit dem Fahrrad, statt mit der Bahn zu fahren: Alle Strecken unter 1h in der Stadt! Ohne groß drüber nachzudenken.
  • Verregnetes Wochenende. Auf der roten Ecke das Sofa, Serien-DVDs, Musik. VS. Die blaue Ecke mit Regenjacke und Laufschuhen. Die blaue wird (meistens) gewinnen. Aber es sind harte Kämpfe.
  • Nach einer Party, ich bin müde und k.o. - aber auch hier geht zumindest eine kleine Runde. Das ist definitiv eine der schwersten Runden, aber sie laufen.
  • Krafttraining: Wir sind keine guten Freunde.  Aber wir kommen hin und wieder miteinander aus. 1-2x die Woche ertragen wir uns.
Mein Problem ist es also nicht, "gute Angewohnheiten" in mein Leben zu integrieren. Es mag da vllt. Dinge geben, die ich iwann wieder fallen lassen (Stichwort: Plank-Challenge, da bin ich etwas unsystematisch geworden), aber im Großen und Ganzen kriege ich neue Sachen, die ich will/mir vornehme auch unter. Der jault der Innere Schweinehund und nur resigniert auf.

Mein Problem ist das Loswerden der "Bad Habits". Wie hieß es bei Laras letztem Motivation Monday so passend  "Training is easy - Eating clean is the hard part" - Ja! Für mich stimmt das. Früher half mir, die Gedanken "umzudrehen", um aus "schlechtem Karma" rauszufinden. Aus meinem Leitsatz "nur-wenn-ich-Sport-mache-darf-ich-essen" aus Magersuchtszeiten, wurde recht schnell ein "Nur-wenn-ich-esse-darf-ich-Sport-machen" und jetzt ist es ein "nur-wenn-ich-esse-kann-ich..."

Das hat irgendwir wunderbar funktioniert (naja, der Prozess dauert schließlich 3 Jahre, aber es HAT am Ende geklappt!) 

Jetzt habe ich "Iss-weniger-Mist" versucht. Aber mein Körper/Kopf kann iwie nicht mehr mit Verboten umgehen. Vermutlich, weil mein ganzes Leben zu diesen essgestörten Zeiten über selbstgemachte Regeln und VERBOTE(!) funktionierte. Also habe ich versucht, meine Sätze wieder positiv zu formulieren "Iss-gesund". Ergebnis: ich gebe mehr Geld für Lebensmittel aus und esse den gleichen Mist wie früher, nur mit Gemüsebeilage (jetzt im übertragenen Sinn). 

Das Ergebnis kann ich euch (indirekt Dank Lexa zeigen. Ich habe nämlich keine Waage, aber Lexa hat vor längerer Zeit einmal einen Post über "Gewichtskontrolle" geschrieben. Einer ihrer Tipps war, regelmäßig Fotos von sich zu machen. Tja, das habe ich dann mal gemacht....[und es bis jetzt nie jemanden erzählt]). 

Foto 1 ist vom 1.Juli. Ich mag es von meiner "Sammlung" am liebsten. Ende Mai kam ich aus den USA und war erst einmal genervt von meinem Äußeren, also habe ich mehr anders Sport gemacht, auf meine Ernährung geachtet und in der Arbeit war im Juni auch wenig los.
(BTW: Ich konzentriere mich bei meinen Fotos auf die Körpermitte: Durch das ganze Joggen, werde ich meine Beine kaum groß verändern können. Wäre ja auch dumm, dort Muskeln zu verlieren. Mein Po ist das auch nie eine echte Problemzone gewesen...)

Nicht perfekt. Aber ich war wieder zufrieden - vor allem, weil ich einen Fortschritt sah.
Dann im Juli bis Ende September: Laufen, Laufen, Laufen und Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Kraftraining habe ich dadurch schon etwas vernachlässigt. *hmpf* aber immer noch hinbekommen. Aber gesunde Ernährung war iwie auch nicht so ganz, dazu kamen viele Partys mit den üblichen Getränken, die sich auch gleich auf die Hüfte legen....

Wenn ich den Bauch GANZ DOLL anspanne, dann gehts sogar noch:
ja, ich bin MA-Arbeit schreibend zu Hause und kann in PJs rumlaufen. Und genau DESHALB bin ich Studentin.
Aber wenn ich mich einfach "normal" vorn Spiegel stelle, könnte ich mich schon wieder ärgern:

frontal von Vorne sieht mans gar nicht (!), aber aus diesem leicht gedrehten Winkel wird ganz klar: Der Teil unterhalb des Bauchnabels....*argh*  Das hier ist jetzt eine offizielle Kampfansage!!!!

Das Training ist nicht mein Problem... Und wie ich es schaffe, mich besser zu ernähren, das finde ich auch schon noch raus!

Donnerstag, 31. Juli 2014

Veränderung - Hat mich das Laufen verändert?

Jeden Morgen bekomme ich von Laufcampus eine Motivationsmail :)
365 gute Gründe das Laufen zu lieben :) So werde ich jeden Morgen daran erinnert! (Nein, mich bringt es nicht dazu morgens aus dem Bett zu springen um noch vor der Arbeit zu laufen...)
In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass die Tipps immer wieder einen Bezug zur Arbeitswelt herstellen:

  • Soft-Skill Laufen: Warum Laufen in die Bewerbung gehört
  • Selfbranding durch Marathon: Schwitzen für den Erfolg
  • Warum sollten Manager die Erfahrung Marathon unbedingt mal machen
Ich könnte jetzt wohl noch eine ganze Menge Beispiele finden, aber ich glaube ihr wisst, was ich meine :)
Diese Tipps haben mich ans Nachdenken gebracht. Hat das Laufen mich verändert?
Ich befinde mich im Moment in einer kleinen Umbruch-Phase. Ich hab meinen Bachelor abgeschlossen, einen tollen neuen Job und viele Pläne für die Zukunft.
Zuletzt fand ich mich dann in einem wichtigen Gespräch wieder, wovor ich erst ein bisschen bammel hatte. Ich wusste nicht, ob ich gut genug vorbereitet war, ob ich Fehler machen würde, ob ich überzeugen könnte... Hallo Selbstzweifel, lange nicht gesehen und doch wieder erkannt!
Aber es kam alles anders. Das Gespräch verlief wirklich sehr gut. Mein Gesprächspartner konnte eine Atmosphäre schaffen, in welcher ich mich etwas entspannen konnte, nicht stotterte, die richtigen Worte fand. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr gut verlaufen ist.
Als ich am Nachmittag dann dieses Gespräch noch einmal Revue passieren ließ kam mir der Gedanke, dass ich es vor einiger Zeit wohl nicht so selbstbewusst und gut gemeistert hätte. Früher wären mir nach dem Gespräch 1.000 tolle Sätze, richtige Antworten und Formulierungen eingefallen, die ich hätte sagen können.
Dieses Mal habe ich das Gespräch aber beim Laufen schon ein paar Mal geführt, mir verschiedene Versionen überlegt, wie mein Gesprächspartner antworten und was er fragen könnte. Ich denke, dass mir das wirklich etwas an Sicherheit gegeben hat.
Ich war auch etwas erstaunt, dass ich in dieser Situation (gefühlt) so souverän und selbstbewusst auftreten konnte. Auch das kenne ich von mir noch nicht so lange... 
Hier kommt auch schließlich das Laufen wieder ins Spiel. Immerhin hab ich es geschafft abzunehmen, das Rauchen aufzugeben, einen Halbmarathon zu Laufen und wenn ich im September den ersten Ganzen laufe, was soll dann noch schief gehen?

Das Laufen gibt mir also unglaublich viel mehr, als Fitness und einen Ausgleich zum Alltag. Es feilt auch an meiner Persönlichkeit, beschwert Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit mich selber besser einschätzen zu können.
Das Laufcampus-Team hat also Recht, wenn es einen Bezug zwischen dem Laufen und der Berufswelt herstellt - auf mich trifft es zumindest zu!

Habt ihr solche Erfahrungen auch schon mal durch Sport, Abnahme oder so gemacht?

Mittwoch, 30. Juli 2014

Skinny Fat

Hallo,
es ist wieder Mittwoch - und ich bin wieder mit Schreiben dran.
Heute geht es um ein Thema, über das ich schon längere Zeit schreiben wollte, aber iwie bin ich nie dazu gekommen. Jetzt ist meine Chefin gerade in einer längeren Konferenz und bevor ich am Projekt weiterarbeiten kann, muss ich die Ergebnisse abwarten, die dort besprochen werden... Die Zeit kommt mir zum Bloggen ganz gelegen: Denn mal so unter uns - wenn die Kolleg_innen mich hier fleißig tippen sehen, macht das einfach doch den "geschäftigeren" Eindruck, als würde ich jetzt das Buch zücken^^

Aber jetzt zum Thema...

 "Skinny Fat" - was ist das? wer hat das? und WIE GEHT DAS WIEDER WEG?

das erste Mal habe ich den Begriff vor ein paar Wochen auf der Seite von FitnFemale  gesehen....

Das Urban Dictionary definiert "skinny-fat" wie folgt:
1) "When someone is thin and looks great in clothes, but is all flabby underneath"
(Sinngemäße Übersetzung: Eine dünne Person, die bekleidet gut aussieht, aber eigentlich schwabblig ist.)
Diese Beschreibung ist ja erst einmal sehr allgemein. Prinzipiell wäre damit auch schon alles gesagt. Aber mir ist das iwie noch zu oberflächlich....
2) "[...] not overweight (and possibly underweight), [...]The term is often NOT used or understood by the uneducated, untrained eye. To the uneducated, untrained eye, a skinny fat female may appear to have a physique of the same caliber as an individual who is comprised of significantly more lean tissue. [...]"
(Sinngemäße Übersetzung: Nicht übergewichtig (und möglicherweise untergewichtig).... Der Begriff wird häufig von Untrainierten nicht verstanden. Für diese Leute sieht eine "skinny fat" Frau einer definierten Frau ähnlich.)
Besonders schön finde ich in das darunter folgende, fiktive Gespräch, das die Definition illustriert:
Untrained eye: "Dude, that chick is so hot."
Trained eye: "Nah, Dogg, [...] she's skinny fat as fuck."
Untrained eye: "What do you mean?"
Trained Eye: "Look at her arms."
 
Ich habe auch noch andere Definition gefunden,..
 
3) die mehr in die "schlacksige" Richtung gehen - und sich dann meistens auf Männer bezieht. In Bezug auf Krafttraining findet ihr Informationen unter dem Stichwort "Skinny Fat Ectomorph". Dabei geht es dann um die Trainigsmethoden für Menschen, die zu einem schmalen Körperbau neigen und sich schwer tun, Muskeln aufzubauen.
 
4) Ebenfalls gibt es Leute, die auch Marathon-Läufer etc. zu den skinny Fats zählen. Begründung: Woher sollen de Muskeln schon kommen, wenns immer nur um Kilometer geht.... (Meiner Meinung nach kann sowas auch echt nur von Nicht-Läufern kommen.... )
 
Wenn ich hier jetzt weiter von Skinny Fat schreibe, dann beziehe ich mich auf die ersten zwei Aspekte.
 
Wie wird man skinny fat?
Klar, das wollen wir nicht. Aber ich denke, wenn man weiß, woher es kommt, kann man es auch besser vermeiden... Ich zitiere wieder das Urban Dictionary (hier bei Punkt 6):
 
"[...]vicious cycle:
a) "OMG! I look fat!"
b) "I need to eat like a rabbit from now on to lose weight" (myth)
c) "I need to go running every morning to increase my tone" (myth)
d) "I should avoid any other form of exercise because I will bulk up and look ugly instead" (super-myth - in fact it's the opposite)
e) Result: Loss of weight, but more muscle than fat lost, resulting in more fat remaining relative to body muscle (i.e. looking even more flabby and lumpy than before)
f) OMG! I look fat! --> back to a). Also, welcome to the anorexia club."
 
(Sinngemäß:Teufelskreis:
a) OMG. Ich bin fett.
b) Ich muss mich jetzt wie ein Kaninchen ernähren, um Gewicht zu verlieren (Mythos)
c) Ich muss jeden Tag laufen, um mich zu verbessern (Mythos)
d) Ich sollte jeder andere Form von Sport vermeiden, sonst sehe ich aus wie Hulk... (Super-Mythos. Das Gegenteil ist der Fall)
e) Ergebnis: Gewichtsverlust, aber mehr Muskelverlust als Fett. Also bleibt ein höherer Körperfettanteil. (vllt. sieht man sogar schwabbeliger aus, als zuvor)
f) --> zurück zu a) und Willkommen bei den Magersüchtigen.
 
Okay, das ist vllt. ein bisschen überdramatisch. Aber ich muss dem ganzen schon etwas zustimmen. Ich war früher sicher nicht "schwabbelig" - eher knochig. Aber Muskeln waren da auch NULL.
Tja, um eben nicht skinny-fat zu werden, müssen wir eben genug gesund essen. Und auch Kraftübungen machen.

Ich finde eine Sache dabei total krass: Ich habe früher tatsächlich nur gaaaanz geringe Unterschiede zwischen Skinny-Fats gesehen und athletischen Körpern - und fand dabei zugegebener Maßen - die Skinnys meist besser..... Und jetzt? Ich vesteh' mein altes Ich überhaupt nicht mehr...

Dienstag, 15. Juli 2014

Zitronengras, keine Ausreden & sexy Unterwäsche

Specialfood des Tages: Zitronengras

Dieses hab ich beim Rewe für 1,69 EUR (4 Stängel á 30 cm) entdeckt und ohne zu wissen, was ich damit machen werde (oder wie man es zubereitet) einfach mal mitgenommen. Als fertiges Pulver im Gewürzdöschen (mann sieht das Wort komisch aus) kenne ich es schon, aber frisch? Nä. Bis jetzt!
Im Internet las ich dann, dass man entweder die äußere Schicht abpult, das Innere in sehr dünne Ringe schneidet oder im Ganzen mitkocht, dann aber vor dem Verzehr entfernt. Ich entschied mich für ersteres. Schon beim Pulen, später dann beim Schneiden, fiel mir der angenehm frische, zitronige Duft auf. Irgendwie hatte ich mal eine Duschcreme, die so gerochen hat!?!? Also toll-zitronig, nicht wie so eklige Badputzmittel, sondern frisch und fruchtig! Bei mir landete das fein geschnittene Zitronengras (1 Stängel) in einer Paprika-Süßkartoffel-Pfanne. Was soll ich sagen? Ein Gedicht! Der eine Stängel reichte für die ganze Pfanne (zwei große Portionen!). Ein bisschen Kokosmilch, mit Pfeffer abgeschmeckt und dahingeschmolzen vor Genießerglück. 
Meine neue Liebe <3 
Mal sehen, wie ich die übrigen drei Stängel verwerte! Einen Tee möchte ich unbedingt aus einem machen. Habt ihr einen Special-Tipp, den ihr selbst schon ausprobiert habt?



Sie werden rot <3



















Sport des Tages
Ähm ja, was hat denn die Los-Box da wieder ausgespuckt!!! Ich werde erstmal googeln müssen *lach* Was zur Hölle sind Sissi-Squats? Oha. Naja, also, Mädels, viel Spaß beim LingerieModel-SexyBum-Workout, ich hoffe, ihr müsst nicht ganz so viel nachschauen wie ich! Ich bin dann mal sporteln ;-) Wünsche euch einen wunderschönen Dienstagabend, ich hoffe, es hat euch gefallen und bis nächste Woche!
LG

Eure Leeli

Mittwoch, 18. Juni 2014

Eingeholt von der Vergangenheit

Hallo ihr,
ich muss euch heute einmal zum Ausheulen missbrauchen. (Falls euch Jammer-Posts nerven, also bitte einfach nicht weiter lesen.)

Ich bin gerade in einer Schleife gefangen, die iwo zwischen meinem "alten Ich", meinem "aktuellen Ich" und "der Gesellschaft" verläuft. Und anstatt alles sauber von einander zu trennen, schreien alle Stimmen in meinem Kopf durcheinander und machen mich einfach nur fertig.

Nun, wie soll ich das erklären? Am besten gebe ich euch kurze Stichworte:

Altes Ich:
  • Herkunft: ... nach der Magersucht
  • Zugehörigkeit: Gruppe der dünnen Mädchen. Zwischen leichtem Untergewicht und Normalgewicht.
  • Höchstes erreichtes Ziel: Halbmarathon in 2h 3Min. 
  • Besonderes Merkmal: Dünne, lange Beine
  • Risikofaktor: Bloß nicht zu wenig essen.... (manchmal gabs Schokolade zum Frühstück, um überhaupt genug Energie zu haben, um das Training zu starten).
Neues Ich:
  • Herkunft: das "Alte Ich" begann mit Krafttraining
  • Zugehörigkeit: Brauereipferde?
  • Höchstes erreichtes Ziel: 2 Minuten Plank - alles andere ist zur Zeit nicht messbar. 
  • Besonderes Merkmal: Ausgeprägter Brustbereich, Oberschenkel aus Stein
  • Risikofaktor: Keine Klamotten passen mir mehr...
Ich bin aktuell so fit wie nie in meinem Leben - sowohl konditionell als auch Krafttechnisch. Aber mit meinem "mehr" an Körperumfang komm' ich nicht klar! Ich habe den Prozess auch gar nicht richtig wahrgenommen und habe weiter alle meine alten Klamotten angezogen. Auf mein Körpergefühl konnte ich mich noch nie verlassen. Und da ich Spiegel hasse und umgehe, habe ich gar nicht gesehen, wie unvorteilhaft mittlerweile alles aussieht.

Dazu kommen die Medien und die Gesellschaft: Überall ist Sportmachen mit Abnehmen verbunden. Hallo???? Schön wärs...

Vllt. ist das total albern, aber ich höre alle Leute hinter meinem Rücken reden "oh...für jemanden, der mal magersüchtig war, ist die aber ganz schön fett geworden".

Mein Freundeskreis sagte früher bei meinem Bedenken, ob ich fett geworden sei "Quatsch". Heute heißt es "naja, du bist halt athletischer".

Es nervt mich ja selbst, dass es mich so runterzieht. Eigentlich ist ja alleine schon die Erkenntnis, dass ich noch niemals so fit war, Grund genug, happy zu sein. Bin ich aber nicht. Ich sehe auch keine Muskeln - merke nur, dass sie da sind -  ich sehe nur fett, dass überall seine Wege aus dem Hosenbund sucht...

Mich würde interessieren, ob ihr auch schon mal Probleme mit eurem Körperbild hattet, obwohl objektiv betrachtet eigentlich alles okay ist. 

Donnerstag, 5. Juni 2014

Zeit zum entgiften

Schon, und wie immer ganz plötzlich, ist der Frühling vorbei und der Sommer klopft an der Tür. Über Pfingsten soll es ja richtig schön warm werden :)
Schon ist es auch wieder Zeit festzustellen, dass das mit der Sommerfigur mal wieder nicht ganz sooo hingehauen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Manchmal glaube ich, dass der Leidensdruck bei den letzten 3-5kg einfach nicht mehr stark genug ist, wie er noch bei der ersten 10kg war...

Erst gönne ich mir viele Ausnahmen, dann werden es mehr und im Endeffekt schaffe ich es nur noch, gesund zu Frühstücken und den Rest des Tages folge ich meiner unbändigen Sucht nach Schokolade. Oder nach Chips. Oder nach Fastfood.

Es ist also wieder Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Die liebe Lara vom BerlinerBrot hat mich heute morgen wachgerüttelt :) An dieser Stelle ein ganz großes Danke! Ich werde wieder eine Fasten-Detox-Entgiftungskur machen.

Bei mir heißt das allerdings nicht, gar nicht zu essen, sondern meinen Körper von allen chemischen und allen ungesunden Stoffen zu befreien. Ich werde dafür immer von Montag-Freitag detoxen und an den Wochenenden auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Während der Fastentage werde ich auf Kaffee und alle tierischen Produkte verzichten und viele Suppen und Smoothies essen. Das entlastet den Darm :) So wird mein Ernährungsplan aussehen - das ist erlaubt:

  • alle Gemüsesorten
  • Zitrusfrüchte, Beeren, Äpfel, Mango, Honigmelone, Pfirsiche, Kiwi, Banane, Ananas, Trauben
  • Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Haferflocken, Amaranth, Vollkornreis
  • Olivenöl, Gemüsebrühe und alle Gewürze
  • Wasser und ungesüßter Tee
Zu dieser Auslistung habe ich mich übrigens von FitnHealthy inspirieren lassen :) Falls ihr ihr Insta-Profil noch nicht kennt, ist es echt einen Besuch wert :)

Los gehts am Montag. (Ein neuer Plan startet immer Montags :D) Wer mitmachen möchte ist natürlich herzlich eingeladen.

Ich verspreche mir von der Kur, dass ich meine Sucht nach Zucker wieder ein bisschen in den Griff bekomme und wieder lerne, bewusst zu Essen. Ich habe ja schon nach Karnval eine solche Kur gemacht und da hat es mir auch geholfen meinen Körper und seine Bedürfnisse wieder mehr wahrzunehmen und mich rund um einfach wieder wohler zu fühlen. Wenn das ein oder andere Kilo noch schmelzt, umso besser :) Schließlich gehts Ende des Monats in den Urlaub!
Erstmal habe ich mir eine Woche vorgenommen, je nachdem wie es läuft kann ich mir aber auch vorstellen, es bis zum Urlaub so zu handhaben!
Am Donnerstag werde ich dann natürlich berichten, wie es gelaufen ist! Bis dahin wünsche ich euch schöne Pfingsten! Genießt die freien Tage :)

Sonntag, 16. März 2014

Habe ich immer noch so ein verzerrtes Bild von mir?

Einige von Euch erinnern sich vielleicht, dass ich Mitglied in einer Paartanzgruppe bin.
Nun ist es so, dass wir einen Tanz haben, zu dem man zwei Paare braucht, wobei die Männer gleich groß sein sollten und die Mädchen gleich groß UND gleich schwer. Viele wollen diesen Tanz gar nicht tanzen, sodass es eh immer nur die Debatte zwischen zwei Männern und eigentlich drei Frauen gibt.
Eigentlich drei Frauen, zum Einen weil immer welche versucht werden, noch mit ins Boot gezogen zu werden und zum Anderen weil ich mich immer in die engere Runde gezählt habe, da ich vor meinem Auslandsjahr die Standardbesetzung war.
Letzten Donnerstag wurde der Tanz wieder geprobt und bei der Mädchenauswahl wurde ich einfach übergangen.
Es wurde lange überlegt, ob die beiden anderen Mädchen überhaupt zusammen funktionieren, da der Größenunterschied schon recht betrachtlich ist und eine von den beiden echt gertenschlank ist wohingegen der andere ein bisschen Babyspeck hat und ständig ihr Bauch über ihre Hosen schwabbelt. (Ja, ich würde sie nicht davon abhalten abzunehmen.)
Nach der Probe habe ich dann den stellvertretenden Tanzleiter (der gleichzeitig ein Freund ist) zur Seite genommen und ihn gefragt, warum man mich nicht mit der "Dicklichen" (Klingt fies, aber mir fällt kein anderes Wort ein) tanzen lässt, weil wir auch von der Größe übereinstimmen.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich mittlerweile auch ihren Körperbau habe bzw. vielleicht sogar schon ein klein wenig schlanker bin.
Naja, der Tanzleiter hat mir dann gesagt, dass es gar nichts bringen würde, da der Gewichtsunterschied zwischen mir und der "Dicklichen" (schreckliches Wort; ich weiß) mindestens genauso groß sei, wie zwischen der Gertenschlanken und ihr...

BÄÄHM...
Eiskalt ins Gesicht.

Was? Ich bin so viel dicker als eine, der ich gerne eine Diät vorschlagen würde? 

Und dieses Statement macht mich seit Donnerstag echt zu schaffen. Ich sehe diese Person die ganze Zeit vor meinem inneren Auge und suche das Gewicht, was sie weniger hat.
Bei mir schwabbelt nie Speck über die Hüften, ich empfinde meine Arme als ein bisschen fester und ich finde, dass sie dieses sehr rundes Kinn hat, welches ich überwunden habe...
Ich trage Größe M und wenn sie wirklich schlanker ist, dann müsste sie S tragen, aber wenn sie S trägt, was tragen denn die wirklich schlanken Mädchen?

Und all das geht mir seit Donnerstag nicht aus dem Kopf und ich frage mich:
Habe ich wirklich ein so verzerrtes Bild von mir? Bin ich wirklich immer noch so dick?

Und ich denke mir Lösungsansätze aus:
Der Tanzleiter steht mir sehr nah und kennt jedes Gewicht in den letzten zwei Jahren; egal ob Zunahme oder Abnahme.
Vielleicht ist mein ganzes Gewicht nur Muskelmasse, was an ihren unfesten Stellen fehlt?!?

Ich habe mich in letzter Zeit echt wohl gefühlt in meinem Körper und mich als hübsch empfunden, aber seit Donnerstag laufe ich an jeden Spiegel vorbei und denke: Das, was du darin als schlank und schön empfindest ist in Wirklichkeit gar nicht so schön und noch lange nicht dünn.
Hätte ich also vorher gewusst, dass ich mich in der Hinsicht nicht selber einschätzen kann, dann wäre diese Enttäuschung gar nicht so groß gewesen.

Danke fürs Zuhören.
Das musste irgendwie mal raus...

Samstag, 15. März 2014

JUST DO IT!

Hey ihr,

Sport ist Mord.

Besonders dann, wenn man einen stressigen Tag hatte, irgendwo rumliegt und sich eigentlich am Morgen vorgenommen hatte: "Jap, heute wird Sport gemacht!". Und so liegt man dann da und denkt sich: 

"Eigentlich hätte ich noch SO viel zu tun! Einkaufen, Hausaufgaben, eigentlich war ich ja schon Vorgestern beim Sport, zu viel Sport ist doch ungesund und morgen ist ja auch noch ein Tag!"

Mein Arzt hat mir gesagt, dass 4-5 Mal Sport in der Woche ideal für mich sind, weil ich so ausgelastet bin, aber meine Knie nicht überbelaste. Also laufe ich zwei bis drei Mal in der Woche ins Fitnessstudio und zwei Mal in der Woche zum Volleyball-Training... wie oft treibt ihr eigentlich so Sport?
Leider bin ich nicht so die Person, die sich schon morgens denkt, YEAH heute wieder Sport! (außer wenn ich einen außergewöhnlich guten Tag habe.. relativ selten) Also habe ich mir Motivations-Techniken angeeignet, um mich aufzuraffen! Und die will ich euch heute Mal zeigen... vielleicht helfen sie euch ja!

1.) Packe deine Sachen schon am Morgen

Wenn ihr eure Sporttasche schon morgens um 7 vor der Schule/Arbeit packt, bereitet ihr euch innerlich darauf vor, am Nachmittag auch wirklich Sport zu machen!! Denn, wer hat schon Lust die schwer-bepackte Tasche wieder auszupacken geschweige denn sie einfach stehen zu lassen und so sein Versagen immer vor sich zu sehen?

2.) Reminders

Unten im Flur hängt bei uns ein Zettel: "Heute schon Sport gemacht?". Er soll mich dazu motivieren, spontan was für meinen Körper zu tun. Diesen Tipp habe ich irgendwann mal auf einem Fitness-Blog gesehen und den Zettel dann vor ein Paar Tagen aufgehängt... bisher habe ich ihn immer übersehen, aber ich denke, dass er durchaus was bringen könnte, wenn man ihn (nicht so wie ich) beachtet...

3.) Motivations-Bilder

Egal ob in Sozialen Netzwerken oder sonst wo: Überall gibt es Motiations-Acccounts, die täglich irgendwelche Bilder mit Sprüchen oder Fotos posten, die einen zum Sport motivieren sollen! Und bei mir klappt das auch super: Ich liebe diese Sprüche besonders (die Bilder mit den Sixpack-besetzten Frauen finde ich dumm, aber egal), weil sie immer passen! Hier ein paar Beispiele:

"Be so good they can't ignore you"

"Do it because they said you couldn't

"Yesterday you said tomorrow!"

"RUN like Channing Tatumis waiting for you at the Finish Line!"

4.) JUST DO IT

Entscheidungen fällt der Mensch innerhalb einer Sekunde! Also denkt JETZT und rennt los ohne nachzudenken... Es ist echt leichter als man denkt! Einfach laut die Musik aufdrehen, Sachen (die schon am Morgen gepackt wurden) schnappen und losradeln! Wenn es regnet fährt man dann halt Auto und gefährdet mit der lauten Musik zwar den Straßenverkehr, aber Hauptsache man ist auf dem Weg!

5.) Shoppen gehen

Mal ehrlich: Macht es nicht viel mehr Spaß in neuen Sachen Sport zu machen, als in dem alten "Sunrise Avenue"-Shirt und der grauen Jogging-Hose?! Also, geht in den nächsten Sport-Laden und schlagt zu! Und wenn ihr gerade da seid, kauft mehr als ein T-Shirt, damit die Ausrede "Ich kann nicht zu Sport, mein Shirt ist in der Wäsche und ich hab nichts anderes zum Anziehen" nicht mehr gilt!

Also mir helfen die Sachen wirklich, meine 4-5 Mal Sport in der Woche durch-zuziehen! Ihr könnt ja ein Paar Sachen, wenn ihr wollt, auch mal ausprobieren oder einfach mal schreiben, wie ihr euch aufrafft!
Bis nächsten Samstag!

Maybritt







Sonntag, 18. August 2013

Ein Kompliment. oder: Das nächste Ziel

Letztes Mal bei Weight Watchers hat unser Coach gefragt, was unser nächstes Ziel sei. Dabei kam sowas wie den nächsten Zehner knacken, die nächste Jeans aussortieren, den nächsten Stern bekommen (bei Weight Watchers gibt es immer einen Stern für 3 abgenommene Kilos), die 10%-Marke knacken, usw.
Mein nächstes Ziel ist da etwas anders. Mein nächstes Ziel ist das nächste bzw. das erste Kompliment. Ich wollte es fast auch sagen, besonders weil unser Coach kleine Ziele gerne mag und ich denke, dass das wirklich ein kleines nächstes Ziel ist. Letzten Endes habe ich nichts gesagt, weil ihr Co-Coach an dem Tag mich gut kannte und von ihr hätte ich das Kompliment dann sofort bekommen, was aber natürlich nicht das Gleiche gewesen wäre.
Ich wünsche mir ein ehrlich gemeintes Kompliment, dass ich etwas dünner aussehe, die Klamotten an mir schön aussehen, meine Haare heute sehr gut liegen, ich ein schönes Gesicht habe oder was auch immer. Dann weiß man, dass auch wenn man dicker ist, auf jeden Fall nicht hässlich ist und sich auf einem guten Weg befindet. Ich fühle mich im Moment echt nicht wohl in meinem Körper und bin echt unzufrieden und genau deswegen ist das mein nächstes Ziel. Die Waage will seit der ersten Woche nicht nach unten gehen und ich rede mir ein, dass mein Körper nur Muskeln aufbaut, aber so langsam wie ich abnehme oder nichtabnehme, kann mein Körper keine Muskeln aufbauen. Ich möchte einfach von jemandem hören, dass man einen Fortschritt bei mir bemerkt.
Das ist doch das Schöne am Abnehmen?! Das jemand bemerkt, dass da etwas passiert und man dann stolz auf sich sein kann.
Und als ob meine Tante wusste, was ich heute hier in diesen Blog schreiben wollte, kam das lang ersehnte Kompliment von ihr!
Wir saßen im Auto, ich habe mich darüber beschwert, dass ich immer noch zu schwer für mein Pferd bin und sie sagt mir, dass ich aber schon ganz doll abgenommen habe...
"Sag jetzt mal, wie viel hast du denn mittlerweile abgenommen? Fünf oder sechs Kilo bestimmt, oder?"
Wie bitte? 5 oder 6 Kilo? 5 Kilo? 6 KILO?
"Ähh, nee. Ich bin grad bei 2,5 angekommen, aber danke."
"Das sieht aber echt nach mehr aus..."
Cool.
Echt verdammt cool. Jetzt bin ich glücklich. Ich bemerke, dass ich das doch gar nicht für umsonst mache und freue mich total. Jetzt wird mit viel Motivation in die neue Woche gestartet!
Wie siehts bei euch aus? Bekommt ihr auch manchmal Komplimente und wenn ja von wem? Nach wie viel Kilos ist es bei euch aufgefallen?
Wünsche euch eine schöne Woche und wenn es bei euch mit den Zahlen im Moment nicht so klappt, denkt daran, dass es auch wie bei mir oben sein kann :)

Sonntag, 21. Juli 2013

von verschiedenen Körperformen und Akzeptanz

Ich war gestern auf einem Festival und ich werde gleich auch wieder hingehen. Was mir dabei aufgefallen ist, sind die vielen verschiedenen Menschen die da aufeinandertreffen. Alle Altersgruppen, alle Kleidungsrichtungen und auch alle Körperformen. Wer schon einmal auf einem Festival war, weiß was ich meine.

Ich bin jetzt nicht der typische Festivalgänger, also berichtigt mich wenn nötig, aber ich finde das jedes Mal für ein Wochenende diese Unterschiede vergessen werden. Dann gibt man schon einem Punk einen "Free Hug" und feiert mit Männern in Superheldenkostüm bei der gleichen Band. Ich habe gestern überdurchschnittliche dickere Leute gesehen -auch in überdurchschnittlich kurzen Jeans. Niemand scheint sich drum zu kümmern. Man akzeptiert jeden und jeder kann sein, wie er wirklich ist.
Da fühle ich mich auch nicht so unwohl mit meiner Körperform und meinen fast 20kg Übergewicht.
Man fühlt sich trotzdem akzeptiert und für mich dreht sich alles darum: um Akzeptanz.
Das war der Grund, warum ich das erste Mal abgenommen habe und der Grund, warum ich wieder angefangen habe. Das ist der Grund warum ich die erste halbe Woche, die ich wieder hier war, so unheimlich schlecht drauf war und mich nur in meinem Zimmer verstecken wollte und niemanden sehen wollte.
Ich weiß nicht, ob Deutschlands Jugendliche insgesamt so schlank sind oder ich einfach nur aus einer schlanken Gegend komme, aber als eine Übergewichtige (die auch kaum Freunde hatte --> Zufall?) die Schule gewechselt hatte, war ich mit meinem Noch-Normalgewicht die Dickste aus dem gesamten Jahrgang. Alle sahen ungefähr gleich aus und wir alle strebten dem Gleichen nach: lange leicht gewellte Haare, groß und sehr schlank. Alle Klamotten ungefähr aus dem gleichen Laden.
Ich konnte als "Dickste" nicht diese kurzen Sporthosen anziehen, die die anderen Mädchen anhatten und keine Tops zum Sportunterricht weil ich die Einzige mit SportBH war.

Alles was ich mit meiner Diät erreichen wollte war, dass ich endlich wie alle anderen Mädchen aussehen würde, auf Fotos nicht rausstechen würde und mehr oder weniger in der Menge untergehen würde anstatt unangenehm aufzufallen durch mein Gewicht.

Ist das richtig so? Muss man schlank sein um Akzeptanz zu finden in Deutschland?

In Kanada war ich bei weitem nicht die Dickste und wir hatten ein breites Spektrum an Körperformen und mir gings verdammt gut. Ich steige in den Flieger nach Deutschland und alles ist gut, ich steige aus und fühle mich fett und fehl am Platz, obwohl ich kein einziges Gramm während des Fluges zugenommen habe.
Es kam mir gestern einfach so vor, als ob die "Dickeren" ihre Chance genutzt hätten, aus ihren Löchern gekrochen sind, indenen sie sich sonst immer verstecken, (weil ich sie ja sonst nie sehe) um endlich ihr Leben leben zu können, weil sie auf einem Festival endlich Akzeptanz finden.

Sonntag, 12. Mai 2013

Videos, Fotos und Spiegel

Ich würde verdammt gerne wissen, wie andere mich sehen; also jetzt nicht gedanklich und subjektiv gesehen wie "Boah, die passt so gar nicht in die Jeans", sondern rein objektiv. Einfach einmal durch andere Augen durchschauen um zu sehen, ob mein Blickwinkel von mir nicht verzerrt ist.
Natürlich kann ich jetzt nicht in einen anderen Körper reinschlüpfen, aber es gibt ja solche coolen Erfindungen wie Spiegel, Fotos oder Videos.

Videos existieren von mir nicht wirklich bzw. das hoffe ich zumindest und vor Spiegeln scheine ich mich immer so hinzustellen, dass ich möglichst gut aussehe. Ich stehe vorm Spiegel, zupfe an mir herum und denke "Heute siehst du aber gut aus, und deine Haare liegen, und eigentlich fällt es gar nicht auf, dass du etwas mehr auf den Rippen hast." Meine Freundin hat mir schon bestätigt, dass es bei ihr genauso ist. Aber mir ist aufgefallen, dass ich immer automatisch den Bauch einziehe, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Bzw. ich habe bemerkt, dass ich danach immer ausatme und der Bauch, der eben nicht da war, auf einmal über meine Hose quillt. Das passiert total unterbewusst und mir ist das auch nur durch Zufall aufgefallen. Außerdem fühle ich mich IMMER sexy, wenn ich vorher joggen gegangen bin. Es macht keinen Unterschied, ob ich mich vorher wegen meinem Körper gehasst habe und nur deswegen bewegt habe; nach dem joggen bin ich immer the sexiest woman alive.
Geht es euch bei Spiegeln auch so? Oder bin ich die einzige, die einen solchen Knall hat? Das kann nicht normal sein.

Und wenn man einen Fotoapperat auf mich richtet, ist es noch einmal was ganz anderes. Aufeinmal bin ich fett, fett, fett. Jede Kamera scheint mich dick und hässlich zu machen, aber sobald meine Freundin ihre Spiegelreflex auf mich richtet, sehe ich aus wie ein Model. Ich erkenne mich selbst nicht wieder und würde man mir die Bilder in die Hand drücken, würde ich das Mädchen für ihr Gesicht bewundern und mir das Gleiche wünschen. Das ist eigentlich der wirkliche Grund, warum ich mir die Frage stelle; nehmen mich die Leute wahr, wie auf den Fotos meiner Freundin, wie auf den Fotos mit meiner Kamera oder wie im Spiegel?

Was denkt ihr?