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Dienstag, 9. Juni 2015

Die Mittagspause

Das Essen für die Mittagspause - sei es Schule, Uni, Arbeit…

Meistens zieht man sich auf die Schnelle irgendetwas rein und versucht „in unseren Kreisen“ dabei möglichst gesund wegzukommen. Aber wir kann das möglichst zeitsparend, günstig und gesund ablaufen?

Also meine Kollegen auf Arbeit haben da recht viel Abwechslung (haha) :
Pizza bestellen, zum Burger King laufen, Leberkässemmeln holen oder belegte Brötchen beim Bäcker einpacken. Wenn es mal „exotischer“ sein darf, geht man zum Chinesen und holt „Ente süß sauer“ zum Mitnehmen, dazu Krabbenchips und einen Glückskeks.

Nicht selten werde ich verlacht, wenn ich die Frage „Willst du auch was?“ verneine, weil ich eigentlich IMMER was dabei habe. Ja, ich mache mir tatsächlich die Mühe, und nehme mir mein Mittagessen mit. Im Idealfall habe ich abends soviel gekocht, dass etwas für den nächsten Tag übrig bleibt. Aber was, wenn man abends keine Zeit hat, verabredet ist oder einfach mal keinen Bock auf Kochen hat? Oder dann doch zwei Portionen isst.

Natürlich kann man sich im Supermarkt einen Salat holen.
Aber wer weiß schon, wie lange der da rumlag, wie frisch er ist und was ist eigentlich mit dem Dressing? Mal abgesehen vom zugesetzten Zucker - damit die Zuckersuchtgesellschaft auf ihre Kosten kommt - ist da oft Milch drin. Für Intolerante wie mich ein „No Go“. Stellt euch mal vor, ich würde den Rest des Arbeitstages pupsend im Büro hocken :-P

Meine Lösung: Vorkochen. Sonntags. Für die komplette Woche.
Ich habe das Glück, dass wir auf Arbeit eine Suppenküche haben mit einem großen Kühlschrank, einen Gefrierfach (das nur von mir alleine gefüllt wird) und einer Mikrowelle.
Dann steht man da Sonntag abends ne Stunde herum, aber dafür hat man fünf Mittagsmahlzeiten parat. Die packe ich dann montags morgens ins Gefrierfach und jeden Tag wird eine Portion aufgetaut. Passt! Muss ich erwähnen, dass ich von warmen Mahlzeiten eher das Gefühl habe, satt zu werden? ;-)

Das Riesenkochevent jeden Sonntag klappt so gut, da wir in unserer WG einen Riesen-Wok haben und ich mit Tupperdosen mehr als ausgestattet bin. 

"Gesund“ und „günstig“ soll es sein!

In unserem REWE gibt es 1 kg Suppengemüse (tiefgekühlt) für einen Euro. Keine Zusätze, kein Quatsch drin. Läuft. Dazu dann noch ein paar Nudeln oder Fleisch, Reis oder Couscous, gut würzen und fertig. Und wisst ihr was? Der eine Kollege schimpft mich sogar, dass mein Essen so gesund riecht, dass er ein schlechtes Gewissen bekommt :-P

Ein weiterer Pluspunkt:
Meine Portion ist abgepackt.
Mir kann es nicht passieren, dass ich beim Bäcker an der Theke stehe, und vor lauter Hunger/Appetit drei belegte Brötchen hole. Ihr seht, eigentlich nur Vorteile. Okay, für Faule vielleicht nichts, aber dafür müsste ich mich auch nichtmal aus dem Büro heraus bewegen, wenn ich will ;-)

Wie macht ihr das denn mit dem Mittagessen außer Haus?

Samstag, 2. Mai 2015

Projekt Smoothies-all-day-long

Hey ihr,

ich hatte euch ja letztens schon von meinem Plan erzählt, einen Detox-Smoothie Tag einzulegen und letzten Dienstag habe ich das dann auch mal durchgezogen. Vorher empfiehlt es sich, alles einzukaufen und vielleicht auch den Snack-Smoothie schon zu mixen, wobei wir auch schon den für's Frühstück vorbereitet haben. Weil bei meiner Mama ohne Kaffee am Morgen nichts geht, hat sie eine Ausnahme gemacht, den Kaffee ist bei Detox eigentlich verboten. Ich habe zu den vier Smoothies nur Wasser getrunken, und ich muss sagen, dass mir der tägliche Koffein am Morgen eigentlich nicht gefehlt hat! 




 8:05 Uhr:
Ich konnte etwas länger schlafen als sonst, und habe deswegen erst so spät gefrühstückt getrunken: Es gab Bananen-Beeren-Haferflocken Smoothie, der ordentlich gestopft hat und super lecker war! besonders die Haferflocken waren eine gute Idee und die Konsistenz war so dick, dass ich ihn löffeln konnte.
11:35 Uhr:
In meiner zweiten Schulpause habe ich mir dann den Gurken-Apfel-Smoothie reingezogen - nicht so mein Ding. Man hat die Gurke einfach total geschmeckt und er war auch zu flüssig... nebenbei wurde ich ziemlich komisch angeguckt und eine Freundin ziemlich beneidet, die sich währenddessen ein Mett-Brötchen reingezogen hat.
 13:50 Uhr:
Zum Mittag gab es Birnen-Weintrauben-Salat-Smoothie, der wieder dicker war und viel, viel leckerer! Zwar war es komisch sich mit so einer Schüssel an den Mittagstisch zu setzen, aber danach waren wir beide trotzdem satt.
18:04 Uhr:
Vor dem Zumba haben wir dann den Apfel-Salat-Smoothie zu uns genommen, der nochmal ordentlich Power gegeben hat und auch sehr gut geschmeckt hat. Er sieht zwar mit Abstand am aller-ekligsten Aus (wie Moos oder so), aber nicht schlecht








Von der Energie her, ging es mir bis 15:00 Uhr oder so richtig, richtig gut: Ich hatte kein großes Hungergefühl, habe alles hinbekommen, keine Kopfschmerzen und keine Lust auf feste Nahrung. Irgendwann habe ich dann aber totale Kopfschmerzen bekommen, bei denen selbst trinken nichts geholfen hat. Ich hatte richtigen Hunger und alleine bei dem Gedanken an den nächsten Shake wurde mir schlecht. Nach dem Abendessen ging es mir aber wieder richtig gut und Zumba lief besser als je zuvor! Ich hatte wieder Power und davor/danach keinen Hunger. Trotzdem konnte ich das Geräusch des Mixers irgendwann einfach nicht mehr hören und das ständige Süße hat mir auch nicht so gefallen: Leichtes Salz-Defizit! Über den Tag habe ich übrigens 600g abgenommen, nicht so viel wie erwartet, aber ich denke, wenn man das länger macht, kann man schon mehr abnehmen, verzichtet aber auf ein ganzes Stück Lebensqualität. Gereinigt fühle ich mich nicht ganz nach dem Tag, was wahrscheinlich auch mit der Länge des Experiments zusammenhängt, aber ich kann mir vorstellen, dass ich das im Sommer nochmal machen werde, dann vielleicht 2-4 Tage Übrigens: Am nächsten Morgen waren wir ordentlich frühstücken und das Laufen am nachmittag ging so viel schlechter! ich hatte das Gefühl, dass mich die vielen Kohlenhydrate irgendwie nach unten gezogen haben. Deshalb werde ich öfter's jetzt die Smoothies abends/morgens/zwischendurch trinken: Sie können locker eine Mahlzeit ersetzen, aber Mittags brauche ich einfach was warmes und vor allem herzhaftes. Und den mit der Gurke gibt es für mich bestimmt nicht nochmal, alleine bei dem Gedanken an das Zeug wird mir schlecht.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt





Dienstag, 28. April 2015

Ein Webinar gegen die Zuckersucht

Hallo ihr Lieben,

Heute bin ich mega unkreativ, irgendwie dachte ich auch, es wäre schon Mittwoch :-P
Aber heute ist Dienstag, heißt, ich poste für euch! Derzeit versuche ich herauszufinden, was man an meiner Ernährung noch optimieren kann. Klar ist mir bewusst, dass die Cheatmeals/Cheatdays/Fressgelage weg müssen, um endlich mal nen Erfolg zu sehen...
Diese sind bei mir leider hormon- und stressbedingt. Sonst klappt es aber ganz gut. Trotzdem ist es auch immer wieder wichtig, zu schauen wo man - in gesunden Phasen - noch "gesünder" essen kann. Beispiel: Euer Lieblingsprodukt im Supermarkt verändert die Zutatenliste. Blöd. Also immer mal wieder nachforschen. Bin also auf folgenden Webinar gestoßen:

https://www.youtube.com/watch?v=DoMt0WQOpdg

Zugegebener Maßen ist die Erzählstimme etwas - nunja - einschläfernd (Sorry an die Dame!), aber es sind gute Fakten dabei, vielleicht sogar das ein oder andere Neue für euch? Viel Spaß beim Anhören!

Wichtige Sätze aus dem Video:

  • Lege den Fokus nicht auf Dinge, die du nicht essen "darfst", sondern auf die, die du essen "darfst".
  • Denk nicht den ganzen Tag an Essen! Fokussiere dich auf andere Bereiche deines Lebens, die du optimieren möchtest (z.B. Sozialleben, Wohnung, Weiterbildung...)
  • Nie wieder Nudeln ist auch nicht die Lösung ;-)


Und bis nächsten Dienstag!
Grüße, Leeli

Montag, 29. Dezember 2014

Forever Young im Fettverbrennungsmodus

Ich lese gerade ein Buch von Dr. Med. Ulrich Strunz alias Fitnesspapst.
Kurze Backstory: Das Buch habe ich beim Wichteln der Betriebsweihnachtsfeier ergattert. Ich, die ja bedauerlicherweise keine Badewanne hat, hat sich ausgerechnet ein Geschenk geschnappt, wo haufenweise Badekugeln und -rosen drinne waren. Toll. Ein kleines Päckchen Badezeug konnte ich gegen Tee handeln. Das Buch wollte keiner (aus unserer Quasselecke), also drückte ich noch ein bisschen auf die imaginäre Tränendrüse und zack war es meins.
Ich nenn es Schicksal, denn in diesem Buch steht wirklich viel Gutes und äußerst Interessantes drinnen (na zumindest nach den ersten Eindruck).
In 'Forever Young-Das Erfolgsprogramm' geht es darum, sich gesund zu laufen, sich gesund zu essen und sich gesund zu denken. Von den Herrn Dr. Med. Strunz habe ich schon oft gehört, also las ich das Buch, bzw. lese es noch immer.
Vorab werden alle Kategorien etwas zusammengefasst.


Sich gesund essen
Ich finde es toll, wie viel der Mann über den menschlichen Körper, bzw. über die Mikro- und Makronährstoffe zu wissen scheint. Auch die Tabellen, wo was drin steckt und für was gut ist, finde ich toll, mit so was kann man bei mir immer Punkten!
Im Großen und Ganzen ist die Rede, wie verschiedene Sachen (Vitamine und Mineralnährstoffe) im Körper funktionieren, wie man durch Kombination der Einzelnen Stoffe zu Höchstleistungen und Gesundheit kommt. Das Einzige was ich weniger schön finde ist, dass er auf eine übergroße Menge Eiweiß setzt, überwiegend tierisch, und das Fett richtig mies macht ('reines Eiweiß'). Auch wenn er schreibt, gesunde Fette sollte man zu sich nehmen, so sind einige Sachen fragwürdig (z.B. vor dem Schlafen gehen Hühnchen essen, teilweise auch Kohlenhydrate - ich würde kotzen). Er scheint auch ein großer Fan von Eiweißshakes zu sein, und preist doch tatsächlich eine knallharte 10-tägige Eiweißshakediät an. Ähh nein.
In diesem Kapitel ist es auch noch mal sehr schön erklärt, warum es so dumm ist wenig zu essen.

Sich gesund laufen 
Speziell das Kapitel übers Laufen finde ich gut. So richtig hat mir ja noch das Know-How gefehlt. Was ich besonders toll finde ist, dass er durchweg auf Fettverbrennung zielt! Also nicht so schnell wie geht, sondern schön im individuellen, lockeren Laufschritt. Die Erklärung, dass man bei schnellem Laufen (wo man sehr aus der Puste gerät und schlapp wird - so wie ich meistens - haha) kein Fett verbrennt, sondern nur Kohlenhydrate, also Energie verbraucht, ist ja schon halbherzig geläufig. So am Rande hat man, bzw. ich, schon davon gehört, dass es effektiver sein soll, langsam zu laufen.
Viele motivierende Worte, sodass ich ehrlich überlege, früh um 6Uhr mal laufen zu gehen, sobald es wieder mindestens 10° draußen sind. Ein bisschen Muskelaufbukunde ist auch im Kapitel, da scheint der Herr sich vielleicht wirklich gut auszukennen.

Sich gesund denken
Ein Thema, woran ich ja schon mächtig dabei bin! Wer es mir also nicht glaubt, dass lächeln im Alltag hilft, der soll doch bitte mal das Buch lesen, vielleicht kann euch ein Dr. Med. überzeugen. Mit diesem Kapitel bin ich noch nicht durch, aber die Sache mit der Entspannung, dem Affengeschnattere abends im Bett und dem langsamen Ausatmen (und was das mit dem Kalziummangel der uns plagt zu tun hat) finde ich super interessant!
Ob das jetzt nun alles so stimmt, weiß ich nicht, aber ich werde einige Sachen auf den Grund gehen und berichten (dann aber eher auf meinem Blog)!

Mein Fazit bisher: Recht informativ, aber so wie bei Allem sollte man nicht jeden Mist glauben. Ich mache es so wie immer: Ich picke mir das Sinnvollste und Interessanteste heraus und gehe der Sache nach. Zumindest konnte ich schon viele Dinge für mich gewinnen, daher Danke an dem Dr. Med.!
Übrigens sind auch kleine Tests vorhanden und Anleitungen wie man bspw. seinen Fettverbrennungspuls findet. Wenige Rezepte und Sportübungen ebenfalls.


Hat jemand schon Erfahrung mit dem Herrn Dr. Med.? Kennt jemand seine anderen Bücher und kann was erzählen? Erzählt mir mal was...


Kommt alle gut ins neue Jahr!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

My Story vom Anfang und Ende

 ☼ GUTEN MORGEN ☼

Frl. Zyx hat hier am Montag mal zu den Fragen aller Fragen aufgerufen (und diese natürlich auch für ihren Fall beantwortet):
"Was mich interessieren würde ist, wie es war, wie es ist, wie es sein soll, und wie es sein wird.
Wie war euer Anfang? Wann habt ihr beschlossen, dass sich etwas ändern muss? Was hat euch motiviert? Was habt ihr für euch dadurch entdeckt?
Oder seit ihr gescheitert (zwischendurch), hat euch das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht?
Und wie ging euer Weg weiter? Kämpft ihr alleine oder habt ihr Mitstreiter gefunden? Habt ihr vielleicht neue Menschen/Gleichgesinnte gefunden (oder durch euren neuen Weg verloren)?
Was hat euch geändert, sind eure Prioritäten noch immer (wie am Anfang) die selben?
Und jetzt, da das Jahr zu Ende geht, habt ihr geschafft, was ihr dieses Jahr schaffen wolltet? Passt das Weihnachtskleidchen schon oder die Hose eine Nummer kleiner?
Sind vielleicht neue Anregungen zu anderen Sachen durch euren Weg gekommen?
Gibt es Dinge, die ihr nicht mögt, oder euch schwer fallen?
Was ist euer Ziel?"
Wow.... mehr geht wohl auch nicht mehr^^
 Ich hatte schon in die Kommis geschrieben, dass ich mich diesen Fragen am Mittwoch (also heute) widmen werde.

So...  dann will ich auch keine Zeit mehr vergeuden -


Here we go



Wie es war:
Tja, der Anfang ist schwer auszumachen. Meine ES war bereits 2007 offiziell als solche angesehen. Also, Familie, Freunde und Ärzte waren der Meinung, ich sei untergewichtig und hätte ein gestörtes Verhältnis zum Essen (nicht ganz unberechtigt). Damals dachte ich, die spinnen alle (hier jetzt in Gedanken einen verständnislosen Obelix einfügen, der sich mal wieder über die Römer wundert). Wie ich euch ja auch letzte Woche schon erzählt habe, hatte ich lange Zeit nicht das Bestreben zuzunehmen. Da ich ja aber offiziell als krank eingestuft wurde, musst ich über meine ES natürlich nach außen furchtbar betroffen sein. Ganz lange Zeit habe ich nur in Gegenwart meiner Eltern gegessen und selbst, wenn ich allein war und mega Hunger hatte, habe ich nichts genommen, bevor sie kamen. Erstens, um zu "beweisen", dass ich ja esse und zweitens, hatte ich immer Angst, dass plötzlich das super fettige Essen auf dem Tisch steht - und darum war das hungern davor eben "prophylaktisch". 

Mein Umzug nach Hamburg in eine WG stellte mich dann recht schnell vor einen Konflikt. Es gab keine äußere Kontrolle mehr und ich musst auch niemandem mehr etwas beweisen. Es machte also überhaupt keinen Sinn mehr, "prophylaktisch zu hungern". Ich ernährte mich sehr (!) kostengünstig und kalorienarm. In manchen Wochen reichten 5-6€ für das Essen der ganzen Woche.
Da ich nun auch keine Waage mehr besaß, kann ich nicht sagen, wieviel ich noch abgenommen habe. Ich hätte jetzt "gar nichts" geantwortet, aber meine beste Freundin von der Schule meinte später mal, dass sich in den ersten Semesterferien alle Sorgen um mich gemacht haben...anyway...

Dann - keine Ahnung, muss so Mitte 2010 gewesen sein - dann lief der Noro-Virus in Hamburg umher. Es ging auch recht viel durch die Medien, dass gerade kleine Kinder und alte Menschen daran sterben könnten. Meine Mitbewohnerin studierte Medizin (mittlerweile ist sie schon Frau Doktor in der Schweiz ☺) und erzählte ab und an, was an der Uni-Klinik so abging.
 Mir wurde schnell klar: Wenn ich Noro bekommen würde, dann gebe es wirklich Schwierigkeiten. Damals nahm ich meine mittlerweile beträchtliche körperliche Schwäche das erste Mal wirklich wahr. 

Ich nahm mir vor, zumindest so viel zuzunehmen, dass ich einen Noro-Virus überleben würde. Zum Glück musste ich das nie in der Praxis austesten.

Wie es ist
...tja. So einfach war das Zunehmen gar nicht. Der Körper musste erstmal viele, viele Reservelöcher stopfen. Plötzlich konnte ich Hunger auch überhaupt nicht mehr aushalten: Drei Stunden ohne iwas zu Essen brachte ich mich kreislaufmäßig an den Rand der Ohnmacht.
Es dauerte sicherlich mehr als ein Jahr, in dem ich mich von durchschnittlichen 2.500kcl täglich (mit moderater sportlicher Betätigung) ernährte, bevor ich überhaupt nennenswert zunahm. Wir reden hier aber noch lange nicht von einem gesunden Essverhalten. Mehr ein "Hungern+Fressattacken". Kalorien machten mir Angst. Oft hatte ich das Gefühl, nicht essen zu dürfen (weil ich wertlos bin, oder so)

Iwann kam das Langstreckenlaufen dazu (wie, das erzähle ich ein anderes Mal). 
Das war insofern total wichtig, da mir schnell klar wurde, dass "Wer isst, muss auch Sport machen" nicht mehr funktional war. Es hieß nun: "Nur wer isst, kann Sport machen". 

Wie es sein soll
Ich dachte, ich wer auf dem perfekten Weg, gesund zu werden. Nach außen hin, bin ich das sicher. Normalgewicht und so. Und meine Depressionen, die mit der Magersucht zusammenhingen, sind auch weg. Schlechte Tage...klar, die hat jede_r Mal. Ideal wäre es nun, meinen Körper annehmen zu können und mich wohl zu fühlen. Aber... das geht nicht. Schwimmbad, Sauna - das wäre aktuell die Hölle für mich.

Wie es sein wird

Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, wieder abzunehmen und zwar nach der "alt bewährten" Methode. "Früher" haderte ich auf der körperlichen Ebene genauso mit mir, wie jetzt. Aber ich fand zumindest eine große Sicherheit in der ES (das verstehen wohl wirklich nur (Ex-)Magersüchtige...). Ein Gedanke schießt dann meistens schnell quer durch meinen Kopf ("trügerische Sicherheit") und ich esse "normal" weiter. Die Reserven in meinem Körper sind alle gefüllt und ich nehme bei jeder extra Kalorie sofort zu. Meine Tage habe ich auch noch mehr als 5 Jahren wieder und mutiere dann immer zu Super-Emo (hier jetzt bitte einen x-beliebigen Superhelden mit halblangen, schwarzen Haaren, tiefem Seitenscheitel und schwarzer Schminke vorstellen). Ich habe also die Probleme, die andere Frauen auch haben. Ein paar Langzeitschäden aus der ES kommen noch dazu, aber nichts (zum Glück), das mich im Alltag nennenswert einschränken würde. 

Die ES wird immer ein Teil von mir sein und solange ich das nicht vergessen, werde ich wohl körperlich stabil bleiben. So, wie sich trockene Alkoholiker jeglichen Hauch Alkohol verbieten, lasse ich die Finger von Diäten. Laufen lenkt mich ab und ist pseudomäßig recht weit oben auf meiner Prioritätenliste. So komme ich gar nicht dazu, dass Essen zu reduzieren. Denn: Nur wer isst, kann Sport machen. 

...so, ihr seid dran :D What's your Story?

(btw: eine persönliche Frage: Wenn ich den Marathon dann Ende April 2015 geschafft habe, wollte ich ein Buch schreiben, über die ES und den Weg zum Normalgewicht - vorher hätte ich das Gefühl, dass es etwas albern wäre. So ganz generell: Glaubt ihr, sowas interessiert noch jemanden?) 

Montag, 24. November 2014

Montagsvorschläge

Ich habe gelesen, dass der eine oder andere noch ein wenig Motivation gebrauchen könnte...

Nur noch 5 Wochen bis zum neuem Jahr! Wenn das Silvesterkleidchen sitzen soll, dann solltet ihr JETZT anfangen, auch dafür etwas zu tun! Ich habe jetzt schon 2 Wochen kein Sport gemacht (blöde Krankheit), und dennoch gebe ich nicht auf! Vergisst nicht, dass es nicht immer Hardcore-Training sein muss. Wer eine Stunde gemütlich auf dem Laufband (oder besser: draußen!) walkt, verbrennt auch jede Menge Kalorien. Es ist Schlittschuhlaufsaison, wie wäre es mal mit viel mehr Spaß und Sport mit Freunden?
Wer unter der Woche gesund isst, darf auch gerne mal am Wochenende ein paar Plätzchen, Stollenkonfekt oder Marzipanbrot essen, so fern es nicht kurz vor dem Schlafengehen ist. Es ist wahrlich (manchmal) alles nur eine Frage des Timings! Wenn das Mittagessen und die Kaffezeit etwas üppig ausfallen, wird das Abendessen eben mal leichter. Neben Sport sollte das wirklich kein Problem sein, der Körper kriegt das ehrlich hin! Wichtig ist nur, dass man die Sachen die man isst, auch genießt (und keinen Groll gegen sich hegt)!
Wer so kreativ ist wie ich, der kann sich ja auch so tolle Frauenkörper an die Küchenschränke kleben. Immer wenn ihr daran vorbei geht, fokussiert ihr euer Ziel und habt gleich mehr Lust, etwas Gesundes zu kochen, als nochmals in den Süßigkeitenschrank zu greifen. Mir hilft das. Wer liest, kann sich ein Motivationslesezeichen basteln. Mit tollen Sprüchen und Bildern aus dem Netz - da gibt es ja massig.
Momentan ist es total In, Whatsappgruppen zu bilden, um sich tagtäglich auszutauschen und gegenseitig zu motivieren. Dazu habe ich sogar noch eine motivierende Geschichte (Anruf statt Whatsapp), einen tollen Buchtipp: Diät-Pralinen.
Und weil manchmal Bilder mehr sagen als Worte...


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Dienstag, 14. Oktober 2014

New in Town

Wo etwas aufhört, fängt etwas Neues an! Und ich hoffe, ich kann in ebenbürtige Fußstapfen steigen...

Ich habe gerade die Email erhalten, dass ich mich heute schon vorstellen kann, und da es eh schon viel zu spät ist, kommt es auf noch später nicht drauf an.

Ich bin die Frl. Zyx, und ich darf ab sofort Montags hier schreiben, was ich wirklich toll finde! Denn ich bin wahrscheinlich einer der wenigstens Menschen, die Montage mag. ;) Daher werde ich versuchen, euch eine menge Motivation, Tipps, neue Gedankengänge und vielleicht das eine oder andere leckere Gericht mit auf die Wochenreise zu geben.

Ich bin schon fast an die 30 dran, fühle mich aber immer noch so, als wäre ich in meinen glanzvollen Zwanzigern. Vom Denken fühle ich manchmal wie 40 und schätzen tun mich die meisten auf gerade Volljährig geworden. Ich finde, das ist ein guter Durchschnitt. :)

Da wir hier aber auf einem fit-und-gesund-Blog sind, will ich euch das Wichtigste nicht vorenthalten: 1,65m groß, irgendwas um die 62,5Kg schwer, BMI um die 23. Ich bin süchtig nach Tanzkursen (generell alles was mit tanzen zu tun hat), schiebe hin und wieder Gewichte, jogge und walke gern, und bin immer noch auf der Suche nach meinem Wohlfühlgewicht.

Gesunde Ernährung ist für mich mittlerweile ein absolutes To Do. Aber auch ich bin nur ein Mensch, der hin und wieder flatternde Nerven bekommt und doch zum Ungesunden greift. Seit einem Jahr kommt es glücklicher Weise nur noch selten vor. Manchmal genieße ich aber auch voll bewusst etwas Ungesundes im Sinne von übersüßten, aus Chemie bestehenden und überwiegend fettigen Lebensmitteln.

In meinen schlimmsten Jahren, meine Lehrzeit, hatte ich ca. 10 Kilo mehr auf den Rippen, was wirklich nicht so dramatisch ist, ich aber als höchst dramatisch ansah. So sehr, dass ich teilweise nicht mehr das Haus verließ, weil ich mich wirklich dick, hässlich und ekelig fand. In Laufe der Zeit habe ich einiges durchgemacht, aber das würde hier komplett den Rahmen sprengen! In meiner Glanzzeit wog ich 57Kg, was aber nur durch Stress und Liebeskummer zustande kam, und ich mich auch nicht wohl fühlte. Ihr seht, alles eine Frage der Psyche, wie man sich selbst wahr nimmt!

Im Übrigen, wer Fragen hat darf gerne immer fragen! Ich bin auch für sämtliche Themen und Vorschläge eurerseits offen!

Ich lebe in Berlin, versuche meine kostbare Freizeit so gut es geht zu genießen und meine Leidenschaften auszuleben. Ich bin super wissbegierig, sodass ich überall meine Nase hineinstecke.
Also wer was zu sagen hat, ich höre gerne zu! ;)
Ich liebe Tee, schaue seit Jahren kein TV, liebe die Natur und frag mich jeden Morgen, wie ständig nur diese intensiven Träume des Nachts in meinen Kopf zustande kommen.

Ihr seht, ich schreibe gerne. Ich könnte jetzt hier noch ewig weiter machen, aber mein Kopf kippt gleich auf den Laptop.
Wer mehr über mich erfahren möchte, kann ja auch mal einen Blick in meine beiden anderen Blogs werfen.


Heute ist zwar nicht Montag, aber glücklicherweise kann man jeden Tag beginnen, etwas in seinem Leben zu verändern! Was möchtet ihr denn ab heute gesehen, gerne (noch) verändern?


Bis zum nächsten Montag,


Frl. Zyx

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gute und schlechte Gewohnheiten

Guten Morgen (aka Guten Tag/Guten Abend - je nachdem, wie spät es bei euch gerade ist),

Von Maybritt habe ich Samstag einen  - wie ich finden - sehr schönen Post auf dem diesem Blog gelesen.Ich tippte nach dem Lesen auch sofort auf meiner Tastatur rum, um einen Kommentar zu hinterlassen, aber dann dachte ich 'hey, so viele Gedanken dazu,... mach doch nen eigenen Post dazu"

So, jetzt  - 3 Tage später - habe ich natürlich fast alle spontanen Einfälle wieder vergessen (nächstes Mal lege ich mir gleich irgendwo Notizen an *argh*)

Aber ich weiß noch, was mein Kernanliegen war/ist. Und zwar geht es um Gewohnheiten, Routinen und Just-Do-Its. Denn tatsächlich ist "Just-Do-It" überhaupt kein Problem für mich. Also, okay, um nicht zu übetreiben:
  • Ich juble nicht vor Freude, wenn der Wecker morgens um 5 klingelt, damit ich vor der Arbeit eine Runde drehen kann. Aber es geht.
  • Mit dem Fahrrad, statt mit der Bahn zu fahren: Alle Strecken unter 1h in der Stadt! Ohne groß drüber nachzudenken.
  • Verregnetes Wochenende. Auf der roten Ecke das Sofa, Serien-DVDs, Musik. VS. Die blaue Ecke mit Regenjacke und Laufschuhen. Die blaue wird (meistens) gewinnen. Aber es sind harte Kämpfe.
  • Nach einer Party, ich bin müde und k.o. - aber auch hier geht zumindest eine kleine Runde. Das ist definitiv eine der schwersten Runden, aber sie laufen.
  • Krafttraining: Wir sind keine guten Freunde.  Aber wir kommen hin und wieder miteinander aus. 1-2x die Woche ertragen wir uns.
Mein Problem ist es also nicht, "gute Angewohnheiten" in mein Leben zu integrieren. Es mag da vllt. Dinge geben, die ich iwann wieder fallen lassen (Stichwort: Plank-Challenge, da bin ich etwas unsystematisch geworden), aber im Großen und Ganzen kriege ich neue Sachen, die ich will/mir vornehme auch unter. Der jault der Innere Schweinehund und nur resigniert auf.

Mein Problem ist das Loswerden der "Bad Habits". Wie hieß es bei Laras letztem Motivation Monday so passend  "Training is easy - Eating clean is the hard part" - Ja! Für mich stimmt das. Früher half mir, die Gedanken "umzudrehen", um aus "schlechtem Karma" rauszufinden. Aus meinem Leitsatz "nur-wenn-ich-Sport-mache-darf-ich-essen" aus Magersuchtszeiten, wurde recht schnell ein "Nur-wenn-ich-esse-darf-ich-Sport-machen" und jetzt ist es ein "nur-wenn-ich-esse-kann-ich..."

Das hat irgendwir wunderbar funktioniert (naja, der Prozess dauert schließlich 3 Jahre, aber es HAT am Ende geklappt!) 

Jetzt habe ich "Iss-weniger-Mist" versucht. Aber mein Körper/Kopf kann iwie nicht mehr mit Verboten umgehen. Vermutlich, weil mein ganzes Leben zu diesen essgestörten Zeiten über selbstgemachte Regeln und VERBOTE(!) funktionierte. Also habe ich versucht, meine Sätze wieder positiv zu formulieren "Iss-gesund". Ergebnis: ich gebe mehr Geld für Lebensmittel aus und esse den gleichen Mist wie früher, nur mit Gemüsebeilage (jetzt im übertragenen Sinn). 

Das Ergebnis kann ich euch (indirekt Dank Lexa zeigen. Ich habe nämlich keine Waage, aber Lexa hat vor längerer Zeit einmal einen Post über "Gewichtskontrolle" geschrieben. Einer ihrer Tipps war, regelmäßig Fotos von sich zu machen. Tja, das habe ich dann mal gemacht....[und es bis jetzt nie jemanden erzählt]). 

Foto 1 ist vom 1.Juli. Ich mag es von meiner "Sammlung" am liebsten. Ende Mai kam ich aus den USA und war erst einmal genervt von meinem Äußeren, also habe ich mehr anders Sport gemacht, auf meine Ernährung geachtet und in der Arbeit war im Juni auch wenig los.
(BTW: Ich konzentriere mich bei meinen Fotos auf die Körpermitte: Durch das ganze Joggen, werde ich meine Beine kaum groß verändern können. Wäre ja auch dumm, dort Muskeln zu verlieren. Mein Po ist das auch nie eine echte Problemzone gewesen...)

Nicht perfekt. Aber ich war wieder zufrieden - vor allem, weil ich einen Fortschritt sah.
Dann im Juli bis Ende September: Laufen, Laufen, Laufen und Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Kraftraining habe ich dadurch schon etwas vernachlässigt. *hmpf* aber immer noch hinbekommen. Aber gesunde Ernährung war iwie auch nicht so ganz, dazu kamen viele Partys mit den üblichen Getränken, die sich auch gleich auf die Hüfte legen....

Wenn ich den Bauch GANZ DOLL anspanne, dann gehts sogar noch:
ja, ich bin MA-Arbeit schreibend zu Hause und kann in PJs rumlaufen. Und genau DESHALB bin ich Studentin.
Aber wenn ich mich einfach "normal" vorn Spiegel stelle, könnte ich mich schon wieder ärgern:

frontal von Vorne sieht mans gar nicht (!), aber aus diesem leicht gedrehten Winkel wird ganz klar: Der Teil unterhalb des Bauchnabels....*argh*  Das hier ist jetzt eine offizielle Kampfansage!!!!

Das Training ist nicht mein Problem... Und wie ich es schaffe, mich besser zu ernähren, das finde ich auch schon noch raus!

Mittwoch, 18. Juni 2014

Eingeholt von der Vergangenheit

Hallo ihr,
ich muss euch heute einmal zum Ausheulen missbrauchen. (Falls euch Jammer-Posts nerven, also bitte einfach nicht weiter lesen.)

Ich bin gerade in einer Schleife gefangen, die iwo zwischen meinem "alten Ich", meinem "aktuellen Ich" und "der Gesellschaft" verläuft. Und anstatt alles sauber von einander zu trennen, schreien alle Stimmen in meinem Kopf durcheinander und machen mich einfach nur fertig.

Nun, wie soll ich das erklären? Am besten gebe ich euch kurze Stichworte:

Altes Ich:
  • Herkunft: ... nach der Magersucht
  • Zugehörigkeit: Gruppe der dünnen Mädchen. Zwischen leichtem Untergewicht und Normalgewicht.
  • Höchstes erreichtes Ziel: Halbmarathon in 2h 3Min. 
  • Besonderes Merkmal: Dünne, lange Beine
  • Risikofaktor: Bloß nicht zu wenig essen.... (manchmal gabs Schokolade zum Frühstück, um überhaupt genug Energie zu haben, um das Training zu starten).
Neues Ich:
  • Herkunft: das "Alte Ich" begann mit Krafttraining
  • Zugehörigkeit: Brauereipferde?
  • Höchstes erreichtes Ziel: 2 Minuten Plank - alles andere ist zur Zeit nicht messbar. 
  • Besonderes Merkmal: Ausgeprägter Brustbereich, Oberschenkel aus Stein
  • Risikofaktor: Keine Klamotten passen mir mehr...
Ich bin aktuell so fit wie nie in meinem Leben - sowohl konditionell als auch Krafttechnisch. Aber mit meinem "mehr" an Körperumfang komm' ich nicht klar! Ich habe den Prozess auch gar nicht richtig wahrgenommen und habe weiter alle meine alten Klamotten angezogen. Auf mein Körpergefühl konnte ich mich noch nie verlassen. Und da ich Spiegel hasse und umgehe, habe ich gar nicht gesehen, wie unvorteilhaft mittlerweile alles aussieht.

Dazu kommen die Medien und die Gesellschaft: Überall ist Sportmachen mit Abnehmen verbunden. Hallo???? Schön wärs...

Vllt. ist das total albern, aber ich höre alle Leute hinter meinem Rücken reden "oh...für jemanden, der mal magersüchtig war, ist die aber ganz schön fett geworden".

Mein Freundeskreis sagte früher bei meinem Bedenken, ob ich fett geworden sei "Quatsch". Heute heißt es "naja, du bist halt athletischer".

Es nervt mich ja selbst, dass es mich so runterzieht. Eigentlich ist ja alleine schon die Erkenntnis, dass ich noch niemals so fit war, Grund genug, happy zu sein. Bin ich aber nicht. Ich sehe auch keine Muskeln - merke nur, dass sie da sind -  ich sehe nur fett, dass überall seine Wege aus dem Hosenbund sucht...

Mich würde interessieren, ob ihr auch schon mal Probleme mit eurem Körperbild hattet, obwohl objektiv betrachtet eigentlich alles okay ist. 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Meine Detox-Kur: erstes Fazit

Es ist Waaahnsinn wie schnell die Zeit vergeht! Jetzt ist die Woche schon wieder herum und auch meine "5 Days of Detox" neigen sich fast dem Ende zu...! Ersteinmal möchte ich euch zeigen, was ich seit Montag so gegessen habe:

Wie habe ich gegessen?





Viel leckeres und frisches Gemüse, super süßes und erfrischendes Obst als Snacks und jede Menge Tee :)

  • Montag: 1EL Haferflocken, 1 EL Rosinen, 1 Apfel und als "Milch" eine pürierte Banane mit dem Saft einer Orange zum Frühstück, Mittags dann Ofenkartoffeln und Ofentomaten mit wenig Öl, als Snack gab es Wassermelone und Abends noch etwas gebratenes Gemüse
  • Dienstag: Morgens ein Detox-Muffin. Ich hab das Rezept dank einem EL echtem Kakao jetzt endlich perfektioniert :D, Mittags dann einen Kartoffel-Möhren-Eintopf und Abends etwas Tomatensalat
  • Mittwoch: klar, ein Detox-Muffin :) Mittags war mir nach etwas asiatischem, also gab es gebratenen Reis mit Gemüse, Nachmittags in der Sonne nochmal einen Muffin und Abends dann den Möhrensalat.
Wenn ich zwischendurch, besonders Abends am Laptop :D, noch etwas gesnackt habe, habe ich ein paar Mandeln oder eine handvoll Studentenfutter geknabbert. Als es so richtig heiß war hab ich auch auf das vegane Fruchteis aus eigner Herstellung zurück gegriffen :) Das war echt super!

Wie gehts mir dabei?

Nun ja, meine Haut zeigt die üblichen Anzeichen einer Detox-Kur und spült alles aus, was nicht hinein gehört... :S das kenne ich ja schon und da muss man dann halt durch!
Ich hatte keinen besonderen Heißhunger und eigentlich auch bis jetzt nicht das Gefühl, wirklich verzichten zu müssen. Trotzdem bin ich unendlich müde, ohne mich dabei schlapp zu fühlen. Diesen Effekt konnte ich aber auch bei meiner ersten Detox-Kur schon beobachten und ich glaube es ist wirklich eine Entgiftungsreaktion meines Körpers! Training läuft wie gewohnt, vielleicht sogar etwas besser weil ja mein Magen nur minimal belastet wird.
Ich freue mich sehr, dass ich nicht die ganze Zeit über das Projekt-Detox nachdenke. Somit natürlich auch nicht an all die Sachen, die ich nicht Essen "darf".
Ich habe unseren Vorrat an Teebeuteln wieder kräftig aufgefüllt und lasse ihn bei den Temperaturen nach dem brühen im Kühlschrank einfach kalt werden, Scheibe Zitrone dabei und fertig ist die perfekte Erfrischung! (Das werde ich wohl jetzt auch auf jeden Fall beibehalten!)

Das Einzige, was mir wirklich fehlt ist der Kaffee. Ich bin zum Glück kein totaler Junkie mehr, aber aufstehen ohne Kaffee ist schon echt hart! Das kann ich jetzt schon kaum erwarten am Samstag morgen endlich die Senseo wieder anzuschmeißen!

Das Wichtigste ist aber, dass ich jetzt schon, obwohl die fünf Tage noch gar nicht um sind, neue Motivation getankt habe und wieder richtig Spaß an gesunder Ernährung gefunden habe. Ich bin mir auch sehr sicher, dass die Müdigkeit in den nächsten 48h verfliegt und ich mich wieder fit und wie neu geboren fühle!

Wie geht es nun weiter?

Es gibt doch ein paar tierische Produkte, auf die ich nur sehr ungern verzichten möchte. Darunter fällt zum Beispiel Magerquark für meinen morgendlichen Müsli oder Frischkäse für die Scheibe Vollkornbrot. Ich gehöre auch zu den Menschen, die selten aber gerne Fleisch essen. Manchmal macht mich ein mageres Steak oder ein Salat mir Putenstreifen echt glücklich. Ich werde also weiterhin darauf achten, wenig Fleisch zu essen und wenn, sehr bewusst und in Bio-Qualität!
Im Endeffekt lande ich dann mehr oder weniger bei "Clean Eating" und werde mich da mal ein bisschen einlesen :)

Für alle, die mal wieder ein bisschen Motivation brauchen, kann ich fünf Tage Detox wirklich nur empfehlen. Es bringt unglaublich viel, mal wieder richtig bewusst zu Essen und gerade der Zuckerentzug hilft mir sehr dabei, dem Heißhunger zu widerstehen!

Donnerstag, 29. Mai 2014

Der Schweinehund und ich

Lieber Schweinehund,



es ist mal wieder an der Zeit, dir einen Brief zu schreiben.
Erst einmal möchte ich dir danken für die Veränderung, die wir in unserer langjährigen Beziehung durchgemacht haben. Früher bist du auch bei jeglichen sportlichen Aktivitäten aufgetaucht. Du hast jedes Mal aufs neue gute Argumente gesucht und gefunden, die gegen die geplante Sporteinheit sprechen. Mal hab ich mich von dir bequatschen lassen, mal habe ich dich ignoriert und du bist beleidigt verschwunden. 
Heute läufst du genauso gerne wie ich und brauchst deine tägliche Bewegung. Bei manchen Lauf-Einheiten feuerst du mich sogar an, noch etwas länger zu Laufen.
Das ist der Schweinehund, den ich sehr gerne mag und für deine Motivation sage ich jetzt nochmal ganz laut: DANKE!

Was sich in unserer Beziehung immer noch nicht verändert hat sind unsere Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Essens. Wir wissen beide, dass es uns mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besser geht. Wir wissen beide, dass Schokolade und fettiges Essen keine Probleme löst. Wir wissen vor allem, dass das falsche Essen uns nur für eine sehr begrenzte Zeit glücklich macht und dass nach dem satt-wohlfühlen ein echt mieses Gefühl folgt.
Wieso bist du denn trotzdem so stur und lässt mich jedes Mal zuschlagen und ermunterst mich auch noch? Die Sätze wie: "Das hast du dir ja wohl verdient" oder "Wer viel läuft muss auch viel Essen" oder "Nur gesundes Essen ist ja auch ungesund" solltest du dir in Zukunft echt sparen. Wir wissen doch, wie es funktioniert, wieso können wir es nicht immer umsetzen?
Für die Zukunft wünsche ich mir von dir, dass du genauso viel Spaß an einer gesunden und ausgewogenen Ernährung findest, wie du am Sport gefunden hast. Wenn du Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel hast wünsche ich mir, dass du es früh genug ankündigst und dich dann auch mit wenig zufrieden geben kannst. Man muss es schließlich nicht immer direkt übertreiben.
Wenn wir das in den Griff bekommen, kann das der Anfang von einer sehr langen und festen Freundschaft sein. Schließlich leben wir zusammen und müssen einen Weg finden, es für uns beide so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ich glaube ganz fest an uns!

Deine MeckyCaro

Mittwoch, 28. Mai 2014

Essen in den USA

Hello Sunshines,
aus Zeitgründen muss ich hier heute leider einen Post "doppelt verwerten". Das, was ihr hier heute zu lesen bekommt, habe ich fast genau so schon letzte Woche auf meinem eigenen Post veröffentlicht. Aber ich denke, euch interessiert es auch...

"Ich möchte euch heute einmal einen Einblick in meine Ernährung der letzten 2 3 Wochen geben. Über die USA hört man bezüglich Essen und Ernährung ja ganz viele schlimme Sachen. Ich habe auch im Vorfeld Freunde, die aus den USA stammen, um Tipps gebeten... aber dazu mehr weiter unten.

Ich habe bisher sehr posittive Erfahrungen gemacht, aber...nun. Ich fang einfach einmal bei meinen "Rahmenbedingungen" an:
Ich bin im Urlaub mit meiner ehemaligen Gastfamilie. Zusammen sind wir 6 Personen und in Las Vegas sowie Venice Beach haben wir Hotelzimmer/Appartements/Ferienwohnungen mit einer eigenen Küchen organisiert. Dazu kommt, dass meine Ex-Gastmama vermutlich die beste Köchin der Welt ist und sehr viel Wert auf ausgewogene Ernährung legt. Da kurvt sie dann auch mal 1h durch Traffic-Jam-Los-Angeles nach der ewig langen Fahrt von Vegas nach L.A., während alle im Auto beinahe verhungern, weil im ersten Supermarkt das Gemüse nicht frisch genug war und das Fleisch keine gute Quali aufweisen konnte. Ich wäre beinahe ausgeflippt.... aber das ist eine andere Geschichte.

So, das also meine Urlaubsbedingungen bezüglich Essen. Ich habe vermutlich seit meiner Austauschzeit nicht mehr so gesund und CLEAN gegessen wie jetzt!!!! BTW: Einige von euch wird es sicher freuen, dass ich auch furchtbar viele Bananen esse ☺

Die Supermarktpreise sind unseren in Deutschland ähnlich. Vllt. ist es ein bisschen drüber, wenn man zu Hause gerne beim Discounter ist und ihr im Urlaub lieber den teureren Supermarkt nebenan ansteuert, als - wie gesagt 1h - zum Walmart zu fahren.
Aber: Wer sich mit Ernährung kaum auskennt, der bekommt vermutlich schon bald das eine oder andere Figur- und Gesundheitsproblem. Denn es gibt einfach sooooo viele perverse Dinge im Supermarkt (und sonst auch überall). Es gibt einfach ALLES als Convenience-Fertig-Produkt und man muss schon wissen, was man will, um die frischen Zutaten zu finden.
Und wenn man sich von Schildern leiten lässt... Nun...unter "Frühstück" fand ich das:

Frühstück heußt also in den USA ausschließlich SÜSS. Ich hätte "Kaffeetafel" oben drüber gehängt
 Supermarktfazit: Ihr findet gesundes Essen zu normalen Preisen, wenn ihr euch auskennt und wisst, was WIRKLICH gesund ist.

Restaurants und Imbiss: Als ich in LAX gelandet bin und wir zum Hotel gefahren sind, ist es mir SOFORT ins Auge gesprungen: Es gibt -  außer in der Wüste - alle 500m einen McDonalds, BurgerKing, etc.  Die Preise sind hier verglichen zum sonstigen "Auswärtsessen" sehr günstig. Und die verfügbaren Menügrößen sind anscheinend größer als in EU. Ich vertraue da auf meine finnische Gastschwester, die zur Taschengeldaufbesserung bei McDonalds gearbeitet hat. Ich war ewig nicht mehr "richtig" in einer Fastfood-Kette (Pommes holen nach einer durchzechten Partynacht zählt nicht!) und kann dazu wenig sagen. Aber mir kamen die Portionen nicht viel größer vor.
Aber das Positive: Beim mexikanischen Massenessen "Chipotl" (wurde mir von einer US-Freundin empfohlen) gibt es alle Kalorienangaben sehr groß und sichtbar gleich neben dem Produkt auf den Tafeln über dem Tresen. Gut, dass sagt noch nicht viel über den Gesundheitsgrad aus, aber es deutet schon einmal in eine Richtung. Wenn ein Salat z.B. 900 Kalorien haben kann, dann nehme ich vllt. doch ein anderes Dressing....oder so. (So einen Salat gibt es da nicht, aber ich wollte einmal ein Beispiel geben).
Auch bei der Cheesecake-Factory stehen alle Kalorien mit dran. Und es gibt sogar die "Skinny Rubrik" mit den leichteren Kuchen. (okay, wer bei der Cheesecake-Factory Kalorien sparen will, der sollte einfach nicht hingegen. Meine Meinung... Aber man weiß zumindest, was man sich da "antut". Es war himmlisch... btw☺)

Fazit: Die Preise in richtigen Restaurants sind tatsächlich recht hoch, aber gesundes Essen bekommt ihr eigentlich überall. Und so "wirres Zeug" wie vegan, glutenfrei, etc pp gibt's auch überall! Ich habe sogar einen Veggieburger in der Einöde beim Grand Canyon im Steakhouse bekommen. YEEEEHAAAAW

Aber auch hier wieder das perverseste (!!!) Zeug zum Schluss. In Vegas/Downtwon gibt es dieses Restaurant:
Der "Heart Attack Grill" bietet Umsonst-Essen an für Menschen über 350 LBS. Das sind knapp 160kg. An der Tür ist eine Waage, die jede_r passieren muss und die das Gewicht gleich halb Vegas verkündet. So wie hier... der Mann hat's geschafft....
Im Schaufenster hängt dieses Plakat: "Quoted by GUINNESS WORLD RECORDS as being "THE WORLD'S UNHEALTHIEST RESTAURANT" we proudly serve the.... WORLD'S HIGHEST CALORIE BURGER! ...mit fast 10.000 Kalorien.

Sorry, ich will niemanden beleidigen, aber dieses Restaurant ist DISGUSTING!!!!!! Alle Gäste bekommen ein Krankenhausflügelnachthemd angezogen (über die privaten Klamotten zum Glück) und können bei Krankenhauslicht schön von allen draußen begafft werden... Die Deko drinnen: Bypass-Poster und so pseudo-ironischer-Medizinkram. Ich check den Sinn nicht.... echt nicht. Und in Afrika hungern die Kinder... okay...das ist ein schei*-Vergleich, aber so ein Restaurant... HALLO?????

Restaurant und Imbissfazit: Kann man mal machen. Aber Augen auf. Sonst belastet es entweder die Geldbörse oder die Waage.

Meine US-Freundin hat übrigens noch die App "Urbanspoon" (hier für Apple gibt's aber auch für Android) empfohlen. Ich habe sie zwar runtergeladen, aber man braucht zur Benutzung eine Internetverbindung. Und da Wifi mal nicht so eben auf der Straße rumliegt und mir die Auslandsgebühren meines Anbieters zu hoch sind, habe ich sie nicht genutzt.

Zum Schluss noch zwei weitere Funde:
Diese Gemüsechips sehen nicht nur auf der Verpackung so aus. Sie waren dazu Bio und richtig lecker (Blau=Kartoffel, Grünlich=sowas wie Zucchini und orange=Karotte♥). Klar, immer noch Chips. Aber sie sehen viel freakiger aus, als sie schmecken!!!
Diesen Wein "Skinnigirl" habe ich bei Walmart in Vegas entdeckt. Ein Glas hat nur 100kcl. Ey, sorry... Wein muss schmecken und nicht "skinny" sein. ...Und eure Meinung?!
Erzählt mir gerne eure Ess-Erfahrungen in den USA oder sonst im Urlaub! Oder fragt mich, wenn ihr hier was vermisst."

Dienstag, 27. Mai 2014

Tamarillo, Intervalljoggen & ein Jahr


Specialfood des Tages: Die Tamarillo

Diese kleine Frucht ist mir in einem Feinkostladen begegnet.
Für 1,99 EUR war die Kolumbianerin mein. Diese Baumtomate ist offiziell ein Nachtschattengewächs (so wie Kartoffel oder Tomate), aber dennoch eine Frucht (zählt also zum Obst!).
Die Kerne sind essbar. Die Schale gibt bei Reife leicht nach. Sie ist bitter und muss vor dem Verzehr entfernt werden, dafür am besten mit heißen Wasser abbrühen, dann schälen (ich hab mich mal wieder angestellt wie der erste Mensch *lach*). Der Geschmack (süß-säuerlich) war überraschend gut! Auch die Konsistenz hat mir sehr viel besser gefallen als bei der namensähnlichen Grenadillo letzte Woche! Als Chutney zu genießen oder als Konfitüre, als Sauce etc. In meinem Fall: roh ausgelöffelt :-) Das wird es wieder geben! Zwar nicht so oft, wegen dem Preis, aber ab und an darf man sich schließlich was gönnen! 100 g haben 59 kcal, 1.7g Eiweiß, 10.6g Kohlenhydrate, 0.8 g Fett und außerdem 30% der empfohlenen Tagesdosis Vitamin C!

Sport des Tages
Tja, ich wollte heute sowieso joggen gehen, aber ob ich das schaffe???


  • 5 Minuten Powerwalk
  • 5 Min Joggen
  • 5 Minuten lang 30 sec Joggen, 30 sec Sprinten
  • 5 Minuten Joggen
  • 2 Minuten Cool down
  • 1 Minute Powerwalk
  • 2 Minuten Rennen
  • 5 Minuten Powerwalken
  • 5 Minuten Joggen
  • 5 Minuten lang 30 sec Joggen, 30 sec Sprinten


Zur Not muss es bei "normalen" Joggen mit schnelleren und langsameren Abschnitten bleiben, schließlich hab ich für dieses Intervalljoggen noch gar nicht genügend Kondition, aber vielleicht wär das ja für die ein oder andere von euch was? Vom letzten Jahr kann ich berichten, dass es wirklich etwas bringt! (aber auch mega anstrengend ist!) Wie liefen die Squats bei euch letzte Woche? Ich muss zugeben, dass ich Samstag/Sonntag keine mehr gemacht hab und gestern war eh planmäßiger Restday! Aber bei den ersten vier Tagen war ich fleißig - jaja, immer nach dem Shredden noch ge-squat-et! (haha, einer von den vieren war ja auch ein planmäßiger Restday!)


Bild des Tages
Kann der bitte mal aufhören davon zu sprechen, dass "der Baum wegmuss"???!!! Der muss gar nichts! Klar, ist er vom Efeu eingefangen und klar ist das kein guter Zustand, aber aber... ich will ihn trotzdem "behalten"!!! *schluchtz* Zumindest möchte ich im Herbst eine Apfelernte miterleben! (wir wohnen erst seit Winter in dieser Wohnung) Esse doch so gern Müsli mit Apfel ;-) 
Spruch des Tages: 
Vor einem Jahr hatte ich angefangen. Da war ich sogar schon drei Monate dabei. Angefangen ja, aber nicht durchgezogen. Schade, sonst könnte ich nun mit einem tollen Körper glänzen. In die Vergangenheit zu sehen ist nur dann sinnvoll, wenn man sich seiner Fehler bewusst werden möchte um diese in der Zukunft nicht zu wiederholen. Meine Fehler waren: 1. Ungeduld. Diese keimt schon wieder auf und das, obwohl ich weiß dass es für diesen Sommer eh schon zu spät ist. Aber wieso setzt man sich eigentlich eine Sommer-Frist? Ja, ich weiß, warum. Werde also mehr Geduld aufbringen müssen. 2. Fehlende Disziplin. Oder auch: Das Ausruhen auf Lorbeeren. Als ich letzten Juni unglaubliche neun Kilo weniger hatte als jetzt, hab ichs ziemlich schleifen lassen. Naja. Nach vorne gucken: Nicht dieselben Fehler nochmal machen!

Welche Fehler macht ihr immer und immer wieder obwohl ihr wisst, 
dass es anders besser wäre?


Donnerstag, 15. Mai 2014

Ein Teil - zwei Meinungen

Hallo ihr Lieben,

ab Morgen sind ja die Einheiligen eeeendlich vorbei. Schon meine Omi hat immer gesagt, dass dann der Sommer erst richtig los gehen kann :) Ui, ich freu mich!!!
Was das Laufen betrifft bin ich es nämlich echt leicht im Regen/im Grauen/im Kalten zu laufen und mag endlich wieder die Abendsonne genießen und an den Wochenenden auch mal meinen Kopf unter die Hunde-Menschen-Tränke im Wald halten ;)
Allerdings hat warmes Wetter ja auch so seine Tücken. Ganz spontan fallen mir da zwei Dinge ein, über die wir Läufer uns seit Jahren streiten:
Fangen wir mal mit dem älteren Thema an: Oben-Ohne (bzw. bei uns Mädels im Sport-BH) - Laufen ja oder nein?
Ich muss ganz ehrlich sagen: NEIN. Ich halte es für ein absoluten No-Go halb nackt durch den Wald zu traben. Dabei finde ich, dass es völlig egal ist ob man es sich leisten kann oder nicht. Vielleicht ist das auch etwas spießig, aber ich finde wenig Klamotten gehören entweder ins Freibad/an den See/Strand/Wiese oder wo auch immer. Komisch eigentlich, ich denke gerade, dass Fußballspielen Oben-Ohne total OK wäre...

Das zweite Thema, was die Läufer spaltet sind Trinkgürtel.
Ich finde ja, dass diese Gürtel mit den kleinen 100ml-Flaschen einfach nur total dämlich aussehen!!! Mich erinnert es immer an "Walker" die nach 5min. im Schneckentempo erstmal einen Schluck Cola trinken müssen. Die Gesundheitsbewussten unter ihnen haben natürlich Iso-Drinks drinnen, damit man die Kohlenhydratspeicher direkt wieder auffüllen kann, wenn man sich bewegt hat.
Eine andere Assoziation mit diesen Gürteln ist Vin Diesel in "Babynator". Für alle Fälle gut ausgestattet (Wo eir im übrigen wieder beim Walker wären...)
Soweit ich weiß ist es aus medizinischer Sicht so, dass der Körper den Flüssigkeitshaushalt während einer langen Einheit bis zu 120 Minuten selber regulieren kann. Erst danach sollte man Flüssigkeit zu sich nehmen. An sehr heißen Tagen kann das natürlich auch früher der Fall sein, aber grundsätzlich ist unser Körper zu mehr in der Lage, als wir ihm zutrauen. Mittlerweile gilt es ja auch als Weisheit, zu Trinken wenn man Durst hat und nicht, dass es dann schon zu spät ist! Dazu kommt, dass eine optimale Verpflegung bei uns Hobby-Läufern vielleicht eine Verbesserung von 10 Sekunden auf 20km ausmacht - und ganz ehrlich: die können wir auch so noch irgendwo herausholen, oder???
Athleten, die Ultra-Distanzen auch ganz gerne mal im Training laufen brauchen natürlich eine anständige Verpflegung. Die meisten greifen dann aber zu Trink-Rucksäcken, die nicht mal halb so blöd aussehen...!
Was ich sagen möchte ist, dass auch die besten Gadgets keine besseren Läufer aus uns machen können, wenn wir nicht anständig und fleißig Trainieren :) Erfolge zu feiern ist aber viel schöner, wenn man weiß was man getan hat!

Was haltet ihr so von Oben-Ohne und Trinkgürteln?

Dienstag, 13. Mai 2014

Tamarinden, gute Tage & Feuermuskeln

Specialfood des Tages: Tamarinden
(oder auch indische Datteln genannt) 
Diese gab es für 2,50 EUR bei real,- (der Karton links im Bild war komplett gefüllt) Es war überhaupt und gar nicht geplant, euch heute diese kleinen Früchte (5-10 cm) vorzustellen. Etwas anderes war zwar auch noch nicht geplant, von dem her kam es ganz gelegen, dass die mir spontan über den Weg gelaufen sind. Und nun sind sie die Stars des Tages :-) Wie bereitet man das nun zu? Google sagte: Erstmal von der Schale befreien, dies geht ganz leicht, da die sich zerdrücken lässt. Das Fruchtfleisch ist feucht und klebrig. Es entsteht dabei leider viel "Müll". Hm, was man damit wohl machen könnte, Stichwort Wiederverwertung? Das Fruchtfleisch nun 10 Min mit heißen Wasser einweichen, gerade so, dass alles bedeckt ist. Dann durch ein Sieb streichen, auffangen und kochen. Nichtessbares bleibt übrig (siehe Collage mittleres Bild). Die Internetgemeinde sagt, dass Tamarinde aufgrund ihres hohen Weinsäureanteils (bis zu 20 %) gut in eine süß-saure Asiapfanne passt. Also noch Ananas dazu, alles mit etwas Zucker pürieren, weiter köcheln lassen. Und so bekommt man ein Tamarinden-Ananas-Chutney! Auch als Geschenk/Mitbringsel ein Hingucker ("Was ist denn Tama-was???") Tamarinden sind die Früchte des Tamarindenbaumes und werden auch zu Konfekt und Limonade verarbeitet. Im Asialaden gibt es außerdem schon fertig Paste zu kaufen, man spart sich dann das oben beschriebene Prozedere ;-) 100 Gramm enthalten bis zu 67 Gramm Kohlenhydrate, etwa 3 Gramm Protein und weniger als 0,1 Gramm Fett. Geschmacklich find ichs ganz lecker, wie Datteln oder süße Rosinen. Die klebrige Konsistenz fand ich bei der Zubereitung allerdinsg recht eklig, daher werd ich mich nach der Paste umsehen!

Leider ist das Bild des Tages heute etwas trostlos, weil die Sonne einfach nicht scheinen mag! :-( habe daher ein paar Herzchen zugefügt, das hilft vielleicht ein bisschen *gg* Der Spruch des Tages ist heute kurz und knapp, passt aber in jeglicher Lebenslage! Keine Ahnung, obs die Hormone sind, und/oder ich meine Tage bekomme, aber mir ist ein bisschen zum Heulen zumute derzeit. Kennt das jemand? Ob mit oder ohne Grund, mir ist einfach zum Heulen zumute...

Jaja, hast ja Recht, alles wird besser... Wenn nicht heute, dann morgen vielleicht! Oder nächste Woche. Es geschehen sowieso immer Dinge, die unvorhersehbar sind, die man nicht beeinflussen kann, die einem aber Aussicht auf etwas Positives bringen. Also abwarten und Teetrinken, passt ja eh bei diesem Wetter *gg*
 
Sport des Tages - Abs on fire Workout
Falls man es schwer lesen kann:
  • windshield wipers
  • longarm crunches
  • reverse crunches
  • cycling russian twists
  • heel touches
  • modified V-sits
 20 reps per each, 3 sets, 60 sec rest in between sets

Leider habe ich das Workout noch nicht gemacht, (wollte euch aber auch nicht warten lassen) kann also noch nichts darüber berichten. Das liegt daran, dass ich gerade Shred gemacht hab, dann gefrühstückt und nun meinen Muskeln Pause gönnen will. Aber abends werd ichs nachholen! Macht ihr eigentlich die Workouts, die ich euch zeige, oder findet ihr die uninteressant?

Eure Leeli

Donnerstag, 8. Mai 2014

Die Low-Carb-Falle

Hallo meine Lieben :)

erst einmal wollte ich nochmal "Danke" sagen für die netten Kommentare zu meiner Laufliebe letzte Woche :) Schön zu wissen, dass ich nicht die einzige Bekloppte bin :D

Jetzt aber zum Thema: nachdem ich ja (mittlerweile) jahrelang Punkte gezählt habe, das Zählen satt war, zugenommen habe, anfing Punkte zu zählen bis ich es nicht mehr sehen konnte, zunahm... - ihr kennt das - wollte ich endlich einen Weg finden auch meinen Schweinehund von einer gesunden Ernährung zu überzeugen und nicht ständig darüber nachdenken zu müssen.
Da die Kohlenhydrat-Sattmacher-Portionen noch nie meine Stärke waren, weil ich mich immer total überfressen habe, wollte ich "einfach" alles streichen, was mehr als 10% Kohlenhydrat-Anteil aufweist. Es sollte nur eine einzige Ausnahme geben: Morgens gibt es nach wie vor zwei Esslöffel Müsli. Damit wäre dann auch dem Heißhunger vorgebeugt!

Es lief wunderbar! Ich musste mir über nichts Gedanken machen, hatte keinen Hunger und auch Nudeln oder Kartoffeln haben mir nicht gefehlt! Das Angrillen am Wochenende war einfach wunderbar und lecker. Es gab Fleisch, Käse, Salat, gegrilltes Gemüse und kleine Tomaten zum Schnackeln. Ich habe wirklich sehr lange nicht mehr so unbeschwert gegrillt! Genauso lief auch der Rest der Woche, bis ich am Montag Abend etwas kritisch geworden bin... Irgendwie fehlte es mir, dass mir etwas fehlt. Noch nie war eine Ernährungsumstellung so leicht und noch nie war ich dabei so glücklich...! Dazu kam dann noch das Gefühl, dass ich zugenommen habe...! Klar eigentlich, schließlich durfte ich wegen Weh-Wehchen im Fuß fast 10 Tage nicht Laufen. Aber ich habe ja auch keine Carbs gegessen... Die ganze Nacht hab ich gegrübelt. Bis ich am nächsten Morgen einfach außerplanmäßig auf die Waage gestiegen bin. Das war eine seeehr gute Entscheidung, denn:

Ich habe 2 kg zugenommen. Innerhalb von ein paar Tagen. Das kann doch nicht wahr sein!?! Ich hatte ja mit einer Zunahme gerechnet, aber so viel???

Aber trauern nutzt ja nix. Gut, dass ich nicht bis Freitag mit dem Wiegetag gewartet habe, wer weiß wie viel es dann gewesen wäre...! Das Ende vom Lied ist jetzt, dass ich weiterhin auf Nudeln, Reis, Kartoffeln, CousCous etc. verzichte und dabei mal wieder Punkte zähle um sehen zu können, wodran es liegt!

Fazit: Low Carb und dadurch fast automatisch High Fat ist defintiv ist für mich definitiv die falsche Ernährung!

Habt ihr schon Erfahrung mit Low Carb gemacht? Oder ist euch die gesunde Ernährung wirklich irgendwann un Fleisch und Blut übergegangen?

Dienstag, 6. Mai 2014

Pitahaya, Leichtigkeit & Dusche

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Anti-Diät-Tag! Der ist nämlich heute und ich habe das Glück, euch etwas auf diesem Gemeinschaftsblog posten zu dürfen. Der Anti-Diät-Tag wurde von einer ehemals Anorexie-Kranken 1992 ins Leben gerufen und hat laut Wikipedia folgende Ziele:
  1. Würdigung der Vielfalt von natürlichen Größen- und Gewichtsunterschieden
  2. kritisches Hinterfragen von Schönheitsidealen
  3. Hilfe gegen die Diskriminierung von Übergewichtigen und Fettsüchtigen
  4. Aufklärungsarbeit bezüglich der Gesundheitsgefahren von Diäten und der Ineffizienz kommerzieller Diäten und Diätprodukte
  5. Aufzeigen eines Zusammenhangs zwischen Diäten und Gewalt gegen Frauen
  6. Gedenken der Opfer der Adipositas-Chirurgie
Punkt Fünf verstand ich noch nicht so ganz, das musste ich erstmal googlen.
Die Gewalt gegen Frauen ist hier wohl im übertragenen Sinn gemeint als der Perfektions-Zwang, dem sie durch Schönheitsideale ausgesetzt sind. Hm. Aha. Irgendwie schon richtig, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr begreife ich es. "Gewalt gegen Frauen" verstand ich sonst eher als "Mann schlägt Frau/Mann vergewaltigt Frau usw". Schlimm genug! Aber klar kommt diese "stumme" Gewalt hinzu. Hm.
So, aber nun zu freudigeren Dingen an diesem schönen Tag, bevor ich noch losheule :-)

Specialfood des Tages: Die Pitahaya
(oder auch Drachenfrucht genannt) Im Angebot beim Netto für 1,59 EUR das Stück. Tolle pinke Farbe, recht exotische Optik. Musste ich haben. Erstmal googlen, wie man das überhaupt isst. Längs aufschneiden. Aha. Dann auslöffeln. Kerne mitessen? Ja. Okay. Bisschen kiwi-ähnlich, bisschen lahm. Aber exotisch. Kein megadoller im-Gedächtnis-haftenbleibender Eigengeschmack. Aber sehr einfach zu löffeln (das andere Extrem zum Granatapfel letzte Woche, übrigens DANKE JoggingQueen für den Tipp, werde es das nächste Mal probieren). Laut Wikipedia enthält die Drachenfrucht etwa 90 % Wasser und viel Eisen, Calcium, Phosphor und die Vitamine B, C und E. Der Nährwert liegt bei 50 kcal/100 g. Werde ich die Pitahaya nochmals kaufen? Eher nicht. Zu teuer, zu wenig intensiv. Geschenkt nehm ich sie aber gerne nochmal :-P

Ohgott, ich habe vom Hausbesitzer gehört, dass der Baum (Bild des Tages) vielleicht wegkommt, da er durch den Efeu schon ziemlich hinüber sein soll. Heul! Dann schau ich ja aufs nachbarische Hausdach, und nicht mehr ins Grüne! Heul Heul! Ohmann, hoffentlich bleibt er noch bis Herbst, damit ich meine Reihe "Von der Blüte zur Frucht in Bildern" weiterführen kann... Er ist schon ordentlich "grün geworden", seht her:
 
Spruch des Tages: Wenn ich einigermaßen kaschierend angezogen bin, mag ich mein Spiegelbild sogar. Aber mit enger Kleidung oder gar nackt ist es ein Graus! Naja, aber wie wir heute schon gelernt haben, jaja, Punkt 1: Würdigung der Vielfalt von natürlichen Größen- und Gewichtsunterschieden. Also würdige ich mal meinen Gewichtsunterschied zu einem Supermodel und esse weiter meinen Schokoriegel *lach* Den trainiere ich sogleich mit folgendem wieder ab:

Sport des Tages
Das heute per Losverfahren gezogene Sportglück ist eigentlich etwas, das für jeden Tag gelten sollte laut Name. "Before every shower" schlägt uns vor, vor jeder Dusche folgende Sportübungen zu absolvieren:
  • 50 x Hampelmänner
  • 5 x Liegestütze
  • 20 x Bauchpresse
  • 20 x Bergsteiger
  • 1 Minute "Brücke halten"
So, das ist nun schonmal sehr viel relaxter als letzte Woche. Aber die eine Minute Plank halte ich immernoch nicht aus. Lara meinte, man muss da langsam rangehen und sich steigern. Also in diesem Fall erstmal mit kürzeren Zeiten anfangen. Peinlich peinlich, ich schaffe nicht einmal eine halbe Minute! Puh. Also doch mal jeden Tach machen wa ;-)

Eure Leeli