Letzte Woche habe ich ja schon geschrieben, dass ich gar nicht so genau weiß, ob ich denn überhaupt noch abnehmen will. Es ist halt nicht jeder dazu geboren um in eine Größe 36 zu passen. Wobei mir das auch ziemlich egal ist, da es mir auf die Kleidergröße sowieso nicht wirklich ankommt.
Aber wieso sollte ich mir immer den "Stress" machen, mich zu messen und dann wieder zu merken: Es hat sich nichts getan. Ich habe weder zugenommen noch abgenommen. Vielleicht habe ich einfach den Punkt erreicht, an dem mein Körper eben "mein Körper" ist. Dass mein Taillenumfang von 71-72 eben das ist, was ich immer haben werde. Alles andere würde glaube ich auch komisch aussehen, da ich nun mal kein besonders zierliches Mädel bin. Ich habe ein breiteres Kreuz und breitere Schultern. So what?! Daran werde ich auch mit abnehmen nichts ändern können.
Daher habe ich mich dazu entschlossen mich eher mal auf mein Essverhalten zu konzentrieren. Das ist nämlich glaube ich eine Katastrophe. Und ich meine damit nicht WAS ich esse sondern WIE ich esse. Ich esse sehr schnell. Essen auf den Teller drauf - zack - 5 Minuten später ist alles weg. Und dann ärgere ich mich, dass es das schon wieder war. Ich esse nämlich einfach sehr gerne. Außerdem würde ich gerne einfach mal aufhören zu essen wenn ich satt bin. Egal, ob noch was auf dem Teller ist oder nicht. Ich bewundere Menschen, die das so können. Obwohl es ja eigentlich das Normalste der Welt sein sollte, ist es das für mich definitiv nicht. Ich kenne mich mittlerweile gut genug, dass ich meine Portionen einschätzen kann. Wenn ich also selber koche und mir etwas auf den Teller tun kann ist es ok. Aber im Restaurant oder so? Da wird dann gegessen bis der Teller zumindest zu 95 % leer ist. Da schwingt dann aber auch immer das schlechte Gewissen mir, dass restliche Essen danach weggeschmissen wird... .
Vor einigen Monaten habe ich mir das Buch "Wenn Essen nicht satt macht" gekauft. Darin geht es um emotionales Essverhalten. So richtig toll finde ich das Buch bis jetzt nicht, was aber auch daran liegen könnte, dass ich nicht so ganz in die Zielgruppe passe. Denn dieses "emotionale Essen" - "der Tag war scheiße deswegen esse ich jetzt eine Pizza" - habe ich so eigentlich nicht.
Dieses emotionale Essverhalten wird in dem Buch aber versucht mit Achtsamkeit zu kurieren. Und Achtsamkeit ist glaube ich etwas, das ich dringenst trainieren sollte. Es geht z.B. darum sich an den Tisch zu setzen - ohne Zeitung, ohne Handy, ohne Fernseher - und einfach sein Essen wahrzunehmen. Wie es schmeckt, riecht und so weiter. Und dann auch darauf zu achten wann man Hunger hat, wann man keinen Hunger mehr hat. Weiterhin geht es darum bestimmte Gefühle einfach zu akzeptieren. Z.B. war ein Beispiel von einem Geburtstag. Dass man das Gefühl "Ich will jetzt aber noch ein 3. Stück Kuchen" akzeptieren soll, aber ihm nicht nachgeben soll. Wie das so genau funktionieren soll weiß ich auch noch nicht. Aber ich glaube da ist Weihnachten ein ganz gutes Training. ;)
Bis jetzt habe ich mir eine Tabelle heruntergeladen (gehört zu dem Buch), in der man einträgt wie viel Hunger man hat, wie satt man nach dem Essen ist, ob man achtsam gegessen hat und was einem aufgefallen ist. Heute morgen habe ich sie zum ersten Mal ausgefüllt. Wie die erste Woche mit der Tabelle so gelaufen ist, werde ich euch dann nächste Woche berichten.
Wie ist das bei euch so, fällt es euch leicht nur so lange zu essen bis ihr satt seid? Und seid ihr emotionale Esser?