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Dienstag, 14. April 2015

Das Ego-"Schwein"

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Einmal möchte ich gerne mehr Ego-Schwein sein.
Möchte mich selbst im Mittelpunkt meines Lebens sehen.
Will die Hauptrolle spielen in dem Stück, dass sich "Mein Leben" nennt.
Möchte andere als willkommene "Bereicherung", vielleicht auch als "Hilfestellung" sehen, aber nicht als Grund, weswegen ich exisiere oder weswegen ich dieses oder jenes tue.
Ich selber bin schließlich der einzige Mensch, auf den ich mich immer verlassen kann.


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Alle anderen kommen und gehen. Aber vor mir selber kann kann ich nicht weglaufen.
Also sollte ich doch logischerweise das Menschenmöglichste tun, um mit mir ins Reine zu kommen.
Mich nicht zurücknehmen, weil andere mich (ge-)brauchen. Nicht wegen anderer meine eigenen Wünsche und Vorstellungen hinten anstellen und darunter leiden.
Ich muss in mich hineinhören, was mir wirklich gut tut, was ich will und danach handeln. Das ist eine großes Schwachstelle in meinem Denken...

Und wenn ich diesen Punkt erreicht habe, soll es doch auch gleich so bleiben.

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Erst dann kann ich lernen, auf gesunde Art anderen zu helfen. Aber erst komme ich. Erstmal muss ich mir selbst helfen.

Bitte entschuldigt, ich bin grade in einer sentimentalen Phase. Aber vielleicht hilft es ja der ein oder andere von euch (oder dem ein oder anderen), mal in sich zu horchen und zu hinterfragen:

Tut mir das gut, was ich gerade mache?
Was will ich wirklich?
Und ich meine nicht: In zehn Jahren will ich ein Haus bauen, heiraten, Kinderkriegen. Ich meine das HIER und JETZT. Denn wer weiß schon, was das Leben für uns bereit hält? Es kommt eh immer anders als man denkt! Vielleicht werde ich mit 40 noch in einer WG wohnen, vielleicht bin ich in zwei Jahren schon verheiratet und wohne in Timbuktu. Wer kann mir das sagen?

Ich kann mein Leben selbst (mit-)gestalten, wie eine Leinwand auf einer Staffelei. Und das werde ich JETZT tun! Du auch?

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Samstag, 7. März 2015

"Was da los mit uns?!"

Hey ihr Lieben,

alleine das Wetter verspricht ja mal, dass dieses Wochenende großartig wird! Das passt perfekt, denn ich muss lernen... aber der Tag hat 24h, also werden die voll und ganz ausgenutzt für lineare Gleichungs-Systeme, Führerschein, Mediation, Nervenzellen und Sport.
Manchmal frage ich mich, was die Menschen von vor 200 Jahren wohl denken würden, wenn sie uns heute sehen würden: Kein Fleisch? Kein Weizen? Keine Eier, Honig, Milch? Kein Kuchen und andere Schokolade, die so kostbar ist? Sie würden glattweg beim zugucken verhungern. Ich weiß, man kann heute nicht mit damals vergleichen, aber was ist bitte mit unserer Gesellschaft passiert. Alles dreht sich nur noch um Ernährung und Sportpensen, wenn man fremden Leuten zuhört schnappt man nur Stichworte wie "Lowcarb", "Fasten", "schlechtes Gewissen" auf. Ich würde hier nicht schreiben, wenn ich einen gesunden Lebensstil nicht vertreten würde - aber irgendwann ist es gut! Das Leben besteht nicht nur aus Nahrungsaufnahme und Zahlen auf der Waage, aus Plänen, wann man wie viel isst, was zu welchem Spiegelbild führt. Mich nerven diese ganzen Accounts einfach, die suggerieren, nur Salat mit kalorienreduzierten Kaugummis zu essen und nebenbei 9 Mal die Woche ins Fitti zu gehen. Alles dreht sich nur um healthy und so weiter. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein Burnout von dem ganzen Lifestyle-Zeug. Trotzdem kann ich es nicht mehr hören, wenn mich Leute etwas zu meinen Essens- oder Sportangewohnheiten fragen. Lebt euer eigenes Leben und orientiert euch nicht an anderen! Wenn ihr wüsstet, wie viel Mist ich die letzten Wochen in mich reingestopft habe würdet ihr erstens 1.) eure Kinnlade wieder hochklappen müssen und 2.) mich insgeheim verurteilen. Denn das liegt in der Natur des Menschen: Die isst Schokolade? Das würde ICH ja nie machen, ich weiß ja, was dann passiert. Zurück zum wirklich gesunden würde ich gut finden. Ausgeglichen, balanced statt clean. Klar tut es gut, gesund zu leben und so weiter, aber warum ist es eigentlich so ein Statussymbol geworden, sich gesund zu ernähren? Das wäre mal eine Frage für die Soziologie und Psychologie von heute. Freud hätte sicher auch seinen Spaß an diesem Phänomen und würde uns auslachen: Wir passen perfekt in seine Psychoanalyse. Naja, das ist halt das, was mich zurzeit bewegt, was nicht heißt, dass ich mein sportliches und ernährungstechnisches Leben über Bord schmeiße - aber in manchen Phasen hilft auch kein Apfel oder keine Chia-Samen. In diesem Sinne ein wundervolles Wochenende für euch, mit viel Sonne, Zeit und Freude und vergesst nicht: Niemand mag es, mit einem Stock zu kuscheln.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Montag, 17. November 2014

Montagsdämonen

Hört sich dramatisch an, ist es auch!
Heute möchte ich mal über die Dämonen (und ja, ich meine wirklich Dämonen) schreiben, weil sie mir nämlich selbst vor zwei, drei Tagen mal wieder begegnet sind, und dieses Thema einfach an die Hand gepackt werden muss, gerade bei Veränderungen, wie wir sie ja stets anstreben.
Dämonen, die einem im Kopf herumgeistern, die nur darauf warten, bis man mal ganz unten ist. Jeder hat sie (ehrlich!), die Frage ist nur, inwiefern man sie die Oberhand gewinnen lässt. Dämonen sind wichtig, damit wir (mental) wachsen können, uns weiterentwickeln und -das Wichtigste- uns der Sache bewusst werden!
Kopfdämonen sind schuld, wenn wir immer wieder aufs Neue bei den selben Sachen scheitern. Wenn du heute da stehst, wo du letztes Jahr schon standest, und versucht warst,es zu ändern, dann haben die Dämonen gesiegt, so im Großen und Ganzen.
Aber ich fange mal von vorne an...


Was sind Kopfdämonen?

Kopfdämonen wohnen in deinem Kopf (daher wahrscheinlich auch der Name). Sie sind das schlimmste Übel von deinen negativen Gedanken, und sorgen auch dafür, dass das was du dir in den Kopf gelegt hast, real wird (und somit schlimmer).
Sie sind es, wenn du abends im Bett liegst, und schlimmen Dinge über dich hereinbrechen, und du Heulkfämpfe bekommst, weil das Leben gerade so furchtbar und nicht auszuhalten ist.


Woher kommen sie, und warum?

Sie kommen von unserem Unterbewusstsein. Und sie sind da, weil wir sie erschaffen. Je negativer wir denken, desto größer und mächtiger werden sie. Sie vermehren sich, wenn wir nicht über uns hinaus wachsen und uns weiterentwickeln. Sie treiben uns also auch an um zu lernen, weiser zu werden.


Bekommt man sie wieder weg?

Seeehr schwer bis gar nicht. Aber es hilft uns, wenn wir wissen, dass sie momentuell da sind. Und wir können sie wieder schrumpfen lassen, und in die tiefste und kleinste Ecke unseres Kopfes verbannen.


Jetzt wisst ihr Bescheid.
Ich war Ende der letzten Woche total angeschlagen. Plötzliche Krankheit (nur 'ne Nasennebenhöhlenentzündung) und die Ungerechtigkeit, dass ich das (freie) Wochenende nicht das machen konnte, worauf ich mich schon seit Wochen gefreut hatte, trieben mir Dämonen ins Haus. Dazu kam natürlich -wie schon seit langem- die Unzufriedenheit meiner Arbeitssituation. Als ich so richtig in Gedankenfahrt war, kam noch mehr dazu. Dämliche, alte Essgewohnheiten, olle kleine Wohnung ohne Badewanne, nicht vorhandener Partner, Einsamkeit, Traurigkeit, Sinnlosigkeit. Die Erkenntnis, genau an dem gleichen Punkt wie letztes Jahr zu stehen (ist nicht so, aber glaubte ich in dem Moment).
Ich suhlte mich, ich tobte meinen Kampf, bekam Fieber - die Dämonen hielten mich in der Nacht gefangen.


Und was half?

Ich wachte nach einigen Stunden auf (konnte ja ewig nicht einschlafen, gegen 5 glaube ich erst) und war völlig hinüber. Mit dem Tag kam die Analyse, die Auseinandersetzung, die Erkenntnis!
Ich hatte früher oft solche Nächte, in denen ich glaubte, dass ich meines Lebens nicht mehr froh werden würde. Natürlich erinnerte ich mich daran, nur heute erforsche ich mein Denken schärfer und intensiver denn je. Warum war das so, wie kam es, und warum habe ich es zugelassen?
Ich glaube, man kann es nicht aufhalten.
Damals hat mir dieser Satz sehr geholfen: 'Es gibt eben auch schlechte Tage, und das ist völlig okay!'
Hört sich so simple an, aber das zu verinnerlichen, es zu akzeptieren, dass es eben mal 1, 2 Tage mies läuft, ist völlig okay, und gehört zum Leben dazu!
Nach der Erkenntnis kam die Akzeptanz. Ich prangerte nicht mehr an, dass es so gemein und unfair war, dass ich wegen Krankheit nicht an den Veranstaltungen teilhaben konnte, zu denen ich unbedingt wollte. Ich habe es akzeptiert, habe mir einen Plan B aus dem Hut gezaubert, dass das freie Wochenende (an dem ich nun auch krank geschrieben war), trotzdem mir zu irgendwas Gutem verhalf. Und in dem Moment, wo ich das akzeptierte, stellte sich auch Heilung ein. Ich konnte klarer denken (natürlich fragte ich mich, warum das ausgerechnet so kam - aber ohne Groll, und nur aus Neugier). Es sollte eben nicht sein. Auch wenn die Dinge, die ich mir ständig vornehme, schöne Dinge sind, so brauche ich (jeder!) einfach mal Ruhe! Erst Recht, wenn die Sonne sich etliche Tage nicht zeigt, und man so schon am Tage im Halbdunkeln unterwegs ist. Rückzug, Schonung, so wie man es im Winter nunmal tut.
Im Nachhinein hätte ich es mir denken können, denn ich konnte nicht mal mehr richtig atmen. Ständig hatte ich das Bedürfnis tief atmen zu wollen, was ich aber einfach nicht hinbekam (hört sich banal an, ist es aber nicht).
Oh und ich habe viel gelernt. Ich bin zu Dingen gekommen, die ich sonst nicht hätte wahrgenommen. Ich habe nicht nur neue Motivation geschöpft, sondern bin auch zu neuem Selbstvertrauen gekommen. Neben dem habe ich noch etwa anderes gelernt/bekommen, und wer weiß, vielleicht ist es ja der Schlüssel, den ich schon so lange suche!

Also ihr Lieben, es ist völlig okay, wenns mal nicht so läuft wie es laufen soll. Nur vergesst nicht, immer einen positiven(!) Plan B in petto zu haben. Haltet euch an positive Dinge, sucht nicht nach Ausreden, und fragt euch wirklich immer und in jeder Situation, ob das jetzt so sein soll/muss, oder ob ihr etwas ändern könnt/wollt. Damit verhindert ihr nicht nur schlaflose (alptraumhafte) Dämonennächte, sondern lebt sogar noch bewusst und zufriedener!
(Ich hätte jetzt auf den einen oder anderen Punkt noch weiter eingehen können, aber ich will es nicht immer übertreiben...)


Dienstag, 14. Oktober 2014

New in Town

Wo etwas aufhört, fängt etwas Neues an! Und ich hoffe, ich kann in ebenbürtige Fußstapfen steigen...

Ich habe gerade die Email erhalten, dass ich mich heute schon vorstellen kann, und da es eh schon viel zu spät ist, kommt es auf noch später nicht drauf an.

Ich bin die Frl. Zyx, und ich darf ab sofort Montags hier schreiben, was ich wirklich toll finde! Denn ich bin wahrscheinlich einer der wenigstens Menschen, die Montage mag. ;) Daher werde ich versuchen, euch eine menge Motivation, Tipps, neue Gedankengänge und vielleicht das eine oder andere leckere Gericht mit auf die Wochenreise zu geben.

Ich bin schon fast an die 30 dran, fühle mich aber immer noch so, als wäre ich in meinen glanzvollen Zwanzigern. Vom Denken fühle ich manchmal wie 40 und schätzen tun mich die meisten auf gerade Volljährig geworden. Ich finde, das ist ein guter Durchschnitt. :)

Da wir hier aber auf einem fit-und-gesund-Blog sind, will ich euch das Wichtigste nicht vorenthalten: 1,65m groß, irgendwas um die 62,5Kg schwer, BMI um die 23. Ich bin süchtig nach Tanzkursen (generell alles was mit tanzen zu tun hat), schiebe hin und wieder Gewichte, jogge und walke gern, und bin immer noch auf der Suche nach meinem Wohlfühlgewicht.

Gesunde Ernährung ist für mich mittlerweile ein absolutes To Do. Aber auch ich bin nur ein Mensch, der hin und wieder flatternde Nerven bekommt und doch zum Ungesunden greift. Seit einem Jahr kommt es glücklicher Weise nur noch selten vor. Manchmal genieße ich aber auch voll bewusst etwas Ungesundes im Sinne von übersüßten, aus Chemie bestehenden und überwiegend fettigen Lebensmitteln.

In meinen schlimmsten Jahren, meine Lehrzeit, hatte ich ca. 10 Kilo mehr auf den Rippen, was wirklich nicht so dramatisch ist, ich aber als höchst dramatisch ansah. So sehr, dass ich teilweise nicht mehr das Haus verließ, weil ich mich wirklich dick, hässlich und ekelig fand. In Laufe der Zeit habe ich einiges durchgemacht, aber das würde hier komplett den Rahmen sprengen! In meiner Glanzzeit wog ich 57Kg, was aber nur durch Stress und Liebeskummer zustande kam, und ich mich auch nicht wohl fühlte. Ihr seht, alles eine Frage der Psyche, wie man sich selbst wahr nimmt!

Im Übrigen, wer Fragen hat darf gerne immer fragen! Ich bin auch für sämtliche Themen und Vorschläge eurerseits offen!

Ich lebe in Berlin, versuche meine kostbare Freizeit so gut es geht zu genießen und meine Leidenschaften auszuleben. Ich bin super wissbegierig, sodass ich überall meine Nase hineinstecke.
Also wer was zu sagen hat, ich höre gerne zu! ;)
Ich liebe Tee, schaue seit Jahren kein TV, liebe die Natur und frag mich jeden Morgen, wie ständig nur diese intensiven Träume des Nachts in meinen Kopf zustande kommen.

Ihr seht, ich schreibe gerne. Ich könnte jetzt hier noch ewig weiter machen, aber mein Kopf kippt gleich auf den Laptop.
Wer mehr über mich erfahren möchte, kann ja auch mal einen Blick in meine beiden anderen Blogs werfen.


Heute ist zwar nicht Montag, aber glücklicherweise kann man jeden Tag beginnen, etwas in seinem Leben zu verändern! Was möchtet ihr denn ab heute gesehen, gerne (noch) verändern?


Bis zum nächsten Montag,


Frl. Zyx

Sonntag, 29. Juni 2014

Die drei Wiegetypen ...welcher will ich sein?

Ob und wie oft man auf die Waage steigen möchte bleibt einem ja bekanntlich selbst überlassen. Bei diesem Thema scheiden sich auch deutlich die Geister, angefangen bei denen, die sich täglich auf die Waage stellen, um die Zahl vor Augen zu haben.
Dann gibt es die, die sich einmal in der Woche wiegen, damit sie sich nicht zu sehr unter Druck setzen.
Und dann gibt es jene, die die Waage vollkommen verurteilen und sich strikt dagegen wehren, sich auf eine Zahl reduzieren zu lassen und lieber ihr Gefühl entscheiden lassen.

Ich habe schon zu den beiden ersten Typen gehört:
Am Anfang habe ich mich konsequent immer jeden Mittwoch morgen auf die Waage gestellt. Nicht mehr und nicht weniger, denn so konnte ich vor einer Zunahme nicht die Augen verschließen und musste mich immer mit meinen Rückschlägen konfrontieren, auch wenn ich die Waage gerne gemieden hätte. Außerdem finde ich es immer noch schöner, nach einer Woche eine 700g Abnahme zu sehen als sieben Mal 100g in einer Woche. 700g hört sich schon irgendwie mehr an.

Irgendwie bekam ich dann aber öfter mal das Problem, dass ich die ersten beiden Tage nach dem Wiegen zwar motiviert war, aber am Ende der Woche mich immer mehr schleifen lassen, sodass ich mich mehrmals in der Woche auf der Waage stand und immer wieder die Zahl sah, die ich kleiner machen wollte.
Ganz klar: So konfrontiere ich mich immer wieder mit meinem Gewicht, aber wenn genau am offiziellen Wiegetag das Gewicht am höchsten ist, ist das mehr als ärgerlich und einfach nur schade. Außerdem demotiviert es umso mehr wenn man zwar weiß, dass man sich Mühe gegeben hat und trotzdem die Kilos nicht schmelzen (wobei ich ja auch schon mit Gramm zufrieden wäre).

Nun überlege ich aber doch ganz ernsthaft, ob ich es nicht ausprobieren möchte, mich für längere Zeit gar nicht mehr zu wiegen.
Eigentlich habe ich mir vorgenommen, mich für den Rest meines Lebens wöchentlich auf die Waage zu stellen, um vor eventuellen Gewichtszunahmen nicht die Augen verschließen zu können, sondern frühzeitig die Notbremse ziehen müssen. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Allerdings bin ich gerade in letzter Zeit so demotiviert von der Zahl auf der Waage, dass ich überlege einfach mal auf mein Gefühl zu hören und mich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Einfach Waage mal Waage sein lassen und versuchen trotzdem gesund zu essen und Sport zu machen. Viel kann ja nicht passieren, oder?
Hoffen, dass die Hosen weiter werden und sich nicht für jedes Gramm verkrampfen. Entspannt nimmt man bestimmt eh besser ab.
Andererseits nimmt mir das jeglichen Druck und jede mögliche Kontrolle. Außerdem ist ja nicht nur das Wohlbefinden entscheidend, sondern auch Kilozahl. Ansonsten würden Ärzte nie auf dem BMI schauen.
Für mich gehört zum Abnehmen halt eine Waage dazu. Und genau das mache ich gerade. Mein Wohlbefinden ist eher zweitrangig, weil ich immer noch im übergewichtigen Bereich bin.
Sobald ich mich nur auf mein Körpergefühl konzentrieren "darf" (heißt, wenn ich normalgewichtig bin), wird mir die Zahl auf der Waage auch egal sein, solange ich nicht wieder übergewichtig werde.
Trotzdem ist die Waage gerade mehr demotivierend als alles andere. Die Zahl bewegt sich nicht und wenn sie es doch tut, dann nur nach oben.

Was meint ihr?
Was seid ihr für ein Wiegetyp und warum?

Mittwoch, 18. Juni 2014

Eingeholt von der Vergangenheit

Hallo ihr,
ich muss euch heute einmal zum Ausheulen missbrauchen. (Falls euch Jammer-Posts nerven, also bitte einfach nicht weiter lesen.)

Ich bin gerade in einer Schleife gefangen, die iwo zwischen meinem "alten Ich", meinem "aktuellen Ich" und "der Gesellschaft" verläuft. Und anstatt alles sauber von einander zu trennen, schreien alle Stimmen in meinem Kopf durcheinander und machen mich einfach nur fertig.

Nun, wie soll ich das erklären? Am besten gebe ich euch kurze Stichworte:

Altes Ich:
  • Herkunft: ... nach der Magersucht
  • Zugehörigkeit: Gruppe der dünnen Mädchen. Zwischen leichtem Untergewicht und Normalgewicht.
  • Höchstes erreichtes Ziel: Halbmarathon in 2h 3Min. 
  • Besonderes Merkmal: Dünne, lange Beine
  • Risikofaktor: Bloß nicht zu wenig essen.... (manchmal gabs Schokolade zum Frühstück, um überhaupt genug Energie zu haben, um das Training zu starten).
Neues Ich:
  • Herkunft: das "Alte Ich" begann mit Krafttraining
  • Zugehörigkeit: Brauereipferde?
  • Höchstes erreichtes Ziel: 2 Minuten Plank - alles andere ist zur Zeit nicht messbar. 
  • Besonderes Merkmal: Ausgeprägter Brustbereich, Oberschenkel aus Stein
  • Risikofaktor: Keine Klamotten passen mir mehr...
Ich bin aktuell so fit wie nie in meinem Leben - sowohl konditionell als auch Krafttechnisch. Aber mit meinem "mehr" an Körperumfang komm' ich nicht klar! Ich habe den Prozess auch gar nicht richtig wahrgenommen und habe weiter alle meine alten Klamotten angezogen. Auf mein Körpergefühl konnte ich mich noch nie verlassen. Und da ich Spiegel hasse und umgehe, habe ich gar nicht gesehen, wie unvorteilhaft mittlerweile alles aussieht.

Dazu kommen die Medien und die Gesellschaft: Überall ist Sportmachen mit Abnehmen verbunden. Hallo???? Schön wärs...

Vllt. ist das total albern, aber ich höre alle Leute hinter meinem Rücken reden "oh...für jemanden, der mal magersüchtig war, ist die aber ganz schön fett geworden".

Mein Freundeskreis sagte früher bei meinem Bedenken, ob ich fett geworden sei "Quatsch". Heute heißt es "naja, du bist halt athletischer".

Es nervt mich ja selbst, dass es mich so runterzieht. Eigentlich ist ja alleine schon die Erkenntnis, dass ich noch niemals so fit war, Grund genug, happy zu sein. Bin ich aber nicht. Ich sehe auch keine Muskeln - merke nur, dass sie da sind -  ich sehe nur fett, dass überall seine Wege aus dem Hosenbund sucht...

Mich würde interessieren, ob ihr auch schon mal Probleme mit eurem Körperbild hattet, obwohl objektiv betrachtet eigentlich alles okay ist. 

Mittwoch, 26. März 2014

Boah ey,...

Moin Moin ♥

Entschuldigt den späten Post: Ich war den ganzen Tag unterwegs und jetzt muss ich eigentlich noch einen Vortrag für morgen fertig machen. Aber der muss jetzt warten ☺

Ich mache mir mit dem heutigen Post keine Freunde - glaube ich. Denn heute schreibe ich mal über zwei Auswüchse des WWW, die mich in dieser Woche echt ärgerlich gemacht haben. Ja, in dieser Welt herrscht Meinungsfreiheit und jede_r darf schreiben, was gefällt. Aber dann darf ich auch sagen, was mir nicht gefällt - finde ich.

1) Ich fange noch einmal harmlos an... Kennt ihr Achim Achilles? Im wahren Leben als Hajo Schumacher bekannt und Schreiber für u.a. Spiegel-Online. Er ist "Deutschlands erfolglosester Hobbyläufer" gibt er Tipps wie der Laufpapst und pöbelt (am liebsten gegen Walker) was das Zeug hält. (Ich kann eigentlich immer sehr drüber lachen). Anna Achilles ist seit kurzem auch dabei. Sie nimmt mehr so die "Mädchenrolle" ein: Lieber verkatert im Bett bleiben als Joggen, ein ♥ für Walker, und.... jetzt: Ein Trainingsplan für 10 km in 55 Min.

Auf facebook wurde diese Zeit vom Autor zur Gattung der Schnecken gezählt. (Wörtlich: "das schaff ich ja rückwärts. wer ähnlich schnarchnasig unterwegs ist, kann sich hier ihren trainingsplan ansehen.") Schon das finde ich ganz schön fies. Aber gut, das ist sein Stil. Die Kommentare dazu fand ich dann aber doch too much. 67 Kommentare finden sich bereits dazu. Eindeutig ein Spitzenwert!!!

...Bin wohl nicht als einzige böse geworden ☺

2) Das zweite Thema kommt aus einer ganz anderen Richtung und - es wird wohl persönlicher. Ich bin in der letzten Woche wieder über einen Haufen "pro-Ana"-Blogs gestolpert. Jedesmal werde ich da unglaublich wütend und traurig. Meistens steht schon recht weit oben, dass die Inhalte triggern könnten, aber die Verfasserin NICHT Pro-Ana sei (Also magersüchtiges Verhalten und Aussehen nicht befürworten). Ich finde solche Blogs so unglaublich gefährlich: Die ganze Welt dieser Mädchen dreht sich ums Abnehmen  und Glücksgefühle wie Traurigkeit stehen in direktem Zusammenhang zum Gewicht.


Nun gibt es ja auch noch Menschen, die abnehmen wollen, weil sie WIRKLICH übergewichtig sind. Also wegen ihres Gewicht gesundheitliche Probleme haben. Und ich hoffe, dass dieser Blog vor allem diese Menschen erreicht.

Warum erzähle ich das jetzt überhaupt? Nun, wir alle scheinen ein Problem mit unserem Gewicht zu haben. Einige Probleme liegen auf der Hüfte - andere sind im Kopf. Oft hört man, dass die Pro-Anas früher mal übergewichtig waren - und unglücklich. Die erste Diät, die ersten Kilos fielen. Komplimente, Glücksgefühle.

Die Glücksgefühle blieben nicht lange, also mehr abnehmen, und mehr und mehr... weniger wiegen um glücklich zu werden. Und das ist einfach Schwachsinn!!!! 

Ich hoffe, dass ihr alle wisst, dass euer Gewicht nichts über eure Persönlichkeit sagt! 

So, und jetzt dürft ihr den Shitstorm starten. ☺



Sonntag, 8. Dezember 2013

Reitangst hoffentlich endlich Geschichte

Hallo liebe Leser und Leserinnen

Der Tag ist zwar noch nicht sooo alt, aber ich hatte trotzdem schon ein sportliches Highlight heute.

Ich bin geritten.
Schritt, Trab, Galopp, beide Richtungen und das ohne Longe.

Hört sich jetzt erst einmal stinknormal an und nicht interessant und schon gar nicht wie ein Highlight.
Aber mich hat das echt Überwindung gekostet und ich bin echt froh, dass das alles ohne Angst geklappt hat.

Ich bin bevor ich wieder auf mein eigenes Pferd gestiegen bin, erst einmal ein anderes geritten und bin dann zwei Mal ganz übel runter gefallen. Ich lag noch nie mehrere Minuten am Boden, weil ich mich nicht bewegen konnte. Wer reitet, der kennt's: Nach einem Sturz muss man wieder auf's Pferd, also bin ich wieder aufgestiegen und lag eine halbe Minute später wieder am Boden. Danach bin ich nicht wieder aufgestiegen, weil das Pferd nervlich am Ende war. (Armes Pferd, sie wurde früher anscheinend übelst geschlagen und hat deswegen mehrere Traumata...)
Die erste Zeit danach war alles ok, aber mit der Zeit habe ich immer mehr Respekt bekommen, bis es irgendwann so schlimm geworden ist, dass ich heulend vor Angst vom Pferd gestiegen bin...
...Tiefpunkt überhaupt.
Seit einem Monat ging es immer wieder mal einen Schritt vor und zwei zurück und wurde mit fast jedem Mal schlimmer.
Psychischer Stress garantiert. Mein armes Pferd...

Seit dieser Woche geht es kontinuierlich bergauf und ich denke, dass das Gröbste jetzt überstanden ist.
Heute dann mein Highlight: Ohne Longe und ganz allein alle Gangarten. Ich wäre wieder fast heulend vom Pferd gestiegen, weil ich mich so gefreut habe. Für mich und für mein Pferd.

Das hat jetzt zwar bestimmt nicht alle interessiert, aber ich bin so glücklich gerade und diese Freude muss irgendwie raus :)
Wenn das nächste Woche jetzt genauso weitergeht, kann ich auch wieder hoffentlich alleine ohne Angst reiten und dann auch wieder öfters.
Sport, ich komme! Das Training für die nächste Saison kann beginnen!

Euch noch einen schönen zweiten Adventssonntag :)
Fühlt euch gedrückt

Sonntag, 17. November 2013

Prioritäten setzen

Für alles, was wir tun gibt es einen Grund.
Es gibt auch einen Grund dafür, die Zeitung zu lesen oder vor dem Fernseher zu sitzen. Jede Kleinigkeit in unserem Alltag ist begründet und wenn auch nur "zum Entspannen" oder "weil's interessant ist". Und mit jeder kleinen Tätigkeit oder Untätigkeit zeigt man seine Prioritäten.

Ich bin gerade dabei meine zu ordnen, was wahrlich eine schwere Aufgabe ist. Was jetzt gut ist, kann mich eventuell in zwei Jahren nicht weiterbringen oder die Zeit, die ich heute nicht investiere, bekomme ich vielleicht nicht wieder.

Wenn man jung ist heißt das: Blick in die Zukunft.
Und wie sieht es aus, wenn man alt ist?
Man soll sein Leben jetzt leben! -ganz klar: jetzt spare ich nicht, weil ich mir jetzt ja so viele  Sachen davon kaufen könnte, die mich jetzt weiterbringen.
Man soll so leben, als ob es kein Morgen gäbe! -cool: Schule schmeißen, shoppen, schlemmen... eben: Sex, Drugs and Rock'n'Roll!

Angeblich soll das Leben immer schwerer werden: Fett schmilzt schwerer, Geld wird knapper, Lifestyle wird teurer, Leben wird stressiger.
... und eigentlich bin ich jetzt schon überfordert!

Klar, Schule steht an erster Stelle. Sonst kann man das weitere Leben sowieso fast in die Tonne treten. Andererseits wird niemand mehr nach meinem Abidurchschnitt fragen, wenn ich meine Ausbildung fertig habe.
Ohne Sport geht bei mir nichts! Also ran an den Speck. Aber halt stopp! Du hast ja ein Pferd um das du dich kümmern musst und was du im Moment nicht reiten kannst.
Man sieht schon, Zeit ist Mangelware in Deutschland; Stress beherrscht den Alltag. Dann ist es doch schön, wenn man eine Person hat, bei der man alles auf Anhieb vergisst und die Welt in Ordnung ist... Meine Zeit wird davon aber auch nicht mehr.
Und dann gibt es angeblich noch die Leute, die alles für dich bedeuten. Dummerweise gibt es davon etwas mehr, aber alle Freundschaften wollen gepflegt sein, sonst sind das irgendwann nur noch Bekannte oder sogar Fremde.
Und dann gibt es noch die Familie, die immer Familie bleiben wird und die immer für einen da sein wird, die sich aber trotzdem mal freut, wenn mal etwas von der wertvollen Zeit geopfert wird.

Und zu guter letzt soll man laut so vielen Professoren und Experten noch Zeit für sich selbst finden!

Zeit ist wertvoll und das bemerkt man besonders, wenn die Tage kürzer werden, das Geld knapper (man muss ja irgendwann auch noch arbeiten), die Faulheit träger...

Mein Glück: abnehmen klappt trotzdem irgendwie, aber das wird in ein paar Wochen nicht mehr so sein. Irgendwie muss ich Sport in meinen Alltag einbringen, ohne alle anderen Faktoren zu vernachlässigen. Prioritäten müssen geordnet werden und das ist meine größte Herausforderung in der letzten Zeit.

Ich wünsche mir das Leben eines schlanken, reichen, erfolgreichen, beliebten Menschen, der viele Bedienstete besitzt und sich somit nur auf die schönen Seiten des Lebens konzentrieren muss, wie z.B. das Bloggen, was als Priorität irgendwie ganz weit nach hinten gerutscht ist.

Wie schafft IHR das bloß alles?

Sonntag, 6. Oktober 2013

Jetzt erst recht!

Jetzt erst recht und danke, dass du mir auch noch Starthilfe leistest.

Wenn man drei Jahre zusammen war und ein Jahr Fernbeziehung überstanden hat, dann verletzt es umso mehr, wenn das plötzlich in die Brüche geht -besonders wenn es die erste Beziehung war.
Jeder, der schon einmal in solch einer Situation war, kann sich bestimmt vorstellen, wie man sich fühlt, wie viele Gedanken einem im Kopf rumschwirren und wie gut man noch weiß, was richtig und was falsch ist.
Chaos pur.
In meinem Kopf.
In meinem Körper.

Und irgendwo in diesem Chaos gab es eine kleine Stimme, die gesagt hat:
"Zeig ihm, was er verpasst. Entweder leidet er dann wie du jetzt oder er will dich zurück".
Ich weiß zwar nicht, welchen Fall ich bevorzuge, aber selbst, wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, dann muss ich ja wenigstens etwas haben, was ich auf dem Markt präsentieren kann. Sprich: die 20kg, die ich mir in Kanada angefuttert habe müssen weg; im besten Fall noch mehr!
Mitterweile bin ich schon auf einem guten Weg -über 8kg sind schon weg, aber jetzt erst recht!

Glücklicherweise bringt Liebeskummer nicht gerade den Appetit eines Löwen mit sich, sodass ich mich fast zu den Fastenden zählen kann. Es ist zwar nicht gesund, soll aber auch nicht so bleiben. Ich freue mich schon darauf, wenn ich wieder mehr als 3 Löffel Müsli am Morgen wieder runterbekomme und somit sicher sein kann, dass ich beim Spaziergang mit dem Hund nicht zusammenbreche.

Viel mehr gibt es bis hierher nicht zu berichten, bzw. mit mehr will ich hier niemanden quälen. Mein Blog ist vorerst ein wenig auf Eis gelegt, weil ich auf nichts Bock habe und mein (leider) Ex ihn per Email abboniert hat. Ich werde ihm nicht gönnen irgendwelche Infos von mir zu bekommen, wenn er die Funkstille eingeläutet hat.

Donnerstag, 15. August 2013

Wie man seine Motivation wieder zurückbekommt

Heute nur ein kurzer Beitrag - wir haben Besuch und es muss noch einiges vorbereitet werden für das Grillen heute Abend (und ich möchte noch joggen gehen).

Manchmal gibt es einfach so Tage, an denen man sich fragt, was denn das Ziel von einem ist - ein fitter, gesundes und glückliches Ich, oder doch vielleicht das Gegenteil? Es läuft alles schief, man isst zu viel, bewegt sich kaum und so weiter...
Mich persönlich frustriert das immer sehr, da ich jemand bin, der nur Alles oder Nichts kennt, und wenn nicht alles perfekt läuft, dann bleibt ja nur noch "alles ist doof und ich bin soo dick" übrig.
In so einer Situation werden dann viele Vorsätze gefasst für die nächsten Tage, und man ärgert sich noch mehr über sich selber, weil wieder mehr Arbeit vor einem liegt als nötig.

Mir selber hilft in so einer Situation erst mal nur nach vorne blicken und es nicht zu übertreiben mit den Vorsätzen.
Am Besten fühle ich mich jedoch, wenn ich schon den ersten Schritt mache, die Vorsätze zu erfüllen.
Zum Beispiel, indem ich ein gesundes Frühstück für den nächsten Tag zubereite, das Sportoutfit bereitlege und eine gesunde Einkaufsliste schreibe. So wirkt der nächste gesunde Tag schon wie halb erledigt!

Im besten Fall bekommt man dann ordentlich Lust darauf, wieder durch die Gegend zu rennen, in seinem Zimmer herumzuhüpfen und alles, was nicht so ist, wie man will, einfach hinter sich zu lassen und in sich und seinen Körper zu vertrauen.
Meistens weiß der nämlich selber sehr gut, was ihm gefällt und verzeiht es einem, wenn man mal nicht so nett zu ihm war.


Liebe Grüße,
Say

Sonntag, 4. August 2013

wo ich im Moment stehe und was (leider) kommt

Ich fühle mich richtig gut! Wie auf einem Runners-High für "Diätende".
Viele reden ja davon, dass sie sich mit dem gesunden Lebensstil gut fühlen und ich bin grad auch in dieser Phase (oh, möge sie lange anhalten). Ich finde das auch ziemlich logisch, dass unser Körper in dieser Art und Weise auf das gesunde Essen und den Sport reagiert. Mit dem gesunden Essen bekommt er alle Nährstoffe und keine hässlichen Zusätze und der Sport hält ihn für mögliche Flucht- und Jagdversuche fit. So ist es doch von der Natur vorgesehen?!

Seit Donnerstag mache ich wieder mehr Sport, schwitze viel, bin stolz auf mich nach einem Erfolg, bin abends verdient müde und insgesamt ausgeglichener und glücklicher.
Außerdem habe ich ein Motivationshoch seit Mittwoch, weil ich mit meiner Mutter einkaufen war und seit Donnerstag bin ich eine Sportkanone! Ich habe leichten Muskelkater und meine Knie tun vom vielen Sport ein wenig weh; ich merke, dass sich da was tut.

Meine Welt könnte (abgesehen von den noch abzunehmenden Kilos) nicht besser sein und ich freue mich richtig an ihr teilzuhaben. Die Sonne scheint, ich bin ausgeschlafen, habe immer noch Ferien. Aber leider geht nächste Woche die Schule wieder los und in den ersten Tagen werde ich bestimmt Probleme mit mir selbst haben. Es fällt mir schwer meine alten Klassenkameraden wiederzusehen (was ich teilweise schon hinter mir habe), weil ich nicht weiß, was sie von mir erwarten, ob sie mit mir reden wollen, was sie über meine Gewichtszunahme denken (ich errinere nochmal: 20kg Differenz zwischen jetzt und damals!), wie sie allgemein zu mir stehen. Aber damit muss ich klarkommen und sterben werde ich davon ja auch nicht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es so schwer ist, sich wieder in seiner alten Welt reinzufinden und besonders der Sportunterricht macht mir Angst! Es war schon immer ein Thema, was ich zum Sport in die Schule anziehe und darüber grübel ich schon seit einigen Tagen wieder nach. (Ich weiß noch nicht einmal, in welchem Sportkurs ich lande) Genauso geht es mit den normalen Outfits. Neuer Jahrgang, neue Leute: der erste Eindruck zählt. Und was ist wichtiger als eine Person, die sich in ihrem Outfit wohl fühlt und dabei auch noch gut aussieht?
Meine Freundin hatte ein Jahr vor mir ihr Auslandsjahr gemacht und versteht mich. Sie hatte die gleichen Sorgen, die sich aber nicht bestätigt haben. Es wird halt Leute aus meinem alten Jahrgang geben, die mich weniger als mit ihrem Arsch anschauen, aber der neue Jahrgang soll wohl sehr nett sein (oh bitte!).
Wünscht mir einfach Glück und vielleicht denkt der eine oder andere am Donnerstag ja an mich.


PS: ich suche noch nach einer kniefreundlichen Sportart außer Radfahren (ich sehe das nur als Bewegungsmittel) oder Schwimmen (in unserem Freibad sind so viele Kinder, die immer die Bahnen blockieren...)
Schon mal Danke im Vorraus :)


Sonntag, 21. Juli 2013

von verschiedenen Körperformen und Akzeptanz

Ich war gestern auf einem Festival und ich werde gleich auch wieder hingehen. Was mir dabei aufgefallen ist, sind die vielen verschiedenen Menschen die da aufeinandertreffen. Alle Altersgruppen, alle Kleidungsrichtungen und auch alle Körperformen. Wer schon einmal auf einem Festival war, weiß was ich meine.

Ich bin jetzt nicht der typische Festivalgänger, also berichtigt mich wenn nötig, aber ich finde das jedes Mal für ein Wochenende diese Unterschiede vergessen werden. Dann gibt man schon einem Punk einen "Free Hug" und feiert mit Männern in Superheldenkostüm bei der gleichen Band. Ich habe gestern überdurchschnittliche dickere Leute gesehen -auch in überdurchschnittlich kurzen Jeans. Niemand scheint sich drum zu kümmern. Man akzeptiert jeden und jeder kann sein, wie er wirklich ist.
Da fühle ich mich auch nicht so unwohl mit meiner Körperform und meinen fast 20kg Übergewicht.
Man fühlt sich trotzdem akzeptiert und für mich dreht sich alles darum: um Akzeptanz.
Das war der Grund, warum ich das erste Mal abgenommen habe und der Grund, warum ich wieder angefangen habe. Das ist der Grund warum ich die erste halbe Woche, die ich wieder hier war, so unheimlich schlecht drauf war und mich nur in meinem Zimmer verstecken wollte und niemanden sehen wollte.
Ich weiß nicht, ob Deutschlands Jugendliche insgesamt so schlank sind oder ich einfach nur aus einer schlanken Gegend komme, aber als eine Übergewichtige (die auch kaum Freunde hatte --> Zufall?) die Schule gewechselt hatte, war ich mit meinem Noch-Normalgewicht die Dickste aus dem gesamten Jahrgang. Alle sahen ungefähr gleich aus und wir alle strebten dem Gleichen nach: lange leicht gewellte Haare, groß und sehr schlank. Alle Klamotten ungefähr aus dem gleichen Laden.
Ich konnte als "Dickste" nicht diese kurzen Sporthosen anziehen, die die anderen Mädchen anhatten und keine Tops zum Sportunterricht weil ich die Einzige mit SportBH war.

Alles was ich mit meiner Diät erreichen wollte war, dass ich endlich wie alle anderen Mädchen aussehen würde, auf Fotos nicht rausstechen würde und mehr oder weniger in der Menge untergehen würde anstatt unangenehm aufzufallen durch mein Gewicht.

Ist das richtig so? Muss man schlank sein um Akzeptanz zu finden in Deutschland?

In Kanada war ich bei weitem nicht die Dickste und wir hatten ein breites Spektrum an Körperformen und mir gings verdammt gut. Ich steige in den Flieger nach Deutschland und alles ist gut, ich steige aus und fühle mich fett und fehl am Platz, obwohl ich kein einziges Gramm während des Fluges zugenommen habe.
Es kam mir gestern einfach so vor, als ob die "Dickeren" ihre Chance genutzt hätten, aus ihren Löchern gekrochen sind, indenen sie sich sonst immer verstecken, (weil ich sie ja sonst nie sehe) um endlich ihr Leben leben zu können, weil sie auf einem Festival endlich Akzeptanz finden.

Donnerstag, 16. August 2012

EFT - Klopf dich ein kleines bisschen glücklicher

Emotional  Freedom Techniques (EFT)

Heute möchte ich euch einen kurzen Einblick in die Klopftechnik EFT geben.

Mit EFT kann man negative Gefühle oder Stress wegklopfen bzw. vermindern.

EFT beruht auf der Annahme, dass negative Gefühle durch eine Störung im körpereigenen Energiefluss ausgelöst werden. Bei der EFT beklopft man klassische Akupressurpunkte, um die Energie in den Körpermeridianen wieder fließen zu lassen.

Dies kann dabei helfen, Heißhunger und Stress zu bewältigen. Die Technik ist sicherlich nicht für jeden geeignet, aber für einige von euch ist sie vielleicht interessant.

Auf folgendem Bild seht ihr die typischen EFT-Punkte:


Wichtig ist, dass man eine EFT-Sitzung immer mit dem Handkantenpunkt (Punkt 12) beginnt, um sich auf die Sitzung einzustimmen. Während des Set-Ups legt man fest, welches Problem man bearbeiten will, z.B. den Hass auf den eigenen Körper oder dass man Essen als Belohnung benutzt.

Diese negative Aussage kombiniert man mit einer positiven Affirmation.

"Auch wenn ich Süßigkeiten dazu benutze, um mich besser zu fühlen, akzeptiere ich  mich ganz und gar."
"Auch wenn ich meinen Körper hasse, akzeptiere ich mich voll und ganz, so wie ich bin."

Danach folgt Runde eins, in der man negative Sätze zum Problem klopft, dabei klopft man etwa sieben Mal auf einen Punkt.

Beispiel Körperhass
  1. Mitte des Kopfes: Ich hasse meinen Körper
  2. Augenbraue: Ich hasse es, wie mein Körper ausschaut
  3. Neben dem Auge: Ich mag es nicht, wie ich mich in meinem Körper fühle
  4. Unter dem Auge: Ich wünschte, ich wäre anders.
  5. Unter der Nase: Ich wünschte, ich hätte einen anderen Körper
  6. Kinn: Das ist einfach unfair.
  7. Schlüsselbein: Alle anderen haben einen schöneren Körper
  8. Unter dem Arm: Ich lehne meinen Körper ab.
In Runde zwei klopft man nun positive Affirmationen, um das Gefühl zu verändern

  1. Mitte des Kopfes: Mit meinem Körper ist alles in Ordnung
  2. Augenbraue: Ich akzeptiere meinen Körper
  3. Neben dem Auge: Ich liebe mich und liebe meinen Körper
  4. Unter dem Auge: Ich werde mich um meinen Körper kümmern
  5. Unter der Nase: Mein Körper gehört zu mir und ich übernehme die Verantwortung für ihn
  6. Kinn: Ich kann mit meinem Körper glücklich sein
  7. Schlüsselbein: Ich muss nicht perfekt sein
  8. Unter dem Arm: Ich kann auch ohne perfekten Körper glücklich sein.
Am Ende des Klopfens spürt ihr nach, ob sich eure Gefühle zu eurem Problem geändert haben. 

Wenn euch das Thema interessiert, dann sucht mal im Netz danach, es gibt nämlich noch verschiedene andere "Klopfrituale".

Zum Abschluss ein Video, in welchem Bill Cashell, der Autor des Buches "The Emotional Diet", die Emotional Freedom Technique erklärt. Viel Spaß damit!







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Donnerstag, 9. August 2012

Diätgeschädigt

Fast jede/r von uns kennt das Dilemma, wir möchten dünn sein, wissen aber, dass uns eine strenge Diät nur kurzfristig zum Ziel führt und uns danach mit dem Jojo-Effekt bestraft.

In der Theorie weiß man genau, was man machen müsste, um abzunehmen, nämlich ein moderates Kaloriendefizit fahren, sich ausreichend bewegen, frisch und gut kochen, sich keine Lebensmittel verbieten und sich nicht das Leben vom Übergewicht diktieren zu lassen.
Trotzdem fällt man immer wieder auf die wahnwitzigsten Diäten rein, man fastet, man shaked, man isst viel zu wenig, man verzichtet.

Seid auch ihr schon diätgeschädigt? Im Buch "Intuitiv Eating" von Evelyn Tribole und Elyse Resch stehen die typischen Symptome.
Hier mal ein kleiner Auszug:

  1. Allein schon der Gedanke an eine neue Diät verursacht Gelüste und Verlangen nach Schokolade, Chips und andere "verbotene" Lebensmittel.
  2. Am Ende einer Diät verfällt man in einen Fressanfall, nachdem man sich natürlich schuldig fühlt, weil man versagt hat.
  3. Man traut seinem eigenen Körper nicht mehr. Durch die ganzen Diäten hat man verlernt auf die Bedürfnisse seines Körpers zu hören und vertraut nicht darauf, dass der eigene Körper schon weiß, was man essen soll.
  4. Die Henkersmahlzeit. Vor jeder Diät isst man nochmal die Dinge, die man während der Diät nicht essen darf. Das artet dann schnell in ein Fressgelage aus. Durch kürzer werdende Abstände zwischen Diätbeginn und Diätende tragen auch diese "letzten Schlemmereien" zu einer stetigen Gewichtszunahme bei. 
  5. Träger Stoffwechsel. Jede Diät bereitet den Körper besser auf die nächste hausgemachte Hungersnot vor, so dass man am Ende schon mit einer geringen Kalorienmenge zunimmt.

Am Besten lässt sich der Stoffwechsel mit einem Feuer vergleichen: Wenn man das Feuer nicht mit genug Holz versorgt, dann erlischt es.
Man muss dem Körper genug Nahrung geben, damit er mit dem Stoffwechsel nicht herunterfährt.
Zum Abnehmen geeignet ist folgende Formel:
(Grundumsatz + Gesamtumsatz)/2 = Energiebedarf während Diät


Also, hört mit dem Diätwahn auf und nehmt auf die altmodische Tour ab: Leichtes Kaloriendefizit und Bewegung.


Alles Liebe,
Sonni

Donnerstag, 2. August 2012

Abnehmen - Ja, bitte! Selbsthass - Auf keinen Fall!

Da ich gelernt habe, dass es keinen Sinn macht andere Leute bezüglich der Ernährungsform zu missionieren, werde ich mir hier im blog vor allen auf die psychischen Aspekte des Abnehmens eingehen. Falls ihr das langweilig finden solltet, schreibt mir bitte!

Gerade am Anfang einer Ernährungsumstellung oder wenn die Diät mal wieder nicht so läuft wie sie sollte, ist es wichtig trotzdem mit seinem Körper im Reinen zu sein.

Erinnert euch immer wieder daran, was euer Körper für euch leistet, obwohl ihr vielleicht mit eurem Hintern nicht zufrieden seit oder obwohl ihr trotz Kaloriendefizit und Sport nichts abgenommen hat.

Er arbeitet für euch Tag für Tag, auch wenn ihr nicht gerade nett mit ihm umgeht, ihn vielleicht zu wenig bewegt, ihm zu wenig Nährstoffe gebt oder nur schlechtes Essen in euch hinein schaufelt. Wenn man sich dann noch klar macht, wie sich abermillionen von Zellen zu so einem tollen hochorganisierten System zusammentun, dann kann man doch gar nicht anders, als seinen Körper zu mögen und dankbar zu sein, oder?

Also, kümmert euch um den einzigen Körper, den ihr habt, seit nett zu ihm. Vielleicht gewöhnt ihr euch einfach spezielle Rituale an, die euch wieder näher mit eurem Spiegelbild zusammenwachsen lassen. Cremt ihn nach dem Duschen ein, gönnt euch am Morgen eine Bürstenmassage, macht euch die Haare schön zu Recht etc. Euch fällt sicher genug ein.

Wer mit mit seinem Körper zufrieden ist und sich klar macht, dass es halt eine Zeit lang dauert bis man eine Veränderung sehen kann, der strahlt dies auch aus und lässt sich nicht so leicht von komischen Blicken im Schwimmbad aus der Ruhe bingen.

Außerdem finde ich noch wichtig, dass man trotz Übergewicht im jetzt lebt. Damit meine ich, dass ihr nichts, was ihr gerne tun würdet vom schlank sein abhängig sein lasst. Sätze wie "Wenn ich schlank bin ...
... suche ich mir einen tollen Job
... finde ich den richtigen Partner
... gehe ich zum Sport
... traue ich mich an den Strand
... bin ich viel glücklicher als jetzt"

bremsen euch nur aus und kosten euch eine Menge kostbarer Lebenszeit. Was passiert, falls ihr doch nie euer Wunschgewicht erreicht? Werdet ihr dann nie zum Sport gehen, den richtigen Partner finden oder glücklich sein?

Zum Schluss noch was in eigener Sache, weil ich in letzter Zeit so viele Frauen in zu kleiner Kleidung sehe, kauft euch bitte immer Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt und die wirklich passt. Nichts ist schlimmer, als eine zu enge Hose, bei der oben der Bauch- und Hüftspeck rausquillt. Das lässt einen doch locker 10 kg schwerer aussehen als man in Wirklichkeit ist.

Das fängt bei der Unterwäsche an und hört bei der Bluse auf! Kein Einschneiden und überquellen bitte.
Ich verstehe einfach nicht, warum man zu enge Hosen anzieht, das sieht nicht nur schlimm aus, sondern fühlt sich doch auch schlecht an, oder?

 Eine Motivationshose im Kleiderschrank, die nicht passt, finde ich in Ordnung. Aber solch ein Motivationskleidungsstück sollte man dann doch lieber erst anziehen, wenn es richtig passt.

So, das war es erstmal von mir, falls der Post etwas wirr erscheint, entschuldige ich mich dafür schonmal! :-)

Eure Sonni von http://lowcarbmetamorphosis.blogspot.de/