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Samstag, 1. August 2015

"Das wird spaßig!", haben sie gesagt...

Hey ihr,

seit November habe ich wieder zusammen mit meiner Mama mit Zumba angefangen - und seitdem haben wir eigentlich jeden Dienstag für eine Stunde zusammen schwitzigen Spaß. Leider ist die Trainerin jetzt in den Sommerferien nicht da, aber der Sportverein hat ein Ersatzprogramm - zwar kein Zumba, aber wir waren Dienstagabend bei "Fitness". Natürlich haben wir uns gleich in die erste Reihe geknallt, hinter uns fast nur rüstige Rentnerinnen mit dem Willen zum Schwitzen, vorne am Spiegel die hochmotivierte Leiterin mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach dem Motto "Hossa Nossa, jetzt werden die müden Knochen angestrengt". Und dann ging's auch zu bester 80er Jahre Musik los im Takt mit Sidesteps, V-Steps, Squats, Mambo-Cha-Cha-Cha, Drehung, Sprung, Arme kreisen und und und. Es hätte echt nur noch gefehlt, dass sie gesagt hätte "Und jetzt raubt die Bank aus, meine kleinen Hüpfer"! Zwischendurch wurde immer wieder gefragt, ob es uns denn gut ginge (KLAR, ich sehe immer aus wie eine italienische Tomate im Hochsommer!) und dass wir gefällst atmen sollten... aha, nein, habe ich gerade keine Zeit zu. Nach vierzig Minuten war ich dann  eigentlich auch durch und dem Gesichtsausdruck meiner Mama zu urteilen sie auch - dann wurde aber verkündigt, dass es jetzt auf die Matten ginge. Und das ist nie ein gutes Zeichen. Also ab auf den Boden und erstmal Fahrrad fahren. Ich ma Fahrrad fahren. Aber nicht auf dem Rücken liegend, wenn meine Beine eigentlich schon den Status "Hack uns ab!" erreicht haben.... aber "Abgerechnet wird am Strand", deshalb Beine in die Höhe und strampeln. Madame Weight Watchers neben mir erlitt nach kurzer Zeit einen Lachkrampf mittlerer Ausprägung, der mich leider ansteckte und so wurde das leider nichts mit dem dauerhaft angespannten Bauch. Tja "Abgerechnet wird wohl doch nicht am Strand". Schade, aber ich hatte Spaß. Danach noch ein paar Sit-Ups, bei denen ich dank meiner Bauchtrainings-App doch glänzen konnte. Leider kam danach das Fahrrad wieder - nichts für mich. Zum Schluss stand noch Popo auf dem Programm, was leider mal so gar keine gute Idee mitMuskelkater vom Krafttraining von Montag war. Auf allen vieren wurde da nämlich ein Bein angewinkelt und hoch und runter bewegt - in der Zeit hätte auch der 3. Weltkrieg ausbrechen können, ich hätte nichts mitbekommen, weil meine Beine penetrant kein Bock hatten. Danach noch ein paar Yoga-Moves, wobei ich bei der Kinds-Haltung beinahe eingeschlafen wäre. Dehnen zum Ende auch nicht vergessen, wobei ich und meine Mama beinahe zusammengeklappt wären und klar: Am Ende gab es Applaus: "Toll, dass ihr da ward!" Äh ja, fand ich auch, aber ich denke wir sehen uns erstmal nicht so schnell wieder, weil wegen MEINE BEINE SIND REIF FÜR DIE REHA! Leider habe ich es dann nicht mal mehr hinbekommen, dass Auto nach Hause zu kutschieren - Gefühl im rechten Bein? Weg. Ich denke, ich bleibe dann doch lieber beim Zumba, weil ich da erstens besser gelaunt wieder raus komme und nicht Krankenhaus-reif bin. Man muss ja nicht übertreiben!
Und hiermit melde ich mich dann auch erstmal für zwei Wochen ab, denn es geht Montag nach Dänemark! Internet ist da glaube ich nicht so und mein Plan ist es sowieso, mal runter zu kommen und keinen Stress wegen bloggen oder so zu haben. Deshalb: Genießt den Sommer, macht was, denkt nicht zu viel und bis dann!

Maybritt



Freitag, 12. Dezember 2014

Ist die Luft raus?

Hey ihr,

ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie ist zurzeit bei mir "Die Luft raus". Ich kann mich manchmal fast gar nicht dazu aufraffen, ins Fitness-Studio zu gehen, morgens zur Schule gehen ist sowieso immer ein Kampf, lernen hängt mir aus dem als heraus, Hausaufgaben sowieso. Und dann kommen solche Gedanken wie "Ich muss ja kein Sport machen...", obwohl ich mir eigentlich immer einen schönen Plan mache und den dann einhalte. Aber wenn ich immer so um halb vier nach Hause komme, was esse, es langsam dunkel wird und dann - wenn's ganz top ist - auch noch regnet: Dann würde ich alles machen, sogar lernen und so weiter, aber bloß nicht ins Studio. Obwohl es, wenn ich erstmal da bin, immer ganz gut ist! Klar, irgendwie brauche ich mal einen neuen Trainingsplan, weil ich nicht mehr wirklich schwitze, aber es gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Außerdem habe ich zurzeit so viel anderes im Kopf wegen Schule (Seminarfach, 2x LK-Arbeiten à drei Stunden, Ausarbeitungen, Hausaufgaben, mündliche Beteiligung...), aber auch Persönliches, dass zurzeit halt irgendwie nichts mehr geht, habe ich das Gefühl. Nur laufen klappt super, letztes mal hatte ich sogar so viel Lust, dass ich freiwillig die große Runde gelaufen bin. Auch wenn ich zurzeit immer eine dicke, fiese Blase am Fuss habe, die mich ziemlich stört - es läuft im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch Yoga ist super, wir werden alle immer besser und meine schoko-braune neue Matte macht ihren Dienst nahezu perfekt. Trotzdem: ich freue mich wirklich, wenn solche Tage wie heute (Freitag) rum sind. 30-Minütige Präsentation, zweistündige Französisch-Klausur, Tanz-Präsnetation und dann zum Fitness. Es tut mir echt leid, dass ich mich heute heir so ausheule, aber das ist zurzeit das, was mich an meinen Plänen so hindert und ich würde ALLES dafür tun, um wieder richtig motiviert in die nächste Woche zu starten... zum Glück die letzte Schulwoche. Wenn ihr irgendwelche unschlagbaren Tipps für mich habt, lasst sie mich wissen, aber vielleicht habe ich ind en letzten Wochen einfach zu viel gemacht, um dieses Level beizubehalten... oder es liegt einfach and er Jahreszeit. Ich meine guckt mal raus: Stockdunkel, es regnet. Auf lange zeit finde ich persönlich das echt deprimierend.
Aber ich denke, dass reicht einfach von mir. Wenn ich meine Motivation wieder gefunden habe, schaffe ich es vielleicht, nächsten Samstag al einen guten/inhaltsvollen Post zu gestalten... mal sehen, ob sie sich heir mal wieder blicken lässt.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Montag, 17. November 2014

Montagsdämonen

Hört sich dramatisch an, ist es auch!
Heute möchte ich mal über die Dämonen (und ja, ich meine wirklich Dämonen) schreiben, weil sie mir nämlich selbst vor zwei, drei Tagen mal wieder begegnet sind, und dieses Thema einfach an die Hand gepackt werden muss, gerade bei Veränderungen, wie wir sie ja stets anstreben.
Dämonen, die einem im Kopf herumgeistern, die nur darauf warten, bis man mal ganz unten ist. Jeder hat sie (ehrlich!), die Frage ist nur, inwiefern man sie die Oberhand gewinnen lässt. Dämonen sind wichtig, damit wir (mental) wachsen können, uns weiterentwickeln und -das Wichtigste- uns der Sache bewusst werden!
Kopfdämonen sind schuld, wenn wir immer wieder aufs Neue bei den selben Sachen scheitern. Wenn du heute da stehst, wo du letztes Jahr schon standest, und versucht warst,es zu ändern, dann haben die Dämonen gesiegt, so im Großen und Ganzen.
Aber ich fange mal von vorne an...


Was sind Kopfdämonen?

Kopfdämonen wohnen in deinem Kopf (daher wahrscheinlich auch der Name). Sie sind das schlimmste Übel von deinen negativen Gedanken, und sorgen auch dafür, dass das was du dir in den Kopf gelegt hast, real wird (und somit schlimmer).
Sie sind es, wenn du abends im Bett liegst, und schlimmen Dinge über dich hereinbrechen, und du Heulkfämpfe bekommst, weil das Leben gerade so furchtbar und nicht auszuhalten ist.


Woher kommen sie, und warum?

Sie kommen von unserem Unterbewusstsein. Und sie sind da, weil wir sie erschaffen. Je negativer wir denken, desto größer und mächtiger werden sie. Sie vermehren sich, wenn wir nicht über uns hinaus wachsen und uns weiterentwickeln. Sie treiben uns also auch an um zu lernen, weiser zu werden.


Bekommt man sie wieder weg?

Seeehr schwer bis gar nicht. Aber es hilft uns, wenn wir wissen, dass sie momentuell da sind. Und wir können sie wieder schrumpfen lassen, und in die tiefste und kleinste Ecke unseres Kopfes verbannen.


Jetzt wisst ihr Bescheid.
Ich war Ende der letzten Woche total angeschlagen. Plötzliche Krankheit (nur 'ne Nasennebenhöhlenentzündung) und die Ungerechtigkeit, dass ich das (freie) Wochenende nicht das machen konnte, worauf ich mich schon seit Wochen gefreut hatte, trieben mir Dämonen ins Haus. Dazu kam natürlich -wie schon seit langem- die Unzufriedenheit meiner Arbeitssituation. Als ich so richtig in Gedankenfahrt war, kam noch mehr dazu. Dämliche, alte Essgewohnheiten, olle kleine Wohnung ohne Badewanne, nicht vorhandener Partner, Einsamkeit, Traurigkeit, Sinnlosigkeit. Die Erkenntnis, genau an dem gleichen Punkt wie letztes Jahr zu stehen (ist nicht so, aber glaubte ich in dem Moment).
Ich suhlte mich, ich tobte meinen Kampf, bekam Fieber - die Dämonen hielten mich in der Nacht gefangen.


Und was half?

Ich wachte nach einigen Stunden auf (konnte ja ewig nicht einschlafen, gegen 5 glaube ich erst) und war völlig hinüber. Mit dem Tag kam die Analyse, die Auseinandersetzung, die Erkenntnis!
Ich hatte früher oft solche Nächte, in denen ich glaubte, dass ich meines Lebens nicht mehr froh werden würde. Natürlich erinnerte ich mich daran, nur heute erforsche ich mein Denken schärfer und intensiver denn je. Warum war das so, wie kam es, und warum habe ich es zugelassen?
Ich glaube, man kann es nicht aufhalten.
Damals hat mir dieser Satz sehr geholfen: 'Es gibt eben auch schlechte Tage, und das ist völlig okay!'
Hört sich so simple an, aber das zu verinnerlichen, es zu akzeptieren, dass es eben mal 1, 2 Tage mies läuft, ist völlig okay, und gehört zum Leben dazu!
Nach der Erkenntnis kam die Akzeptanz. Ich prangerte nicht mehr an, dass es so gemein und unfair war, dass ich wegen Krankheit nicht an den Veranstaltungen teilhaben konnte, zu denen ich unbedingt wollte. Ich habe es akzeptiert, habe mir einen Plan B aus dem Hut gezaubert, dass das freie Wochenende (an dem ich nun auch krank geschrieben war), trotzdem mir zu irgendwas Gutem verhalf. Und in dem Moment, wo ich das akzeptierte, stellte sich auch Heilung ein. Ich konnte klarer denken (natürlich fragte ich mich, warum das ausgerechnet so kam - aber ohne Groll, und nur aus Neugier). Es sollte eben nicht sein. Auch wenn die Dinge, die ich mir ständig vornehme, schöne Dinge sind, so brauche ich (jeder!) einfach mal Ruhe! Erst Recht, wenn die Sonne sich etliche Tage nicht zeigt, und man so schon am Tage im Halbdunkeln unterwegs ist. Rückzug, Schonung, so wie man es im Winter nunmal tut.
Im Nachhinein hätte ich es mir denken können, denn ich konnte nicht mal mehr richtig atmen. Ständig hatte ich das Bedürfnis tief atmen zu wollen, was ich aber einfach nicht hinbekam (hört sich banal an, ist es aber nicht).
Oh und ich habe viel gelernt. Ich bin zu Dingen gekommen, die ich sonst nicht hätte wahrgenommen. Ich habe nicht nur neue Motivation geschöpft, sondern bin auch zu neuem Selbstvertrauen gekommen. Neben dem habe ich noch etwa anderes gelernt/bekommen, und wer weiß, vielleicht ist es ja der Schlüssel, den ich schon so lange suche!

Also ihr Lieben, es ist völlig okay, wenns mal nicht so läuft wie es laufen soll. Nur vergesst nicht, immer einen positiven(!) Plan B in petto zu haben. Haltet euch an positive Dinge, sucht nicht nach Ausreden, und fragt euch wirklich immer und in jeder Situation, ob das jetzt so sein soll/muss, oder ob ihr etwas ändern könnt/wollt. Damit verhindert ihr nicht nur schlaflose (alptraumhafte) Dämonennächte, sondern lebt sogar noch bewusst und zufriedener!
(Ich hätte jetzt auf den einen oder anderen Punkt noch weiter eingehen können, aber ich will es nicht immer übertreiben...)