Hallo ihr Lieben!
Da Low Carb überwiegend mein Abnehmweg in den letzten 2 Jahren bestimmt hat, und das Thema auch schon speziell im
Ausbildungsunterricht (also Kohlenhydrate im Allgemeinen, 50-60% sollen es laut DGE wohl sein) vorkam, und sich eben meine Essgewohnheiten geändert haben, möchte ich mal etwas darauf eingehen.
Obst ist für mich das, was für andere wohl Schokolade ist - ich kann einfach nicht dauerhaft ohne. Ich kann eigentlich keinen Tag ohne.
Damals hatte ich immer Bedenken, wenn ich mal eine überdurchschnittlich große Banane aß, weil wegen den Kohlenhydraten und so. Heute esse ich manchmal 4,5 Stück am Tag. In meinen Smoothies kommt auch immer Obst, und generell habe ich auch abends oder zwischendurch mal das Verlangen, in einen saftigen Apfel zu beißen.
Und ich esse mittlerweile auch wieder gerne Reis hin und wieder, manchmal sogar auch Vollkorn/Dinkelspaghetti.
Ihr seht, da hat sich einfach so was geändert.
Ich tingele momentan Richtung Hight Carb, was mit dem Thema Rohkost einfach unvermeidlich ist.
Eins muss ich aber noch sagen, ich bin mit Low Carb gut gefahren, wenn ich auch regelmäßig (4x/Woche) Sport trieb und massig Eiweiß aß. Das Doofe ist nur, ich bin irgendwie keinen Schritt weiter gekommen (jetzt mal grob von Anfang bis Ende (heute) gesehen). Und ich bin es leid, alles auf die Umstände (Arbeit) zu schieben. Sicher, Gewohnheiten, alte Muster etc. sind schwer abzulegen. Aber Umstände werden immer im Leben sein, also was bringt es, dieses 'Ich warte bis...' und 'Wenn das erst mal vorbei ist...'.
Und ich habe für mich entschieden, dass ich so keine weiteren 60 Jahre mehr leben will!
Die Kohlenhydrate gänzlich verteufeln ist dann wohl doch nicht meins.
Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden, dass Eiweiß nicht zwingend für den Muskelaufbau notwendig ist, zumindest nicht so wie die meisten denken, zudem kommt noch dazu, dass ich die vegane Ernährung anpeile (auch so eine Sache, die einfach so kommt).
Wichtig sind die (essentiellen) Aminosäuren, aus dem Eiweiß besteht (ich gebe zu, ich wusste das nicht immer). Und diese kann man auch problemlos über andere -pflanzliche- Sachen einnehmen, und nicht zwingend aus tierischen Produkten (und damit in die Arme von Krankheiten rennen
* - dazu aber 'n anderes Mal mehr), und schon gar nicht in Massen.
Also, pro Obst, pro High Carb.
Sicher, auch hier kann man leicht und blind ins Verderben rennen.
High Carb bedeutet, viele Kohlenhydrate (meist in Verbindung mit Low Fat-wenig Fett), wo wir auch wieder beim Thema Zucker sind.
Über Zucker wissen wir ja schon alle Bescheid (ansonsten schaut mal
hier). Ich möchte ihn lediglich nur in Verbindung mit Ballaststoffen noch mal erwähnen, wie es in Obst vorkommt.
Ich zitiere mal Hans-Ulrich Grimm aus dem Buch
'Garantiert Gesundheitsgefährdend' (aus dem Kapitel, welches vom industriellen Fruchtzucker handelt):
"Robert Lustig und andere Wissenschaftlern fordern schon, Fruktose von Gesetzes wegen auf eine Stufe zu stellen mit Tabak und Alkohol. Lustig sagt: "Fruktose wird völlig anders im Körper umgesetzt, als zum Beispiel Traubenzucker, eher wie Alkohol. Fruktose kann daher auch die gleichen Erkrankungen verursachen wie Alkohol. [...]" Fructose mache zwar nicht abhängig, sei aber allgegenwärtig in Fertiglebensmitteln, sein Konsum praktisch unvermeidbar. [...]
Den Apfel will natürlich auch er nicht von der Liste sicherer Lebensmittel streichen. Auch Lustig kritisiert, nur die industrielle Variante, nicht aber den echten Fruchtzucker aus dem Obst: "Wenn Sie Obst essen, dann nehmen Sie den Fruchtzucker immer zusammen mit pflanzlichen Fasern auf. Diese Ballaststoffe sorgen dafür, dass nicht so viel Zucker verstoffwechselt wird und ins Blut übergeht. Die Fasern sind wie ein Gegengift: Sie verhindern reine Überdosis von Fruktose im Körper. Wir haben sehr spezifische Daten, die zeigen: Wenn man Zucker zusammen mit Ballaststoffen einnimmt, dann ist das nicht schädlich." Jedenfalls dann, wenn man die Früchte nicht im Übermaß isst. Davor sind wir eigentlich von Natur aus geschützt, weil jeder irgendwann der Früchte überdrüssig wird.
"
Das ist mir schon damals dezent hängengeblieben, weswegen ich auch nicht mehr das Weiße von den Orangen intensiv abpule.
Eine andere Sache, die ich oft in letzter Zeit gelesen habe, ist, dass wenn wir Muskeln aufbauen wollen, wir nicht gleichzeitig Fett verbrennen können (im Sinne vom Defizit). Das ist das, was die Bodybuilder-Gurus immer mit Aufbau-Phase und Defi-Phase meinen (wenn ich falsch liegen sollte, korrigiert mich ruhig). Weshalb sich manche fast das doppelte an Kalorien hinterhauen, um Muskeln aufzubauen (und diejenigen, die von Natur aus dünn sind und nicht zunehmen, auch ordendlich mit Kohlenhydrate nachhelfen).
Des Weiteren habe ich oft gelesen, dass es letztendlich ja doch nur auf die Gesamtkalorien am Tagesende ankommt.
Aber die Dinge sind mir zu vage, zu simple und doch irgendwie zu verallgemeinert. Und momentan weiß ich darüber zu wenig, als dass ich euch hier darüber was erzählen könnte (ich schreib's auf die Liste).
Mich würde mal interessieren, ob jemand von euch von Low Carb auf High Carb umgestellt hat und wie er damit zurecht gekommen ist (am besten gleich die ganze Geschichte. ;) )
* Meine persönliche Meinung aufgrund des Wissens, was ich mir angeeignet habe, sowie meine persönlichen Beobachtungen an meinem Körper, meiner Gesundheit.
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