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Dienstag, 14. April 2015

Das Ego-"Schwein"

http://iconosquare.com/p/
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Einmal möchte ich gerne mehr Ego-Schwein sein.
Möchte mich selbst im Mittelpunkt meines Lebens sehen.
Will die Hauptrolle spielen in dem Stück, dass sich "Mein Leben" nennt.
Möchte andere als willkommene "Bereicherung", vielleicht auch als "Hilfestellung" sehen, aber nicht als Grund, weswegen ich exisiere oder weswegen ich dieses oder jenes tue.
Ich selber bin schließlich der einzige Mensch, auf den ich mich immer verlassen kann.


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Alle anderen kommen und gehen. Aber vor mir selber kann kann ich nicht weglaufen.
Also sollte ich doch logischerweise das Menschenmöglichste tun, um mit mir ins Reine zu kommen.
Mich nicht zurücknehmen, weil andere mich (ge-)brauchen. Nicht wegen anderer meine eigenen Wünsche und Vorstellungen hinten anstellen und darunter leiden.
Ich muss in mich hineinhören, was mir wirklich gut tut, was ich will und danach handeln. Das ist eine großes Schwachstelle in meinem Denken...

Und wenn ich diesen Punkt erreicht habe, soll es doch auch gleich so bleiben.

http://iconosquare.com/p/962794574391568918_226014633

Erst dann kann ich lernen, auf gesunde Art anderen zu helfen. Aber erst komme ich. Erstmal muss ich mir selbst helfen.

Bitte entschuldigt, ich bin grade in einer sentimentalen Phase. Aber vielleicht hilft es ja der ein oder andere von euch (oder dem ein oder anderen), mal in sich zu horchen und zu hinterfragen:

Tut mir das gut, was ich gerade mache?
Was will ich wirklich?
Und ich meine nicht: In zehn Jahren will ich ein Haus bauen, heiraten, Kinderkriegen. Ich meine das HIER und JETZT. Denn wer weiß schon, was das Leben für uns bereit hält? Es kommt eh immer anders als man denkt! Vielleicht werde ich mit 40 noch in einer WG wohnen, vielleicht bin ich in zwei Jahren schon verheiratet und wohne in Timbuktu. Wer kann mir das sagen?

Ich kann mein Leben selbst (mit-)gestalten, wie eine Leinwand auf einer Staffelei. Und das werde ich JETZT tun! Du auch?

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Freitag, 12. Dezember 2014

Ist die Luft raus?

Hey ihr,

ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie ist zurzeit bei mir "Die Luft raus". Ich kann mich manchmal fast gar nicht dazu aufraffen, ins Fitness-Studio zu gehen, morgens zur Schule gehen ist sowieso immer ein Kampf, lernen hängt mir aus dem als heraus, Hausaufgaben sowieso. Und dann kommen solche Gedanken wie "Ich muss ja kein Sport machen...", obwohl ich mir eigentlich immer einen schönen Plan mache und den dann einhalte. Aber wenn ich immer so um halb vier nach Hause komme, was esse, es langsam dunkel wird und dann - wenn's ganz top ist - auch noch regnet: Dann würde ich alles machen, sogar lernen und so weiter, aber bloß nicht ins Studio. Obwohl es, wenn ich erstmal da bin, immer ganz gut ist! Klar, irgendwie brauche ich mal einen neuen Trainingsplan, weil ich nicht mehr wirklich schwitze, aber es gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Außerdem habe ich zurzeit so viel anderes im Kopf wegen Schule (Seminarfach, 2x LK-Arbeiten à drei Stunden, Ausarbeitungen, Hausaufgaben, mündliche Beteiligung...), aber auch Persönliches, dass zurzeit halt irgendwie nichts mehr geht, habe ich das Gefühl. Nur laufen klappt super, letztes mal hatte ich sogar so viel Lust, dass ich freiwillig die große Runde gelaufen bin. Auch wenn ich zurzeit immer eine dicke, fiese Blase am Fuss habe, die mich ziemlich stört - es läuft im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch Yoga ist super, wir werden alle immer besser und meine schoko-braune neue Matte macht ihren Dienst nahezu perfekt. Trotzdem: ich freue mich wirklich, wenn solche Tage wie heute (Freitag) rum sind. 30-Minütige Präsentation, zweistündige Französisch-Klausur, Tanz-Präsnetation und dann zum Fitness. Es tut mir echt leid, dass ich mich heute heir so ausheule, aber das ist zurzeit das, was mich an meinen Plänen so hindert und ich würde ALLES dafür tun, um wieder richtig motiviert in die nächste Woche zu starten... zum Glück die letzte Schulwoche. Wenn ihr irgendwelche unschlagbaren Tipps für mich habt, lasst sie mich wissen, aber vielleicht habe ich ind en letzten Wochen einfach zu viel gemacht, um dieses Level beizubehalten... oder es liegt einfach and er Jahreszeit. Ich meine guckt mal raus: Stockdunkel, es regnet. Auf lange zeit finde ich persönlich das echt deprimierend.
Aber ich denke, dass reicht einfach von mir. Wenn ich meine Motivation wieder gefunden habe, schaffe ich es vielleicht, nächsten Samstag al einen guten/inhaltsvollen Post zu gestalten... mal sehen, ob sie sich heir mal wieder blicken lässt.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Mittwoch, 10. Dezember 2014

My Story vom Anfang und Ende

 ☼ GUTEN MORGEN ☼

Frl. Zyx hat hier am Montag mal zu den Fragen aller Fragen aufgerufen (und diese natürlich auch für ihren Fall beantwortet):
"Was mich interessieren würde ist, wie es war, wie es ist, wie es sein soll, und wie es sein wird.
Wie war euer Anfang? Wann habt ihr beschlossen, dass sich etwas ändern muss? Was hat euch motiviert? Was habt ihr für euch dadurch entdeckt?
Oder seit ihr gescheitert (zwischendurch), hat euch das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht?
Und wie ging euer Weg weiter? Kämpft ihr alleine oder habt ihr Mitstreiter gefunden? Habt ihr vielleicht neue Menschen/Gleichgesinnte gefunden (oder durch euren neuen Weg verloren)?
Was hat euch geändert, sind eure Prioritäten noch immer (wie am Anfang) die selben?
Und jetzt, da das Jahr zu Ende geht, habt ihr geschafft, was ihr dieses Jahr schaffen wolltet? Passt das Weihnachtskleidchen schon oder die Hose eine Nummer kleiner?
Sind vielleicht neue Anregungen zu anderen Sachen durch euren Weg gekommen?
Gibt es Dinge, die ihr nicht mögt, oder euch schwer fallen?
Was ist euer Ziel?"
Wow.... mehr geht wohl auch nicht mehr^^
 Ich hatte schon in die Kommis geschrieben, dass ich mich diesen Fragen am Mittwoch (also heute) widmen werde.

So...  dann will ich auch keine Zeit mehr vergeuden -


Here we go



Wie es war:
Tja, der Anfang ist schwer auszumachen. Meine ES war bereits 2007 offiziell als solche angesehen. Also, Familie, Freunde und Ärzte waren der Meinung, ich sei untergewichtig und hätte ein gestörtes Verhältnis zum Essen (nicht ganz unberechtigt). Damals dachte ich, die spinnen alle (hier jetzt in Gedanken einen verständnislosen Obelix einfügen, der sich mal wieder über die Römer wundert). Wie ich euch ja auch letzte Woche schon erzählt habe, hatte ich lange Zeit nicht das Bestreben zuzunehmen. Da ich ja aber offiziell als krank eingestuft wurde, musst ich über meine ES natürlich nach außen furchtbar betroffen sein. Ganz lange Zeit habe ich nur in Gegenwart meiner Eltern gegessen und selbst, wenn ich allein war und mega Hunger hatte, habe ich nichts genommen, bevor sie kamen. Erstens, um zu "beweisen", dass ich ja esse und zweitens, hatte ich immer Angst, dass plötzlich das super fettige Essen auf dem Tisch steht - und darum war das hungern davor eben "prophylaktisch". 

Mein Umzug nach Hamburg in eine WG stellte mich dann recht schnell vor einen Konflikt. Es gab keine äußere Kontrolle mehr und ich musst auch niemandem mehr etwas beweisen. Es machte also überhaupt keinen Sinn mehr, "prophylaktisch zu hungern". Ich ernährte mich sehr (!) kostengünstig und kalorienarm. In manchen Wochen reichten 5-6€ für das Essen der ganzen Woche.
Da ich nun auch keine Waage mehr besaß, kann ich nicht sagen, wieviel ich noch abgenommen habe. Ich hätte jetzt "gar nichts" geantwortet, aber meine beste Freundin von der Schule meinte später mal, dass sich in den ersten Semesterferien alle Sorgen um mich gemacht haben...anyway...

Dann - keine Ahnung, muss so Mitte 2010 gewesen sein - dann lief der Noro-Virus in Hamburg umher. Es ging auch recht viel durch die Medien, dass gerade kleine Kinder und alte Menschen daran sterben könnten. Meine Mitbewohnerin studierte Medizin (mittlerweile ist sie schon Frau Doktor in der Schweiz ☺) und erzählte ab und an, was an der Uni-Klinik so abging.
 Mir wurde schnell klar: Wenn ich Noro bekommen würde, dann gebe es wirklich Schwierigkeiten. Damals nahm ich meine mittlerweile beträchtliche körperliche Schwäche das erste Mal wirklich wahr. 

Ich nahm mir vor, zumindest so viel zuzunehmen, dass ich einen Noro-Virus überleben würde. Zum Glück musste ich das nie in der Praxis austesten.

Wie es ist
...tja. So einfach war das Zunehmen gar nicht. Der Körper musste erstmal viele, viele Reservelöcher stopfen. Plötzlich konnte ich Hunger auch überhaupt nicht mehr aushalten: Drei Stunden ohne iwas zu Essen brachte ich mich kreislaufmäßig an den Rand der Ohnmacht.
Es dauerte sicherlich mehr als ein Jahr, in dem ich mich von durchschnittlichen 2.500kcl täglich (mit moderater sportlicher Betätigung) ernährte, bevor ich überhaupt nennenswert zunahm. Wir reden hier aber noch lange nicht von einem gesunden Essverhalten. Mehr ein "Hungern+Fressattacken". Kalorien machten mir Angst. Oft hatte ich das Gefühl, nicht essen zu dürfen (weil ich wertlos bin, oder so)

Iwann kam das Langstreckenlaufen dazu (wie, das erzähle ich ein anderes Mal). 
Das war insofern total wichtig, da mir schnell klar wurde, dass "Wer isst, muss auch Sport machen" nicht mehr funktional war. Es hieß nun: "Nur wer isst, kann Sport machen". 

Wie es sein soll
Ich dachte, ich wer auf dem perfekten Weg, gesund zu werden. Nach außen hin, bin ich das sicher. Normalgewicht und so. Und meine Depressionen, die mit der Magersucht zusammenhingen, sind auch weg. Schlechte Tage...klar, die hat jede_r Mal. Ideal wäre es nun, meinen Körper annehmen zu können und mich wohl zu fühlen. Aber... das geht nicht. Schwimmbad, Sauna - das wäre aktuell die Hölle für mich.

Wie es sein wird

Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, wieder abzunehmen und zwar nach der "alt bewährten" Methode. "Früher" haderte ich auf der körperlichen Ebene genauso mit mir, wie jetzt. Aber ich fand zumindest eine große Sicherheit in der ES (das verstehen wohl wirklich nur (Ex-)Magersüchtige...). Ein Gedanke schießt dann meistens schnell quer durch meinen Kopf ("trügerische Sicherheit") und ich esse "normal" weiter. Die Reserven in meinem Körper sind alle gefüllt und ich nehme bei jeder extra Kalorie sofort zu. Meine Tage habe ich auch noch mehr als 5 Jahren wieder und mutiere dann immer zu Super-Emo (hier jetzt bitte einen x-beliebigen Superhelden mit halblangen, schwarzen Haaren, tiefem Seitenscheitel und schwarzer Schminke vorstellen). Ich habe also die Probleme, die andere Frauen auch haben. Ein paar Langzeitschäden aus der ES kommen noch dazu, aber nichts (zum Glück), das mich im Alltag nennenswert einschränken würde. 

Die ES wird immer ein Teil von mir sein und solange ich das nicht vergessen, werde ich wohl körperlich stabil bleiben. So, wie sich trockene Alkoholiker jeglichen Hauch Alkohol verbieten, lasse ich die Finger von Diäten. Laufen lenkt mich ab und ist pseudomäßig recht weit oben auf meiner Prioritätenliste. So komme ich gar nicht dazu, dass Essen zu reduzieren. Denn: Nur wer isst, kann Sport machen. 

...so, ihr seid dran :D What's your Story?

(btw: eine persönliche Frage: Wenn ich den Marathon dann Ende April 2015 geschafft habe, wollte ich ein Buch schreiben, über die ES und den Weg zum Normalgewicht - vorher hätte ich das Gefühl, dass es etwas albern wäre. So ganz generell: Glaubt ihr, sowas interessiert noch jemanden?) 

Montag, 24. November 2014

Montagsvorschläge

Ich habe gelesen, dass der eine oder andere noch ein wenig Motivation gebrauchen könnte...

Nur noch 5 Wochen bis zum neuem Jahr! Wenn das Silvesterkleidchen sitzen soll, dann solltet ihr JETZT anfangen, auch dafür etwas zu tun! Ich habe jetzt schon 2 Wochen kein Sport gemacht (blöde Krankheit), und dennoch gebe ich nicht auf! Vergisst nicht, dass es nicht immer Hardcore-Training sein muss. Wer eine Stunde gemütlich auf dem Laufband (oder besser: draußen!) walkt, verbrennt auch jede Menge Kalorien. Es ist Schlittschuhlaufsaison, wie wäre es mal mit viel mehr Spaß und Sport mit Freunden?
Wer unter der Woche gesund isst, darf auch gerne mal am Wochenende ein paar Plätzchen, Stollenkonfekt oder Marzipanbrot essen, so fern es nicht kurz vor dem Schlafengehen ist. Es ist wahrlich (manchmal) alles nur eine Frage des Timings! Wenn das Mittagessen und die Kaffezeit etwas üppig ausfallen, wird das Abendessen eben mal leichter. Neben Sport sollte das wirklich kein Problem sein, der Körper kriegt das ehrlich hin! Wichtig ist nur, dass man die Sachen die man isst, auch genießt (und keinen Groll gegen sich hegt)!
Wer so kreativ ist wie ich, der kann sich ja auch so tolle Frauenkörper an die Küchenschränke kleben. Immer wenn ihr daran vorbei geht, fokussiert ihr euer Ziel und habt gleich mehr Lust, etwas Gesundes zu kochen, als nochmals in den Süßigkeitenschrank zu greifen. Mir hilft das. Wer liest, kann sich ein Motivationslesezeichen basteln. Mit tollen Sprüchen und Bildern aus dem Netz - da gibt es ja massig.
Momentan ist es total In, Whatsappgruppen zu bilden, um sich tagtäglich auszutauschen und gegenseitig zu motivieren. Dazu habe ich sogar noch eine motivierende Geschichte (Anruf statt Whatsapp), einen tollen Buchtipp: Diät-Pralinen.
Und weil manchmal Bilder mehr sagen als Worte...


fshnforward.nl

tonedandfit..net
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hananaa.tumblr.com
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Samstag, 8. November 2014

Ich hör dann mal wieder auf mich

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr habt bisher jeden Kälteschock überlebt und seid ordentlich am auf euch aufpassen! 
Wisst ihr was mir vor Kurzem (gestern) aufgefallen ist? 
Wenn man in einer Beziehung ist, achtet man nicht auf sich. Also das ist zwar etwas pauschal gesagt, aber bei mir ist das so. Bis vor Kurzem (auch gestern...) war ich total auf diese eine Person fixiert, 50% meines Tages waren mit Gedanken an ihn ausgefüllt und da ist mir einiges durch die Lappen gegangen. Ich habe in der Zeit viel, viel, VIEL zu wenig gegessen, zwar regelmäßig Sport gemacht, da aber auch immer nur an ihn gedacht und nicht auf meinen Körper gehört, der bei einer exzessiven Einheit schon lange "STOOOPPP" geschrien hatte - ich hatte es nicht gehört. Alles war irgendwie auf diese andere Person, ich habe den Fitness-Lifstsyle zum Großteil für IHN verfolgt, damit ich schlank bleibe und nicht weil es sich gut anfühlt und weil ich es liebe. Wenn er dann da war gab es allerdings Pfannkuchen mit allerlei Schnickschnack, Cola und so weiter. Ich würde mal sagen, dass das so das Schlimmste ist, was man machen kann, denn wie man sieht, sieht man, dass ich mich wieder auf mich fixieren muss: Wo will ich ihn, wieso mache ich das. Nicht, um irgendeinem x-beliebigen Jungen zu gefallen, schon gar nicht dem Pfannkuchen-Mann, um den es hier geht. Also ist es vielleicht doch eher ein Segen, dass der Pfannkuchen-Mann keine Pfannkuchen mehr haben wollte: Klar, es ist ein klares Down in meiner Lebens-Achterbahn zu erkennen, nachdem er gegangen ist, aber nach jedem Tief kommt ja wieder ein Hoch. Und bis dieses Hoch erreicht ist mache ich da weiter, wo ich vor dem Pfannkuchen-Mann aufgehört habe: Erfolgreiches Halbmarathon-Training, Krafttraining mit dem neuem Trainingsplan, neue vegetarische/vegane Rezepte ausprobieren, backen, wieder mehr singen und vor allem schreiben! Und um bei dem Thema des Blogs hier zu bleiben muss ich mir wieder klar werden, dass ich im Mittelpunkt meines Lebens, meines Körpers stehe und nicht wer anders. Ich bleibe für mich fit, damit ich mit 80 Jahren auf noch die Sydney Harbour Bridge hochlaufen kann und nicht im Rollstuhl durch die Welt rolle. Ich will meine Ziele erreichen, damit ich am Ende des Tages glücklich bin und nicht der Pfannkuchen-Mann! Das ist hier zwar alles nah mit der Frage verbunden, ob man wirklich nur für ich abnimmt (die ich irgendwie immer mit einem klaren nein beantworten würde, auch wenn es anders ideal wäre...), aber egal. Denn jetzt stehe ich zwar wieder alleine da (also so halb halt) und das zeigt, dass es immer nur am Ende mich geben wird, also bin ich ziemlich wichtig anscheinend  und deswegen der Titel des Posts.
Also wird es in nächster Zeit wohl leider keine Pancakes geben, dafür aber so viele, tolle andere Sachen, die es wert wind für sie zu leben. Zum Beispiel wäre mein geliebter Grießpudding eine Alternative. Und wer weiß, vielleicht kommt dann auch irgendwann der Grießpudding-Mann, auf den ich nicht 24/7 fixiert sein muss, damit er bei mir bleibt.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Montag, 20. Oktober 2014

Montagshymne

Hallo ihr Lieben, 
ich hatte mich ja schon vorgestellt, falls es wer nicht mitbekommen haben sollte, ich bin die Neue an Board, die Montags hier das Ruder in den Händen hält...


pinkbrit.com


Ich weiß wirklich gar nicht, warum so viele Menschen etwas gegen den Montag haben. Ja, das schöne Wochenende ist rum, die nervige Arbeit geht los, man muss sich früh aus dem Bett pellen.
Gerade gestern war das Wetter traumhaft, und ich bin mir sicher, der eine oder andere hat heute früh, als der Wecker klingelte, mächtig gestöhnt und das wahrscheinlich nicht beim Morgensex .
Drehen wir das Ganze doch mal um: Wäre euch lieber, wenn es das ganze We geregnet hätte, und dieser herrlich milde Tag auf einem Mittwoch fiel? Na also.
Montag ist Wochenanfang, und Anfang ist immer gut. Viele Menschen brauchen ihn, um etwas zu starten oder ändern zu wollen. Kennen wir sicherlich alle zur Genüge!! Deswegen möchte ich heute über die Macht des Montags philosophieren und schreiben!

Es war einmal......nee Scherz. Ich mach es kurz und knackig, ihr seit sicherlich schon fleißig auf den Beinen und habt keine Zeit für ausschweifende Texte.
Ich erzähle einfach mal aus meiner Sichtweise:
Ich bin nicht anders als ihr, mein Gehirn signalisiert mir auch, obwohl ich mittlerweile sehr gut weiß, dass man jeden Tag, jede Minute, sogar jede Sekunde etwas ändern kann, dass der Wochenstart (Montag) immer perfekt für Neues ist, neben dem 1. des Monats, oder dem 1. des neuen Jahres.
Auch ich komme in Laufe der Woche auf Abwegen, halte mich nicht immer an dem, was ich mir zum hundertsten Male vorgenommen habe. Daher freue ich mich immer, wenn Montag ist. So einfach ist das. Neue Woche, neuer Start, neue Motivation, Neubeginn. Egal was man ändern möchte! Gesünder essen, mehr Sport machen, weniger shoppen gehen, mehr entspannen, das Hobby frönen, ... Hauptsache ist, dass du anfängst, und das am besten heute (Montag)!!
Wenn du heute beginnst, hast du den Wochenstart geschafft. Man sollte sich wirklich jeden weiteren Tag motivieren, eigentlich sollte jeder Tag ein Montag sein!


Wie wir den Montag lieben lernen, Step by Step



dumebie.com


Schritt 1: Akzeptanz!
Ja die Arbeit geht wieder los, so ist das nun mal. Wo ein toller Montag ist, ist eben auch ein doofer Arbeitswochenstart, auf dem wir uns nicht unbedingt konzentrieren sollten. Versuche es doch einfach mal, und sage laut: Hallo Montag, schön dass du da bist. Das ist völlig okay, und ich freue mich auf die tollen Sachen, die ich während oder nach der Arbeit machen kann!
Schritt 2: Planen!
Was möchtest du heute essen, machen, kaufen, erleben? Plane etwas Schönes, auf das du dich den ganzen Tag freuen kannst. Ein neues Buch anfangen? Ein leckeres, einfaches Gericht kochen? Deine Arme trainieren? Einen bestimmten Film schauen? Wilden, erotischen Sex mit deinen/r Liebsten haben? Do it!
Schritt 3: Lächele!
Egal was du machst, strahle dabei. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst wenn der Chef dir unbedingt ein paar Takte erzählen muss, lächele dabei, dann ist es halb so wild (im schönsten Fall verwirrst du ihn noch).
Schritt 4: Montagshymne!
Und die lautet: "Ich bin jung, sexy, gesund und schaffe/erlebe das, was ich mir heute vorgenommen habe! Montage sind toll!"

Das war's auch schon. Damit werdet ihr schon bald den Montag das Krönchen aufsetzen und das Zepter selbst in die Hand nehmen.


theentertaininghouse.com

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Die Steigerung von Schneckchen

Die erste Woche mit meinen neuen Zielen ist geschafft :) Wie immer in der ersten Woche lief es auch wirklich wirklich gut - hoffen wir mal, dass es auch anhält!
Auch das Messen und Wiegen am letzten Freitag ist besser ausgefallen, als ich gedacht hätte. Das Pilates tut mir echt gut und auch die ersten richtigen Laufschritte waren wieder erfolgreich.

Soweit klingt also alles supi!

ABER

Ich bin ein noch schlimmeres Lauf-Schneckchen als vor meiner Marathonvorbereitung. Wenn ich alleine Laufe komme ich wirklich kaum vom Fleck - bin ich mit meinem Lauftreff unterwegs japse ich schon nach den ersten Kilometern wie zu meinen Anfängen. Ich habe wirklich verlernt außerhalb meines Schneckentempos zu laufen!
Für den Marathon war das natürlich genau das richtige, aber mein Tempo, was ich mir Anfang des Jahres so fleißig antrainiert habe ist durch die langsamen, langen Läufe weg - einfach WEG!

Manno! Dabei war es doch so super die 10km unter 60min. zu Laufen.

Die Erfahrung musste ich dann auch letzte Woche beim Run of Colours über 5km machen. Vor der Vorbereitung konnte ich die 5km an einem guten Tag auch mal in 25-26 Minuten laufen und wollte unbedingt die sub25 knacken. Und jetzt? Ich pfeife aus dem letzten Loch, hänge mich an zwei super super liebe Mädels ran, die mich gerne mitziehen, und wir schaffen mit Biegen und Brechen eine sub30...!

Auf meine ToDo-Liste für den Winter kommt nun also der Punkt "Tempo" noch mit drauf. Eigentlich ja völlig die falsche Jahreszeit - aber mit meiner Multisport-Uhr habe ich ja den perfekten Partner am Handgelenk um auch im Dunklen ein Intervalltraining zu absolvieren...

Ein neues festes Ziel hab ich mir auch schon gesteckt: Am 11.01.2015 wird meine Vorbereitung für den Veloop Halbmarathon losgehen und Ende März werde ich ihn dann (hoffentlich) unter 2h rocken :) Drückt mir die Daumen!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gute und schlechte Gewohnheiten

Guten Morgen (aka Guten Tag/Guten Abend - je nachdem, wie spät es bei euch gerade ist),

Von Maybritt habe ich Samstag einen  - wie ich finden - sehr schönen Post auf dem diesem Blog gelesen.Ich tippte nach dem Lesen auch sofort auf meiner Tastatur rum, um einen Kommentar zu hinterlassen, aber dann dachte ich 'hey, so viele Gedanken dazu,... mach doch nen eigenen Post dazu"

So, jetzt  - 3 Tage später - habe ich natürlich fast alle spontanen Einfälle wieder vergessen (nächstes Mal lege ich mir gleich irgendwo Notizen an *argh*)

Aber ich weiß noch, was mein Kernanliegen war/ist. Und zwar geht es um Gewohnheiten, Routinen und Just-Do-Its. Denn tatsächlich ist "Just-Do-It" überhaupt kein Problem für mich. Also, okay, um nicht zu übetreiben:
  • Ich juble nicht vor Freude, wenn der Wecker morgens um 5 klingelt, damit ich vor der Arbeit eine Runde drehen kann. Aber es geht.
  • Mit dem Fahrrad, statt mit der Bahn zu fahren: Alle Strecken unter 1h in der Stadt! Ohne groß drüber nachzudenken.
  • Verregnetes Wochenende. Auf der roten Ecke das Sofa, Serien-DVDs, Musik. VS. Die blaue Ecke mit Regenjacke und Laufschuhen. Die blaue wird (meistens) gewinnen. Aber es sind harte Kämpfe.
  • Nach einer Party, ich bin müde und k.o. - aber auch hier geht zumindest eine kleine Runde. Das ist definitiv eine der schwersten Runden, aber sie laufen.
  • Krafttraining: Wir sind keine guten Freunde.  Aber wir kommen hin und wieder miteinander aus. 1-2x die Woche ertragen wir uns.
Mein Problem ist es also nicht, "gute Angewohnheiten" in mein Leben zu integrieren. Es mag da vllt. Dinge geben, die ich iwann wieder fallen lassen (Stichwort: Plank-Challenge, da bin ich etwas unsystematisch geworden), aber im Großen und Ganzen kriege ich neue Sachen, die ich will/mir vornehme auch unter. Der jault der Innere Schweinehund und nur resigniert auf.

Mein Problem ist das Loswerden der "Bad Habits". Wie hieß es bei Laras letztem Motivation Monday so passend  "Training is easy - Eating clean is the hard part" - Ja! Für mich stimmt das. Früher half mir, die Gedanken "umzudrehen", um aus "schlechtem Karma" rauszufinden. Aus meinem Leitsatz "nur-wenn-ich-Sport-mache-darf-ich-essen" aus Magersuchtszeiten, wurde recht schnell ein "Nur-wenn-ich-esse-darf-ich-Sport-machen" und jetzt ist es ein "nur-wenn-ich-esse-kann-ich..."

Das hat irgendwir wunderbar funktioniert (naja, der Prozess dauert schließlich 3 Jahre, aber es HAT am Ende geklappt!) 

Jetzt habe ich "Iss-weniger-Mist" versucht. Aber mein Körper/Kopf kann iwie nicht mehr mit Verboten umgehen. Vermutlich, weil mein ganzes Leben zu diesen essgestörten Zeiten über selbstgemachte Regeln und VERBOTE(!) funktionierte. Also habe ich versucht, meine Sätze wieder positiv zu formulieren "Iss-gesund". Ergebnis: ich gebe mehr Geld für Lebensmittel aus und esse den gleichen Mist wie früher, nur mit Gemüsebeilage (jetzt im übertragenen Sinn). 

Das Ergebnis kann ich euch (indirekt Dank Lexa zeigen. Ich habe nämlich keine Waage, aber Lexa hat vor längerer Zeit einmal einen Post über "Gewichtskontrolle" geschrieben. Einer ihrer Tipps war, regelmäßig Fotos von sich zu machen. Tja, das habe ich dann mal gemacht....[und es bis jetzt nie jemanden erzählt]). 

Foto 1 ist vom 1.Juli. Ich mag es von meiner "Sammlung" am liebsten. Ende Mai kam ich aus den USA und war erst einmal genervt von meinem Äußeren, also habe ich mehr anders Sport gemacht, auf meine Ernährung geachtet und in der Arbeit war im Juni auch wenig los.
(BTW: Ich konzentriere mich bei meinen Fotos auf die Körpermitte: Durch das ganze Joggen, werde ich meine Beine kaum groß verändern können. Wäre ja auch dumm, dort Muskeln zu verlieren. Mein Po ist das auch nie eine echte Problemzone gewesen...)

Nicht perfekt. Aber ich war wieder zufrieden - vor allem, weil ich einen Fortschritt sah.
Dann im Juli bis Ende September: Laufen, Laufen, Laufen und Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Kraftraining habe ich dadurch schon etwas vernachlässigt. *hmpf* aber immer noch hinbekommen. Aber gesunde Ernährung war iwie auch nicht so ganz, dazu kamen viele Partys mit den üblichen Getränken, die sich auch gleich auf die Hüfte legen....

Wenn ich den Bauch GANZ DOLL anspanne, dann gehts sogar noch:
ja, ich bin MA-Arbeit schreibend zu Hause und kann in PJs rumlaufen. Und genau DESHALB bin ich Studentin.
Aber wenn ich mich einfach "normal" vorn Spiegel stelle, könnte ich mich schon wieder ärgern:

frontal von Vorne sieht mans gar nicht (!), aber aus diesem leicht gedrehten Winkel wird ganz klar: Der Teil unterhalb des Bauchnabels....*argh*  Das hier ist jetzt eine offizielle Kampfansage!!!!

Das Training ist nicht mein Problem... Und wie ich es schaffe, mich besser zu ernähren, das finde ich auch schon noch raus!

Sonntag, 28. September 2014

#luftlinienProjekt: der großen Liebe entgegenlaufen

Wie einige vielleicht schon wissen, wohnt mein Freund nicht gerade um die Ecke. Laut luftlinie.org sind es 144,76 km zwischen unseren Wohnorten -Luftlinie natürlich, ansonsten kommen noch ein paar Kilometerchen drauf.

Wie einige vielleicht auch schon wissen, war ich seit August sehr oft in meinen Laufschuhen anzutreffen und habe mir schon ein gewisses Maß an Kondition und Muskelkraft (Knietechnisch) angeeignet. Ich bin stolz, meine Joggingeinheiten mittlerweile halbwegs in meinen Alltag eingebaut zu bekommen und vielleicht endlich einmal meine "sportliche SommerTopform" über den Winter zu behalten.

Damit ich am Ball bleibe, habe ich mir jetzt ein kleines Projekt ausgedacht:
Dieses Jahr hat noch etwas mehr als 13 Wochen und genau diese Zeit werde ich nutzen, um einmal die Strecke zu meinem Freund zu laufen. Natürlich werde ich dies nicht wirklich tun, sondern mir nur langsam meine Kilometer zusammensammeln, aber hart wird es auf jeden Fall.
Wenn ich an Silvester die Strecke virtuell gelaufen sein möchte, muss ich jede Woche über 11 km schaffen.

Hört sich erst einmal nicht viel an?!?
Finde ich auch ...Noch... Denn noch habe ich ja nicht angefangen. Man muss sich einfach mal überlegen, dass jedes Mal, wenn ich nicht laufen gehe, ich mindestens 5 km zurück falle. Und  jeder weiß, dass der Schweinehund ziemlich groß werden kann, wenn es draußen dunkler wird und es anfängt zu regnen. Vor allem mein Schweinehund kann bei schlechtem Wetter ganz schnell ganz laut jaulen und nörgelnd die Türen versperren oder mein Laufklamotten verstecken.

Also man kann schon jetzt davon ausgehen, dass ich zwischendurch richtig kämpfen werde.

Woche 0
gelaufene Kilometer: 0 km
gesamte Kilometer: 0 km
noch ausstehende Kilometer: 144,76 km
Fortschritt in Prozent: 0%

Donnerstag, 4. September 2014

Kämpfergeist und Löwenherz

Hallo ihr Lieben :)
ich habe es wirklich getan! Ich habe meinen ersten Triathlon gefinisht! 


Aber erst einmal möchte ich mich bei euch allen bedanken! Die super lieben Kommentare letzte Woche haben mich wirklich super motiviert und ohne diese Motivation hätte ich den Wettkampf im Leben nicht durchgestanden! Also DANKESCHÖN!!!

Ich glaube das Foto zeigt ganz gut, wie fassungslos ich war, als ich endlich durch den erlösenden Zielbogen laufen konnte :) Ein ungewöhnliches aber dafür umso emotionaleres Siegerfoto :) Aber eins nach dem anderen...
Wie ich ja hier schon geschrieben habe, war der Wettkampf alles andere als leicht :) Ich habe die Höhenmeter auf dem Rad total unterschätzt, war irgendwie total unterversorgt und hab auf diesen 20km wirklich alle Höhen und Tiefen durchgemacht, die der Ausdauersport zu bieten hat... Von Übergeben über Magenschmerzen, unendlicher Durst und Wadenkrämpfe sowie Geschwindigkeitsrausch und Glücksgefühle war wirklich alles dabei! (ich möchte hier jetzt  nicht so weit ins Detail gehen, den ausführlichen Bericht findet ihr ja auf meinem Blog...)

Hier ist nun mein Fazit:
Es war auf keinen Fall der letzte Triathlon meines Lebens! Trotz der riesen Anstrengung kann ich nach ein paar Tagen Abstand sagen, dass ich wirklich Spaß hatte (im Ziel hätte ich nie gedacht,, dass ich das mal sagen würde :D). Es war wirklich das anstrengendste Erlebnis meines Lebens. Ich bin auf dem Rad an meine absolute Leistungsgrenze gestoßen und habe mich selber für so schwachsinnige Ideen verflucht! Trotzdem habe ich irgendwie durchgehalten, Zähne zusammen gebissen und weiter, Meter für Meter.
Ich hatte beim sporteln auch noch nie so wenig Zeit zu denken. Mein Körper hat mir nämlich echt lange nicht mehr so krass mit geteilt, wie er sich gerade fühlt...!
Ausdauersport wird wirklich im Kopf entschieden! Klar hätte ich nach dem Radfahren aussteigen können - Rechtfertigungen gab es dafür genug - aber irgendwie wollte mein Kopf über den Körper siegen und siehe da, die Laufstrecke konnte ich wirklich noch hinter mich bringen. Das Laufen ist ja die Disziplin, in der ich am meisten Erfahrung habe und somit lief irgendwie alles automatisch. Die Kilometer krochen zwar nur an mir vorbei, aber jedes Lächeln von Zuschauern und jeder Blick von meinem Schatz an der Strecke haben mich irgendwie ins Ziel gebracht!
Der nächste Triathlon will aber auf jeden Fall besser vorbereitet sein - ich hab dazu auch schon ne Idee :) Die Verpflegung ist irre wichtig und ich sollte beim nächsten Mal gut gesättigt und mit einem Plan, ähnlich wie beim Marathon, an den Start gehen.
Apropos Marathon: der Triathlon war wirklich die beste Vorbereitung, denn so schlimm wie der Triathlon war, kann der Marathon gar nicht werden :)

Habt ihr auch schon mal solche "Grenzerfahrungen" gemacht?

Donnerstag, 29. Mai 2014

Der Schweinehund und ich

Lieber Schweinehund,



es ist mal wieder an der Zeit, dir einen Brief zu schreiben.
Erst einmal möchte ich dir danken für die Veränderung, die wir in unserer langjährigen Beziehung durchgemacht haben. Früher bist du auch bei jeglichen sportlichen Aktivitäten aufgetaucht. Du hast jedes Mal aufs neue gute Argumente gesucht und gefunden, die gegen die geplante Sporteinheit sprechen. Mal hab ich mich von dir bequatschen lassen, mal habe ich dich ignoriert und du bist beleidigt verschwunden. 
Heute läufst du genauso gerne wie ich und brauchst deine tägliche Bewegung. Bei manchen Lauf-Einheiten feuerst du mich sogar an, noch etwas länger zu Laufen.
Das ist der Schweinehund, den ich sehr gerne mag und für deine Motivation sage ich jetzt nochmal ganz laut: DANKE!

Was sich in unserer Beziehung immer noch nicht verändert hat sind unsere Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Essens. Wir wissen beide, dass es uns mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besser geht. Wir wissen beide, dass Schokolade und fettiges Essen keine Probleme löst. Wir wissen vor allem, dass das falsche Essen uns nur für eine sehr begrenzte Zeit glücklich macht und dass nach dem satt-wohlfühlen ein echt mieses Gefühl folgt.
Wieso bist du denn trotzdem so stur und lässt mich jedes Mal zuschlagen und ermunterst mich auch noch? Die Sätze wie: "Das hast du dir ja wohl verdient" oder "Wer viel läuft muss auch viel Essen" oder "Nur gesundes Essen ist ja auch ungesund" solltest du dir in Zukunft echt sparen. Wir wissen doch, wie es funktioniert, wieso können wir es nicht immer umsetzen?
Für die Zukunft wünsche ich mir von dir, dass du genauso viel Spaß an einer gesunden und ausgewogenen Ernährung findest, wie du am Sport gefunden hast. Wenn du Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel hast wünsche ich mir, dass du es früh genug ankündigst und dich dann auch mit wenig zufrieden geben kannst. Man muss es schließlich nicht immer direkt übertreiben.
Wenn wir das in den Griff bekommen, kann das der Anfang von einer sehr langen und festen Freundschaft sein. Schließlich leben wir zusammen und müssen einen Weg finden, es für uns beide so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ich glaube ganz fest an uns!

Deine MeckyCaro

Donnerstag, 8. Mai 2014

Die Low-Carb-Falle

Hallo meine Lieben :)

erst einmal wollte ich nochmal "Danke" sagen für die netten Kommentare zu meiner Laufliebe letzte Woche :) Schön zu wissen, dass ich nicht die einzige Bekloppte bin :D

Jetzt aber zum Thema: nachdem ich ja (mittlerweile) jahrelang Punkte gezählt habe, das Zählen satt war, zugenommen habe, anfing Punkte zu zählen bis ich es nicht mehr sehen konnte, zunahm... - ihr kennt das - wollte ich endlich einen Weg finden auch meinen Schweinehund von einer gesunden Ernährung zu überzeugen und nicht ständig darüber nachdenken zu müssen.
Da die Kohlenhydrat-Sattmacher-Portionen noch nie meine Stärke waren, weil ich mich immer total überfressen habe, wollte ich "einfach" alles streichen, was mehr als 10% Kohlenhydrat-Anteil aufweist. Es sollte nur eine einzige Ausnahme geben: Morgens gibt es nach wie vor zwei Esslöffel Müsli. Damit wäre dann auch dem Heißhunger vorgebeugt!

Es lief wunderbar! Ich musste mir über nichts Gedanken machen, hatte keinen Hunger und auch Nudeln oder Kartoffeln haben mir nicht gefehlt! Das Angrillen am Wochenende war einfach wunderbar und lecker. Es gab Fleisch, Käse, Salat, gegrilltes Gemüse und kleine Tomaten zum Schnackeln. Ich habe wirklich sehr lange nicht mehr so unbeschwert gegrillt! Genauso lief auch der Rest der Woche, bis ich am Montag Abend etwas kritisch geworden bin... Irgendwie fehlte es mir, dass mir etwas fehlt. Noch nie war eine Ernährungsumstellung so leicht und noch nie war ich dabei so glücklich...! Dazu kam dann noch das Gefühl, dass ich zugenommen habe...! Klar eigentlich, schließlich durfte ich wegen Weh-Wehchen im Fuß fast 10 Tage nicht Laufen. Aber ich habe ja auch keine Carbs gegessen... Die ganze Nacht hab ich gegrübelt. Bis ich am nächsten Morgen einfach außerplanmäßig auf die Waage gestiegen bin. Das war eine seeehr gute Entscheidung, denn:

Ich habe 2 kg zugenommen. Innerhalb von ein paar Tagen. Das kann doch nicht wahr sein!?! Ich hatte ja mit einer Zunahme gerechnet, aber so viel???

Aber trauern nutzt ja nix. Gut, dass ich nicht bis Freitag mit dem Wiegetag gewartet habe, wer weiß wie viel es dann gewesen wäre...! Das Ende vom Lied ist jetzt, dass ich weiterhin auf Nudeln, Reis, Kartoffeln, CousCous etc. verzichte und dabei mal wieder Punkte zähle um sehen zu können, wodran es liegt!

Fazit: Low Carb und dadurch fast automatisch High Fat ist defintiv ist für mich definitiv die falsche Ernährung!

Habt ihr schon Erfahrung mit Low Carb gemacht? Oder ist euch die gesunde Ernährung wirklich irgendwann un Fleisch und Blut übergegangen?

Donnerstag, 24. April 2014

Fehlt mir das Wettkampf-Gen?

Den meisten Läufern wird ja nachgesagt, sie würden:

  • immer nur ihren eigenen Bestzeiten hinterher laufen
  • sind schrecklich egoistisch und empfinden jeden anderen Läufer als Hindernis auf der Strecke
  • alle Zuschauer absolut ignorieren, weil sie für so einen "Quatsch" viel zu konzentriert sind
  • die Bezeichnung "Individualsport" im Ganzen einfach viel zu ernst nehmen
  • nicht in der Lage sein, als Team zu trainieren und/oder auch aufzutreten
Kurze Zusammenfassung: Sie verhalten sich die meiste Zeit total arschig...!

Besonders bei Volksläufen macht sich das sehr bemerkbar. Mit 6min./km bin ich (meistens) ein Schneckchen im Feld. Das ist OK und ich weiß, dass ich vorne im Feld nicht mithalten kann. Eigentlich ist mir das auch egal, weil wenn ich Profi-Sportlerin hätte werden wollen, würde ich 1. anders trainieren und hätte 2. viel früher damit angefangen.
Wenn man im Wettkampf nun nur eine Runde bestreiten muss, ist das alles auch eigentlich kein Problem. Aber wehe, man wird überrundet.
Ich renne dann in meinem Wettkampf-Tempo meistens entweder rechts oder links auf der Strecke und genieße im besten Fall die Atmosphäre, winke den Zuschauern zu und schlage in Kinder-Hände ein. Das ist im übrigen auch das, was mich an diesen Volksläufen glücklich macht! Leider aber nur so lange, bis der erste Spitzenläufer kommt. Hat dieser nämlich keine Begleitung, brüllt er, meistens viiiiel zu spät entweder "REEECHTS" oder "LIIIIINKS"!
Damit bin ich total überfordert, weil:
  1. Soll ich jetzt rechts oder links Platz machen?
  2. Warum kann ich deinen Atem denn schon im Nacken spüren? Geht das nicht ein bisschen früher?
  3. Habe ich als langsame Läuferin keine Daseinsberechtigung?
  4. Ist deine Bestzeit wichtiger als meine?
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe größten Respekt vor jedem, der schneller Laufen kann als ich und ich gönne jedem seine persönliche Bestzeit. Ich frage mich nur, ob es ein Grund ist keine Rücksicht mehr aufeinander zu nehmen? Ich würde mir von den schnelleren Läufern einfach ein bisschen mehr Rücksichtnahme wünschen. Melden sie sich früh genug, mache ich die Ideallinie gerne frei, höre ich sie nicht kommen nehme ich als einzelne Läuferin doch nicht so viel Platz in Anspruch, dass man nicht um mich rum laufen könnte...
Wenn das Feld voll ist versuche ich immer, so wenig wie möglich im Weg zu stehen, drehe mich kurz um bevor ich überhole und halte genug Abstand zum nächsten Läufer. Natürlich könnte ich genauso die Ellenbogen ausfahren und mich durchboxen, aber ist es dann noch der Sport den ich mit so viel Leidenschaft ausübe? Ich denke nicht. Denn genauso wie ich die Läufer brauche, die ich Gelegentlich überhole und mich freue einen Platz gut machen zu können und die ich noch anfeuern kann, wenn ich glücklich im Ziel bin, brauche ich Vorbilder die an mir vorbei schießen und zeigen, was alles möglich ist.

Fehlt mir also das Wettkampf-Gen?

Selbst wenn das so ist, ist es mir eigentlich egal! Ich werde keine Weltmeisterin mehr und daher werde ich weiter lächeln, winken, Hände einschlagen und mich freuen, wenn die Zuschauer Interesse an meiner sportlichen Leistung haben und mich anfeuern!

Mittwoch, 26. März 2014

Boah ey,...

Moin Moin ♥

Entschuldigt den späten Post: Ich war den ganzen Tag unterwegs und jetzt muss ich eigentlich noch einen Vortrag für morgen fertig machen. Aber der muss jetzt warten ☺

Ich mache mir mit dem heutigen Post keine Freunde - glaube ich. Denn heute schreibe ich mal über zwei Auswüchse des WWW, die mich in dieser Woche echt ärgerlich gemacht haben. Ja, in dieser Welt herrscht Meinungsfreiheit und jede_r darf schreiben, was gefällt. Aber dann darf ich auch sagen, was mir nicht gefällt - finde ich.

1) Ich fange noch einmal harmlos an... Kennt ihr Achim Achilles? Im wahren Leben als Hajo Schumacher bekannt und Schreiber für u.a. Spiegel-Online. Er ist "Deutschlands erfolglosester Hobbyläufer" gibt er Tipps wie der Laufpapst und pöbelt (am liebsten gegen Walker) was das Zeug hält. (Ich kann eigentlich immer sehr drüber lachen). Anna Achilles ist seit kurzem auch dabei. Sie nimmt mehr so die "Mädchenrolle" ein: Lieber verkatert im Bett bleiben als Joggen, ein ♥ für Walker, und.... jetzt: Ein Trainingsplan für 10 km in 55 Min.

Auf facebook wurde diese Zeit vom Autor zur Gattung der Schnecken gezählt. (Wörtlich: "das schaff ich ja rückwärts. wer ähnlich schnarchnasig unterwegs ist, kann sich hier ihren trainingsplan ansehen.") Schon das finde ich ganz schön fies. Aber gut, das ist sein Stil. Die Kommentare dazu fand ich dann aber doch too much. 67 Kommentare finden sich bereits dazu. Eindeutig ein Spitzenwert!!!

...Bin wohl nicht als einzige böse geworden ☺

2) Das zweite Thema kommt aus einer ganz anderen Richtung und - es wird wohl persönlicher. Ich bin in der letzten Woche wieder über einen Haufen "pro-Ana"-Blogs gestolpert. Jedesmal werde ich da unglaublich wütend und traurig. Meistens steht schon recht weit oben, dass die Inhalte triggern könnten, aber die Verfasserin NICHT Pro-Ana sei (Also magersüchtiges Verhalten und Aussehen nicht befürworten). Ich finde solche Blogs so unglaublich gefährlich: Die ganze Welt dieser Mädchen dreht sich ums Abnehmen  und Glücksgefühle wie Traurigkeit stehen in direktem Zusammenhang zum Gewicht.


Nun gibt es ja auch noch Menschen, die abnehmen wollen, weil sie WIRKLICH übergewichtig sind. Also wegen ihres Gewicht gesundheitliche Probleme haben. Und ich hoffe, dass dieser Blog vor allem diese Menschen erreicht.

Warum erzähle ich das jetzt überhaupt? Nun, wir alle scheinen ein Problem mit unserem Gewicht zu haben. Einige Probleme liegen auf der Hüfte - andere sind im Kopf. Oft hört man, dass die Pro-Anas früher mal übergewichtig waren - und unglücklich. Die erste Diät, die ersten Kilos fielen. Komplimente, Glücksgefühle.

Die Glücksgefühle blieben nicht lange, also mehr abnehmen, und mehr und mehr... weniger wiegen um glücklich zu werden. Und das ist einfach Schwachsinn!!!! 

Ich hoffe, dass ihr alle wisst, dass euer Gewicht nichts über eure Persönlichkeit sagt! 

So, und jetzt dürft ihr den Shitstorm starten. ☺



Sonntag, 29. September 2013

Motivation

Ha kaum hat die Neue angefangen, schon verpennt sie ihr Datum.

Määäh, stimmt net. Dank KabelBW kein Inet, so gar keins und vom Handy aus posten ist doof. Sorry :(

Eig sollte es gestern um die Motivation gehen und deswegen geht es eben heute darum.

Die Motivation wird immer dann beschimpft, wenn sie uns fehlt. Aber in meinen Augen ist sie überbewertet...

"Motivation is what gets you started, Habit is what keeps you going!"

Jap und genau so ist es. Wir brauchen eigentlich nu dann Motivation, wenn wir etwas verändern wollen. Uns verändern wollen. Besser essen, gesünder leben, mehr bewegen. Wir müssen uns neue Gewohnheiten zu legen.

Genau darin liegt die Krux. Wenn wir abnehmen wollen, darf es nie darum gehen, kurzfristig etwas zu verändern. "Nur so lange bis ich mein Wunschgewicht erreicht habe!" Nö läuft net. Über kurz oder lang nehmen wir dann wieder zu - Jojo ist eben ein Ar*chloch ;)

Es geht darum Gewohnheiten zu erkennen, die uns dick machen. Wenig Bewegung, falsches Essen oder beides. Das müssen wir dann eben ablegen! Und genau dazu brauchen wir die Motivation - Wir wollen im Bikini toll aussehen, kein Muffintop über den Hosen, uns unbeschwert bewegen. Was immer dein Ziel ist - es muss es dir wert sein deine Lieblingsdickmacher zu streichen. Zuviel Schoki - näää wech! Abends Süßes oder Chips vorm Fernseher - ist nicht!

Solange die Motivation am Anfang da ist, geht das Weglassen oder mehr Sporteln noch sehr einfach. Irgendwann verabschiedet sich die doofe Kuh einfach - und wir stehen Auge in Auge mit unseren Gewohnheiten. Tja und dann? Entweder wir haben Mechanismen gefunden nicht den alten dickmachenden Gewohnheiten wieder zu verfallen (Schoki in Maßen, was anderes knabbern oder kein Appetit mehr) oder wir machen mal eine Diättagausnahme! Nur die eine! Versteht sich von selbst oder?

Und wenn es dann doch mehrere Ausnahmen gibt:
Aufstehen, Krönchen richten und weitermachen!

Montag, 23. September 2013

Zielsetzungen und Wege dahin

Hallo :)
Wie viele gestern auf meinem Blog ja schon mitbekommen haben dürften: Ich bin aus dem Dänemarkurlaub zurück. Und leider haben sich dort 900g mehr auf meine Hüften geschlichen. Jetzt sind es noch 2 Wochen bis ich in den Flieger nach Florida steige und möchte bis dahin diese extra Pfunde natürlich wieder loswerden. Am Besten noch ein paar mehr ;)
Aber wie das so ist mit Wünschen und der Realität: Die Umsetzung passiert nicht einfach so. Man muss auch etwas dafür tun. Also habe ich mir einen 2-Wochen-Notfall-Plan erstellt:

- min. 10 Crosstrainer-Einheiten bis zum Abflug
- konsequent gesund essen, dh.: KEINEN Alkohol und KEINE Süßigkeiten, möglichst wenig Weißmehl und Zucker
- min. 1 Liter Tee am Tag trinken (das fällt mir bei dem Wetter nicht schwer, aber allein mit Wasser komme ich derzeit nicht auf 2 Liter am Tag)

Also mal wieder nichts weltbewegendes, aber ich hoffe, es klappt trotzdem.
Natürlich ärger ich mich auch über mich selber. Wenn ich früher angefangen hätte konsequenter zu sein hätte ich die vorgenommenen 80kg bis Florida schaffen können. Aber damit muss ich jetzt leben. Bleibt mir ja nichts anderes übrig.
Ich könnte jetzt auch zwei Wochen einfach nur noch sehr, sehr wenig essen. Aber so nen Blödsinn mach ich nicht. Crash-Diät gibt es für mich nicht. Dann lieber nicht das Ziel erreichen, aber gesund dabei leben.

Und mein nächstes Ziel steht ja noch: Die 75kg bis Silvester. Das wären 10kg in 14 Wochen.
Bei meiner momentanen Durchschnittsabnahme auch eher unrealistisch, aber ich brauche ein Ziel, das ich anpeilen kann. Und wenn ich mir dann im neuen Jahr wieder das selbe Ziel setze, dann ist es halt so. Hauptsache es geht voran und nicht zurück.

Wie seht ihr das? Sind eure Ziele für euch Richtlinien die ihr anpeilt oder seit ihr total unglücklich und von euch selber enttäuscht, wenn ihr ein Ziel nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht?
Setzt ihr euch überhaupt Ziele?

Dienstag, 3. September 2013

Motivation?!?

Nachdem durch das Battle der Diäten ja viele Motivationscollagen erstellt wurden, habe ich darüber nachgedacht, was mich eigentlich motiviert...
Sind es die anderen Blogs und die Erfolge der Anderen?
Sind es die Zahlen auf der Waage?
Sind es Bilder von früher?
Ist es der bevorstehende Florida-Urlaub`?

Erfolge von Anderen
Hmm, nein. Das motiviert mich nicht. Das freut mich. Aber es bringt mich nicht dazu zu denken: "Wenn die das kann, dann kannst du das auch!" Es treibt mich nicht zu einem gesünderem Essen oder zu mehr Sport. Ich finde es bewundernswert, wie konsequent einige sind. Wie viel Sport sie in ihren Alltag integriert bekommen. Aber es ist nichts, was mich dazu bringt zu handeln.

Die Waage
Auch die motiviert mich nicht wirklich. Auch hier ist es mehr Freude, wenn wieder ein paar Gramm weg sind. So verhält es sich auch mit dem Maßband. Schön, wenn die Zahlen kleinen werden. Aber wenn die Ergebnisse eine Woche mal weniger gut sind, demotiviert mich das nicht.
Die Waage ist für mich nur die wöchentliche Kontrolle, ob sich was tut. Nicht mehr, nicht weniger.

Bilder von früher
Da viele ihre Collagen ja aus Bildern mit ihrer Entwicklung gebastelt haben. Oder sich Bilder von schlanken Frauen als Motivation herannehmen, habe ich mal in meinen alten Bildern gekramt und bin auf Bilder von 2006/2007 gestoßen.
Auch das ist keine Motivation. Kein Grund für mich jetzt keine ganze Schokotorte zu futtern. Ich denke bei den Bildern eher an die Situationen, in denen sie entstanden sind. Nicht daran, dass ich wieder so aussehen will und deswegen konsequent sein muss.
Das Bild im Bikini fand ich damals zum Beispiel schrecklich. Ich fand mich total eckig und unweiblich. Keine Taille in Sicht. Und der Kumpel der das damals bei SchülerVZ hochgeladen hat, musste sich ganz schön was anhören, dass er das doch nicht einfach so machen kann ohne mich zu fragen. Heute würde ich sagen: Beine und Arme schön schlank und der Bauch flach. War gut.
Die beiden anderen Bilder mochte ich schon immer. Der Tag an dem ich kopfüber hing war einfach ein total lustiger mit meinem damals bestem Freund. Wir haben den ganzen Tag gelacht und einfach irgendwelchen Blödsinn gemacht. Da habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie ich wohl aussehe. Und herausgekommen ist ein Schnappschuss, der äußerst vorteilhaft ist wie ich finde. Schlank und trotzdem Busen zu erkennen.
Das Muschelbild hat meine damals 5-jährige Cousine gemacht. Auch einfach ein sehr schöner Tag mit Blödsinn und keinen Gedanken ans Aussehen.
Also wenn mich diese Bilder zu irgendwas motivieren, dann jeden Tag zu genießen und Spaß zu haben. Aber sie bringen mich nicht dazu Sport zu machen.

Florida-Urlaub
Ja, der motiviert mich schon irgendwie. Weil ich gut aussehen möchte. Weil ich mich am Strand wohlfühlen möchte. Weil ich mit dem 8-jährigen im Meer toben möchte ohne mir Gedanken zu machen, wer gerade zu guckt und wer sich durch meinen Anblick wohl gestört fühlt.
Also ist es nur indirekt der Urlaub der mich motiviert, sondern mehr der Gedanke, dass ich Spaß haben möchte.
Spaß haben ohne mir Gedanken um mein Äußeres zu machen.

Und damit habe ich meine Motivationsquelle. Mein eigener Kopf. Meine Gedanken. Meine Ziele. Meine Gründe für meine Ziele sind vielleicht nicht so toll. Schließlich sollte ein normaler Mensch auch mit ein paar Kilo zu viel dazu in der Lage sein Spaß zu haben, ohne daran zu denken, wie dick er/sie jetzt wohl aussieht. Aber mein Selbstwertgefühl ist nun mal nicht so gut. Ich arbeite daran. Aber bis ich das im Griff habe, kreisen meine Gedanken nun mal auch darum, was andere wohl von mir halten.
Menschen die mich sehen, kennen mich aber meist nicht. Also bilden sie sich ihre Meinung über Äußerlichkeiten.
Mir gefällt mein Äußeres aber so wie es ist nicht. Also gehe ich davon aus, dass es anderen auch nicht gefällt.

Mein Ziel ist es mich in jeder Situation wohl zu fühlen.
Dafür braucht man sehr viel Selbstvertrauen.
Da ich das nicht habe, ist es einfacher wenigstens ein Äußeres zu erreichen, dass nicht negativ auffällt. Dann fühle ich mich weniger unwohl. Und wenn ich mich weniger unwohl fühle, habe ich mehr Spaß.

Meine Motivation ist folglich der Spaß. Der Spaß den ich haben möchte. 

Natürlich spielen auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle für meine Abnahme. Und ich möchte auch abnehmen, weil ich meinen Freund liebe. Er liebt mich zwar auch so, wie ich jetzt bin. Aber ich bin der Meinung er hat eine Freundin verdient, die nicht nur toll ist, sondern die auch toll aussieht. Und zwar nicht erst auf den zweiten Blick, wenn man sich mit ihr unterhält, sondern auch auf den ersten Blick und auf Bildern.

Zu aller erst nehme ich aber für mich selber ab. Für mein Selbstwertgefühl, für mein Wohlgefühl, für meine Gesundheit.

Das ist meine Motivation. Und auch wenn einige jetzt sagen werden, dass es ungesund ist sich so von der Meinung anderer abhängig zu machen, für mich persönlich ist es momentan die beste Motivation die ich haben könnte. Der Gedanke in einem Raum nicht negativ durch mein äußeres aufzufallen treibt mich an. Bringt mich dazu jede Mahlzeit aufzuschreiben. Bringt mich dazu meinen Crosstrainer zu benutzen. Bringt mich dazu keine Süßigkeiten in mich reinzustopfen, wenn mir langweilig ist.
Um die Probleme mit meinem Selbstwertgefühl und die Definition des eigenen Wertes über die Meinung anderer kümmere ich mich später. Dazu fehlt mir momentan die Kraft, aber mein Gewicht, das ist etwas das ich jetzt anpacken kann. Das ich jetzt ändern kann.
Etwas, das ich jetzt auch änder.

Was treibt euch an? Woher nehmt ihr eure Motivation?
Motiviert es auch wirklich euch Bildern von schlanken Frauen anzusehen? Oder sind es nur Ziele und die Motivation holt ihr euch woanders her?

Sonntag, 18. August 2013

Ein Kompliment. oder: Das nächste Ziel

Letztes Mal bei Weight Watchers hat unser Coach gefragt, was unser nächstes Ziel sei. Dabei kam sowas wie den nächsten Zehner knacken, die nächste Jeans aussortieren, den nächsten Stern bekommen (bei Weight Watchers gibt es immer einen Stern für 3 abgenommene Kilos), die 10%-Marke knacken, usw.
Mein nächstes Ziel ist da etwas anders. Mein nächstes Ziel ist das nächste bzw. das erste Kompliment. Ich wollte es fast auch sagen, besonders weil unser Coach kleine Ziele gerne mag und ich denke, dass das wirklich ein kleines nächstes Ziel ist. Letzten Endes habe ich nichts gesagt, weil ihr Co-Coach an dem Tag mich gut kannte und von ihr hätte ich das Kompliment dann sofort bekommen, was aber natürlich nicht das Gleiche gewesen wäre.
Ich wünsche mir ein ehrlich gemeintes Kompliment, dass ich etwas dünner aussehe, die Klamotten an mir schön aussehen, meine Haare heute sehr gut liegen, ich ein schönes Gesicht habe oder was auch immer. Dann weiß man, dass auch wenn man dicker ist, auf jeden Fall nicht hässlich ist und sich auf einem guten Weg befindet. Ich fühle mich im Moment echt nicht wohl in meinem Körper und bin echt unzufrieden und genau deswegen ist das mein nächstes Ziel. Die Waage will seit der ersten Woche nicht nach unten gehen und ich rede mir ein, dass mein Körper nur Muskeln aufbaut, aber so langsam wie ich abnehme oder nichtabnehme, kann mein Körper keine Muskeln aufbauen. Ich möchte einfach von jemandem hören, dass man einen Fortschritt bei mir bemerkt.
Das ist doch das Schöne am Abnehmen?! Das jemand bemerkt, dass da etwas passiert und man dann stolz auf sich sein kann.
Und als ob meine Tante wusste, was ich heute hier in diesen Blog schreiben wollte, kam das lang ersehnte Kompliment von ihr!
Wir saßen im Auto, ich habe mich darüber beschwert, dass ich immer noch zu schwer für mein Pferd bin und sie sagt mir, dass ich aber schon ganz doll abgenommen habe...
"Sag jetzt mal, wie viel hast du denn mittlerweile abgenommen? Fünf oder sechs Kilo bestimmt, oder?"
Wie bitte? 5 oder 6 Kilo? 5 Kilo? 6 KILO?
"Ähh, nee. Ich bin grad bei 2,5 angekommen, aber danke."
"Das sieht aber echt nach mehr aus..."
Cool.
Echt verdammt cool. Jetzt bin ich glücklich. Ich bemerke, dass ich das doch gar nicht für umsonst mache und freue mich total. Jetzt wird mit viel Motivation in die neue Woche gestartet!
Wie siehts bei euch aus? Bekommt ihr auch manchmal Komplimente und wenn ja von wem? Nach wie viel Kilos ist es bei euch aufgefallen?
Wünsche euch eine schöne Woche und wenn es bei euch mit den Zahlen im Moment nicht so klappt, denkt daran, dass es auch wie bei mir oben sein kann :)

Sonntag, 17. März 2013

WAS wollen wir? WANN wollen wir es?


...oder besser gesagt: was will ich und wann will ich es?
Das ist verdammt noch einmal eine gute Frage...
Manchmal denke ich an eine bestimmte Zahl, die ich erreichen will, aber in der nächsten Sekunde denke ich mir, wenn ich mit Sport abnehmen will bringt das Probleme mit sich... Muskeln wiegen schließlich auch was. Warum nicht auf einen bestimmten Fettgehalt im Körper hinarbeiten? Aber welcher ist denn gut und schön? Also erst einmal ist es wichtig, dass ich Normalgewicht habe, sowie einen gesunden Fettanteil und Bauchumfang. Aber das ist nicht genug für mich... denke ich zumindest. Ganz grob gesagt will ich einen schönen Körper haben und mich wohl und gesund fühlen. Das ist sehr schwammig, aber das erste, was sich verändern muss ist meine Speckfalte am Rücken :D
Zusammengefasst kann man sagen, dass mein Ziel ist:
  • BMI von unter 25
  • gesunden Fett- und Muskelgehalt im Körper (wie der auch immer ist und wie ich den auch kontrollieren werde)
  • einen Bauchumfang von unter 88cm (der soll laut meiner Sportlehrerin gesund sein)
  • diese hässliche Speckfalte am Rücken soll weg genauso wie das kleine Doppelkinn
  • GLÜCKLICH SEIN
  • (neben meinen Freundinnen nicht auffallen, sondern stolz drauf sein, dass mein Körper nicht mehr Platz auf Fotos einnimmt als deren Körper)
So, da wir das was mehr oder weniger geklärt hätten, bleibt das wann.
Ich hatte mir im am Anfang dieses Auslandsjahres vorgenommen bis zur Abreise mein Ziel zu erreichen, was einer rationalen Zahl entsprach: 10kg in 10 Monaten verlieren ist absolut möglich, denn vorher hatte ich schon mehr oder weniger lässig 6kg in 3 Monaten abgenommen. Ich wollte alle überraschen, wenn ich wieder zurück nach Hause komme, vor allem meine Mutter und meinen Freund. Aber mein Plan hat sich aber immer und immer mehr im Sand verlaufen bis ich ihn am Anfang Dezember aufgegeben hab. Ich weiß, dass man nicht aufgeben soll, aber irgendwann ist es nicht mehr realistisch, wenn man in 3 Monaten fast 10kg zugenommen hat aber eigentlich 10kg runter wollte. Es hat einfach nicht geklappt, egal wie viel Mühe ich mir gegeben hab. Mittlerweile hab ich die Gründe mehr oder weniger identifiziert und kann sagen, dass es hier gar nicht bis sehr spärlich klappen wird. Die Ernährung ist hier (was soll man auch anderes erwarten von einem Staat, der eine Amerika-ähnliche Kultur hat) nicht das Beste. Man kann hier zwar auch Obst und Gemüse kaufen, aber es wurde mir gesagt, meiner Gastfamilie wurde es gesagt und eigentlich ist es auch absolut logisch: Der Gastschüler passt sich der Familie an und nicht umgekehrt. Das gilt auch für die Ernährung und da hat man irgendwo schon die Arschkarte (Entschuldigung für den Ausdruck, aber der trifft es am besten) gezogen, wenn die Gastfamilie sich hauptsächlich von dem hellsten Weißbrot und den süßesten Kellogs ernährt.
Im Endeffekt kann ich sagen, dass ich mich über jedes verlorene Grämmchen freue und mir dabei Mühe geben werde. Und zusätzlich werde ich mich richtig (und damit meine ich verdammt doll) anstrengen, wenn ich wieder in Deutschland bin in der Hoffnung, dass es schnell und gut klappt.
Wenn alles wie am Schnürchen läuft, wiege ich bevor ich wieder nach Deutschland komme unter 80kg. Das ist zwar ein Stückchen Arbeit, aber nicht unmöglich. Das sind mehr oder (hoffentlich) weniger als 7kg, die ich verlieren muss. Das entspräche weniger als eine lb in der Woche und das ist sehr gut zu schaffen. Wenn ich das dann wirklich geschafft habe, möchte ich gerne noch 10kg bis zu meinem Geburtstag abnehmen. Das ist zwar etwas mehr aber laut der Theorie im Rahmen des Möglichen. Und dann wäre ich Gewinner über mich selbst, meinem Schweinehund, meiner Waage und meinem Gewicht und hätte da Gewicht wie ein Jahr zuvor.
Das ist die Theorie und die Praxis sehen wir dann mal.

Ich habe mich jetzt auch offiziell gewogen und mein Gewicht am 16. März war 192,6lb, was 87,6kg entspricht. Daumen drücken ist angesagt :)