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Samstag, 5. September 2015

Eine neue Reise

Hey ihr Lieben,

ich stürze mich gerade von Urlaub zu Urlaub, erst Dänemark, dann Münster und in zwei Wochen geht es dann auch wieder mal nach Barcelona! Ich als Maybritt finde das alles total super, nur leider hat mein essgestörtes Ich öfter mal genug und rebelliert ziemlich rum. Vielleicht habe ich gerade nur mal wieder eine stärkere Phase, aber ich kann mit Stolz sagen, dass ich so viel mehr als nur eine Zahl auf der Waage bin. Ich bin mehr als "Bitte, bitte unter X Kilo", ich lache unglaublich gerne und manchmal zu laut und zu lange, singe und tanze wie bekloppt vor unserem Badezimmer-Spiegel, koche meist leckere Sachen und manchmal Sachen mit komischer Konsistenz, backe für mein Leben gerne auch mal Unfälle, würde alles für meine Familie und Freunde tun und das Laufen gehört ebenso zu mir wie mein Verhalten zum Essen. Für mich muss oft alles perfekt sein, besonders das, was ich mache: Höher, weiter, schneller. Superlative in der Schule und in der Freizeit, aber reicht es nicht mal, normal zu sein? Das zu machen, was ich oben beschrieben habe und dabei Fehler zu machen? Ich habe nur noch ein Jahr in der Schule - und ich will es zu dem Besten machen, das ich je hatte. Dabei kann ich keine unnötigen Gedanken gebrauchen, erst recht nicht eine Stimme, die mir sagt, dass ich wie ein schwangeres Walross aussehe. Ich habe eben mal gegoogelt und ich werde niemals 1,5 Tonnen wiegen. Und wenn doch habe ich mal wieder ein Superlativ in der Tasche. Ich will Psychologie studieren. Nicht, weil ich mich dann prinzipiell selber therapieren könnte, wenn jemand das denkt. Vielleicht, weil ich Menschen helfen will oder weil ich es total interessant finde, warum wir so leben und handeln, wie wir es tun. Auch dafür kann ich keine unnötigen Gedanken gebrauchen, denn wenn ich bald ausziehe passt so gut wie niemand mehr auf mich auf. Ich bin 17 und es wird Zeit zu leben, denke ich. Fehler machen, schief singen und so weiter. Ich habe einen Großteil meiner Jugend damit verbracht, Kilos zu verlieren, um dann zu merken, dass ich eine Essstörung habe - und jetzt bin ich dabei wieder leben und essen zu lernen. Aber das definiert mich nicht, das bin nicht ich und deswegen möchte ich auch nicht mehr hier bloggen. Nicht, weil ich euch alle doof finde oder weil es mir keinen Spaß macht: Ich möchte einfach nicht mehr viel Zeit mit den Gedanken an Sport, Fitness, Abnehmen und so weiter verschwenden. Und da dieser Blog sich hier um all diese Themen dreht, kann ich da nichts mehr konstruktives beitragen, außer: Geht euren Weg! Egal wie langsam oder schnell ihr seid, ihr werdet ankommen und genau das versuche ich jetzt auch.

Dann nicht bis zum nächsten Samstag,
Maybritt


Samstag, 18. Juli 2015

Intuitives Essen?

Hallo ihr,

es tut mir wirklich wahnsinnig Leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe! Sowieso ist es um diesen Blog ruhig geworden in letzter Zeit. Vielleicht liegt es am Sommerloch: Halbmarathon ist durch, Schule ist gelaufen, Wetter ist häufiger doof als gut, Ernährung klappt nicht so, wie gewünscht - besonders die vielen Geburtstage an den Wochenenden hauen rein. Leider ist dann das schlechte Gewissen schneller als der Genuss, was die Freude am Feiern und an Wochenenden kaputt macht. Und da sind wir auch schon beim Thema: Intuitive Eating
Letztens bin ich durch die Schwester einer Freundin, die Ernährungswissenschaften Hamburg studiert, auf das Prinzip des Intuitiven Essens gestoßen. Wie der Name schon sagt zielt diese Ernährungsweise darauf ab, den Weg zurück zum natürlichen Essverhalten zu finden. Aha. Genauer gesagt soll man wieder für die Signale des eigenen Körpers sensibilisiert werden: Habe ich Hunger oder Appetit? Bin ich satt oder nicht? Geht es mir gut, wenn ich das esse, oder geht es mir besser, wenn ich etwas anderes esse? Die Fähigkeit zu unterscheiden, was der Körper braucht und nicht braucht ist zwar seit Geburt an vorhanden, wird aber meist verschüttet durch kritische und misstrauische  Fragen nach Kalorien und so weiter. Das Buch "Intuitive Eating" ist letztens auch auf deutsch erschienen, nur leider mit der mehr als unpassenden Übersetzung "Intuitiv Abnehmen". Intuitives Essen hat halt einfach mal so gar nichts mit Diäten und so weiter zu tun, auf Dauer soll nicht abgenommen werden, sondern Lebensqualität und -Gelassenheit gewonnen werden. Oft kommt es dabei vor, dass Menschen abnehmen, da wieder passende Nährwerte aufgenommen und Heißhunger-Attacken vorgebeugt werden. Trotzdem steht Abnehmen hier nicht im Vordergrund! Zwar kann es dazu kommen, dass man am Anfang zunimmt, da es auf einmal keine Verbote mehr gibt, aber weil der Körper wieder "auf sich gestellt ist", geht der Reiz irgendwann verloren - wie man es von Kleinkindern kennt - und der Organismus verlangt nach Nährstoffen, die nicht durch Fast Food aufgenommen werden können. 
Ich persönlich finde das Buch sehr interessant, weil ich das Genießen und den normalen Umgang mit Nahrung total verlernt habe. Als Kind habe ich schließlich auch normal gegessen, war normalgewichtig, glücklich und hatte nie Heißhunger-Attacken oder ähnliches. Deshalb denke ich, dass ich diese Fähigkeit wieder zurück gewinnen kann, weil es so ziemlich das Grundlegendste ist, was einem als Mensch für sein Leben auf den Weg geben wird. 

Habt ihr Erfahrungen mit diesem Prinzip gemacht, Kritik, Lob oder andere Modelle, die eine ähnlich nachhaltige Ernährungsumstellung vorsehen? Oder kennt ihr Posts von anderen Blogs über das Thema?

Bis zum nächsten Samstag,

Maybritt


Samstag, 30. Mai 2015

Wo bleiben da die "Inneren Werte"?

Hallo ihr,

eigentlich hatte ich nicht wirklich Zeit heute großartig zu bloggen, aber das Phänomen, von dem ich euch heute berichten will, ist mir gerade erst wieder aufgefallen, und da konnte ich nicht anders als den Beitrag hier jetzt zwischen Hausaufgaben und Geburtstag einer Freundin zu verfassen.

Es gibt Menschen, mit denen hat man nichts zu tun. Punkt und aus. Man redet einfach nicht, sagt sich auch eher nicht Hallo, lächelt nicht mal, wenn man sich sieht und so weiter. Dabei muss man den anderen nicht gleich unbedingt nicht mögen. Man halt halt keinen Kontakt. So war es bei mir bis vor ein paar Wochen mit vielen Jungs aus meiner Stufe. Ich hatte Kurse mit ihnen, saß mal neben ihnen, redete aber nicht mit ihnen, und sah sie öfter im Fitnessstudio - ohne hallo, lächeln oder gar reden. Komisch wird es dann aber, wenn plötzlich gefühlt ALLE dieser Jungs anfangen, alles das zu machen, was sie vorher nicht gemacht haben. Plötzlich wird mir beim Sport von ihnen zugelächelt, sie kommen auf einen zu und fragen, wie es mir geht, ob man mal zusammen trainieren will, wie das Training läuft, wie die Fahrschule, einem wird zugewunken. Als Mädchen fühle ich mich da persönlich mehr als geschmeichelt, was absolut nicht daran liegt, dass die meisten der besagten Jungs wirklich gut aussehen und nett sind aber irgendwie frage ich mich, warum ausgerechnet sie jetzt damit anfangen, Kontakt mit mir zu haben. Klar, man könnte einfach sagen, dass beide Seiten ihre Zeit brauchen, um Kontakt aufzubauen, ich habe schließlich auch weniger hallo gesagt (aber wollte jetzt auch eigentlich nicht damit anfangen) weil ich dachte, dass ich uninteressant für sie wäre, und wir jetzt langsam warm werden. Oder man sieht es etwas kritischer wie ich und denkt heimlich daran, dass es an den 20kg weniger seit Anfang des Jahres liegt. Ich bin fitter, sportlicher und vor allem dünner, habe kein Doppelkinn mehr und so weiter. Hinzu kommt aber wirklich vielleicht, dass wir einfach die gleichen Interessen haben (der eine hat sogar gefragt, wie ich es fände, wenn er beim Halbmarathon mitlaufen würde mit mir...). Bewirkt das Aussehen wirklich so viel? Eigentlich sagt man ja immer "Es kommt auf die inneren Werte an" und jeder weiß eigentlich, dass das nur zu 50% stimmt. Muss man heutzutage dünn sein, um Aufmerksamkeit von Jungs/Männern geschenkt zu bekommen? Ich kenne zwar viele, die nach wie vor männlich und mit mir befreundet sind, aber die Jungs, um die es hier geht, haben mich vorher nicht mal mit dem Ars** angeguckt, wenn ich das mal so sagen darf. An Blicke von anderen Männern im Studio gewöhnt man sich auch schnell, aber mich bewegt dieses Thema und macht mich auch wütend. Was wäre, wenn ich jetzt wieder zunehmen würde und kein Sport mehr machen würde? Hätten wir dann noch Kontakt? Ich denke nicht und das zeigt eigentlich nur, wie ober-oberflächlich wir alle sind. Und damit schließe ich mich nicht aus! Natürlich finde ich einen durchtrainierten Körper eines Jungen schöner, als Speckrollen. Aber das macht, wenn man es rational betrachtet, echt viel kaputt: Der druchtrainierte Körper kann eigentlich einen ziemlich hässlichen Charakter verstecken, während der vernachlässigte Körper einen tollen Charakter beinhalten könnte, den man aber von vorne herein ausschließt und ihn so nicht kennenlernt. Finde ich irgendwie schade... aber dran ändern kann man denke ich auch nicht viel, was es einfach menschlich ist, andere Menschen vom Aussehen her zu beurteilen. 
Was denkt ihr zu dem Thema? Und Entschuldigung für die Unmengen an Rechtschreibfehlern, aber Zeitdruck und dass mein PC denkt, er wäre klüger als ich, lassen diese Fehler leider in großen Mengen zu...

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 23. Mai 2015

7 Minuten, die ich blöd finde

Hallo ihr Lieben,

Donnerstag wäre ich vor Schreck fast (ich betone das fast) aus meinen Nikes gekippt, als ich beim Gratulieren meiner Freundin zum Geburtstag realisiert habe, dass in genau einem Monat der Halbmarathon ist. Jaja, mir war schon klar, dass er nicht mehr so weit weg ist und da mir die ganze Thematik sehr ans Herz geht (bei einem jähr Vorbereitungszeit irgendwie verständlich), ist seitdem eine kleine Panik bei mir ausgebrochen. Denn ich bin nicht so ganz auf der Höhe. Meine Laufzeit hat sich in den letzten Wochen um 7 Minuten verschlechtern (für 10,3km brauche ich jetzt 1:02h statt 55 Minuten) und meine Beine führen sich beim Laufen schneller schlapp an als sonst. Und das so kurz vor dem großen Lauf! Was mich aber eigentlich wurmt ist, dass es mich wurmt, dass mir diese Zeiten nicht egal sind. Von Anfang an hatte ich nämlich eigentlich di Einstellung "Durchkommen, egal wie", aber diese 7 Minuten nagen leicht an meinem Selbstvertrauen: Werde ich das schaffen? Komme ich als Letzte ins Ziel? Rollend, krabbelnd oder doch laufend? Eigentlich weiß ich, dass das nicht wirklich langsam ist, aber ich will wissen, warum das so ist! An der Ernährung oder an meinem Gewicht kann es nicht liegen, weil die seit fünf Monaten gleich ist und ich auch mein Gewicht gehalten habe bzw. 1kg zugenommen habe. Aber woran dann? Viel ändern kann ich wahrscheinlich nicht mehr bis zum 21. Juni und letztendlich soll laufen Spaß machen und nicht von irgendwelchen Zahlen abhängen. Und dann muss ich auch noch planen, wie ich das Hurricane und den Halbmarathon unter einen Hut bekomme - bisher habe ich den Stapel eher weiter nach hinten geschoben... ich denke es wäre das beste, wenn ich Scheeßel am Samstag Abend verlasse, was zwar blöd ist, aber ich will laufen. Alkohol ist dann zwar auch nur begrenzt möglich, aber ich will laufen. Bananen muss ich mitnehmen und irgendwie am Samstag Nudelsuppe essen, aber ich will laufen. Vielleicht habt ihr es nicht mitbekommen, ABER ICH WILL LAUFEN! Also, wenn man was will, schafft man das auch und bisher gibt es eigentlich nichts, was ich nicht geschafft habe, außer diese blöde Mathe Arbeit und er vierten Klasse, die mich bis heute traumatisiert. 

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 16. Mai 2015

Ich und der "Krampf des Todes"

Hey ihr,

erstmal wollte ich euch sagen, dass ich mich ziemlich darüber gefreut habe, dass es so viel Rückmeldung zu meinem Post von letzter Woche gab! Dann bin ich wohl nicht die einzige, der die ganze Hektik um die Ernährung negativ aufgefallen ist... naja, kommen wir aber zu einem anderen Thema: Krämpfe.
Es war vor ein paar Tagen, mein Wecker zeigte die unfreundliche Zahl 04:23 Uhr an, eigentlich befand ich mich gerade in einer Tiefschlaf-Phase, als meine linke Wade plötzlich höllisch anfing sich zusammen zu krampfen und zu schmerzen. Natürlich war ich sofort wach und zog das linke Bein an meinen Oberkörper, weil ich keine Ahnung hatte, wie das wieder weg gehen sollte. Nach gefühlten fünf Minuten war der Spaß schon wieder vorbei und ich schlief wieder ein. Am nächsten Morgen hatte ich die Aktion eigentlich schon vergessen, bis ich aufstehen wollte und merkte, dass da was weh tat. Also erinnerte ich mich wieder an meinen nächtlichen Krampf, denn dieses unschöne Gefühl in der linken Wade begleitet mich bis heute.
Und das war nicht das erste Mal, dass ich mitten und er Nacht von so einem Krampf heimgesucht wurde, sondern mindestens schon das zweite Mal. Also habe ich mich - wie mein ulkiger Mathelehrer sagen würde - "ins Internet gehangen" und heraus gefunden, dass solche nächtliche Wadenkrämpfe meist von Magnesium- und Kaliummangel kommen. Na super. Eigentlich hatte mein Blutbild nämlich vor ein paar Wochen gesagt, dass es mir eigentlich an nichts fehlt (außer an Vitamin D, aber ganz ehrlich bei dem Wetter ist das kein Wunder). Nächste Möglichkeit wäre Wassermangel, was schon eher hinkommen würde, weil ich in letzter Zeit weniger als sonst getrunken habe. Aber um diesen blöden Krämpfen vorzubeugen, dehne ich mich jetzt wieder intensiver nach dem Sport, was ich, wenn ich das hier so schreibe, in den letzten Wochen auch eher so gar nicht gemacht habe und trinke halt mehr. Außerdem hat mir das Internet gesagt, dass Magnesium vor allem in Haferflocken, Nüssen, Bananen, Kakaopulver und getrockneten Früchten (also fast alles, was ich regelmäßig esse) drin ist. Also schnell mal wieder Studentenfutter in den Einkaufswagen gepackt und dazu noch heiße Zitrone, wo 250ml schon den Tagesbedarf an Magnesium decken soll -dafür dann aber auch 50kcal hat... da mache ich mir die ja eigentlich lieber selber. 
So sollen diese blöden Dinger jetzt erstmal aufhören, denn ich habe wirklich keine Lust, dass kurz vor dem Halbamarathon mein ganzes Training durch irgendeinen Mangel versaut wird... habt ihr auch öfters solche Krämpfe? Wenn ja, habt ihr irgendwelche Tipps, die hier jeder wissen muss?

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt


Samstag, 9. Mai 2015

Eine Gesellschaft im Abnehm-Wahn?

Hey ihr,

da ich gerade bewegungsunfähig und somit komplett angreifbar bin (keine Sorge, ich habe mir nur meine Nägel lackiert), ist es mal wieder Zeit zu bloggen. Der Anlass des Nägel-Lackierens ist übrigens erstens der Geburtstag einer Freundin heute Abend und zweitens morgen der Muttertags-Brunch avec la famille. Sonst würde ich meine Zeit irgendwie anders verbringen, als mir Farbe auf die Nägel zu pinseln, nur damit ich sie entweder sofort durch eine Delle vernichte oder zwei Tage später anfange abzukratzen. 
Letzte Woche war der internationale "Anti-Diät-Tag", sozusagen ein Aufruf, um sich auf die wichtigeren Dinge im Leben als das Körpergewicht oder Abnehm-Strategien zu konzentrieren. Und ich denke, dass so ein Aufruf ziemlich nötig ist: Abnehmen ist das Nummer Eins Thema eigentlich überall, wo ich hingehe, egal ob in der Schule, beim Sport oder selbst in der Fahrschule. Selbst Freundinnen, die eine Abnahme gar nicht nötig haben, haben kein anderes Thema mehr und reden sich ein, dass sie ein bisschen "abspecken" müssten. Klar, viele Menschen würden ein paar Kilo weniger gut tun und ich bewundere und unterstütze jeden, der sein Ziel verfolgt und am Ende ankommt, aber nur weil diese Leute abnehmen heißt es ja nicht, dass ich das automatisch auch muss, nur weil es scheinbar jeder macht. Oder weil jeder sich jetzt vegetarisch/vegan ernährt, ich mich schlecht/komisch fühlen muss, weil ich alles esse. Ich habe oft das Gefühl, dass die Balance etwas verloren gegangen ist: Ein Stück Schokolade wird als Cheat bezeichnet, man hat tagelang ein Kaloriendefizit, um sich dann an einem Tag alles reinzustopfen, sodass einem am Ende schlecht ist. Entweder man ist etwas zu dick, oder zu dünn - normale Mittelmaße kenne ich persönlich nur wenige oder gar welche, die sich generell wenig Gedanken über Ernährung und Sport machen. Zwar finde ich es super, dass man ein Gespür für einen gesunden Lebensstil entwickelt, aber für mich ist ein gesunder Lebensstil, dass dieser nicht im Mittelpunkt des Lebens steht. Ein schlechtes Gewissen kann doch kein Dauerzustand sein, sodass Genießen eigentlich nicht mehr drin ist.
Das ist mir zu dem "Anti-Diät-Tag" eingefallen (wobei ich sagen muss, dass Diäten sowieso meiner Meinung nach unsinnig sind und ein langfristiger Lebenswandel wesentlich nachhaltiger ist). Was denkt ihr dazu? Wie ist euer soziales Umfeld "abnehm-technisch" drauf? Gibt es Extreme oder viele die sagen, dass es ihnen relativ egal ist, wie viel sie wiegen und trotzdem gut klar kommen?

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 2. Mai 2015

Projekt Smoothies-all-day-long

Hey ihr,

ich hatte euch ja letztens schon von meinem Plan erzählt, einen Detox-Smoothie Tag einzulegen und letzten Dienstag habe ich das dann auch mal durchgezogen. Vorher empfiehlt es sich, alles einzukaufen und vielleicht auch den Snack-Smoothie schon zu mixen, wobei wir auch schon den für's Frühstück vorbereitet haben. Weil bei meiner Mama ohne Kaffee am Morgen nichts geht, hat sie eine Ausnahme gemacht, den Kaffee ist bei Detox eigentlich verboten. Ich habe zu den vier Smoothies nur Wasser getrunken, und ich muss sagen, dass mir der tägliche Koffein am Morgen eigentlich nicht gefehlt hat! 




 8:05 Uhr:
Ich konnte etwas länger schlafen als sonst, und habe deswegen erst so spät gefrühstückt getrunken: Es gab Bananen-Beeren-Haferflocken Smoothie, der ordentlich gestopft hat und super lecker war! besonders die Haferflocken waren eine gute Idee und die Konsistenz war so dick, dass ich ihn löffeln konnte.
11:35 Uhr:
In meiner zweiten Schulpause habe ich mir dann den Gurken-Apfel-Smoothie reingezogen - nicht so mein Ding. Man hat die Gurke einfach total geschmeckt und er war auch zu flüssig... nebenbei wurde ich ziemlich komisch angeguckt und eine Freundin ziemlich beneidet, die sich währenddessen ein Mett-Brötchen reingezogen hat.
 13:50 Uhr:
Zum Mittag gab es Birnen-Weintrauben-Salat-Smoothie, der wieder dicker war und viel, viel leckerer! Zwar war es komisch sich mit so einer Schüssel an den Mittagstisch zu setzen, aber danach waren wir beide trotzdem satt.
18:04 Uhr:
Vor dem Zumba haben wir dann den Apfel-Salat-Smoothie zu uns genommen, der nochmal ordentlich Power gegeben hat und auch sehr gut geschmeckt hat. Er sieht zwar mit Abstand am aller-ekligsten Aus (wie Moos oder so), aber nicht schlecht








Von der Energie her, ging es mir bis 15:00 Uhr oder so richtig, richtig gut: Ich hatte kein großes Hungergefühl, habe alles hinbekommen, keine Kopfschmerzen und keine Lust auf feste Nahrung. Irgendwann habe ich dann aber totale Kopfschmerzen bekommen, bei denen selbst trinken nichts geholfen hat. Ich hatte richtigen Hunger und alleine bei dem Gedanken an den nächsten Shake wurde mir schlecht. Nach dem Abendessen ging es mir aber wieder richtig gut und Zumba lief besser als je zuvor! Ich hatte wieder Power und davor/danach keinen Hunger. Trotzdem konnte ich das Geräusch des Mixers irgendwann einfach nicht mehr hören und das ständige Süße hat mir auch nicht so gefallen: Leichtes Salz-Defizit! Über den Tag habe ich übrigens 600g abgenommen, nicht so viel wie erwartet, aber ich denke, wenn man das länger macht, kann man schon mehr abnehmen, verzichtet aber auf ein ganzes Stück Lebensqualität. Gereinigt fühle ich mich nicht ganz nach dem Tag, was wahrscheinlich auch mit der Länge des Experiments zusammenhängt, aber ich kann mir vorstellen, dass ich das im Sommer nochmal machen werde, dann vielleicht 2-4 Tage Übrigens: Am nächsten Morgen waren wir ordentlich frühstücken und das Laufen am nachmittag ging so viel schlechter! ich hatte das Gefühl, dass mich die vielen Kohlenhydrate irgendwie nach unten gezogen haben. Deshalb werde ich öfter's jetzt die Smoothies abends/morgens/zwischendurch trinken: Sie können locker eine Mahlzeit ersetzen, aber Mittags brauche ich einfach was warmes und vor allem herzhaftes. Und den mit der Gurke gibt es für mich bestimmt nicht nochmal, alleine bei dem Gedanken an das Zeug wird mir schlecht.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt





Samstag, 18. April 2015

Einen Tag nur Smoothies?

Hey ihr Lieben,

Ostern und die Ferien sind vorbei und was bleibt ist folgendes Fazit: Eindeutig zu viel gegessen. Das Gleiche hat auch meine Mama bemerkt und so bin ich dann auf die glorreiche Idee gekommen, einen Detox-Smoothie-Tag einzulegen. Das heißt, wir wollen einen Tag auf feste Nahrung verzichten und stattdessen Smoothies trinken. Im Internet kurieren zwar viele "12-Tage/4 Wochen-Detox-Diäten", aber da wir eigentlich nicht abnehmen, sondern uns eher gesund fühlen möchten, beschränken wir uns erst einmal auf einen Tag, um zu gucken, ob es was für uns ist. Außerdem muss es ein Termin sein, wo mein Papa nicht da ist, weil der die Idee sicherlich nicht so blumig wie wir finden. Dafür haben wir schon unseren Plan entwickelt:

Frühstücks-Smoothie:

2 Bananen
200g frischer Spinat
2 Birnen
Zitronensaft
Minze
500 ml Wasser

Vormittags-Smoothie:

2 geschälte Gurken
Handvoll Feldsalat
4 Äpfel
Etwas Ingwer
300ml Wasser
Saft einer Orange

Mittags-Smoothie:

300g Rucola
1 Grüne Paprika
2 Tomaten
2 Äpfel
200g Trauben
Basilikum

Nachmittags-Smoothie

2 Karotten
2 Birnen
200g Broccoli
200ml Wasser

Abendbrot-Smoothie:

2 Kiwis
1 Mango
50g Spinat
400ml Wasser
2 EL Matcha-Tee
1 EL Agavendicksaft

Die Rezepte müssten für uns zwei gut reichen und wir hoffen einfach mal, dass wir nicht allzu ein großes Verlange nach etwas zum Beißen haben. Die Smoothies werden wir vorberieten, sodass wir sie einfach zur Schule/Arbeit mitnehmen können und nicht auf die Idee kommen, das Experiment frühzeitig abzubrechen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Smoothie-Detox-Tagen/Wochen gemacht? Wünscht uns Glück und einen Bericht gibt es denn demnächst!

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt



Samstag, 21. März 2015

Routinierst du noch oder lebst du schon?

Hallo ihr,

in meinem Kopf schwirren gerade sämtliche Gedanken an K-Ionenkanäle, Protein-Bio-Synthese, Neuronen, differenzielle Genaktivität und so was alles vor sich hin und deshalb habe ich beschlossen eine schöpferische Pause zu machen, das Fenster aufzureißen und zu bloggen, um den ganzen Kack mal kurz zu vergessen. Nächste Woche sind nur noch zwei Tage Schule, aber wenn ich Montag Bio überstanden habe, mache ich drölftausend Kreuze. Ich hasse dieses Fach und die Lehrerin, die einfach mal denkt wir wären ein LK, obwohl wir ein kleiner, dummer, pimpfiger Grundkurs sind!
Aber kommen wir zum Thema des heutigen Posts: Strukturen durchbrechen! 
Ich denke mal, dass jeder von uns Routinen hat, egal ob Morgens, abends oder mittags: Abläufe wiederholen sich, man hat am Anfang der Woche schon einen Plan, was man für Sport macht und vielleicht auch, was man essen wird. Klar, irgendwo gibt es einem Sicherheit und auch Motivation, diese Strukturen einzuhalten - aber es macht auch abhängig. Wenn man mal diese Pläne nicht erfüllen kann, wirft es einem ziemlich aus der Bahn. Deswegen finde ich, dass es echt gut tut, seine Routinen  mal über Bord zu werfen:

Beispiel A: Man will kaufen gehen, aber es regnet. 
Dann halt wann anders, und stattdessen eine andere Sportart machen: Einen neuen Kurs besuchen, schwimmen gehen, Inline fahren (bei Regen zwar auch nicht so toll, aber egal), Home-Workouts machen oder oder oder! Man muss ja nicht gleich einen sportfreien tag einlegen, nur weil der Plan nicht zu 100% gepasst hat... im Sommer ist schwimmen besonders morgens einfach toll, man muss sich nur in Acht vor griesgrämigen Rentnern nehmen, die einen sonst überschwimmen. Und in vielen Clubs oder auch and er Uni/Schule gibt es Sportkurse, aus denen sich echt Leidenschaften entwicklen können: Yoga, Pilates, Zumba, Bodypower...

Beispiel B: Das was man essen wollte, ist nicht im Haus.
Mich macht es immer total verrückt, wenn wir morgens keine Banane haben, weil ich JEDEN Morgen eine Banane esse, weil sonst meine Verdauung verrückt spielt (fragt mich bitte nicht). Ausflippen hilft da eher weniger, das Internet dafür schon, denn schnell kann man sich ein leckeres Rezept zum Beispiel für Pancakes angucken oder alternatives Obst essen und die Banane dann später besorgen und zum Abendbrot essen. Vielleicht schmeckt der Apfel dann ja sogar viel besser als die Banane am Morgen und am nächsten Tag probiert man dann mal eine Mango!

Es hört sich simpel und vielleicht auch blöd an, aber diese Variationen finde ich im Nachhinein immer gut, auch wenn man sich am Anfang ärgert, dass etwas mal nicht so wie geplant geklappt hat. Ich bin total der Typ, der sich für alles und jeden Listen macht, das heißt, wenn mal was dazwischen kommt, drehe ich am Rad. Zum Beispiel wenn das Fitnessstduio voll ist und ich noch einen Termin habe und einfach nicht an die Gerät komme: Dann trainiere ich heute halt nicht so viel und lasse eine Übung aus, ist halt Schicksal, und beim nächsten Mal ist die Übung wieder mit drin. Alles hat denke ich einen tieferen Sinn, vielleicht hätte ich mir bei der Übung eine Zerrung geholt oder oder. Stress beim Sport oder beim Essen ist eher unproduktiv und macht schlechte Laune, wieso sich also aufregen, anstatt umzuplanen und flexibel zu bleiben? 

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 14. März 2015

Was soll ich heute naschen?

Hallo ihr Lieben,

hat sich bei euch auch die Wetterlage so drastisch verschlechtert? Für mich eigentlich nicht wirklich schlecht, weil ich sowieso dieses Wochenende eher lernen muss als das Wetter draußen genießen zu können. Und damit sind wir eigentlich auch schon beim Thema: Immer, wenn ich lerne, habe ich ist etwas zu naschen. Nicht, weil ich Hunger habe, sondern weil mein Gehirn irgendwie ein Zweitbeschäftigung braucht. Deshalb habe ich mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht, was man als Alternative zu Schokolade und Co. knacken könnte:

Studentenfutter

Wie der Name schon sagt, ist Studentenfutter ein beliebter Snack beim Lernen: Nüsse enthalten viele Nährstoffe und wichtige Fette, die Rosinen geben weitere Vitamine und das Süße, wonach sich unser Körper sehnt. Auch wenn trotzdem noch viele Kalorien enthalten sind, ist Studentenfutter immer noch gesünder als Schokolade, allerdings ist das Suchtpotential gleich groß. Am besten in Kombination mit frischem Obst, so hat man einen guten Ausgleich an Nährstoffen und isst nicht zu viel davon. Auch muss es nicht immer das teure sein (z. B. von Seeberger), denn man kann es sich ganz einfach selber mischen und hat dann nur seine Lieblings-Zutaten oder man greift zu günstigen Alternativen wie z. B. von Rossmann.

Grüne Smoothies

Eigentlich finde ich die Idee, pürierten Salat zu trinken irgendwie abstoßend, aber trotzdem wollte ich es mal ausprobieren. Und das habe ich heute mit Feldsalat, einem Apfel, etwas Zitrone, Wasser und Agavendicksaft gemacht. Und ganz ehrlich: Danach hatte ich Power und überhaupt keine Lust auf irgendwas Süßes! Den Salat schmeckt man fast gar nicht (ich habe auch nur zum Anfang eine kleine Hand voll genommen) und ich denke, sowas wird es jetzt öfter geben.


Obst- und Gemüseteller

Ein Klassiker, würde ich sagen: Äpfel, Birnen und Co. enthalten auf der einen Seite viele Vitamine und kurbeln unser Denkvermögen mit einem Frischkick an, auf der anderen Seite sind sie süß und stillen das Verlangen nach synthetischem Zucker. Auch ein Gemüseteller mit eventuellem Dip passt immer super und so kann man sich immer zwischendurch was nehmen und ist am Ende auch zum Teil gesättigt und bekommt nicht gleich wieder Heißhunger auf anderen Süßkram.

Getrocknete Früchte

Mein absoluter Favorit sind Bananenchips und getrocknete Feigen! Klar, frisches Obst ist besser, aber hier hat man den Effekt, als würde man was ungesundes naschen, obwohl getrocknete Früchte auch wieder gesünder als andere Süßigkeiten sind. Vom Preis her gehen sie eigentlich auch, nur selber-machen ist mir zu aufwendig, weil diese dann teilweise 3-4 Stunden im Backofen verharren müssen und ich die Stromrechnung am Ende echt nicht sehen will. Zum Anfang lässt sich auch eine gemischte Packung empfehlen, wobei man sich dann sein Lieblings-Obst raussuchen kann und dieses dann später nachkauft. 

Tee

Ist zwar nichts zum Essen, aber eine super Alternative zu Wasser: Man trinkt etwas süßes, wenn man zum Beispiel mit Agavendicksaft süßt, der übrigens viel besser als Honig oder Zucker im Tee ist, wie ich finde, er hat wenig Kalorien und wärmt dazu noch! Mir wird beim Dauer-Rumsitzen immer total kalt (erst frieren meine Hände ab, dann meine Füße und dann der Rest), weshalb eine Tasse Tee immer gut tut. Am liebsten mag ich Roiboos-, Weißen- oder anderen Fürchtetee von Meßmer, oder ,wenn man sich was gönnen mag, einen von Mariage Frères, den es in Hamburg zum Beispiel im Alsterhaus zu kaufen gibt. oder die von Lov sind auch total toll!


Und wenn das alles nichts hilft und man am Ende nur noch deprimiert von Algebra, Verkehrszeichen, Karl Marx oder sonst was ist, kann ich auch Katjes (die "Grünohrhasen"), weiße Schokolade (von Rittersport mit ganzen Nüssen) oder auch belgische Waffeln emfpfehlen. 

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 7. März 2015

"Was da los mit uns?!"

Hey ihr Lieben,

alleine das Wetter verspricht ja mal, dass dieses Wochenende großartig wird! Das passt perfekt, denn ich muss lernen... aber der Tag hat 24h, also werden die voll und ganz ausgenutzt für lineare Gleichungs-Systeme, Führerschein, Mediation, Nervenzellen und Sport.
Manchmal frage ich mich, was die Menschen von vor 200 Jahren wohl denken würden, wenn sie uns heute sehen würden: Kein Fleisch? Kein Weizen? Keine Eier, Honig, Milch? Kein Kuchen und andere Schokolade, die so kostbar ist? Sie würden glattweg beim zugucken verhungern. Ich weiß, man kann heute nicht mit damals vergleichen, aber was ist bitte mit unserer Gesellschaft passiert. Alles dreht sich nur noch um Ernährung und Sportpensen, wenn man fremden Leuten zuhört schnappt man nur Stichworte wie "Lowcarb", "Fasten", "schlechtes Gewissen" auf. Ich würde hier nicht schreiben, wenn ich einen gesunden Lebensstil nicht vertreten würde - aber irgendwann ist es gut! Das Leben besteht nicht nur aus Nahrungsaufnahme und Zahlen auf der Waage, aus Plänen, wann man wie viel isst, was zu welchem Spiegelbild führt. Mich nerven diese ganzen Accounts einfach, die suggerieren, nur Salat mit kalorienreduzierten Kaugummis zu essen und nebenbei 9 Mal die Woche ins Fitti zu gehen. Alles dreht sich nur um healthy und so weiter. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein Burnout von dem ganzen Lifestyle-Zeug. Trotzdem kann ich es nicht mehr hören, wenn mich Leute etwas zu meinen Essens- oder Sportangewohnheiten fragen. Lebt euer eigenes Leben und orientiert euch nicht an anderen! Wenn ihr wüsstet, wie viel Mist ich die letzten Wochen in mich reingestopft habe würdet ihr erstens 1.) eure Kinnlade wieder hochklappen müssen und 2.) mich insgeheim verurteilen. Denn das liegt in der Natur des Menschen: Die isst Schokolade? Das würde ICH ja nie machen, ich weiß ja, was dann passiert. Zurück zum wirklich gesunden würde ich gut finden. Ausgeglichen, balanced statt clean. Klar tut es gut, gesund zu leben und so weiter, aber warum ist es eigentlich so ein Statussymbol geworden, sich gesund zu ernähren? Das wäre mal eine Frage für die Soziologie und Psychologie von heute. Freud hätte sicher auch seinen Spaß an diesem Phänomen und würde uns auslachen: Wir passen perfekt in seine Psychoanalyse. Naja, das ist halt das, was mich zurzeit bewegt, was nicht heißt, dass ich mein sportliches und ernährungstechnisches Leben über Bord schmeiße - aber in manchen Phasen hilft auch kein Apfel oder keine Chia-Samen. In diesem Sinne ein wundervolles Wochenende für euch, mit viel Sonne, Zeit und Freude und vergesst nicht: Niemand mag es, mit einem Stock zu kuscheln.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 28. Februar 2015

Altbekannte Probleme beim Joggen

Hey ihr,

wenn man regelmäßig laufen geht, lernt man gezwungenermaßen so manche Probleme kennen. Außerdem höre ich immer wieder von Freundinnen, dass das oder das nicht passt bei ihnen, wenn sie laufen und deswegen möchte ich heute mal ein paar Tipps geben:

1.) "Ich kann einfach nicht länger als eine halbe Stunde durchlaufen"

Die Welt wurde nicht an einem einzigen Tag geschaffen und Usain Bolt ist sicher auch nicht geboren worden und sofort einen Marathon gelaufen! Sich Zeit nehmen bei Training und ich zu hohe Anforderungen an sich und seinen Körper stellen ist besonders zum Anfang wichtig. Wir sind keine Maschinen und an manchen Tagen können sogar Leistungssportler nicht mehr, als ihr Körper an diesem Tag erlaubt! Es muss halt einfach alles stimmen, und das ist nicht immer gegeben. Trotzdem ist es dann wichtig, weiter zu machen nach dem Motto: "Nächstes Mal wird es besser!" Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass das meist stimmt und das Misserfolge zu riesigen Erfolgen führen - nur halt dann ein paar Tage später.

2.) "Immer beim Laufen bekomme ich Knie/Rücken/Hüftschmerzen"

Das kann so viele Ursachen haben und ich bin auch kein Sportmediziner, aber vielleicht liegt es an eurem Laufstil: Gerade Körperhaltung, Arme immer in Bewegung zur Unterstützung, Füße ausgefächert aufstellen und nicht zu sehr überschlagen, Beine beim Aufstellen nicht zu sehr durchdrücken - das sind nur ein paar Aspekte, die das Joggen schmerzfrei gestalten. Irgendwann entwickelt ihr ein Gefühl für euren Laufstil. Wenn die Schmerzen dann immer noch nicht weg sind, kann das auch an den Laufschuhen liegen: Sind sie optimal für euren Fuß oder zu schmal/breit, zu viel/wenig unterstützend oder drücken irgendwo? Geht am besten in ein Fachgeschäft (in Hamburg/Berlin kann ich den Laden Lunge empfehlen!), denn wenn ihr da einmal richtig gut investiert, hat sich das Thema gegessen. Ich zum Beispiel habe schon seit vier Jahren dasselbe Modell von Adidas, einfach weil sie super sind und auch wenn sie neu aufgelegt werden, ist das Grundkonzept der Schuhe immer das gleiche. Und egal ob Adidas, Asics oder Nike: Der Schuhe muss EUCH passen, egal wenn nicht Nike oder so drauf steht.

3.) "Blasen halten mich vom regelmäßigen Trainieren ab"

Das Problem habe ich zurzeit auch: Unter meinem linken Fuß bildet sich immer eine blutrote Blase, die zwar nicht aufplatzt, aber echt weh tut. Seitdem ich immer vor dem Joggen ein Pflaster draufgebe und dieses mit Sporttape fixiere, geht es einiger maßen. Wenn die Blasen aber nicht weg gehen, wechselt die Schuhe oder macht Pause, denn wenn sie sich entzünden, ist das für euer Training nur schädlich.

4.) "Motivation ist einfach nicht da"

Tja, da muss jeder für sich gucken: Ist man eher der Typ, der Forderungen braucht? Dann setzt euch ein festes Ziel wie 10km-Lauf im September. Sofort anmelden und trainieren. Wenn ihr eher der Freizeit-Jogger seid, der ab und zu mal laufen geht aus Spaß und ohne persönliche Challenge in Reichweite, dann sucht euch zum Beispiel auf sozialen Netzwerken Sport-Seitden mit Leuten, die vor Motivation platzen. Denn wenn sie von ihren tollen Läufen berichten, packt ihr die Chipstüte wie von alleine weg und schlüpft in eure Sportschuhe. Und denkt nicht zu viel darüber nach: Die Sonne scheint und ihr habt Zeit? Aber ihr wolltet lieber morgen laufen gehen? Raus mit euch! Wer weiß, wie morgen das Wetter/eure Laune ist!

5.) "Ich muss immer auf Toilette"

Davor habe ich auch immer Angst, besonders weil ich öfter Probleme mit... Durchfall habe. Sehr, sehr unangenehm, wenn man beim Joggen mal muss! Besonders wenn es gut läuft und dann dieses Gefühl kommt! Mein Tipp wäre morgens eine Banane zum Frühstück essen und vor dem laufen auf Toilette gehen. Und versuchen alles los zu werden. Wirklich, erstens seid ihr dann leichter und ihr lauft nicht gleich Gefahr aufs Klo zu müssen, sobald ihr warm seid. Und trinkt nicht unmittelbar, sondern so eine viertel Stunde vor eurem Lauf zuletzt. Das ist besonders für längere Läufe gut, denn da muss man öfter mal klein, besonders nach einer Stunde oder so.

6.) "Nach drei Kilometern wird mir schlecht"

Klar, vor keinem Sport ist es gut zu essen! Deshalb mindestens 1 1/2 Stunde verdauen, damit es nicht in euren Mägen hin- und herrutscht. Dann aber ordentlich essen mit vielen Kohlenhydraten, aber wenig Fett, damit eure Glykogenpeicher ordentlich voll sind und ihr weit kommt. Nach dem Laufen eine 3/4 Stunde nicht essen, damit ihr den Nachbrennprozess nicht zunichte macht. Wenn euch trotzdem schlecht wird, langsamer laufen und auf die Atmung achten und nicht daran denken, wo ihr am besten euer Magen entleeren kann. Macht vielleicht eure Musik lauter, genießt gegebenenfalls die Sonne und freut euch auf die kalte Dusche. Oder kehrt einfach um und lest euch nochmal 1.) durch...

Bis zum nächsten Sonntag, 
Maybritt




Samstag, 21. Februar 2015

Frühlingsgefühle en Masse

Hey ihr,

überall auf den Zeitschriften steht schon wieder "Detox", "Der Frühling ist nah", "Jetzt noch 198787 Kilo abnehmen" - alle Zeichen stehen für Frühling! Ja okay, jetzt gerade bei Nieselregen nicht, aber wenn die Sonne scheint, kann man das Gefühl bekommen, dass es schon Mitte April ist.
Und das wirkt sich richtig gut auf meine Sportmentalität aus! Letzten Sonntag bin ich das erste mal die Strecke eines Halbmarathons gelaufen, wobei ich eigentlich gedacht hätte, dass das ein weit entferntes Ziel wäre. Das Fitnessstudio besuche ich in letzter Zeit leider nicht mehr ganz so oft - die Woche hat einfach schlichtweg zu wenig Tage -, aber wenn ich mal da bin, läuft es wie geschmiert. Also ist zurzeit eigentlich alles im frühlingsgrünen Bereich! Deshalb weiß ich auch nicht, was ich euch erzählen will. Außer, dass wir keine Maschinen sind! Wenn es gerade bei euch nicht so läuft, ihr einfach keinen Bock auf Sport, gesund essen und so weiter habt - lasst es für eine Zeit! Es wird auf lange Sicht nicht wirklich was bringen, sich jedes mal überwinden zu müssen. Lieber aussetzen und irgendwann merken, ob es einem fehlt, was einem besser tut. Meinetwegen das ganze Leben umschmeißen! Der Frühling bietet sich perfekt dafür an, also hängt nicht an irgendwelchen Altlasten - fang was neues an! Vielleicht eine neue Sportart, eine neue Ernährung, meldet euch bei WW und Co. an, probiert neue Rezepte, lernt neues kennen - geht da raus und zeigt allen, wer ihr seid. Ich selber mache das immer noch viel zu wenig, aber wenn nicht jetzt wann dann würde ich mal sagen. 
Übrigens, dass mit dem vegan sein hat nicht ganz so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte: Gleich am Dienstag habe ich mir morgens erstmal genüsslich normale Milch über meine Banane geschüttet und dann allen ernstes gefragt, ob das ganze jetzt vegan ist - man sieht, morgens sollte ich nicht sprechen, bevor ich einen Liter Kaffee intus habe. Leider ist der Bienenstich von meiner Oma für die Kaffee-Tafel heute auch nur so minder vegan und da ich nichts von meinem Plan streichen darf und mich schon seit Tagen auf diesen Kuchen freue, ist das Projekt wohl erstmal auf Eis gelegt. Trotzdem will ich mir demnächst mal ein paar Produkte von Alpro zulegen... sie sind gerade im Angebot bei Edeka, also kann man das ja mal machen, aber sonst sind mir 2,45€ für Milch zu teuer.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 7. Februar 2015

Projekt vegan 2015

Hey ihr Lieben,

in 10 Tagen beginnt die Fastenzeit - okay zum Anfang muss ich sagen, dass ich weder streng noch nicht-streng gläubig bin, seit zwei Jahren nicht mehr in der Kirche war und Religion meine schlechteste Note auf dem Zeugnis ist: Solide neun Punkte.
Trotzdem finde ich, dass der Zeitraum des Fastens eigentlich eine gute Möglichkeit bietet, auf was zu verzichten, mal was nicht zu machen oder was neues auszuprobieren. Letztes Jahr habe ich, glaube ich, auf Süßigkeiten und Backen verzichtet... dieses Jahr darf ich das wohl eher nicht, weil ich Süßigkeiten zurzeit brauche und Mama dagegen ist. Und weil ich eigentlich keinen bedenklichen Alkoholkonsum oder irgendeine andere Droge zu mir nehme (außer Kaffee, aber mein Umfeld würde mich dann die ganzen 46 Tage nicht aushalten), will ich versuchen, mindestens zwei Mahlzeiten am Tag vegan zu leben. Zwei Mahlzeiten? Ja, weil ich mit meiner Mama Mittag esse und ich es ihr eigentlich echt nicht antun will, auch vegan sein zu müssen, nur weil ich es mal ausprobieren will. Deswegen beschränke ich mich auf mein Frühstück und Abendbrot und auf Naschereien oder Snacks, was eigentlich auch nicht allzu schwierig werden dürfte. Morgens kann ich normale Milch durch Mandelmilch/Sojamilch ersetzen (zum Beispiel für Müsli oder Oatmeal), Naturjoghurt durch Sojajoghurt und Müsli durch Haferflocken. Meine Banane ist ja durchweg schon vegan! Abends esse ich zurzeit sowieso nur Obst oder Gemüse, also ist das auch kein Ding und zwischendurch kann ich mal Schokolade durch getrocknete Früchte oder Nüsse ersetzen. Ich weiß noch nicht, was meine Mutter von der Idee hält, aber ich würde mir selber die Grenze setzen, dass wenn ich weiter abnehme, Schluss mit dem Projekt ist und ich normal weiter mache, weil ich mir weiter abnehmen einfach nicht leisten kann. Also versuche ich die Wochen ein Flex-ganer (so nennt meine beste Freundin das) zu sein, also so viel wie möglich vegan zu leben. 
Die Idee ist mir übrigens gestern bei einem Klavierkonzert (LANGE Geschichte mit dem Ausgang, dass ich mich auch beim Faslam hätte zukippen können - das Ergebnis wäre das gleiche gewesen) gekommen, ich glaube bei der 3. Symphonie in b-Dur. Ne mal ehrlich, neben Religion ist Musik auch nicht so mein Ding und dann werde ich dazu gezwungen, mir zwei Stunden ein Geklimper der ganz großen Klasse anzuhören und den Typen, dessen Namen ich nach drei Sekunden weder vergessen hatte, am Ende begeistert zu beklatschen - nicht mein Ding halt. Aber bei solchen Veranstaltungen kommen die besten Ideen und vegan finde ich eigentlich schon immer interessant und vegan backen sowieso. Also werden hier vielleicht dann auch in der Fastenzeit ein paar Rezepte folgen - seid gespannt!

Wisst ihr schon, ob ihr irgendwas besonderes in der Zeit machen wollt? Oder lebt irgendwer von euch vegan und hat Tipps, was ich unbedingt dann ausprobieren muss? 

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt


Freitag, 23. Januar 2015

Runner's High oder "Der Hulk-Effekt"

Hallo ihr,

seid ihr nicht auch erstaunt, wenn ihr Leute seht, die mir nichts, dir nichts 42km bei einem Marathon laufen innerhalb von vier Stunden? Also erstmal Respekt an Menschen, die so eine Willenskraft und körperliche Ausdauer haben! Aber wie machen sie das? Ich wäre letztens einmal nach 5 km beinahe zusammengeklappt und Hochleistungssportler vollbringen zum Beispiel beim Ironman Höchstleistungen, an die ich gar nicht erst denken mag. Und bei meiner persönlichen Halbmarathon-Vorbereitung bin ich letztens auf den Begriff "Runder's High" gestoßen und habe mich seitdem etwas mit diesem Effekt beschäftigt:

Das sogenannte Läuferhoch beschreibt wie der Name schon sagt eine entstehende Emotion während eines Langstreckenlaufes oder vereinzelt auch im Radsport. Dabei handelt es sich um ein Hochgefühl, was auftritt, wenn der Sportler körperlich eigentlich am Ende ist und kann auch als Motivationsschub beschreiben werden. Plötzlich ist aller Schmerz und alle schlechten Gedanken vergessen, man hat einfach das Gefühl, ewig so weiter laufen zu können, bis man umfällt. 
Bevor man aber dieses beflügelnde Gefühl genießen darf, gelangt der Körper an den sogenannten toten Punkt, wo so gut wie nichts mehr geht. Biologisch gesehen sind hier die Muskeln mit Sauerstoff unterversorgt, schnell verfügbare Kohlenhydrate aus den Glykolen-Speichern so gut wie leer. Durch die Übersäuerung kommt es zur Atemnot und einem akuten Schwächegefühl, man würde am liebsten das Handtuch werfen. Wer dann allerdings die Intensität des Trainings kurzweilig drosselt, gibt dem Körper die Chance, das Sauerstoffdefizit wieder auszugleichen und das Runner's High zu erleben Dieses Gefühl wird nämlich von einer erhöhten Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn, in den Bereichen des Frontlappens in der Großhirnrinde und im limbischen System, verursacht. So wird die Schmerzunterdrückung gefördert, da die Schmerzweiterleitung in den Nerven durch die Endorphine gebremst wird. 

Allerdings tritt dieser Effekt nur ein, wenn der Körper minimal 80% belastet ist und somit hart an der Grenze zur eigenen Belastbarkeit. So muss also eine Schmerzgrenze erstmal überschritten werden, was nicht unbedingt ein Trainingsziel sein muss, sondern individuell gehandhabt werden kann. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass körpereigene Endorphine in ihrer chemischen Struktur und ihrer  biologischen Wirkung Morphin, einem Opiat, sehr ähnlich sind. Das heißt für den Körper konkret, dass wenn man das Läuferhoch regelmäßig verspürt, eine Abhängigkeit entstehen kann, da man sich an die regelmäßige Ausschüttung des Endorphins gewöhnt  - der Körper hat seine eigene Droge gefunden. 

Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich schon mal einen solchen Effekt hatte: Klar, manche Läufe kaufen gut, manche weniger, bei manchen strahle ich vor mich hin, weil es sich alle so easy anfühlt, bei manchen breche ich beinahe zusammen. Aber wie Hulk fühle ich mich eigentlich immer nur, wenn ich unsere Auffahrt wieder hoch-jogge und an die warme Badewanne (besonders bei diesen Temperaturen!) denke. Hattet ihr schon mal so einen Effekt? Der kann übrigens auch beim Krafttraining im Fitnessstudios erreicht werden und auch Leute, die Yoga ausgeübt haben, sollen von einem ähnlichen emotionalen Zustand berichtet haben. Ich finde es schlussendlich einfach faszinierend, wie der Körper sich selber pushen und wie weit er seine Belastbarkeit ausdehnen kann!


Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt




Freitag, 16. Januar 2015

Positive Energy - oder wie war das?

Hallo ihr Lieben,

ihr ahnt ja nicht, wie auf Zack ich zurzeit bin! Mitten in den Führerschein-Vorberitungen (Ende März theoretische Prüfung, God blesses me), Geburtstag-Vorbereitungen (am Mittwoch werde ich 17), im Sport (überlege gerade wieder mit Zumba anzufangen) und in der Ernährung!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich in letzter Zeit ein paar Probleme mit meiner Ernährung hatte. Seitdem ich einen ziemlich strikten Ernährungsplan habe, wo genau dokumentiert ist, was ich die Woche über esse, geht es viel leichter, die Mahlzeiten einzuhalten. Auch wenn ich hin und wieder Probleme habe (zum Beispiel bei einem Apfel am Abend... krank, aber wahr), schaffe ich es meistens, das zu essen, was da auch steht. Nur das Ausgehen an den Wochenenden ist für mich noch ein schwarzer Balken vor dem Kopf: Ich kann nicht im Voraus planen, was ich essen/trinken werde und meine Freunde wissen, was zurzeit bei mir mit Nahrung los ist und gucken mich dann auch schief von der Seite an. Deshalb habe ich es bisher eher vermeidet, abends wegzugehen, aber heute Abend sehe ich es als eine Art Challenge an, weil ich und ein paar Freundinnen weg gehen. Das wird schon und irgendwann muss ich mich sowieso von dem Plan lösen... Naja, große Gewinne für mich waren bisher meine entfachte Liebe für ein gemütliches Frühstück, dass ich seit Dienstag jeden Tag den Essens-Plan eingehalten habe und immer mehr als das Minimum, was ich je gewogen habe, nicht unterschritten habe. Außerdem habe ich keine Angst mehr vor Ben& Jerrys Eis, dafür aber Panische vor Äpfeln... ehm ja.  In der nächsten Woche, will ich mein Gewicht halten und auf keinen Fall weniger wiegen, meinen Geburtstag Mittwoch (wir gehen indisch essen) und meine Feier (Sekt-Frühstück) am Samstag genießen, ohne auf Kalorien zu achten.

Sportmäßig ist es eher durchwachsen, ich hatte keine Lust auf Yoga und beim Joggen habe ich die 7,3 km Grenze auch nicht geknackt. Das liegt bei mir aber denke ich eher an psychischen Problemen, weil ich mir einrede, nicht weiter zu können. Aber wirklich schwitzen tue ich bei dieser Distanz nicht, also habe ich mir für nächste Woche vorgenommen, mindestens einmal 10km zu laufen, zum Yoga zu gehen und meinen Sport-Plan einzuhalten. 

Sorry für das kurze Update, aber ich verbringe heute den gesamten Tag beim Erste-Hilfe Kurse und heute Abend wisst ihr ja... nächste Woche geht es dann aber wieder mit Liebe weiter! Ich versprech's!!

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt



Samstag, 10. Januar 2015

Alles beginnt um 6:35 Uhr

Hey ihr,

als ich eben gerade beim Weg vom Fitness-Studio nach Hause beinahe umgeweht worden bin (manche nennen es einen Orkan, Norddeutsche "büsschen Wind"), ist mir aufgefallen, wie sehr ich frühstücken liebe. Ja, man kann über tollere Themen nachdenken, wenn man von vorne bei einer Windgeschwindigkeit von 9 km/h Regen ins Gesicht gedroschen bekommt, aber so bin ich halt. Schon seit der Kindheit wird einem gesagt "Frühstücken ist die wichtigste Mahlzeit des Tages" und so ist es bei mir auch! Und da ich sowieso voll der süße Typ bin (richtig schlechter Wortwitz, je sais), passt frühstücken zu mir. Das habe ich in letzter zeit nur etwas vergessen und das muss sich jetzt wieder ändern, also widme ich diesen Samstag dem Frühstück...

Vor ein paar Wochen habe ich meine Liebe zu Kaffee wieder entdeckt. Ich glaube, das war in der Klausuren-Zeit und wie allseits bekannt ist, ist ein legales Doping-Mittel nicht die schlechteste Idee in so einer Zeit. Also habe ich morgens mal wieder Kaffee getrunken, oh ja mit Milch UND Süßungs-Mittel (kennt ihr den "weiße-Schokolade-Sirup" von Monin? Ein Träumchen) und den ganzen Tag über hatte ich gute Laune. leider habe ich dann nach ein paar Tagen bemerkt, dass zu viel Kaffee bei mir... sagen wir abführende Wirkungen erzeugt, also habe ich den Kaffeegenuss erst mal auf jeden zweiten Tag beschränkt. Eine zweite Liebe sind meine morgendlichen Pancakes, die ich aber entweder nur am Wochenende oder an Donnerstagen machen kann, weil wegen akuten Zeitmangels. Bis zum Mittag habe ich dann auch keinen Hunger, besonders wenn wir Ahornsirup da haben... ich könnte dafür sterben! Seit Neustem ist Porridge aber auch ganz groß im Kurs: Dauert nicht so lange wie Pfannkuchen und ich habe das Gefühl, dass es irgendwo gesünder ist... Wie ihr seht liebe ich also Warmes Morgens, wahrscheinlich, weil ich mich in einem Zustand der Dauer-Kälte befinde.
Was aber bei jedem Frühstück fr mich dabei sein muss, ist eine Banane: Ohne meine morgendliche Banane läuft verdauungstechnisch NICHTS bei mir. Also alles, was ich bisher aufgezählt habe nur mit Banane. Sonst gibt es noch die Variationen Banane mit Milch und Crunchy-Müsli (noch so ein Traum...) Bananen mit Naturjoghurt und Haferflocken, gematscht Banane mit Müsli und Zimt und und und. Aber was noch für mich wichtig ist, dass ich am Morgen mir zeit für das Frühstück nehme. Man vergisst schnell, was für einen Stellenwert Essen hat, wenn man Morgens gehetzt ist, dabei tut es (mir) so gut, morgens ausgedehnt(er) zu frühstücken und mir etwas Zeit zum verdauen zu geben. Auch wenn ich dann gegebenenfalls früher aufstehen muss, mir egal, ich will frühstücken. Weil Nahrung nun mal gleich Energie ist, fide ich es bemerkenswert und irgendwie auch komisch, wie manche das Frühstück ausfallen lassen können. Selbst in meine extremsten zeigen habe ich jeden Morgen mindestens eine Banane gegessen was aber auch nur eine Stunde angehalten hat. Konzentration oder Kraft bleibt da aus. Und wer Sport machen will und auch viel Sport macht, braucht diese Energie. Also ist es total okay, sich morgens was zu gönnen - normal zu essen halt! 

Wenn wir gerade bei frühstück sind: kennt jemand von euch ein Rezept für einen Mugcake? Also eigentlich Tassenkuchen, den man aber auch im Backofen machen kann?

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt






Samstag, 20. Dezember 2014

Every inch of you is perfect

"Von Anfang ist ist alles in unserem Leben auf Perfektion getrimmt. Schaut man sich zum Beispiel die ersten Jahre eines Menschen an, merkt man, dass letztendlich alles darauf hinaus läuft: Bei der Geburt wird darauf geachtet, dass das Baby einen schönen Hinterkopf bekommt (obwohl ich mich bis heute frage, wie das überhaupt geht: Ist der noch weich bei der Geburt?), schnell werden dem Kind irgendwelche Spiele untergemogelt, die seine Intelligenz verstärken sollen, damit es später mal Akademiker wird. Schokolade gibt es nur selten, weil es ja nicht davon abhängig werden soll oder gar im Kindesalter schon übergewichtig sein soll. Noch später gibt es dann eine feste Zahnspange für die wunderschönen Zähne, Stilberatungen und Diäten, damit alles gut aussieht. Und ein gewisses Maß an Perfektion ist ok: Ideale machen schließlich unser Leben aus und geben dem allem hier eine gewisse Richtung. Aber wisst ihr, wann es schwierig wird? Wenn alles von dieser Perfektion abhängig ist: Wer hat den flachsten Bauch? Bei wem stehen die Knochen am weitesten heraus? Wer isst am wenigsten? Wenn sich alle Gedanken nur noch um Ernährung, Sport und das eigene Gewicht dreht - dann merkt man, dass da etwas schief läuft. 24/7 hinter dieser Perfektion, dem Magerwahn hinterherzuhungern zerstört so viel mehr als man denkt. Die besorgten Fragen und Blicke der Familie und Freunde, die schwindende Zahl auf der Waage, die immer überschaubareren Portionen am Tag, das eingefallene Gesicht, das sich nicht mal mehr mit Make Up beleben lässt. Das man abends einfach nicht mehr schlafen kann, weil man überlegt, was man am nächsten Tag essen wird, wenn man nervös bei dem Gedanken wird, sein Sport-Pensum nicht zu schaffen und wenn man schon bei zwei Löffeln Naturjoghurt ein schlechtes Gewissen hat. Genau dann ist der Punkt erreicht, wo man mit Glück selber merkt, dass diese Perfektion, die so oft durch Medien und so weiter als erstrebenswert dargestellt ist, nicht so glorreich ist wie man dachte. Die ganze Lebensqualität bleibt auf der Strecke, Genuss ist Fehlanzeige, die engsten Personen haben Angst um dich. Wenn man dann selber merkt, dass, wenn man nichts ändert, man früher oder später in Therapie landet, hat man Glück. Wenn man Freunde und Eltern hat, die immer für dich da sind, hat man Glück. Wenn man weiss, dass man sich immer an sie wenden kann, egal zu welcher Tages und Nachtzeit und dass sie dich bei deiner Besserung wo sie nur können unterstützen werden, hat man Glück. Wenn man eine beste Freundin hat, die so verständnisvoll wie meine ist und andere Freunde hat, die jede kleinste Änderung an dir bemerken und dir helfen wollen, hat man Glück. Auch wenn man am Anfang so verzweifelt darüber ist, dass Perfektion nicht das Ideal der Dinge ist und man so einen Lebensstil nicht führen will, weil er letztendlich alles zerstört, was man je geliebt hat: Entschließt man sich, aus diesem Perfektionistischen denken à la "so dünn wie möglich" auszubrechen, hat man die Hälfte geschafft. Den Rest geht man dann auch noch, man braucht nur einen Antrieb: Meiner ist es, mein Abi zu machen und die besorgten Gedanken meiner Liebsten zu löschen, wieder genießen zu können und genauso un-perfekt perfekt zu leben, wie es früher einmal war. Auch wenn es nicht dem Ideal entspricht: Vielleicht lerne ich so wieder, was leben eigentlich heißt. Nämlich nicht Kalorien zählen, sondern glücklich sein - und das muss nicht an der Existenzgrenze sein, nur um die Perfektions-Vorstellungen von anderen zu passen. Finde deine eigene Vorstellung von Perfektion: Meine ist es wieder ich zu sein und genau das muss wieder in den Fokus wandern"

Freitag, 12. Dezember 2014

Ist die Luft raus?

Hey ihr,

ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie ist zurzeit bei mir "Die Luft raus". Ich kann mich manchmal fast gar nicht dazu aufraffen, ins Fitness-Studio zu gehen, morgens zur Schule gehen ist sowieso immer ein Kampf, lernen hängt mir aus dem als heraus, Hausaufgaben sowieso. Und dann kommen solche Gedanken wie "Ich muss ja kein Sport machen...", obwohl ich mir eigentlich immer einen schönen Plan mache und den dann einhalte. Aber wenn ich immer so um halb vier nach Hause komme, was esse, es langsam dunkel wird und dann - wenn's ganz top ist - auch noch regnet: Dann würde ich alles machen, sogar lernen und so weiter, aber bloß nicht ins Studio. Obwohl es, wenn ich erstmal da bin, immer ganz gut ist! Klar, irgendwie brauche ich mal einen neuen Trainingsplan, weil ich nicht mehr wirklich schwitze, aber es gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Außerdem habe ich zurzeit so viel anderes im Kopf wegen Schule (Seminarfach, 2x LK-Arbeiten à drei Stunden, Ausarbeitungen, Hausaufgaben, mündliche Beteiligung...), aber auch Persönliches, dass zurzeit halt irgendwie nichts mehr geht, habe ich das Gefühl. Nur laufen klappt super, letztes mal hatte ich sogar so viel Lust, dass ich freiwillig die große Runde gelaufen bin. Auch wenn ich zurzeit immer eine dicke, fiese Blase am Fuss habe, die mich ziemlich stört - es läuft im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch Yoga ist super, wir werden alle immer besser und meine schoko-braune neue Matte macht ihren Dienst nahezu perfekt. Trotzdem: ich freue mich wirklich, wenn solche Tage wie heute (Freitag) rum sind. 30-Minütige Präsentation, zweistündige Französisch-Klausur, Tanz-Präsnetation und dann zum Fitness. Es tut mir echt leid, dass ich mich heute heir so ausheule, aber das ist zurzeit das, was mich an meinen Plänen so hindert und ich würde ALLES dafür tun, um wieder richtig motiviert in die nächste Woche zu starten... zum Glück die letzte Schulwoche. Wenn ihr irgendwelche unschlagbaren Tipps für mich habt, lasst sie mich wissen, aber vielleicht habe ich ind en letzten Wochen einfach zu viel gemacht, um dieses Level beizubehalten... oder es liegt einfach and er Jahreszeit. Ich meine guckt mal raus: Stockdunkel, es regnet. Auf lange zeit finde ich persönlich das echt deprimierend.
Aber ich denke, dass reicht einfach von mir. Wenn ich meine Motivation wieder gefunden habe, schaffe ich es vielleicht, nächsten Samstag al einen guten/inhaltsvollen Post zu gestalten... mal sehen, ob sie sich heir mal wieder blicken lässt.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Samstag, 6. Dezember 2014

Kurioses aus dem Fitnessstudio

Hey ihr Lieben,

besonders zur Weihnachtszeit wird mein Studio immer voller und voller, selbst Samstagmorgens ist da schon sonst was los! Und das heißt, dass auch immer mehr kuriose Menschen durch die Tür spazieren und sowieso insgesamt so komische Dinge passieren! Zum Beispiel:

1.) Mein Trainer verstaucht sich den Fuß

... und zwar nicht etwa auf dem Laufband, Crosstrainer oder auf dem Ruder-Gerät, nein. Er war gerade dabei, die Weihnachtsdeko ins Fenster zu hängen, dabei ist der hingefallen und jetzt darf er sechs Wochen nicht trainieren. Der Gute leidet wie sonst was, weil er so ein Typ ist, bei dem das Studio sein zweites Zuhause ist... na ja, wenigstens darf er arbeiten und mir bald einen neuen Trainingsplan machen... und anderen Leuten beim Sport zugucken... 

2.) Miss "I woke up like this"

Ja ich weiß, lästern ist kacke, aber bei der Madame kann ich nicht anders. Folgende Situation: Ich stehe schon seit einer halben Stunde auf dem Crosstrainer, ungeschminkt, schwitzend wie ein Nilpferd, mit riesigen Augenrändern. Da kommt besagtes Mädchen (so um die 25 Jahre) rein,  perfekter Fischgrätenzopf, Eyeliner des Todes (wie kriegt man das bitte morgens hin? Ich brauche dafür mindestens drei Tage mentale Vorbereitung und dann 30 Minuten) und - ohne gemein klingen zu wollen - ein bisschen Speck um die Mitte herum. Die stellt sich dann zwei Minuten aufs Laufband, steigt ab ohne jegliches Anzeichnen von Schweiß, nimmt sich ihre Karte und verlässt das Studio, das sie zwei Minuten früher betreten hat. Da frage ich mich so, ob sie nur da war, weil ihr a.) ihr Eyeliner so gut gelungen ist und sie das uns zeigen wollte oder b.)... sie nicht ganz bei Sinnen war.

3.) Fraktion, die den Sommer schon riecht

Und zwar sind das genau die Leute, die den Crosstrainer bei Level 3 und einer Geschwindigkeit von 5 km/h voran treiben. Dabei bewegen sich ihr Beine so schnell, dass einem ganz schwindelig wird und immer wieder erschrecke ich mich, wenn sie laute Seufzer von sich geben und sich durch die Haare fahren - de aber gar nicht verschwitzt sind... Tja, man muss sich halt schneller bewegen, denn der Sommer naht, sie riechen ihn schon, und so wird gestrampelt, und gestrampelt , bis zehn Minuten vorbei sind.

4.) "Ich nehme Schokolade mit zum Sport"

Ohne Witz, letztens lag eine Tafel Schokolade auf der Fensterbank. Am Anfang habe ich gedacht,d ass sie einem von den Trainern gehören würde, bis eine Über-Schlanke vorbei kam, sich die Schoki schnappte, und sich erstmal genüsslich fünf oder mehr Stücke reinzog. Ich musste mich wirklich zwingen, meinen Mund wieder zu zu bekommen: Also ich finde das erstens ziemlich unproduktiv, asozial (die arme "Der Sommer naht"-Fraktion!!) und ich versteh den sinn nicht. Will sie uns zeigen, dass sie den Sport gar eicht nötig hat? Na super, das hat ja wohl geklappt... blöde Kuh.

Tja, komische Leute gibt es überall, trotzdem wünsche ich euch noch einen wunderschönen Nikolaus, einen noch viel schöneren Advent und viele, viele schöne Momente in der nächsten Woche.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt