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Samstag, 28. Februar 2015

Altbekannte Probleme beim Joggen

Hey ihr,

wenn man regelmäßig laufen geht, lernt man gezwungenermaßen so manche Probleme kennen. Außerdem höre ich immer wieder von Freundinnen, dass das oder das nicht passt bei ihnen, wenn sie laufen und deswegen möchte ich heute mal ein paar Tipps geben:

1.) "Ich kann einfach nicht länger als eine halbe Stunde durchlaufen"

Die Welt wurde nicht an einem einzigen Tag geschaffen und Usain Bolt ist sicher auch nicht geboren worden und sofort einen Marathon gelaufen! Sich Zeit nehmen bei Training und ich zu hohe Anforderungen an sich und seinen Körper stellen ist besonders zum Anfang wichtig. Wir sind keine Maschinen und an manchen Tagen können sogar Leistungssportler nicht mehr, als ihr Körper an diesem Tag erlaubt! Es muss halt einfach alles stimmen, und das ist nicht immer gegeben. Trotzdem ist es dann wichtig, weiter zu machen nach dem Motto: "Nächstes Mal wird es besser!" Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass das meist stimmt und das Misserfolge zu riesigen Erfolgen führen - nur halt dann ein paar Tage später.

2.) "Immer beim Laufen bekomme ich Knie/Rücken/Hüftschmerzen"

Das kann so viele Ursachen haben und ich bin auch kein Sportmediziner, aber vielleicht liegt es an eurem Laufstil: Gerade Körperhaltung, Arme immer in Bewegung zur Unterstützung, Füße ausgefächert aufstellen und nicht zu sehr überschlagen, Beine beim Aufstellen nicht zu sehr durchdrücken - das sind nur ein paar Aspekte, die das Joggen schmerzfrei gestalten. Irgendwann entwickelt ihr ein Gefühl für euren Laufstil. Wenn die Schmerzen dann immer noch nicht weg sind, kann das auch an den Laufschuhen liegen: Sind sie optimal für euren Fuß oder zu schmal/breit, zu viel/wenig unterstützend oder drücken irgendwo? Geht am besten in ein Fachgeschäft (in Hamburg/Berlin kann ich den Laden Lunge empfehlen!), denn wenn ihr da einmal richtig gut investiert, hat sich das Thema gegessen. Ich zum Beispiel habe schon seit vier Jahren dasselbe Modell von Adidas, einfach weil sie super sind und auch wenn sie neu aufgelegt werden, ist das Grundkonzept der Schuhe immer das gleiche. Und egal ob Adidas, Asics oder Nike: Der Schuhe muss EUCH passen, egal wenn nicht Nike oder so drauf steht.

3.) "Blasen halten mich vom regelmäßigen Trainieren ab"

Das Problem habe ich zurzeit auch: Unter meinem linken Fuß bildet sich immer eine blutrote Blase, die zwar nicht aufplatzt, aber echt weh tut. Seitdem ich immer vor dem Joggen ein Pflaster draufgebe und dieses mit Sporttape fixiere, geht es einiger maßen. Wenn die Blasen aber nicht weg gehen, wechselt die Schuhe oder macht Pause, denn wenn sie sich entzünden, ist das für euer Training nur schädlich.

4.) "Motivation ist einfach nicht da"

Tja, da muss jeder für sich gucken: Ist man eher der Typ, der Forderungen braucht? Dann setzt euch ein festes Ziel wie 10km-Lauf im September. Sofort anmelden und trainieren. Wenn ihr eher der Freizeit-Jogger seid, der ab und zu mal laufen geht aus Spaß und ohne persönliche Challenge in Reichweite, dann sucht euch zum Beispiel auf sozialen Netzwerken Sport-Seitden mit Leuten, die vor Motivation platzen. Denn wenn sie von ihren tollen Läufen berichten, packt ihr die Chipstüte wie von alleine weg und schlüpft in eure Sportschuhe. Und denkt nicht zu viel darüber nach: Die Sonne scheint und ihr habt Zeit? Aber ihr wolltet lieber morgen laufen gehen? Raus mit euch! Wer weiß, wie morgen das Wetter/eure Laune ist!

5.) "Ich muss immer auf Toilette"

Davor habe ich auch immer Angst, besonders weil ich öfter Probleme mit... Durchfall habe. Sehr, sehr unangenehm, wenn man beim Joggen mal muss! Besonders wenn es gut läuft und dann dieses Gefühl kommt! Mein Tipp wäre morgens eine Banane zum Frühstück essen und vor dem laufen auf Toilette gehen. Und versuchen alles los zu werden. Wirklich, erstens seid ihr dann leichter und ihr lauft nicht gleich Gefahr aufs Klo zu müssen, sobald ihr warm seid. Und trinkt nicht unmittelbar, sondern so eine viertel Stunde vor eurem Lauf zuletzt. Das ist besonders für längere Läufe gut, denn da muss man öfter mal klein, besonders nach einer Stunde oder so.

6.) "Nach drei Kilometern wird mir schlecht"

Klar, vor keinem Sport ist es gut zu essen! Deshalb mindestens 1 1/2 Stunde verdauen, damit es nicht in euren Mägen hin- und herrutscht. Dann aber ordentlich essen mit vielen Kohlenhydraten, aber wenig Fett, damit eure Glykogenpeicher ordentlich voll sind und ihr weit kommt. Nach dem Laufen eine 3/4 Stunde nicht essen, damit ihr den Nachbrennprozess nicht zunichte macht. Wenn euch trotzdem schlecht wird, langsamer laufen und auf die Atmung achten und nicht daran denken, wo ihr am besten euer Magen entleeren kann. Macht vielleicht eure Musik lauter, genießt gegebenenfalls die Sonne und freut euch auf die kalte Dusche. Oder kehrt einfach um und lest euch nochmal 1.) durch...

Bis zum nächsten Sonntag, 
Maybritt




Sonntag, 4. Januar 2015

Das Ende, was zu schnell kam #luftlinienProjekt

Ihr kennt das.
Vor fünf Minuten hat man den Wecker ausgestellt und nun hat man verpennt.
Heute morgen war doch erst Freitag.
Letzte Woche fing der Sommer an.
Und vor einem Jahr war ich noch in der Grundschule.

Jaa... Das habe ich mir auch gedacht, als ich an den letzten 18,80 km des Projektes geknabbert habe. Eigentlich hatte ich ja genug Zeit, um meine Kilometer zusammen zu bekommen. Um genau zu sein mehr als 13 Wochen um die 144,76 km zu schaffen. Nun ist Neujahr, die 13 Wochen sind vorbei und mir fehlen immer noch 13,21 km.
Ich erkläre dieses Projekt also als gescheitert.
Knapp aber gescheitert. Bei 91 % kam mir Weihnachten und die Reiserei dazwischen, aber die Verwandten wollten ja auch besucht werden. Jedes Stück Kuchen wollte probiert und jeder Wein mindestens einmal genippt werden. Mutti sollte ja nicht so lange umont in der Küche gestanden haben. Und dann kommt das schlechte Wetter. Ich meine es hat geschneit. Und es weiß jeder, dass mit einer einzelnen Schneeflocke schon ganze Autobahnen lahm gelegt werden können. Ich habe es wirklich versucht, aber wenn man schon beim Gassi gehen drei Mal fast den Gehweg knuscht, lasse ich lieber die Laufschuhe in ihrem Schrank bei ihren Freunden. Denen wäre es bestimmt eh zu kalt gewesen.

Ihr hört: Ausreden über Ausreden. Aber ich finde, dass man Weihnachten ja auch genießen könnte und nicht die ganze Zeit mit schlechtem Gewissen bei der Verwandtschaft hocken muss, weil das tägliche Workout noch wartet. Und auch wenn das Projekt offiziell nicht gemeistert wurde, hat es dennoch seinen Sinn erfüllt: es gab seit Juli keinen Monat ohne joggen. Ich habe also seit dem Projektstart im Septemeber regelmäßig die Laufschuhe geschnürt und nicht wie jedes Jahr spätestens im Oktober die Laufschuhe an den Nagel gehängt.

Also, alles in allem: Schwamm drüber und weiter laufen.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Das Laufen und das Selbstbewusstsein

Stellen wir uns einmal einen Polizisten vor, der eine Demonstration überwacht. Wie steht er da?
Seine Füße stehen mindestens hüftbreit auseinander und das Gewicht ist auf beiden Beiden gleich verteilt. Er hat seine Schultern zurückgenommen und steht dadurch aufrecht.
Warum steht er gerade so da?
Er muss in jedem Fall selbstsicher wirken, damit sich niemand traut ihm dumm zu kommen. Je nachdem, was er mit seinen Armen macht, wirkt er sogar bedrohlich.
Stellen wir uns nun eine nervöse Schülerin bei einem Referat vor der Klasse vor. Wie steht sie?
Wahrscheinlich entlastet sie ein Bein, steht nicht frontal zur Klasse, sondern ein wenig gedreht. Sie verlagert immer das Gewicht von dem einen auf das andere Bein und ihr Blick ist bestimmt immer unter Augenhöhe der Zuhörer, sodass ihr Kopf leicht gesenkt ist und ihre Schultern leicht nach vorne fallen. Passend wären jetzt noch offene Haare, hinter denen sie sich versucht zu verstecken und ein leichtes Tigern, was vermuten lässt, dass sie einen Ausweg sucht und nur noch der Situation entfliehen möchte.
Warum steht sie so da?
Ihr ist die Situation unangenehm und zweifelt wahrscheinlich an ihrem Wissen und kann das Wissen, dessen sie sich sicher ist, nicht verkaufen. Alles an ihr schreit nach Unsicherheit und eigentlich will sie nur erlöst werden bzw. auf mysteriöse Weise verschwinden und am besten im Boden versinken.
Als ich in die Oberstufe kam, habe ich mich bei Referaten und Präsentationen immer eher wie die beschriebene Schülerin hingestellt. Seit ein paar Monaten bemerke ich aber das Phänomen, dass ich teilweise bis oft vor der Klasse die breitbeinige Pose einnehme, wenn ich einen Vortrag halten soll. Meine Knie sind durchgedrückt und ich stehe ziemlich fest, während ich aufrecht stehe und meine Schultern zurücknehme.
Der Übergang von der einen zur anderen Vortragshaltung fand parallel mit dem Wiedereinstieg im Laufen und den persönlichen Erfolgen bei Strecke und Zeit statt. Anfangs dachte ich, dass es mit den arbeitenden Muskeln zu tun haben könnte und meine Beine jetzt keine Entlastung mehr bräuchten, sondern ich langsam eine "Grund-Körperspannung" entwickelte.
Langsam glaube ich aber nicht, dass es an meinen Muskeln liegt, sondern vielleicht eher daran, dass ich durch die durch das Laufen errungenen Erfolge mehr Selbstbewusstsein erlangt habe und noch ein Stück selbstsicherer auftrete (und ich war vorher auch nicht schüchtern, sondern hatte schon ordentlich Selbstbewusstsein).
Und das freut mich ungemein.
Laufen kann echt das Leben verändern!
PS: Nein, ich gedenke nicht Psychologie zu studieren, aber ich bin in der TheaterAG unserer Schule und liebe es, sich in neue Rollen reinzufinden und das Innere nach außer zu kehren.

Sonntag, 9. November 2014

#luftlinienProjekt: Laufen in der Winterzeit

Leider ist heute der letzte Tag meiner allerletzten Herbstferien. Zwar komme ich nicht sofort wieder in einen Klausurenrush, aber dennoch frage ich mich, wie ich das mit dem Laufen aufrechterhalten kann. Die Tage werden immer kürzer und die Uhr ist auch schon seit zwei Wochen wieder umgestellt, wodurch es abends noch dunkler ist, als mir eigentlich lieb ist.
Egal, wie ich es drehe und wende, ich finde keine Laufstrecke, die mir gefällt und beleuchtet ist. Das Leben auf dem Land hat halt nicht nur Vorteile: Feldwege mit Straßenlaternen habe ich hier noch nie gesehen und leider scheint unsere Gemeinde oder der Landkreis so arm zu sein, dass aus meinem Ort nur eine einzige beleuchtete Straße führt. (Soviel zum Thema Rundkurs. Anscheinend werde ich den ganzen Winter diese eine Straße auf und ab traben)

Aber genau deswegen habe ich ja diese Challenge für mich gestartet: Damit ich wenigstens ein Jahr nicht in ein Winterlauftief falle und meine Laufschuhe den Schnee nicht nur von Fotos kennen, sondern einmal richtig erfahren. Außerdem steht derzeit auf meiner Wunschliste für Weihnachten ein neues Paar Laufschuhe ganz oben und irgendwie möchte ich sie mir auch verdient haben. Darüberhinaus ist es die beste Vorraussetzung für den Bikini-Körper 2015.

Woche 6
diese Woche gelaufene Kilometer: ? (Verrate ich an dieser Stelle nicht, denn diese Woche haben wir bei GNEM die Wochenaufgabe, so viele Kilometer wie zu laufen und ich lasse mir an dieser Stelle nicht in die Karten schauen. Aber nur so viel: ich habe gut aufgeholt)
gesamte Kilometer: 55,09 km
noch ausstehende Kilometer: 89,67 km
Fortschritt in Prozent: 38,1 %

Sonntag, 26. Oktober 2014

#luftlinienProjekt: zurück in die Laufschuhe

Ich bin wieder zurück in den Laufschuhen! Und wie ich mich darüber freue! Nachdem ich bin Orthopäden war, ist alles wieder gut. Zwar habe ich meine 10 km für diese Woche noch nciht voll, da ich zur Abwechslung einmal verantwortungsbewusst wieder in den Sport einsteigen wollte, aber heute ist auch noch eine Runde mit meinem Freund geplant. Mal schauen, ob das was wird; wir haben heute ordentlich was vor und der er dreht sich mittlerweile schon zum siebten Mal im Bett noch einmal um.

Woche 4
diese Woche gelaufene Kilometer: 5,42 km
gesamte Kilometer: 16,32 km
noch ausstehende Kilometer: 128,44 km
Fortschritt in Prozent:11,27 %

Zur Zeit hänge ich ca. 28 km hinter meinem Zeitplan, aber ich bin mir sicher, dass ich in den Ferien ein wenig aufholen kann.
Zumindest ist mein Lauflevel so gut wie geblieben: vorher immer knapp 5,5 km mit einer Geschwindigkeit von knapp über 8 kmh und am Freitag 4,0 km mit etwas unter 8 kmh.  Da fällt mir echt ein großer Stein vom Herzen, denn ich hatte große Angst, dass ich gar nicht mehr so schnell und weit laufen könnte.

Sonntag, 12. Oktober 2014

#luftlinienProjekt: Zwangspause

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, bis zum Jahresende 144,76 km zu laufen...
... aber ich hänge jetzt schon hinterher :D Allerdings bin ich nur halbschuldig und kann die Anklage auf meinen Rücken weiterleiten.
Vorletzten Freitag hatte ich über den Tag immer schlimmere Rückenschmerzen bekommen, die erst am Sonntag merklich besser geworden sind. Die Woche darauf ging es dann besser, bis ich am Donnerstag wieder mit Schmerzen aufgewacht bin. Daraufhin bin ich dann zum Arzt gegangen, der mir dann erzählte, dass es sich um eine Blockade handle, die meinen Rücken jetzt einmal von oben nach unten heimsucht.
Leider heißt das auch, dass Sport bis auf Weiteres flach fällt und ich habe auch bis gestern ganz tapfer meine Füße still gehalten. Gestern konnte ich allerdings nicht nicht wiederstehen, als ein Kumpel mir anbot, ihn beim Joggen auf Inlinern zu begleiten. Inliner habe ich dann zwar lieber in der Ecke stehen gelassen und das Rad genommen, sodass ich jetzt knapp 90 min mit 10 kmh neben ihm hergeradelt bin und ihn dichtgequascht hab.
Unter Sport fällt das jetzt offiziell für mich nicht -eher unter einmal Bewegung- aber besser das als nichts.
Sport ist offiziell die nächste Woche auch noch gestrichen, aber ich werde mal schauen, wie ich mich fühle, denn langsam sucht mich die Langeweile heim und meine Energie sucht auch schon einen Ausweg.

Ich befürchte leider schon, dass ich, wenn es dann mal wieder so weit ist, nicht mit meiner alten Form wieder ins Training einsteigen kann. Eigentlich ist das total schade, denn ich habe mich so gefreut, dass man gesehen hat, dass ich langsam schneller werde und auch meine 5 km immer konstant laufe.
Außerdem hatte ich geplant im Oktober meine Strecke zu erweitern und mir eine Runde mit 6-7 km zu suchen. Das Gleiche hatte ich für den November (Strecke mit 7-8 km) und Dezember (8-9 km) geplant. So hätte ich dann sogar meinen ultimativen Streckenrekord von 7,7 km im November geknackt, aber das werde ich jetzt auf Dezember oder Januar verschieben müssen.

Trotz der ein bis zwei Wochen, die jetzt bei meinem Projekt fehlen werden, bin ich immer noch zuversichtlich, dass ich das schaffen kann. So viel habe ich/ist noch nicht verloren!

Woche 2
diese Woche gelaufene Kilometer: 0 km
gesamte Kilometer: 10,9 km
noch ausstehende Kilometer: 133,86 km
Fortschritt in Prozent: 7,53%

Sonntag, 28. September 2014

#luftlinienProjekt: der großen Liebe entgegenlaufen

Wie einige vielleicht schon wissen, wohnt mein Freund nicht gerade um die Ecke. Laut luftlinie.org sind es 144,76 km zwischen unseren Wohnorten -Luftlinie natürlich, ansonsten kommen noch ein paar Kilometerchen drauf.

Wie einige vielleicht auch schon wissen, war ich seit August sehr oft in meinen Laufschuhen anzutreffen und habe mir schon ein gewisses Maß an Kondition und Muskelkraft (Knietechnisch) angeeignet. Ich bin stolz, meine Joggingeinheiten mittlerweile halbwegs in meinen Alltag eingebaut zu bekommen und vielleicht endlich einmal meine "sportliche SommerTopform" über den Winter zu behalten.

Damit ich am Ball bleibe, habe ich mir jetzt ein kleines Projekt ausgedacht:
Dieses Jahr hat noch etwas mehr als 13 Wochen und genau diese Zeit werde ich nutzen, um einmal die Strecke zu meinem Freund zu laufen. Natürlich werde ich dies nicht wirklich tun, sondern mir nur langsam meine Kilometer zusammensammeln, aber hart wird es auf jeden Fall.
Wenn ich an Silvester die Strecke virtuell gelaufen sein möchte, muss ich jede Woche über 11 km schaffen.

Hört sich erst einmal nicht viel an?!?
Finde ich auch ...Noch... Denn noch habe ich ja nicht angefangen. Man muss sich einfach mal überlegen, dass jedes Mal, wenn ich nicht laufen gehe, ich mindestens 5 km zurück falle. Und  jeder weiß, dass der Schweinehund ziemlich groß werden kann, wenn es draußen dunkler wird und es anfängt zu regnen. Vor allem mein Schweinehund kann bei schlechtem Wetter ganz schnell ganz laut jaulen und nörgelnd die Türen versperren oder mein Laufklamotten verstecken.

Also man kann schon jetzt davon ausgehen, dass ich zwischendurch richtig kämpfen werde.

Woche 0
gelaufene Kilometer: 0 km
gesamte Kilometer: 0 km
noch ausstehende Kilometer: 144,76 km
Fortschritt in Prozent: 0%

Mittwoch, 17. September 2014

Update Trainingsplan

Guten Morgen,

wie ich bei bei vielen von euch gerade lesen kann, feiern die Volksläufe und andere Wettkämpfe gerade Hochsaison: Da läuft die eine Marathon, macht den Triathlon mit (oder beides), quält sich über Hindernisse,... und ich?

Ich fühle mich ein bisschen wie der einsame Steppenwolf, der allein seine Kilometer abspult. Und es geht mir gut damit. Sehr sogar. Anfang Juli habe ich mich zum Haspa-Mararhon angemeldet, der Ende April 2015 stattfinden wird (siehe Post vom 2.Juli). Ich trainiere seitdem mit einem personalisierten Laufplan von myasics.com. Und ich würde sagen, Juli ist schon lange her. Zeit für ein Update....

Juli: Offiziell beginnt der Trainingsplans erst in der 2. Augustwoche. Aber jetzt einen Monat gar nichts machen? Gut, in Hamburg war es heiß. Und ich musste viel arbeiten. Aber das waren keine gute Ausreden. Ich bin knieschonende 8-12km gelaufen. 2-3x die Woche. Auch wenn die Werte nicht zum echten Training gehörten, konnte ich sie bereits in dem Kalender eintragen. Sehr gut! :D
...Waiting for August.

August: JUUUUHUUUUU. Jetzt geht das echt Training los. Oh..äh.... naja... "Vorbereitungsphase" heißt es die ersten 3 Wochen. Da soll ich 5-8km laufen im moderaten Wohlfühltempo. Für das Wohlfühltempo ist ein recht großes "Pace-Fenster" angegeben, dass ich immer so am "schnelleren Rand" einhalte. (die Macher des Plans denken sich schon was dabei). Eigentlich unterfordert der Plan mich (sehr). Ich schummel eins-zwei Mal und laufe schnelle 10km (Saisonbestzeit *hust*). So ist das eben, wenn man ein Rennpferd an die Voltigierleine legt... Aber die langsamen Läufe + für meine Gewohnheit großen Trainingspausen von 3 oder sogar mal 4 Tagen zeigen tatsächlich Wirkung. Ich hätte da Fußballerwaden im Angebot...

September: Die "Aufbauphase" läuft seit der letzten Augustwoche. Jetzt laufe ich nach Plan so, wie ich früher immer gelaufen bin (bezüglich Umfang und Intensität). Mein Lieblingstool ist das "Umplanen" geworden: ich kann Läufe per drag&drop im Plan unter bestimmten Bedingungen verschieben, falls ich zum Beispiel am Wochenende unterwegs bin, dann laufe ich doch die hier geplante Strecke lieber schon am Donnerstag. Was nicht geht: Trainingsläufe tauschen. Ich kann einen Lauf also nicht ewig weit "vor mir herschieben". - oder ich schiebe alles andere mit.... (dann macht der Plan aber keinen Sinn mehr). Achja, und zwei Läufe direkt hintereinander geht auch  nicht immer (Hinweis auf "Verletzungsrisiko).

Und plötzlich ploppt da letzte Woche das hier auf:


You are running faster than planned
...ja, ich laufe schneller - manchmal. WEIL IHR MICH manchmal UNTERFORDERT (mehr als 35 Min. für 5km... so langsam kann ich nicht...)
Ich bekomme die Möglichkeit, meinen Plan anzupassen. Und bekomme auch eine neue Zielzeit für den Marathon gesagt: 3:49:23 - soll ich mal lachen???
Ich empfinde das als ein total unrealistisches und total überzogenes - aber dennoch lieb gemeintes - Kompliment. Ich meine... wir, ich und der Plan, sind noch nicht in der entscheidenden Phase.
...
Ich hab den Plan nicht angepasst. Und laufe weiterhin mit der - wie ich finde ebenfalls schon ganz netten Zielzeit von 4:06:00. (Ich will eigentlich nur unter 4:30:00... alles, was besser ist, ist Kür). Ich laufe auch lieber mit geringeren Vorgaben und "knacke" sie dann ab und zu - als mit Ach und Krach gerade so "ins Ziel zu kommen".
Diese Aufbauphase geht nun bis in die zweite Novemberwoche. Mehr oder weniger lässt sich sagen: 3x die Woche laufen. 2x8km (circa) + ein "längerer" Lauf am Wochenende (oder umgeplant): 12km-16km-12km-20km-12km-16km,....
das Ganze im angenehmen Wohlfühltempo.

Fazit: Ich komme mit den Plan super klar. Er motiviert mich, bringt mich auch mal dazu, morgens um 5 aus dem Bett zu kriechen und um viertel vor 6 los zu laufen (es ist dann noch fast dunkel, wenn man ZURÜCK kommt). Mein Knie zickt nur noch sehr, sehr selten - und komischerweise nie beim Laufen, sondern wenn, dann im Sitzen. Letzte Woche war etwas erkältet - aber auch da habe ich den Trainingsplan geschafft - wenn auch nur "gerade so eben" wie ein altes, schlappes Schulpferd.

Da ich es hasse, immer die selben Strecken zu laufen, habe ich mittlerweile den Hamburger Nord-Osten erschlossen. Der Bramfelder See ist mein neues Lieblingsziel.
Meine ganzen gelaufenen Strecken trage ich gerade in einem Hamburger Stadtplan ein. (Einzelkarten kann ich auch bei myasics ablegen). Die präsentiere ich auch mal zum nächsten Update, Mitte November, zum Beginn der "schnellen Phase". 

Mittwoch, 27. August 2014

Motivation to go

Hallo ihr Lieben,
wisst ihr, warum ich Laufen eigentlich so großartig finde? Unter anderem, weil man auf einem langen Lauf vergleichsweise viel erlebt. Ich komme gerade von einer "ungeplanten" 14,5km Schleife und könnte euch Storys erzählen: Gute, schlechte, interessante. Zugegeben, Vieles davon passierte nur in meinem Kopf, aber so ist das bei mir beim Laufen: Da habe ich Zeit für alle möglichen Gedanken, Ideen. Fantasy doesn't know any limits.

Um hier jetzt nicht den lesbaren Rahmen zu sprengen, beschränke ich mich auf eine "wahre Begebenheit".

Sie ereignete sich in einem Wohngebiet, etwa bei Kilometer 11. Ich hatte ja schon gesagt, die Runde war etwas ungeplant. Und ich hatte kein Wasser mit oder hatte mich sonstwie präpariert, denn eigentlich sollten es laut Trainingsplan nur 8km für heute sein.
Ergo, ich war etwas mega durstig und wollte eigentlich auch so langsam mal schnell wie möglich zu Hause ankommen. Schnell ging nur nicht mehr ganz sooooo gut, denn meine Pulsuhr nervte schon wieder (mein Puls knallt immer sofort bei der kleinsten Anstrengung in den angeblich "roten" Bereich.... ich kann das so vom Gefühl zwar nicht bestätigen, versuche aber trotzdem, nicht allzu hohe Pulswerte in einem normalen Training "zu erzielen", wenn eigentlich gar nichts los ist).
..also lief ich langsamer. Fast schleichend.

Und so wirklich langsames Laufen hasse ich. Die Uhrzeit läuft ja trotzdem normal weiter und ich komme gefühlt nicht von der Stelle. Dadurch zieht sich der Weg wie ein Kauuuuuuguuuuuuuummiiiiiiii.

Bei Kilometer 11 war ich also genervt. Null Motivation. Akku leer und alles blöd. (Nein, nicht alles, dem Knie ging es gut, aber das habe ich iwie in dem Moment vergessen).

Da kam ein junger Mann aus einem Hauseingang. Sah mich und lächelte wie ein Honigkuchenpferd fast im Kreis. "Ich finde es total super, dass du so sportlich bist. Ich kann mich leider nie motivieren. Viel Spaß noch."

 Erst war ich etwas perplex... sportlich??? ich??? - ja, vor 10 Minuten vllt.
Aber ich drehte mich noch einmal um - denn mittlerweile war ich ja vorbei geschlichen und bedankte mich, ebenfalls lächelnd (Ich muss immer freundlich gucken, wenn Menschen mich anlächeln).

Und BAM. Da war sie.
- nein, nicht diese Liebe auf den ersten Blick  -
Die Motivation hatte mich wiedergefunden.

Ab hier lief ich die letzten 3,5 Kilometer wieder im alten Tempo durch. Ohne Ächzen (und das Piepen der Uhr habe ich ausgemacht). So müssen sich Computerspielfiguren fühlen, die kurz vor dem Ende ihrer Energiereserven stehen und dann einen "Booster" finden. Motivation to go, sozusagen.

Ob der Mann gewusst hat, dass er mit seiner simplen Bemerkung meinen Lauf retten wird?
Manchmal sind es eben wirklich die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen.

Samstag, 2. August 2014

Große Pläne - kleine Sorgen

Heey,

wenn ich was über mein Sportverhalten in den letzten Monaten gelernt habe, dann das ich ein Ziel brauche, um gut zu trainieren. Mein letztes Ziel liegt aber schon etwas zurück, nämlich der Stadtlauf, weshalb ich mir jetzt ein neues Ziel ausgesucht habe: Ein Halbmarathon.
Warum? Weil ich das hier auf dem Blog bei EmKa gelesen habe, dass sie sich für den Marathon angemeldet habe und dann habe ich zu schnell geschaltet und mir gedacht : Top, das machst du auch!
Und jetzt stehe ich kurz vor der Anmeldung und habe so ein paar Ängste/Fragen:

1.) Schaffe ich es, die 21 km durchzuhalten?

-> Zurzeit laufe ich gerade mal 5/6 km

2.) Wie trainiere ich und schaffe ich das gleichzeitig mit der Oberstufe überhaupt?

-> Wenn ich 3/4 Mal in der Woche für 1/2 Stunden laufen gehe...?

3.) Macht mein Körper das mit

-> Stichwort Knie und Beine

4.) Will ich das auch wirklich machen?

-> Ist es das wert?

5.) Warum komme ICH immer auf solche Ideen?

-> Kann ich mich nicht einfach so motivieren?!

6.) Die beste Ernährung während der Trainingszeit?

-> Soll ich Vegetarismus (??) aufgeben? Ergänzungsmittel?

7.) Wie trainiere ich?

-> Trainingsplan?

Das wären so im Groben die Fragen, die ich noch mit mir klären müsste,  als Erstes am Besten die Frage 4.) - die Anmeldung ist ja schließlich auch nicht umsonst. 

Sorry für den kurzen Einblick nur, aber zurzeit weiß ich noch nicht mehr über das Thema...

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Montag, 14. Januar 2013

Doch noch ein Ziel...

Jetzt habe ich mir doch was für 2013 vorgenommen :)
Am 4.Mai 2013 findet in Berlin der AVON-Frauenlauf statt. Da werde ich die 10 km laufen!
Ich wurde schon öfter gefragt, ob ich nicht mal bei einem Lauf mitmachen will, weil das ein tolles Gefühl wäre, wenn man durch die Ziellinie läuft. Wenn die tollen Läufe in Berlin stattfanden, war ich immer in Wien und wenn die, die in Frage kamen, in Wien waren, war ich - wie verhext - in Berlin ;) Da ich aber im März endgültig wieder nach Berlin gehe, werde ich den Lauf am 4. Mai mitmachen können. Wenn es wirklich so viel Spaß macht, werde ich mich gleich danach auch für die Vattenfall-Nacht anmelden ;) Das ist dann am 27. Juli.
Ich wünschte es hätte draußen keine Minus-Grade... dann könnte ich öfter laufen gehen :( So ist wirklich sehr kalt. Aber ich werde mich Dienstag wieder darin versuchen mich richtig warm einzupacken und dann loszulaufen ;)
http://www.berliner-frauenlauf.de