Samstag, 8. November 2014

Ich hör dann mal wieder auf mich

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr habt bisher jeden Kälteschock überlebt und seid ordentlich am auf euch aufpassen! 
Wisst ihr was mir vor Kurzem (gestern) aufgefallen ist? 
Wenn man in einer Beziehung ist, achtet man nicht auf sich. Also das ist zwar etwas pauschal gesagt, aber bei mir ist das so. Bis vor Kurzem (auch gestern...) war ich total auf diese eine Person fixiert, 50% meines Tages waren mit Gedanken an ihn ausgefüllt und da ist mir einiges durch die Lappen gegangen. Ich habe in der Zeit viel, viel, VIEL zu wenig gegessen, zwar regelmäßig Sport gemacht, da aber auch immer nur an ihn gedacht und nicht auf meinen Körper gehört, der bei einer exzessiven Einheit schon lange "STOOOPPP" geschrien hatte - ich hatte es nicht gehört. Alles war irgendwie auf diese andere Person, ich habe den Fitness-Lifstsyle zum Großteil für IHN verfolgt, damit ich schlank bleibe und nicht weil es sich gut anfühlt und weil ich es liebe. Wenn er dann da war gab es allerdings Pfannkuchen mit allerlei Schnickschnack, Cola und so weiter. Ich würde mal sagen, dass das so das Schlimmste ist, was man machen kann, denn wie man sieht, sieht man, dass ich mich wieder auf mich fixieren muss: Wo will ich ihn, wieso mache ich das. Nicht, um irgendeinem x-beliebigen Jungen zu gefallen, schon gar nicht dem Pfannkuchen-Mann, um den es hier geht. Also ist es vielleicht doch eher ein Segen, dass der Pfannkuchen-Mann keine Pfannkuchen mehr haben wollte: Klar, es ist ein klares Down in meiner Lebens-Achterbahn zu erkennen, nachdem er gegangen ist, aber nach jedem Tief kommt ja wieder ein Hoch. Und bis dieses Hoch erreicht ist mache ich da weiter, wo ich vor dem Pfannkuchen-Mann aufgehört habe: Erfolgreiches Halbmarathon-Training, Krafttraining mit dem neuem Trainingsplan, neue vegetarische/vegane Rezepte ausprobieren, backen, wieder mehr singen und vor allem schreiben! Und um bei dem Thema des Blogs hier zu bleiben muss ich mir wieder klar werden, dass ich im Mittelpunkt meines Lebens, meines Körpers stehe und nicht wer anders. Ich bleibe für mich fit, damit ich mit 80 Jahren auf noch die Sydney Harbour Bridge hochlaufen kann und nicht im Rollstuhl durch die Welt rolle. Ich will meine Ziele erreichen, damit ich am Ende des Tages glücklich bin und nicht der Pfannkuchen-Mann! Das ist hier zwar alles nah mit der Frage verbunden, ob man wirklich nur für ich abnimmt (die ich irgendwie immer mit einem klaren nein beantworten würde, auch wenn es anders ideal wäre...), aber egal. Denn jetzt stehe ich zwar wieder alleine da (also so halb halt) und das zeigt, dass es immer nur am Ende mich geben wird, also bin ich ziemlich wichtig anscheinend  und deswegen der Titel des Posts.
Also wird es in nächster Zeit wohl leider keine Pancakes geben, dafür aber so viele, tolle andere Sachen, die es wert wind für sie zu leben. Zum Beispiel wäre mein geliebter Grießpudding eine Alternative. Und wer weiß, vielleicht kommt dann auch irgendwann der Grießpudding-Mann, auf den ich nicht 24/7 fixiert sein muss, damit er bei mir bleibt.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Freitag, 7. November 2014

GEWiNNSPiEL - Auslosung

Könnt ihr euch noch an das Gewinnspiel erinnern? Lange hats gedauert doch nun endlich stehen die Gewinner fest.



Zuerst machte ich zwei Tabellen mit euren Namen:



Danach verwendete ich diesen Zufallsgenerator und ließ jemand anderen die Glückliche finden. Das Ergebnis lautet für Start to Dance:



Herzlichen Glückwunsch liebe June!

und danach kam der Gewinner von Tanz dich fit! 2:




Herzlichen Glückwunsch liebe Teresa Bre!

Herzlichen Glückwunsch an euch beide! Ich freu mich für euch & hoffe auf baldige Berichte (meiner fehlt ja auch noch *hust). Bitte schickt mir eure Adressen bis Sonntag an zusammen-abnehmen[at]gmx.net

Donnerstag, 6. November 2014

Stillstand

Ganz passend schließe ich mich EmKa und auch LesLis der letzten Tage an.
"Warum es nicht läuft, obwohl es läuft"

Ich habe ja Freitags meinen Wiegetag und letzten Freitag kam das, was wir alle nicht gerne sehen.
Stillstand. Kein Zunehmen, kein Abnehmen, einfach gar nichts.
Normalerweise kann ich immer zu 100% wodran es liegt. Das ist ja eigentlich wirklich der Vorteil an WeightWatchers. Habe ich ein bisschen über meine Punkte gefuttert, oder das Wochenextra ausgenutzt, hab ich einen Stillstand. Habe ich noch mehr gegessen nehme ich zu.

Diese Woche ist das anders. Ich habe sogar wirklich jeden Tag alles aufgeschrieben. Es kann natürlich 1000 Gründe haben - mir passt es aber trotzdem nicht.

Dann kamen wir Abends zufällig auf das Thema Ernährung. Ich habe dann gesagt, dass die Ernährung, bzw. grundsätzlich das Essen, für mich gar keinen hohen Stellenwert mehr hat und dass ich glaube, dass das Essen-Belohnungssystem das größte Problem ist. Seit dem ich mich davon gelöst habe fällt mir die gesunde Ernährung wirklich sehr viel leichter...
Dann kam die Antwort von meinem Schatz: "Du beschäftigst dich fast 24h am Tag mit Ernährung. Du schreibst auf, was du isst, liest Foodblogs, dein Instagram ist voll von Essen und mindestens einmal in der Woche bloggst du selber über Ernährung!"

Mist, da hat er wohl mal wieder recht. Aber wie kommt es zu diesem gravierenden Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung?
Mittlerweile glaube ich, dass es daher kommt, dass sich die Einstellung einfach verändert hat. War ich früher nur darauf aus, mich "am Rande der WW-Legalität" bewegt und es ging nur darum möglichst viel zu schummeln und ganz verbissen Punkte gezählt habe, achte ich heute viel mehr auf meinen Körper. Ich weiß, wann ich Hunger habe und wann es nur Appetit ist. Mittlerweile kann es sogar vorkommen, dass ich Punkte "verfallen" lasse. Wenn ich keinen Hunger mehr habe, esse ich nicht mehr nur, weil noch Punkte da sind. Der Blick auf das Essen hat sich einfach verändert. Es ist wieder zu Genuss geworden, ohne dass ich mich Belohnen will... Ich weiß nicht richtig, wie ich es beschreiben soll - kennt ihr so was in der Richtung auch???

Um noch einmal kurz zum Stillstand zurück zu kommen: Keine Veränderung ist besser als zunehmen und morgen sieht die Welt bestimmt wieder (hoffentlich) ganz anders aus :)

Mittwoch, 5. November 2014

Schlaue Sprüche: "Qualität kommt von Qual"

Eigentlich müsste der heutige Titel lauten "Warum es nicht läuft, obwohl es läuft" in Anlehnung an Lee Lis gestrigen Post.
Ich laufe meinen geplanten Trainingszeiten gerade echt hinterher. Und was soll ich sagen: das zieht mich runter. Gerade macht das Laufen einfach keinen Spaß, es ist mehr ein "Über-die-Distanz-quälen" mit schweren Beinen, die mehr schlurfen als traben. (Das zieht mich emotional echt runter, fühle mich wieder mal super fett, hässlich, etc.... wie Lee Lis Freundin so schön sagt: "Wenn du zu viel drüber nachdenkst, dann hast du schon verloren." *zu spät*)

Mein Papa am Telefon dazu: "Na, wenn's nicht läuft, dann muss man eben auch mal aufgeben...."

Bei mir schrillen alle Alarmglocken!
AUFGEBEN?
 Aufgeben, nur weil gerade etwas Sand im Getriebe ist? Meint der das ernst? (es stellte sich heraus, dass er nicht meinte, die Marathonambitionen aufzugeben, sondern einen geplanten 20km Trainings-Lauf nach 10km zu beenden, wenn einfach GAR NICHTS mehr geht.)

Aber mal ehrlich: Mit so einer Einstellung komme ich ja nie über 42km: "Disziplin ist die Fähigkeit, sich zu merken, was man will"
Ich denke zurück an mein relativ junges Läuferleben und stelle fest: Es gab immer mal Zeiten, in denen es ohne erkennbaren Grund einfach nicht ganz rund lief...
... und sowieso denke ich oft "an guten Tagen die langen Strecken laufen, kann ja jeder"

Ich halte mich da mehr an Achim Achilles/Hajo Schumacher der mit "Qualität kommt von Qual" in seiner Läufer-Kolumne auf Spiegel Online die einen oder anderen guten/lustigen/ironischen Gedanken zum Läuferleben parat hat. Felix Magath lässt übrigens auch nach diesem Motto trainieren.

...also... Zähne zusammenbeißen und iwie die Distanzen in noch einigermaßen vertretbaren Zeiten überleben. Das wird auch alles wieder besser.
So geht es auch anderen Läuferinnen.

Und J.W. v. Goethe dazu:  
"Es wechseln Pein und Lust , genieße wenn Du kannst, leide, wenn Du musst."

Und wenn ich morgen wieder meine Runden um den See drehe, dann versuche ich einmal ein Lächeln dabei ("Disziplin heißt, etwas, das man hasst, zu tun, so zu tun, als liebte man es." - Mike Tyson)

Und dann sage ich noch zu mir: "Lass' endlich dieses Nachdenken"

Und um was wetten wir, dass hier nächsten Mittwoch schon wieder ganz andere Töne erklingen?
Goethes Werther: "wir Menschen beklagen uns oft", fing ich an, "daß der guten Tage so wenig sind und der schlimmen so viel, und, wie mich dünkt, meist mit Unrecht. Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu tragen, wenn es kommt". -"Wir haben aber unser Gemüt nicht in unserer Gewalt", versetzte die Pfarrerin, "wie viel hängt vom Körper ab! Wenn einem nicht wohl ist, ist's einem überall nicht recht".

Dienstag, 4. November 2014

(Exkurs) Warum es läuft, obwohl es nicht läuft

Ich hab keine Ahnung, wann ich mich das letzte Mal gewogen habe.
Meistens ess ich bis abends sehr gesund... Morgens Müsli (selbstgemixt aus Früchten, Samen, Kernen und Kokosmilch), mittags nur nen Salat. Abends meist ne kuriose Mischung aus Toast, Nudeln, Keksen etc. Also Kohlenhydrate pur. Sehr schlau am Abend :-P
Aber wisst ihr was? Ich fühle mich z zt gar nicht "dick" oder "hässlich" oder so.
Morgens ist der Bauch sogar relativ flach.
Derzeit interessiert es mich auch nen sch*** Dreck, ob ich es mir leisten kann, engere Tops anzuziehen - ich mache einfach. Und das ist irgendwie ein tolles Gefühl!
Klar hab ich Sorge vor dem Moment, in dem ich merke, dass es nicht so easy peasy läuft wenn man es schleifen lässt, aber sobald der noch nicht da ist, who cares...

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es teilweise mit am Rauchen liegt. Ich rauche seit etwa zwei-drei Monaten wieder, und das "hilft" bei der Verdauung. Irgendwie verarbeite ich alles etwas schneller als zuvor. Und den kleinen Hunger zwischendurch merkt man nach nem Kaffee und ner Kippe kaum noch... Ja ich weiß, nicht sehr gesund, aber so ist es derzeit nunmal. Hat jemand ähnliches beobachtet? Rauchen stoppt irgendwie den Appetit... Das erklärt wohl auch, weswegen die meisten Leute zunehmen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Heißt das nun, ich sollte nie wieder aufhören? :-P

Zur Zeit mache ich auch ganz unregelmäßig regelmäßig Sport. Eigentlich gehen wir (ne Freundin und ich) jeden Dienstag schwimmen. Heute ist sie erkältet, also fiel es aus. Alleine hätte ich keine Lust gehabt. Mittwochs gehe ich mit einem Arbeitskollegen zum Piloxing. Das musste schon einmal ausfallen, weil wir noch auf Arbeit waren (Überstunden). Aber sonst gehen wir fleißig hin - ehrlich! Da wir am Wochenende zur Zeit immer Glück haben, lege ich das Laufengehen meistens auf Samstag oder Sonntag. (Leider auch nur noch einmal die Woche). Aber: Who cares? Es läuft ja trotzdem irgendwie. Mit "irgendwie" meine ich, ich nehme weder zu noch ab, fühle mich aber wohl in meiner Haut. Seltsam.

Vielleicht liegt es ja an der Arbeit. Habe soviel im Kopf, dass ich gar keine Zeit habe, an so Sachen wie "Abnehmen" zu denken. Und da kommt mir wieder der gute Rat einer lieben Freundin in den Sinn:

Wenn du zuviel drüber nachdenkst, dann hast du schon verloren.

Stimmt in manchem Situationen echt mal :-) Geht es euch ähnlich? In der Arbeit denke ich zB manchmal soviel nach (was ich alles beachten muss), dass ich erst Recht Fehler mache. Dabei kann ich es ja eigentlich. Eigentlich. *lach*
Vielleicht ist das mit dem Abnehmen auch so. Ich hab mich schon öfter gefragt, warum manche Leute Cheatdays machen. Wenn man einfach versucht, auf seinen Körper zu hören ("einfach" hahaha), dann verlangt er schon ab und an nach Schokolade und Co.
Bei uns Mädels ja eh^^
Auch n gutes Thema: Bei mir klappte mit der Regel wieder total gut. Sie kommt pünktlich und ist nicht zu stark oder zu schwach. Mein Körper hat also derzeit keine Probleme, scheint es. Funktioniert alles. Wunderbar - was will ich eigentlich mehr??? :-P



Montag, 3. November 2014

Montagssport

Ich habe meinen Wecker extra 20 Minuten eher gestellt, um euch hier motivationstechnisch zu versorgen! Na, wenn das mal kein Einsatz ist.
Heute ist das Thema Sport. Ich habe das Gefühl, dass sich einige immer noch zum Sport zwingen müssen, und habe zurück gedacht, wie es bei mir damals war.
Ich hatte immer Phasen, wo ich ein halbes, dreiviertel Jahr gut motiviert gesportelt hatte, aber die kurze Phase kam immer, dass ich irgendwann von heut auf morgen keinen Bock mehr hatte. Die Übungen schienen so anstrengend, die Zeit irgendwie vergeudet. Man kann doch auch anstelle dessen lieber auf der Couch verbringen und... Ja, was macht man da? Rumgammeln? Ungesundes Essen in sich hineinstopfen? Vor dem TV vegetieren?
Bei mir kam erst die Wende, auch wenn ich immer mal  wieder krankheitsbedingt aussetzen musste (was mich dann runterzog und ich dezent den Sport ignorierte), als ich mich im Fitnessstudio angemeldet und Bodyjam für mich entdeckte, heute eine Sucht!
Damals war ich gaaanz selten (und auch nur im Frühling) laufen gewesen, habe Zuhause rumgetanzt, hatte mir sogar einen Ergometer gekauft, der auch gut von mir benutzt wurde. Krafttraining kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Ich wollte halt einfach abnehmen. Und im Nachhinein wird mir auch klar, warum es so durchwachsen lief, nicht nur wegen der immer wieder schlechten Ernährung.
Was ich damit sagen will ist, dass ich nur Empfehlen kann, sich eine Sportart zu suchen, die euch Spaß macht! Mit der ihr durchs Leben geht, die eurer ständiger Begleiter und Verkündigter im Kampf gegen die Kilos wird! Ich teste selbst immer wieder Sachen aus, momentan warte ich auf meinen Dance Hoop, und mal schauen wie ich mich anstelle. Wichtig ist, einfach am Ball zu bleiben.
Idealerweise wäre noch, dass man sich Verbündete und Gleichgesinnte sucht. Ich habe es schon einmal erwähnt, wenn der Partner nicht mitziehen möchte, einem sogar daran hindert, dass man gesünder isst und regelmäßig Sport treibt, sollte man sich wirklich ganz ehrlich überlegen, ob man es ändern will. Ich möchte wirklich hier keine Ehen brechen, nur ich habe es selbst bei anderen gesehen, dass der Partner schnell (neben Freunde) zum Feind werden kann! Wenn die Liebe so groß ist, dass man ihn nicht verlieren möchte, dann müsst ihr es (euch) einfach akzeptieren, dass ihr so ausseht wie ihr ausseht, und der erträumte Body eben nur ein Traum in diesem Leben bleibt, was ich jetzt auch nicht soo schlimm finde. Nur man sollte diesen krampfhaften Kampf aufgeben, der verursacht nur Stress!

Hinter mir liegt ein anstrengendes Wochenende, an dem ich von früh bis abends nur herum sitzen und Input aufnehmen musste (naja ich wollte es ja so!). Bewegungsmangel ist furchtbar für mich, dazu noch das üppige Kantinenessen.
Ich habe heute meinen Dvd-Abend abgesagt, weil ich einfach den Drang verspüre, nach der langen Arbeitsschicht noch zum Sport zu gehen. Ich weiß, dass es mir danach um so viel besser gehen wird (im Gegensatz zum Dvd-Abend, wo ich ja nur wieder herum sitze und mich schlecht fühle)! Ich stell den Sport wirklich nicht an erster Stelle, aber er hat bei mir einfach einen hohen Stellenwert in Laufe der Zeit bekommen!
Ich habe nicht nur Körperziele, die ich erreichen möchte, für mich ist Sport einfach eine Liebe geworden!
Also, was ist Sport für dich, und an welcher Stelle steht er in deinem Leben?


indulgy.com
doitnow.info

Samstag, 1. November 2014

Vegetarisch fit

Hallo ihr,

wenn ihr das hier lest, renne ich gerade gut gelaunt durch Barcelona, wahrscheinlich mit einem Eis in der Hand und in kurzen Klamotten. Leider hatte ich euch letzte Woche vergessen zu sagen, dass ich von Donnerstag bis Mittwoch in Spanien bin und deswegen eigentlich nicht bloggen kann, aber vor-bloggen und automatisch online stellen geht ja auch, also here it is.
Und heute will ich euch von Vegetariern erzählen. Ich lebe jetzt seit Anfang Juli vegetarisch und ich muss sagen, dass es am Anfang echt nicht leicht war: Alle aus meiner Familie essen gerne und oft Fleisch und da dann durchzubekommen, dass man das nicht mehr will, war besonders bei meinem Papa schwierig: Willst du nicht doch ein Stück? Stell dich doch nicht so an! Wir können ja deine Lieblings-Rouladen machen!
Fast so, als hätte ich irgendeine eklige Krankheit oder so, aber noch schlimmer waren die Pickel die ich am Anfang durch den Verzicht auf Fleisch bekommen hatte. Das war echt eklig. Aber langsam haben sich meine Eltern und sogar meine Oma ("Oh und das habe ich extra für dich gemacht, also das darf kein andere weg-essen" oder "Mist, was isst du denn dann beim Gänsebraten-essen?") geht das ganze richtig verständnisvoll an, was ich einfach toll finde! Und die Pickel sind auch weg, auch wenn ich manchmal trotzdem Zink-Mangel habe, aber dann einfach Haferflocken und Pekannüsse esse. 
Warum ich vegetarisch lebe, weiß ich eigentlich nicht: Ich habe das Gefühl, ich ernähre mich einerseits gesünder, andererseits hat es mir beim abnehmen geholfen, einfach, weil es die Auswahl an Gerichten schon minimiert, wenn man zum Beispiel essen geht und dazu kommt die vegetarischen Gerichte total gesund sind- und lecker! Um die Tiere geht es mir nicht als Hauptaspekt, natürlich weiß ich, dass die Zuchtbedingungen unter aller Sau sind, aber auch der CO2-Austoß in der Fleischindustrie ist bestialisch. Und wenn das alles zusammenkommt hat man so meinen Grund heraus.
Aber zurück zu den Gerichten: Eigentlich finde ich Fleischersatz eklig. Aber dann habe ich mal geräucherten Tofu probiert -angebraten mit Zwiebeln, Pilzen und Curry-: Es gibt kaum was besseres! Oder bei Lidl und Co. gibt es auch so eine Hackfleisch-Nachmache aus Soja, die auch super mit Spaghetti und Tomatensauce  schmeckt. Also ist man nicht unbedingt eingeschränkter, es gibt tolle Alternativen und sowieso leckere Rezepte, die vegetarisch sind. Fleisch vermissen tue ich eigentlich nicht, höchstens, wenn ich an meine geliebten Rouladen von Papa denke, aber sonst eigentlich nicht. Das ist eine Gewöhnungssache würde ich sagen, aber da ich vorher auch nicht so viel Fleisch gegessen habe, ist das eigentlich kein Ding. Auch wenn man Fleisch isst kann man ja mal locker vegetarische Wochen oder vielleicht auch Monate einlegen und man wird schon nicht sterben, wenn man aus Versehen mal Fleisch isst (beim Speck-Kartoffel-Salat war mir mal nicht klar, dass da Fleisch drin ist...).
Insgesamt will ich euch eigentlich nur mal ermutigen, es auszuprobieren: Und wenn das ganze Vegetarische, was zurzeit ja total beliebt ist, nichts für euch nicht, dann halt nicht. Aber irgendwie denke ich, dass sich meine Ess- und Lebensqualität schon gebessert hat. Vegan sein würde ich allerdings nicht so gerne, geschweige denn von raw leben, einfach weil ich den Sinn nicht sehe und ich da echt das Problem haben würde, dass mir manche Stoffe einfach fehlen. Aber das muss ja jeder selber entscheiden!

Bis zum nächsten Samstag, 
Maybritt