Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gute und schlechte Gewohnheiten

Guten Morgen (aka Guten Tag/Guten Abend - je nachdem, wie spät es bei euch gerade ist),

Von Maybritt habe ich Samstag einen  - wie ich finden - sehr schönen Post auf dem diesem Blog gelesen.Ich tippte nach dem Lesen auch sofort auf meiner Tastatur rum, um einen Kommentar zu hinterlassen, aber dann dachte ich 'hey, so viele Gedanken dazu,... mach doch nen eigenen Post dazu"

So, jetzt  - 3 Tage später - habe ich natürlich fast alle spontanen Einfälle wieder vergessen (nächstes Mal lege ich mir gleich irgendwo Notizen an *argh*)

Aber ich weiß noch, was mein Kernanliegen war/ist. Und zwar geht es um Gewohnheiten, Routinen und Just-Do-Its. Denn tatsächlich ist "Just-Do-It" überhaupt kein Problem für mich. Also, okay, um nicht zu übetreiben:
  • Ich juble nicht vor Freude, wenn der Wecker morgens um 5 klingelt, damit ich vor der Arbeit eine Runde drehen kann. Aber es geht.
  • Mit dem Fahrrad, statt mit der Bahn zu fahren: Alle Strecken unter 1h in der Stadt! Ohne groß drüber nachzudenken.
  • Verregnetes Wochenende. Auf der roten Ecke das Sofa, Serien-DVDs, Musik. VS. Die blaue Ecke mit Regenjacke und Laufschuhen. Die blaue wird (meistens) gewinnen. Aber es sind harte Kämpfe.
  • Nach einer Party, ich bin müde und k.o. - aber auch hier geht zumindest eine kleine Runde. Das ist definitiv eine der schwersten Runden, aber sie laufen.
  • Krafttraining: Wir sind keine guten Freunde.  Aber wir kommen hin und wieder miteinander aus. 1-2x die Woche ertragen wir uns.
Mein Problem ist es also nicht, "gute Angewohnheiten" in mein Leben zu integrieren. Es mag da vllt. Dinge geben, die ich iwann wieder fallen lassen (Stichwort: Plank-Challenge, da bin ich etwas unsystematisch geworden), aber im Großen und Ganzen kriege ich neue Sachen, die ich will/mir vornehme auch unter. Der jault der Innere Schweinehund und nur resigniert auf.

Mein Problem ist das Loswerden der "Bad Habits". Wie hieß es bei Laras letztem Motivation Monday so passend  "Training is easy - Eating clean is the hard part" - Ja! Für mich stimmt das. Früher half mir, die Gedanken "umzudrehen", um aus "schlechtem Karma" rauszufinden. Aus meinem Leitsatz "nur-wenn-ich-Sport-mache-darf-ich-essen" aus Magersuchtszeiten, wurde recht schnell ein "Nur-wenn-ich-esse-darf-ich-Sport-machen" und jetzt ist es ein "nur-wenn-ich-esse-kann-ich..."

Das hat irgendwir wunderbar funktioniert (naja, der Prozess dauert schließlich 3 Jahre, aber es HAT am Ende geklappt!) 

Jetzt habe ich "Iss-weniger-Mist" versucht. Aber mein Körper/Kopf kann iwie nicht mehr mit Verboten umgehen. Vermutlich, weil mein ganzes Leben zu diesen essgestörten Zeiten über selbstgemachte Regeln und VERBOTE(!) funktionierte. Also habe ich versucht, meine Sätze wieder positiv zu formulieren "Iss-gesund". Ergebnis: ich gebe mehr Geld für Lebensmittel aus und esse den gleichen Mist wie früher, nur mit Gemüsebeilage (jetzt im übertragenen Sinn). 

Das Ergebnis kann ich euch (indirekt Dank Lexa zeigen. Ich habe nämlich keine Waage, aber Lexa hat vor längerer Zeit einmal einen Post über "Gewichtskontrolle" geschrieben. Einer ihrer Tipps war, regelmäßig Fotos von sich zu machen. Tja, das habe ich dann mal gemacht....[und es bis jetzt nie jemanden erzählt]). 

Foto 1 ist vom 1.Juli. Ich mag es von meiner "Sammlung" am liebsten. Ende Mai kam ich aus den USA und war erst einmal genervt von meinem Äußeren, also habe ich mehr anders Sport gemacht, auf meine Ernährung geachtet und in der Arbeit war im Juni auch wenig los.
(BTW: Ich konzentriere mich bei meinen Fotos auf die Körpermitte: Durch das ganze Joggen, werde ich meine Beine kaum groß verändern können. Wäre ja auch dumm, dort Muskeln zu verlieren. Mein Po ist das auch nie eine echte Problemzone gewesen...)

Nicht perfekt. Aber ich war wieder zufrieden - vor allem, weil ich einen Fortschritt sah.
Dann im Juli bis Ende September: Laufen, Laufen, Laufen und Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Kraftraining habe ich dadurch schon etwas vernachlässigt. *hmpf* aber immer noch hinbekommen. Aber gesunde Ernährung war iwie auch nicht so ganz, dazu kamen viele Partys mit den üblichen Getränken, die sich auch gleich auf die Hüfte legen....

Wenn ich den Bauch GANZ DOLL anspanne, dann gehts sogar noch:
ja, ich bin MA-Arbeit schreibend zu Hause und kann in PJs rumlaufen. Und genau DESHALB bin ich Studentin.
Aber wenn ich mich einfach "normal" vorn Spiegel stelle, könnte ich mich schon wieder ärgern:

frontal von Vorne sieht mans gar nicht (!), aber aus diesem leicht gedrehten Winkel wird ganz klar: Der Teil unterhalb des Bauchnabels....*argh*  Das hier ist jetzt eine offizielle Kampfansage!!!!

Das Training ist nicht mein Problem... Und wie ich es schaffe, mich besser zu ernähren, das finde ich auch schon noch raus!

Kommentare:

  1. ehrlich? ich seh da jetzt gar keinen unterschied ^^ :D

    Ich find deinen Bauch wunderschön & wär froh, wenn meiner so ausschauen würde, dennoch weiß ich, dass man immer was zum Mäckeln hat. Solang du weißt woran es liegt & du bereit bist, dran zu arbeiten ist doch alles OK ;)

    Ich versuch übrigends auch grade, beim ersten Wecker-Klingeln aufzustehen & nicht auf Snoooooooze zu drücken... schwierige Sache :D

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  2. ich finde deinen bauch sooo schön!!! NEID!!!! :D

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  3. Cool, dass dir mein Post gefallen hat :D Das mit den Fotos habe ich mal ausprobiert, aber nach einer Zeit war ich so deprimiert, weil ich einfach nichts gesehen habe :D Also habe ich sie wieder gelöscht...
    Naja, auf jeden Fall ein schöner Post!

    Liebe Grüße

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  4. Vielen Dank euch 3en.
    @Maybritt: Ich habe bei jedem neuen Bild das Gefühl, dass sich nichts tut. Dann pack ichs in den richtigen Ordner und klick mich ruckwärts durch: Und dann muss ich immer festellen, dass sich doch -minimal- was tut: mal positiv, mal negativ.

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  5. www.bequemer-abnehmen.de/abnehmen-im-schlaf.html

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  6. Das ist in der Tat schwer, das mit der Ernährung.
    Ich kann dir da raten, immer wieder neue Lebensmittel (also gesunde ;) ) zu entdecken, wenn Zeit da ist, hübsch anzurichten (denn das Auge isst mit und sowas bleibt im Hirn hängen) und dir immer bewusst machen, wie schädlich, krank machend und manipulierend die Ungesunden Sachen sind (und aus Trotz vorbei gehen im Supermarkt).
    Und ja, positive Affirmationen verinnerlichen, man kann sein Unterbewusstsein sehr viel vormachen, sodass es das irgendwann glaubt. Ich bin da auch (immer noch) fleißig dran. Für ungesunde Sachen kann man auch immer gesunde Alternativen machen, zB Burger selbst machen, Nuss-Schokocreme, generell selbst backen... es muss ja nicht oft sein :)
    Liebe Grüße!

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