Samstag, 11. Oktober 2014

Oh, das war jetzt nicht geplant...

Hey ihr,

ich und die Waage. Eine zugegeben eher mühselige Beziehung, denn ich finde die Waage relativ bescheiden: Man wiegt immer was anderes, abhängig davon, was man am Tag zuvor gegessen hat, also sagt das Ergebnis eigentlich nie wirklich was aus - finde ich zumindest.
Umso mehr habe ich mich erschrocken, als ich mich letztens mal wieder auf das Ding rauf gestellt habe, einfach, weil mir abends vor dem Duschen langweilig war. Und dann habe ich gesehen das da 60,5 stand. 
Bitte was?
Vor zwei Monaten vor den Sommerferien hatte ich noch geschlagene drei-vier Kilos mehr auf den Rippen. Ungefähr 63,9, das war so der letzte Stand im Mai oder so. Und mein Ziel war es immer so um die 60 kg zu kommen... dazu kommt, dass ich in den letzten Monaten nicht so auf Gewichtsreduktion geachtet hatte, sondern eher auf Sport und weniger/vegetarisch essen.

Und jetzt die Frage: ist das gesund? Nachdem ich mich gewogen hatte, habe ich angefangen zu beobachten, wie viel und was ich am Tag esse und um ehrlich zu sein ist mir aufgefallen, dass ich vergessen hatte, auf meine Ernährung zu achten: Morgens vor der Schule Naturjoghurt mit Banane und Müsli, dann erst um 16:30 Uhr eine Portion vegetarisches Mittagessen und abends nur einen Apfel. Das ist so der Durchschnitt - manchmal halt ein paar Süßigkeiten, aber nie solche Ess-Anfällle wie früher. Und ich denke einfach mal, dass wenn zu dieser Ernährung noch um die sechs Mal Sport in der Woche hinzukommt die Zahl da oben kein Wunder ist.

Andere Frage: woher kommt das? Ich würde ja ganz stark zu Stress und Priorität von anderen Sachen tendieren: Die Schule mit den Klausuren fängt wieder an, ständig melden, Hausaufgaben, acht Stunden, freiwillige Referate (ich könnte mich dafür selber töten) und dazu noch... wie soll ich sagen... soziale Konflikte, die mich bis in meine Träume verfolgen... (ganz dramatische Sache). Dazu kommt, dass ich so wie ich jetzt aussehe, gerne bleiben will und nicht wieder 63 kg wiegen, aber irgendwie finde ich den Weg dahin bedenklich... es war ja eher ein unbestimmtes Hungern als Abnehmen.
In nächster Zeit will ich auf jeden Fall wieder mehr auf meinen Körper achten. Und das muss ja nicht heißen, dass ich zu meiner Weihnachte-Figur übergehen muss, sondern ein gesundes Mittelmaß finde.
Es gibt schließlich wichtigere Dinge als Schule und soziale Kontakte.

Bis zum nächsten Samstag,
Maybritt

Kommentare:

  1. Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen...aber ja, es ist zu wenig, und ja, der Weg ist sehr bedenklich. Und ich bin mir sicher, dass du es bald wieder zurück bekomm wirst von deinen Körper...spätestens im Winter...wahrscheinlich zur Weihnachtszeit, wenn überall alles lockt. Momentan scheinst du wirklich noch resigniert sein Ablauf zu haben, Aber sobald sich der Stress zb einstellt (Stress kann durchaus ein Hungerzügler sein) oder du einen anderen Tagesrythmus hast, wird's sich das körperlich bemerkbar machen.
    Bei mir war es ähnlich damals, das ging fast n 3/4 Jahr so und dann kams faustdick zurück, und ich konnte es nicht aufhalten. :/
    Ich wünsche es dir natürlich nicht! Aber ich würde anfangen, einfach mal (nach und nach) etwas mehr zu essen...auch wenns nur ne Banane oder ne Möhre zwischendurch ist.
    LG

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  2. Hallo Maybritt,
    ich will gar nicht lange drum herum reden: Meine ES fing damals (um 2007) genau so an.
    Mit dem Unterschied, dass ich nach dem "unbestimmten Hungern" wegen sozialem Stress keine Panik bekommen habe (war nur sehr überrascht), sondern stattdessen dachte "geil, einfach so weiter machen.... 4-5kilo noch schnell runter. Und dann wieder auf normalmodus zurück." - Nur leider ging Normalmodus danach nicht mehr, weil ich komplett die Relation zu "normal" verlernt hatte.

    ich finds gut, dass du reflektierst, dass deine momentane ernährung nicht gerade das gelbe vom ei ist. Das ist doch schon mal gut!
    Mir spukt gerade das Zitat durch den Kopf "Wenn man sein Gewicht halten will, muss man manchmal auch was essen, obwohl man keinen Hunger hat".

    ich wollte dir keine Angst machen oder so. Eine Freundin von mir nimmt auch immer 5-8kg ab, wenn sie stress hat. damit ist sie dann im unteren Bereich des Normalgewichts. Hört der Stress auf, ist sie auch fast sofort wieder "normal-normal".
    (Mit Normal meine ich hier das, was als Normaler BMI gesehen wird).
    Und mit 60kg bist du ja auch nicht im kritischen Bereich - pass einfach nur etwas auf dich auf!

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    1. Ich denke auch, dass das schon mal ein gutes Zeichen ist, aber essen, ohne Hunger zu haben - keine Ahnung, ich bin was anderes halt gewohnt :)

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  3. Ob du zu wenig isst, kann ich schlecht beurteilen. Das wirst du wohl am Besten wissen, aber generell hört sich das eher bedenklich an. Erinnert mich irgendwie an meinen Tag und ich weiß, dass das alles nicht so einfach ist. Manchmal isst man viel zu wenig, dann wieder viel zu viel. Und irgendwann bekommen wir die Quittung dafür. Solltest du also eine Lösung für dein Problem gefunden haben, lass es mich wissen. Ich hätte auch gerne eine.

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    1. Ja, das denke ich nämlich auch: Im Winter bin ich immer in so einer "Der Sommer ist noch weit weg, also her mit der Schokolade"-Stimmung, also werde ich das Verlorene wahrscheinlich bald wieder drauf haben. Mal sehen...

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