Montag, 3. Juni 2013

Was können wir noch essen?

Eine Frage, die man sich nach den ganzen Lebensmittelskandalen wahrscheinlich sowieso stellt, die man sich aber gerade stellt, wenn man abnehmen möchte. Oder geht das nur mir so?
Sobald man anfängt sich mit der eigenen Ernährung auseinander zu setzen fällt einem wahrscheinlich auf, dass nichts sicher ist. Also mir geht es so. Die einen schwören auf vegane/vegetarische Ernährung um abzunehmen. "Außerdem geht es einem dann ja sowieso viel besser." Die anderen sagen: "Solange du wenig Kohlenhydrate isst ist es ansonsten egal, was du zu dir nimmst." Dann gibt es noch low fat. Oder dies oder das. Ganz schön verwirrend... und wer hat jetzt recht?
Keiner und alle.
Jeder Körper reagiert anders, für jeden ist etwas anderes effektiv.
Wie ich die ganze Sache für mich selber sehe, habe ich ja schon mehr oder weniger in diesem Post hier Die Entfremdung vom Essen und hier LCHF? beantwortet. Kurz gesagt: Ich verzichte auf nichts, versuche aber alles nur in Maßen zu essen und "gesunde" "ungesunden" Lebensmitteln vorzuziehen.

Das wirft natürlich wieder die Frage auf: Was ist gesund, was ist ungesund?

Womit ich zum Titel dieses Posts komme. Diesem Buch hier. Über das bin ich am Wochenende auf der Suche nach einem neuen Kochbuch gestolpert.
 (Off-Topic: Findet ihr es nicht auch irgendwie gruselig, dass die Diät-Bücher mit bei den Kochbüchern eingeordnet sind? Es ist nicht mehr "erlaubt" einfach irgendwas zu genießen, man wird immer damit konfrontiert, dass man nicht "perfekt" ist...)
Es ist von dem gleichem Autor, von dem auch mein "Ran an den Bauch Buch" ist, nach dem ich mich essenstechnisch derzeit richte.
Das erfreuliche: Es sind seiner Meinung nach immer noch die gleichen Lebensmittel "gut" oder "schlecht", die es auch schon in dem Buch von 2008 waren. Das hat mich insofern beruhigt, dass anscheinend nicht alles widerlegt wurde, was er 2008 noch für richtig hielt. Angesprochen hat mich hier sehr das Inhaltsverzeichnis:

Und der erste Satz: 
"Die Verantwortung für eine gesunde Ernährung liegt bei uns selbst!"
Natürlich muss er nicht recht haben, wenn er sagt, dass Ausgewogenheit wichtig ist. Aber es trifft halt sehr gut meine eigene Einstellung zum Essen. Und es ist/war irgendwie beruhigend die eigene Einstellung zwischen zwei Buchdeckeln wiederzufinden.
Außerdem fand ich es sehr informativ, da aufgeschlüsselt wird, welche Lebensmittel eigentlich welche Prozesse im Körper in Gang setzen.
Das Fertiggerichte nicht gesund sind, wusste ich zwar schon vorher, aber jetzt weiß ich besser, warum eigentlich.
Was mich allerdings ein bisschen erstaunt hat nach dem Lesen. Ich denke ich werde jetzt verstärkt Bio-Lebensmittel kaufen. Dabei war ich nie ein Freund von Bio, weil ich dem eigentlich nicht so traue und ich finde, dass man sich nicht sicher sein kann, dass Bio drin ist, wo Bio drauf steht. Diese Meinung habe ich zwar immer noch, aber jetzt habe ich auch die "Erkenntnis", dass es eigentlich nur eine faule Ausrede ist keine Bio-Lebensmittel zu kaufen. Vertrauen gehört nun mal dazu. Und wenn man sich damit auseinandersetzt, was man isst, kommt man nicht dran vorbei etwas "besser" machen zu wollen. Und Bio ist besser. Für die Umwelt, für die Tiere und dementsprechend auch für die Verbraucher.

Was genau ich euch jetzt mit diesem Post sagen wollte weiß ich ehrlich gesagt selber noch nicht so richtig. Ich bin noch dabei die ganzen Informationen zu verarbeiten und zu überlegen, was davon sich wie umsetzen lässt. Beziehungsweise, was davon ich eigentlich umsetzen will. 
Ich glaube ich wollte euch nur erzählen, dass ich meine "ideale" Ernährungsweise wieder ein Stückchen weiter eingegrenzt habe und trotzdem noch auf nichts verzichten werde. (Außer weitestgehend auf Fertiggerichte, aber das ist für mich in dem Sinne kein Verzicht, da ich das ja auch alles frisch kochen kann.)

Wie haltet ihr das? Gibt es Lebensmittel, die ihr euch verbietet? Versucht ihr Bio zu kaufen? Oder glaubt ihr, dass im Endeffekt sowieso überall das Gleiche drin ist und kauft möglichst günstig?


Kommentare:

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  2. Ich gebe dir Recht. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet. Manche kommen super damit klar, vergan zu leben und fühlen sich fit und gesund. Ich persönlich finde das total schräg und mag zwar gerne das ein oder andere Gericht, aber würde niemals komplett auf Milchprodukte oder Eier verzichten können.

    Ich probiere grad wieder die Schlank im Schlaf Methode, weil ich so auf keine Lebensmittel komplett verzichten muss, sondern nur auf bestimmte Regeln bzw. Uhrzeiten achten ;-) Ist keine Methode, die ich mein Leben lang durchziehen möchte, aber ich habe bei mir gemerkt, dass es mir eigentlich besser geht wenn ich mich daran halte.

    Bioprodukte kaufe ich dann lieber, wenn ich den Unterschied sehe. Beispiel heute: Biogurke. Die andere sah schwabblig aus. Die Biogurke frisch und knackig. Bei Eiern geb ich gerne 1 Euro mehr aus, weil ich den Unterschied schmecke. Kaufe da aber auch nur eine ganz bestimmte Sorte, von der ich glaube(n will), dass die mich nicht anlügen und es wirklich Bioeier sind.

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  3. Hmm...Also mir ist es wichtig, dass ein Großteil meiner Lebensmittel -Gemüse bis Tomatenmark- Bio ist. Dies tue ich aber auch nur, damit ich mich besser fühle. Ich kenne aber auch keine Studenten, die "soviel" Geld für Lebensmittel ausgeben. ;) Aber ich koche eben auch gerne und da geht so etwas Hand in Hand. :) Auch verzichte ich gerade auf Fleisch und schaue mal, wie es mir damit so geht. :)

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  4. Schön, dein erster Eintrag :)

    Für mich ist BIO ein Marketing-Gag. Ich achte drauf (wenn ich die Auswahl habe), dass die Produkte aus Österreich kommen. Wenn BIO um ein vielfaches teurer ist als die normalen, greife ich zu den normalen Sachen. Ist leider so.

    Kräuter"garten" anlegen steht übrigens ganze oben auf meiner Liste diesen Sommer :) Hoffentlich hört es dann wieder mal zu regnen auf...

    LG

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