Montag, 10. November 2014

Montagstief

Hallo ihr Lieben!

Ich habe momentan ein richtig böses Zeitproblem. Wie gestern bei mir schon geschrieben, ist der Tag einfach zu kurz. Ich komme meist erst nach Mitternacht zum schlafen, oder liege ewig wach. Schon damals in meiner Schulzeit bin ich erst 10 Minuten bevor der Schulbus kam, aufgestanden, weil mir mein Schlaf heilig war (was meiner Mutter immer richtig zum Toben gebracht hat). Ich habe einfach so viel um die Ohren, meist beantworte ich abends noch Mails, recherchiere für was weiß ich, oder komme vom Sport erst spät Heim. So viele neue Dinge stecken in mir und wollen umgesetzt werden, sodass ich nachts einfach nicht abschalten kann. Das Spielchen 'Was wäre, wenn...' kennt wohl jeder.
Ich finde einfach nicht meine Mitte, bin meist in der Zukunft, als in der Gegenwart und somit rennt die Zeit einfach nur an mich vorbei. 10.11.2014? Habe ich nicht erst gerade darüber geklagt, dass Oktober ist?
Mir fehlt die Ruhe, als würde mir ein Teil fehlen. Durch den Schlafmangel sehe ich nicht nur wie ein wandelnder Zombie aus, ich fühle mich auch so. Ich hasse diese Müdigkeitskälte, wenn sich in einem alles zusammenzieht und man das Bedürfnis hat, sich ganz weit weg beamen zu wollen.
Mein Essverhalten war am Wochenende schlimm, und auch nicht optimal unter der Woche.
Um es kurz zu machen, es muss sich ganz schnell ganz viel ändern, sonst werde ich noch wahnsinnig.
Ich habe mir auch gestern mal etwas Zeit genommen und habe überlegt, wie ich das alles in den Griff bekommen könnte.
1. Prioritäten verschieben und anders setzen. Ich muss gnadenlos etwas (aus meinem Kopf) streichen, oder auf später verschieben. Wohnungsverschönerungspläne sind aufs neue Jahr verschoben, meine Facebookfreunde werden nichts mehr in den nächsten 2,3 Wochen von mir hören (lediglich um meine Clean Eating Gruppe werd ich mich kümmern, wenn auch nur grob), und wenn mir abends doch wieder das selbe durch den Kopf geht, schreibe ich es auf und leg den Zettel beiseite.
2. Entspannung muss das A und O werden! Deswegen heißt es für mich ab 22Uhr Laptop aus, Handy weg, Entspannung an.
3. Natürlich wieder besser Essen. Habe seit anderthalb Wochen mein Esstagebuch vernachlässigt, und ich muss sagen, es fehlt mir. Ich mag einfach gerne wissen, wann ich wie liege und wo ich stehe, nur das sagt mir, dass alles okay ist. Es ist einfach ein sicheres Gefühl, weder zu viel noch zu wenig zu essen. Und ich sollte nicht immer das selbe auf Arbeit essen, kein Wunder dass ich dann auf anderen Essenswegen komme.
Das sollte erst einmal reichen. Zumindest für den Anfang.
Da ich gerade an meinem Blogdesign arbeite und ich ein Gewinnspiel plane (6 Monate durchgehend geposte meinerseits), möchte ich mir auch die Zeit dafür nehmen, auch wenn ich schreibtechnisch gerade etwas zurücktreten muss. Sobald dieser Wandel meiner Arbeitssituation vorüber ist, wird sich eh alles (hoffentlich) wieder von selbst beruhigen.
Tipps zum abschalten meiner Gedanken nehme ich übrigens gerne entgegen.


Liebe Grüße,

Frl. Zyx

Kommentare:

  1. 1. klare zeiten für feste strukturen, das passt!
    2. mein bio lehrer in der oberstufe hat mal gesagt, wer hier herkommt mit der erwartung alles kann so weiterlaufen wie bisher, der wird schwer enttäuscht werden. haben sie ein hobby, prima, aber belassen sie es bei dem einen, mehr als ein hobby werden sie nicht pflegen können. ohne den anderen weg zu kennen, bin ich sehr froh, diesem rat gefolgt zu sein. klar isses hart von 3,4 hobbys auf 1 zu reduziern, aber diese priorität hat substanz.
    3. erinnert mich - warum au immer - an das badewannen-spiel "ich sehe was, was du nicht siehst..", das mir in deinem kontext optimaler erscheint ;)

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    1. Ich habe mich mittlerweile auf zwei hobbies beschränkt wobei ich dem einen oder anderen dich hinter her trauere. Zur Zeit ist es zwar stressig aber diese beiden hobbies sind es mir wert

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  2. Ha, erwischt! Montagstief *höhö*
    - ich habs ja gleich gesagt: Montage sind doof!

    Nein, Spaß beiseite. Ich will nicht so fies sein. Ich kenne das (von früher) von mir und auch (aktuell) von guten Freunden: Das Problem ist der Kopf, bzw. diese Gedanken darin. Wenn du einen Weg findest, dieses blöde ständige Grübeln abzustellen, dann erledigt sich alles andere von selbst: du siehts klarer, kannst dich demnach besser fokussieren und die Prioritäten leichter setzen.

    ja, ich weiß, das klingt so einfach. Und es ist hamma schwer. ich habe - achtung, unpopulärer Weg - angefangen, meine Gedanken, die mich um halbe Tage und ganze Nächte gebracht haben, bei Gott abzuladen.

    Seitdem geht es auch (mal mehr, mal weniger gut) einen Job, die Masterarbeit, Freunde, Marathontraing, ein Ehrenamt und eben die Kirchen-Sache unter einen Hut zu kriegen. Ich verschiebe nur alle paar Wochen den Prioritätenregler radikal zwischen Job und Masterarbeit hin und her (sind am zeitaufwendigsten). Der Rest passt sich von selbst an.

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  3. Feste Strukturen...haha. Ja das sind so Dinge, die ich nicht auf die Rehe kriege. ;) Zumindest nicht gänzlich...
    Und nur ein Hobby...hm welches soll ich denn zuerst streichen? Das Schreiben? Das hin und wieder Zeichnen? Den Sport? Das Kochen? Das Lesen? Das Bloggen? Meine Freunde? Das DVDgucken? Hm nee, das wird wohl nichts...das sind alles Dinge, die ich leidenschaftlich gerne machen, und zu meinem Leben dazu gehören, die mich ausmachen.

    Nee Emka, ich mag den Montag nach wie vor. ;)
    Ich bin halt ein sehr emotionaler Mensch, wenn ich mich freue, freue ich mich riesig, wenn ich stress hab, geht es mir arg an den Nieren. Wenn ich nicht das machen kann, was ich gerne mache (und ich eben zum leben brauche), gehe ich ein. Wie eben die Blume, die nicht nur Wasser, sondern auch Licht und Sonne benötigt.
    Ich steigere mich immer so rein, egal ob positiv oder negativ.
    Ich denke wie jeder das regelt, ist ja fast egal, anders mache ich das ja bei meinen Mediationen auch nicht, nur komm ich eben nicht erst dazu...
    Wenigstens kann ich heute und morgen ausschlafen, das bringt schon viel.
    Liebe Grüße..

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  4. Ich frage mich wirklich, wer den Montag erfunden hat... ich meine, jeder hasst ihn, jeder ist froh wenn er zu Ende ist. Und doch kommt er immer wieder und einfach immer ists s mein persönliches Wochentief! Eigentlich total zum los-heulen, weil an dem Tag weder Ernährung noch Sport richtig gut läuft- ein weltweites Phänomen, denn selbst meine Freundinnen haben das gleiche Problem mit dem Tag. Man sollte ihn streichen, finde ich und einfach einen Wochenende-Tag draus machen.
    Liebe Grüße

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    1. Allrs eine Frage der Einstellung. ;)
      Wer eben schon vornherein den Montag anklagt, bei dem wirds auch immer so bleiben.
      Dieses Miesmachen wurde einfach zu sehr aufgepuscht, naja und Massendenken richtet halt Großes an..
      Liebe Grüße

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