Sonntag, 29. Juni 2014

Die drei Wiegetypen ...welcher will ich sein?

Ob und wie oft man auf die Waage steigen möchte bleibt einem ja bekanntlich selbst überlassen. Bei diesem Thema scheiden sich auch deutlich die Geister, angefangen bei denen, die sich täglich auf die Waage stellen, um die Zahl vor Augen zu haben.
Dann gibt es die, die sich einmal in der Woche wiegen, damit sie sich nicht zu sehr unter Druck setzen.
Und dann gibt es jene, die die Waage vollkommen verurteilen und sich strikt dagegen wehren, sich auf eine Zahl reduzieren zu lassen und lieber ihr Gefühl entscheiden lassen.

Ich habe schon zu den beiden ersten Typen gehört:
Am Anfang habe ich mich konsequent immer jeden Mittwoch morgen auf die Waage gestellt. Nicht mehr und nicht weniger, denn so konnte ich vor einer Zunahme nicht die Augen verschließen und musste mich immer mit meinen Rückschlägen konfrontieren, auch wenn ich die Waage gerne gemieden hätte. Außerdem finde ich es immer noch schöner, nach einer Woche eine 700g Abnahme zu sehen als sieben Mal 100g in einer Woche. 700g hört sich schon irgendwie mehr an.

Irgendwie bekam ich dann aber öfter mal das Problem, dass ich die ersten beiden Tage nach dem Wiegen zwar motiviert war, aber am Ende der Woche mich immer mehr schleifen lassen, sodass ich mich mehrmals in der Woche auf der Waage stand und immer wieder die Zahl sah, die ich kleiner machen wollte.
Ganz klar: So konfrontiere ich mich immer wieder mit meinem Gewicht, aber wenn genau am offiziellen Wiegetag das Gewicht am höchsten ist, ist das mehr als ärgerlich und einfach nur schade. Außerdem demotiviert es umso mehr wenn man zwar weiß, dass man sich Mühe gegeben hat und trotzdem die Kilos nicht schmelzen (wobei ich ja auch schon mit Gramm zufrieden wäre).

Nun überlege ich aber doch ganz ernsthaft, ob ich es nicht ausprobieren möchte, mich für längere Zeit gar nicht mehr zu wiegen.
Eigentlich habe ich mir vorgenommen, mich für den Rest meines Lebens wöchentlich auf die Waage zu stellen, um vor eventuellen Gewichtszunahmen nicht die Augen verschließen zu können, sondern frühzeitig die Notbremse ziehen müssen. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Allerdings bin ich gerade in letzter Zeit so demotiviert von der Zahl auf der Waage, dass ich überlege einfach mal auf mein Gefühl zu hören und mich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Einfach Waage mal Waage sein lassen und versuchen trotzdem gesund zu essen und Sport zu machen. Viel kann ja nicht passieren, oder?
Hoffen, dass die Hosen weiter werden und sich nicht für jedes Gramm verkrampfen. Entspannt nimmt man bestimmt eh besser ab.
Andererseits nimmt mir das jeglichen Druck und jede mögliche Kontrolle. Außerdem ist ja nicht nur das Wohlbefinden entscheidend, sondern auch Kilozahl. Ansonsten würden Ärzte nie auf dem BMI schauen.
Für mich gehört zum Abnehmen halt eine Waage dazu. Und genau das mache ich gerade. Mein Wohlbefinden ist eher zweitrangig, weil ich immer noch im übergewichtigen Bereich bin.
Sobald ich mich nur auf mein Körpergefühl konzentrieren "darf" (heißt, wenn ich normalgewichtig bin), wird mir die Zahl auf der Waage auch egal sein, solange ich nicht wieder übergewichtig werde.
Trotzdem ist die Waage gerade mehr demotivierend als alles andere. Die Zahl bewegt sich nicht und wenn sie es doch tut, dann nur nach oben.

Was meint ihr?
Was seid ihr für ein Wiegetyp und warum?

Kommentare:

  1. Also für mich kommt nicht wiegen nicht in Frage. ICh brauche das morgens ganz dringend. Zum einen bin ich super neugierig und zum anderen muss ich sagen, ich brauch die Kontrolle, weil ich sonst nachlässig werde...
    Manchmal nervt es mich und manchmal freu ich mich auf den nächsten Morgen.

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  2. Mein Gefühl ist da nicht zuverlässig. Wiege ich mich nicht, halte ich garantiert maximal mein Gewicht. Wenn ich nicht langsam zunehme.
    Ich wiege mich täglich, einfach weil ich nicht möchte,dass eine Schwankung, genau am Wiegetag, ein völlig flasches Ergebnis liefert und mich fertig macht. Wobei ich Zunahmeneig recht gelassen sehe. Meistens kenne ich den Grund oder es ist so wenig, dass ich damit auch umgehen kann.

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  3. ich habe seit 5 Jahren auf keiner Wage mehr gestanden.
    Was aber auch mit meiner Magersucht zu tun hatte - damals war die Waage einfach einer meiner Mittelpunkte im Leben. Mit meinem Umzug nach Hamburg habe ich einfach gleich auf eine Waage zu Hause verzichtet.
    Ich versuche seitdem wirklich auf meinen Körper zu hören und mich nicht von Zahlen unter Druck setzen lassen. Ich mache viel Sport und achte auch mehr oder weniger auf meine Ernährung... hoffe einfach, das passt alles iwie...

    Ich will nicht sagen, dass das einfach ist. Aber...ich weiß auch nicht, was passiert, wenn ich mal wieder auf eine Waage müsste. Ich habe mittlerweile Panik davor. (weil ich nicht weiß, ob in meinem Kopf dann irgendeine Explosion gezündet wird, die mich schnurstracks wieder zum Anfang schleudert)

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