Donnerstag, 14. August 2014

Abnehmen beginnt im Kopf

Hallo ihr Lieben,
kennt ihr das auch?

Nach einem langen Lauf komme ich fix und fertig zu Hause an. Natürlich muss ich erstmal was trinken, während ich die großen Muskelgruppen dehne. Meistens trinke ich dann ein alkoholfreies Bier, eine Fassbrause, einen Regenerations-Drink oder ein Iso um ein bisschen runter zu kommen. Schließlich muss man DAS ja nach dem Laufen nicht zu der Kalorienbilanz zählen, oder?

Unter der Dusche merke ich dann, dass mein Magen ganz schön knurrt und ich mega Hunger habe. Also verbringe ich die nächsten 15min. damit, mir Gedanken zu machen, was ich denn Essen könnte. Schließlich habe ich mir nach so einem langen Lauf ja auch gut und gerne eine Portion Pasta verdient, oder?

Ein trainingsfreier Tag. Ich liege auf der Couch, Laptop auf dem Bauch und surfe quer durchs Netz. Wenn es jetzt draußen noch regnet ist es fast ein perfekter Nachmittag. Jetzt fehlt mir nur noch was zum Schnackeln. Am besten Schoki, Weingummi, Studentenfutter, Chips und am besten alles Zusammen. Schließlich macht Essen ja Glücklich, oder?

Endlich im Urlaub! Zwei Wochen lang die Beine hochlegen, die gemeinsame Zeit genießen, die Seele baumeln lassen und es uns richtig gut gehen lassen. Abends am Buffet sieht alles so unglaublich lecker aus (und ist es auch) dass ich natürlich viel zu viel esse, aber im Urlaub gehört das doch dazu, oder?

Einige, sehr stressige Wochen im Job liegen hinter uns und wir haben unser Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen. Schon während des Projekts war mein Projekt "Gesund Leben" zweitrangig, schließlich hatte ich ja keine Zeit mich gesund zu Ernähren, oder?

Zur Feier des Tages gehen wir also mit den Kollegen zum Italiener. Die Firma zahlt und ich esse nach der Vorspeise natürlich eine dicke Portion Pasta und Tiramisu zum nachtisch. Das haben wir uns schließlich verdient, oder?

Meine Antwort: ein ganz klares NEIN!

Ich muss endlich damit aufhören, mich mit Essen zu belohnen, zu beruhigen oder sonst irgendeine emotionale Bindung mit meiner Nahrung aufzubauen! Ich bin der festen Überzeugung, dass mir die gesunde Ernährung leichter fällt, wenn Lebensmittel keine emotionale Rettung mehr für mich bedeuten. Ich habe diese Woche hier ein Interview gelesen. Der Autor von "Abnehmen ist leichter als Zunehmen", Andreas Winter bringt dieses Thema genau auf den Punkt:
Iss niemals, um Stress loszuwerden oder um dich wohlzufühlen, sondern iss erst, wenn es dir wieder gut geht. Wer sein Essen entmachtet, nimmt ab.
Ich konnte nicht anders, als das Buch direkt zu bestellen und jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen :)
Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber Einsicht ist ja die erste Stufe der Besserung.
Ich liebe gutes Essen und ich esse auch wirklich gerne. Dabei ist es bei mir meistens sogar zweitrangig ob es gesund oder ungesund, vegetarisch, vegan nach Paleo oder sonst irgend etwas ist. Wenn ich es mag, genieße ich es.
Diese Woche habe ich mir wieder ein paar Vorsätze einfallen lassen, die mir dabei helfen sollen das Essen zu entmachten:

  • Ich höre auf zu Essen, wenn ich satt bin und esse nicht einfach weiter weil noch was da ist/es lecker ist
  • Ich streiche Gedanken wie "Das hab ich mir jetzt aber verdient" aus meinem Kopf
  • Ich überlege bei jedem Snack, ob ich Hunger oder Appetit habe
  • Wenn ich nur Appetit habe, esse ich höchstens die kleinstmögliche Menge (also nur ein Stück Schoki und nicht die Tafel...)
  • Ich plane meine Tage wieder so, dass ich immer weiß, was ich am nächsten Tag Essen werde
Diese Punkte sollen mir helfen, wieder wie ein Kind zu Essen. Denn Kinder essen nur dann, wenn sie einen körperlichen Impuls spüren (Hunger). Die Punkte schließen ja auch das sog. "Cheaten" nicht aus. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass am Samstag eine Feier mit viel gutem Essen ansteht, kann es ja nicht schaden wenn ich mich Freitag und Samstag-Vormittag etwas zurück halte um am Abend das Essen genießen zu können. Der Grad zwischen einfach genießen und sich etwas gönnen ist wirklich sehr sehr schmal, aber ich bin wirklich überzeugt, dass das mein ausschlaggebendes Problem ist!

Geht es euch ähnlich?

Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele! Ich hab auch zurzeit so eine "gönn mir"-Phase, die schnell Enden muss :D
    Hoffen wir mal das beste
    Liebe Grüße
    Maybritt

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  2. Nach dem Sport sollte man sich auf jeden Fall etwas "gönnen" allerdings auf jeden Fall was gesundes ;) Zu den anderen da hast du Recht und da ist das Buch sicher auch hilfreich. Ich habe vor Kurzem das Hörbuch gehört. Da ist sehr viel Wahres drin und auch hilfreiches, weil man auf Teil 2 quasi eine eigene Therapie Session hat.

    Aber der Herr erzählt auch einiges schwachsinniges wie z.B. Übergewicht ist absolut nicht gesundheitsschädlich und steht in keinem Zusammenhang mit Diabetes oder sowas. Kurz danach sagt er, er kenne sich mit Nährstoffen nicht aus und wisse nicht was der Körper brauche... irgendwie.. hm...
    aber der psychologische Teil ist sehr gut! =)

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  3. Sehr schöner Post. & toller Blog. Mag ihn sehr gerne :)<3
    Schau doch mal bei mir vorbei, es läuft momentan ein Gewinnspiel wo jeder mit machen kann. Zu Gewinnen gibt es einen To Die For Bikini
    http://thekathieblossom.blogspot.de/2014/08/to-die-for-giveway.html

    LG Kathie
    thekathieblossom.blogspot.com

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  4. Hey. ich wünsch dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Vllt. solltest du dir einen "Ersatz" für das "emotional besetzte Essen" suchen. Ich kenn das auch: Situation perfekter Nachmittag auf der Couch, und das Verlangen nach Schoki. - da kann ich mir auch 10x sagen, dass ein Stück reicht... meine Gedanken sind dann bei Schoki. Punkt aus Ende.
    Meine Mama putzt sich dann immer die Zähne. Keine Ahung, warum ihr das hilft. Ich gehe an die frische Luft, oder mache sehr laut Musik an. Wenns alles nicht hilft, greif ich zur Bibel (nur wenn ich da erst mal mit angefangen habe, lege ich die so schnell nicht wieder weg.).

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  5. Das Essen zum belohnen oder aufheitern da ist, ist bei mir einfach nicht abzulegen.
    Aber es wurde mir auch seit Kindertagen so vor gelebt. Immer wenn es mir oder meiner Schwester nicht gut ging wurde was besonderes gekocht, weil man ist ja krank oder hat Stress. Ich könnte hier wohl unzählige Situationen aufzählen.
    Und auch heute macht es meine Mutter noch ab und zu, ich hoffe ich mach das später bei meinen Kinder nicht so.

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