Freitag, 13. September 2013

If you're sick of starting over STOP QUITTING.

Wir wissen alle wie es funktioniert. Gesunde Ernährung und viel Bewegung. Klingt so simpel, dabei ist es schwer für mich aus meinem Trott rauszukommen, zu erkennen wie ekelhaft Fast Food eigentlich ist und mir zu merken, wie gut es mir geht, wenn ich mich gesund ernähre und viel Bewegung (draußen) mache. Aber warum?
 
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Während der Schulzeit hat man eine gewisse Anzahl unter der Woche wo man zum Sport geht. Es nervt, aber man bewegt sich. Zuhause bekommt man Essen vorgesetzt, das wir von kleinauf gewohnt sind und unser Körper gut verarbeitet. Doch irgendwann kommt der Knick. Bei mir war es das Ende des Schuljahres und der Anfang meines AuPair-Jahres. Zum ersten Mal selbst verantwortlich fürs Einkaufen, Kochen und für seinen eigenen Körper. Ich bereue es oft, dass ich meiner Mutter nicht öfters beim Kochen geholfen habe. Hätte ich ihr öfters über die Schulter geschaut, könnte ich jetzt wahrscheinlich Pfannkuchen ohne Rezept machen^^
 
Aber ich schweife ab. Ich habe es nie gelernt, frische Zutaten (wann ist eine Avocado wirklich reif?) zu erkennen und diese auch richtig zu verwerten. Ich muss es mir aneignen. Manchmal macht es Spaß, manchmal weniger. Gemüse schnibbeln beruhigt ungemein :] Vor 6 Jahren also, hat sich mein Körper an das Fast Food in Amerika gewöhnt (und mir 5-10kg mehr geschenkt), vor 5 Jahren hat er diese bald wieder abgeworfen (gewohnte Umgebung, gewohntes Essen) und dann kam Berufsleben und 2er Wohnung. Im Büro sitze ich an meinem Schreibtisch und starre in ein Gerät, das schlecht für meine Augen ist. Mittags schaffe ich es, mich kurz davon zu entfernen um nur kurze Zeit später wieder davor zu sitzen. Mind. 8 Stunden am Tag. Bin ich wirklich dafür gemacht? Abends raffe ich mich auf, koche mal mehr mal weniger gesund und falle irgendwann müde ins Bett. Es fehlt an Motivation und Antrieb. Traurig.
 
Jetzt bin ich der Meinung, lang genug in diesem Trott gesteckt zu haben. Ich möchte ausbrechen und das tue ich auch. Der Bürojob bleibt, aber die Mittagspausen werden zum Kochen oder zumindest zum Gemüse schnibbeln genutzt. Abends wird frisch gekocht und es gibt für jeden eine gesunde Portion. Wenn man sich nämlich nicht komplett überfriss - oh Wunder - schafft man Abends noch so einiges, sei es Haushalt, Organisatorisches etc. und der Tag hat nicht nur aus Arbeit bestanden. Schön!
 
Ich bin der Meinung, dass man sich dies immer wieder ins Gedächnis rufen muss. Man muss für alles hart arbeiten, sei es nun Beziehungen zu Menschen, meine Träume die erfüllt werden möchten oder mein Körper. Jeder Teil verlangt seine Aufmerksamkeit und diese liegt bei mir nun stark bei Ernährung und Sport und ich hoffe, dass die neue Einstellung bald zur Gewohnheit wird und eine andere Baustelle in meinem Leben angefangen werden kann.
 
Wie habt ihr es geschafft aus eurem Trott (Hamsterrad) auszubrechen? Was hat den Anstoß (zur Abnahme) gegeben? Gibt es Rückfälle und wie überwindet man diese?

Kommentare:

  1. Ich kenne gaanz genau dein Problem. Als ich vor knapp 2 Jahren meine Ausbildung angefangen habe, bin ich erstmal gar nicht damit zurecht gekommen, den ganzen Tag am PC zu sitzen. Dazu kamen dann bei mir morgens und abends immer noch jeweils 2 Stunden pendeln dazu -> keine Zeit mehr für Sport, kochen oder sonstige Freizeit (außer lesen im Zug^^).

    Bin dann aber zum Glück nach Köln gezogen und habe mich direkt im Fitness Studio angemeldet: meine Kollegen haben mich für verrückt erklärt und gesagt, dass ich bestimmt eh nach 2 Monaten nicht mehr hin gehe: Pfff! Von wegen – ich gehe bis jetzt immer noch regelmäßig! Irgendwie ist der Sport zu meinem Alltag geworden. Mittlerweile gehört es für mich dazu mind. 2x die Woche direkt nach der Arbeit ins Fitness Studio zu fahren und ich fühle mich schlecht, wenn ich nicht gehe.

    Baue den Sport einfach in deinen Alltag ein!! Abends nach dem Sport koche ich dann meistens noch: bin Vegetarier, von daher gibt’s bei mir immer nur ne große Portion Salat oder gedünstetes Gemüse. Koche dann auch gleich für den nächsten Tag (für Mittags)mit – dann mache ich dann immer noch Reis, Nudeln, Quinoa, Couscous, Kartoffeln etc. dazu. Mittlerweile ist so mein Tagesablauf geworden und ich komme super damit zurecht. Man muss sich nur dran gewöhnen. Aber bei dir ist ja der Wille da – du schaffst das schon :) !!

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  2. Ich finde am Anfang muss man sich immer bewusst zusammen reißen und sich immer wieder motivieren am Ball zu bleiben. Irgendwann wird es wirklich ein bisschen Gewohnheit. Wenn auch nie so sehr wie gewünscht. Mir hilft es immer Montag anzufangen. Am sonntag davor nehme ich mir immer viel Zeit für mich (ja, ich hatte schon mehrere Neustarts, wer hat das nicht:). Momentan motiviert mich zum Beispiel, dass ich ein totaler Fan von Yoga geworden bin und eben ein gesunder Körper und ein gesunder Geist zusammenhängen. Man muss etwas finden, dass sich selbst und die Motiviation unterstützt. Kleine Änderungen fix aufschreiben und dann auch konsequent ab Montag durchziehen. Gegebenfalls jede 3 Wochen eine neue Änderung hinzufügen. Bei mir war es
    Step 1: Süßstoff weglassen
    Step 2: weniger essen dafür aber keine Magerprodukte und auch dinge wie Avocado, einfach nach dem der Körper verlangt.
    Step 3: Sport beginnen.
    Hätte ich alles auf einmal begonnen, wäre ich sicher an einem Punkt gescheitert und hätte alles hingeworfen..
    Vielleicht helfen dir diese Tipps ja ein bisschen, ich würde mich freuen! :)

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  3. Motivation is what gets you starting! Habit is what keeps you goin'!

    Weiser Spruch, wie ich finde. Wir müssen 3 Wochen lang, Dinge tun, dann werden sie zur Gewohnheit. Dann müssen wir uns nicht jedes Mal neu dazu aufraffen. Das hat mir geholfen!

    Ich musste im Gegensatz zu Lona den Komplettumbruch betreiben. War bei mir aber auch einfacher, weil damit auch ein Jobwechsel einherging ;)

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