Hallo ihr Lieben!
Im
ersten Teil ging es um Ernährung und Sport, auf was der Fokus liegen sollte, und wie alles zusammen hängt, und warum man Heute nicht mit Vor-vielen-Jahren-aber vergleichen kann.
Das ist also der zweite Teil, in dem ich etwas über Regeln, Vorschriften, Vorsätze und Angaben plaudern will.
Wenn wir uns die verschiedensten Seiten über Ernährungsumstellung und Diäten anschauen, stehen da immer Sachen wie 'Du musst dies und das Essen...', 'Halte dies und das ein...', "Du brauchst unbedingt...', 'Man darf nicht...'
Also mal ehrlich, wer sind diese Menschen, die einem sagen, was man zu tun und zu lassen hat? Woher beziehen diese nur ihre Meinung.
Wer jetzt mit wissenschaftlichen Studien kommt, dem sei gesagt, dass dahinter auch nur irgendwas steckt, was im besten Fall an recht wenigen Testpersonen getestet worden ist. Aber die Menschheit ist eben nicht gleich, man ist individuell! Selbst wenn man die selbe Größe, das selbe Gewicht, die gleich Haut- und Haarfarbe hat - der Alltag sieht anders aus, die innere Halten ist anders. Und ja, darauf kommt es auch an.
Wer den ganzen Tag meckert, unzufrieden ist und auf Teufel komm raus die Salatblätter zählt, der stresst sich nur selber. Wer entspannt in den Alltag geht, Spaß an Bewegung und am kochen hat, der wird auch Erfolg haben.
Selbst auf den 'Clean Eating'-Seiten lese ich immer wieder dieses 'Du-darfst-nicht' und 'Du musst nur'. Dabei geht es doch gar nicht darum, explizit von heute auf morgen alles umzustellen, sondern nach und nach ein Teil zu integrieren, eben damit der Körper und der Kopf sich daran gewöhnen kann.
Wer plötzlich anfängt jeden Tag Gewichte zu stemmen, der wird nach 3 Wochen oder mehr/weniger die Schnauze voll haben.
Weniger ist manchmal mehr!
 |
motivate-ict.de |
Dazu kommen noch die Angaben, die so in Foren und auf Seiten stehen. Ich muss zugeben, dass ich selbst äußerst korrekt vorgegangen bin. Jedes Gramm musste sitzen, und nur wenn ich wusste wie viele Kalorien in mein Essen drin ist, war ich zufrieden.
Wie ich in meinem
Artikel schon einmal über Esstagebücher schrieb, ist es sehr hilfreich, am Anfang alles genau im Augenschein zu haben und sich vor Augen zu führen, was man sich und seinem Körper angetan hat. Ich bin auch immer noch der Meinung! Aber irgendwann sollte man sich fragen, wann der Richtige Zeitpunkt ist, um davon wieder loszulassen. Ich habe mich selbst in den letzten Wochen gefragt, wann und ob ich davon loskommen sollte. Ich glaube ich habe es noch gar nicht erwähnt gehabt, aber ich habe mich gegen's Esstagebuch entschieden, wenn ich es nicht vergesse, schreibe ich darüber mehr in meinem Sonntags-Check.
Wichtig ist es, dass man sich selbst vertraut. Denn wenn man Angst hat und denkt 'Wenn ich es nicht führe, gerät alles wieder außer Kontrolle', wird es auch so kommen. Ein innerer, gerader Rücken ist gefragt.
Die meisten sind auch viel zu sehr damit beschäftigt, alles genau zu machen, und ihr ganzer Alltag dreht sich nur darum - mich eingeschlossen. Manche denken, es ist der erste Schritt zu einer Krankheit, ich denke, es ist entfach nur Bewusstsein, weil man etwas ändern möchte.
Ich treibe mich in vielen Facebook-Gruppen rum und lese mich durch die Posts und beobachte, was für'n Senf die Leute immer dazugeben, sei es jetzt Richtung Ernährung oder Sport. Regeln, Do's und Dont's lassen grüßen.
Gerade im Sport und die Sache mit dem Eiweiß ist immer interessant. Ich schließe jetzt mal die Bodybuilder aus, wenn ich sage, dass diese Masseneiweißkonsum doch echt bedenklich ist.
200g Eiweiß/Tag? Mir dreht sich da ehrlich der Magen um.
Ich habe mich in dieser Sache mal schlau gemacht, habe mich gefragt, wie es veganer und Rohköstler, die Sport und Krafttraining machen, handhaben. In Büchern, sowie auf Internetseiten steht oftmals, dass man sich keinen großen Kopf um den Eiweißgehalt machen sollte (in einigen sogar, dass der hohe Eiweißgehalt unsinnig und sogar ungesund (und das nicht wegen den Nieren) ist), sofern man vollwertig und abwechslungsreich isst, zumal es auch veganes Proteinpulver gibt.
Wobei dann auch die Frage hinzu kommt, inwiefern es überhaupt wichtig ist, viel Muskelnasse aufzubauen, wenn man durch diese Ernährungsweise Richtung Wohlfühl- und Normalgewicht pendelt. Jetzt mal für Normalsterbliche, besonders auch für Frauen. Denn wir fangen mit Krafttraining an, grob über den Daumen gepeilt, um letztendlich abzunehmen, und um keine krassen Muskeln aufzubauen (schöner Nebeneffekt).
Ich habe mein Eiweißkonsum auch eingestellt, weil ich mich nicht mehr so mit Milchprodukte und Hühnchen anfreunden kann, und ich habe nach wie vor meine Muckis.
Und ich nehme mir jetzt mal heraus zu sagen, dass generell meine durchweg vollwertige (vollwertig im Sinne von chlorophyll-, vitamin- und mineralstoffreich und (dadurch) das weglassen von Zucker und Weizenmehl (überwiegend auch Gluten)) Ernährung und die lange Regenerationszeit wirkungsvoller sind, als mein Handhaben vorher.
Ich glaube, wenn man 5, 6, 7x die Woche zum Sport rennt, könnte es für den einen oder anderen auch kontraproduktiv sein. Gerade neben Arbeit und Freizeit noch fast täglich Sport zu integrieren, stresst.
Ich brauchte Jahre um zu erkennen, dass Erholung und Entspannung wichtig und entscheiden sind.
 |
gopixpic.com |
Wenn der Wille stark ist, kommen die Vorsätze. Man fordert sich selbst heraus und schmiedet Pläne. Ohne dem würde wohl kaum einer einen Anfang finden und über den ersten Stein klettern.
(Etappen)Ziele sind wichtig! Nur man sollte sich nach einer gewissen Zeit immer fragen, inwiefern das vor langem gesetzte Ziel noch aktuell ist. Wenn man bspw. vor 2 Jahren angefangen hat, seine Ernährung umzustellen und unbedingt auf 60kg kommen will, sollte man sich fragen, ob 5 Kilo mehr nicht besser und ausreichend sind. Gerade wer viel abgenommen hat sollte wissen, wie schwer es ist diesen (zwanghaften) Feinschliff vorzunehmen.
Und das hat keinesfalls mit Versagen zu tun.
Damals hatte ich auch immer wieder Phasen gehabt, wo ich 5Tage/Woche ins Fitti gerannt bin. Meine Motivation war groß und es machte Spaß (und ich wollte ja auch was erreichen). Und dann kam meist immer die Phase, wo ich mich sportsmäßig erschöpft fühlte, ich krank wurde, oder wie jetzt gerade wochenlang keinen Sport treiben 'soll' dank Verletzung.
Die freie Zeit momentan regt enorm zum Nachdenken an, und ich frage mich (wie auch schon oft damals), ob so viel gut (und vor allem effektiv) ist. Denn viel Sport heißt auch Verzicht auf andere, schöne Dinge. Unbewusster Stress wenn man verzichten muss, was man mag und nur widerwillig aufgeben oder stark beschränken muss.
Wer dieses 'Muss' ablegt, wird mit Sicherheit weiter kommen, die Null-Bock-Phasen bleiben aus. Es gibt mal Phasen, wo der Körper enormes leisten kann (z.B in der Sommerzeit) und Phasen, wo alles etwas einschläft, mehr Ruhe besser ist (sofern man eben auch seine saubere Ernährung einhält) (z.B Winterzeit, psychischen Stress).
Im Großen und Ganzen geht es eben nur darum, wie ihr euch selbst seht und akzeptiert! Natürlich gewinnt man an Charakter und Ausstrahlung, wenn man etwas geleistet hat, aber man ist immer noch der selbe Mensch, wie vorher.
 |
ev-jugendhilfe-menden.de |